Tach
Ich hatte im Sommer 21 eine Whipple OP, habe seitdem eine EPI und komme mit meinem Kreon sehr gut zurecht. Noch Monate nach der OP hatte ich mehrmals täglich das komische Gefühl, mein Magen würde sich umdrehen oder irgendetwas schwungartig daran vorbeirauschen. Ich habe mich dann mal mit meiner neuen Anatomie auseinandergesetzt und bin zu dem Schluss gekommen, dass durch das Liegen auf der rechten Seite alle Nahrung, die aus dem Magen kommt, dank der Schwerkraft, auch nach rechts in die Sackgasse läuft. Mit Sackgasse meine ich das Stück Dünndarm, das am Magen vorbeigezogen wurde und an deren Ende die nun offene Bauchspeicheldrüse angenäht ist. Ohne Verschluss, da nur noch der insulinproduzierende Teil der Bauchspeicheldrüse vorhanden ist. Wenn ich dann wieder aufgestanden bin, ist dann immer alles in den dafür vorgesehenen Teil des Darmes zurückgerutscht. Genauso fühlte es sich an.
Eine Ärztin in der Reha hatte mir auch gesagt, dass es öfters zu einer Cholangitis kommen kann, weil aufsteigende Bakterien in diesen Teil des Darmes vordringen. Wenn ich also auf der rechten Seite liege und Nahrung oder sonstige Darmsäfte in die Sackgasse laufen, würde sich damit nicht das Risiko einer Cholangitis extrem erhöhen?
Auf diese Frage will oder kann mir kein Arzt eine Antwort geben. Für mich ist das total einleuchtend, aber mir wird dann immer gesagt, ich kann nichts daran ändern oder ich kann ja meine Liegeposition im Schlaf nicht beeinflussen und ich solle mich da nicht hineinsteigern. Hm. Man könnte natürlich auch nur mit leerem Magen Schlafengehen...
Hat einer von Euch dazu Erfahrungen oder vielleicht sogar einen Rat diesbezüglich von einem Arzt bekommen?
Und da ich grade eh frage: der aggressive Pankreassaft wird normalerweise gleich im 12 Fingerdarm mit irgendwas versetzt, so dass er dem Darm nicht schadet. Das passiert jetzt ja nicht mehr...nimmt mein Dünndarm, in den nun direkt alles reinläuft nicht Schaden davon? Weiß das jemand?
Seit eineinhalb Jahren schlafe ich die ersten Stunden nur noch linksseitig. Man kann sich sehr wohl daran gewöhnen. Und wenn ich aufstehe, rauscht bei mir nix mehr am Magen vorbei.
Astrid
Cholangitis gefördert durch falsche Schlafposition?
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AstridXYZ
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Re: Cholangitis gefördert durch falsche Schlafposition?
Hallo Astrid,
ich habe bei weitem nicht so einen schweren Eingriff wie du erhalten, habe aber durch eine Gallenblasenentfernung einen Gallereflux, der den Magen und in Folge auch die Speiseröhre angreift.
Bei der Liegeposition muss ich auch je nach Beschwerden, also Reizung des Magens, immer wieder schauen, was Erleichterung schafft.
Ich würde da echt nach deinem Bauchgefühl und der Logik deiner Anatomie verfahren. Wenn du Nahrungskarenz vor dem Schlafen gut aushalten kannst, dann würde ich das tun. Ich esse drei Stunden vor dem Schlafen gar nichts mehr.
Was du vielleicht gedanklich berücksichtigen solltest ist, dass der Dünndarm eine Pendelbewegung, also fast wie ein kleiner Cocktailshaker, hat, welche du nicht wirklich beeinflussen kannst. Also irgendwas kann also immer mal in die ungünstige Richtung fließen.
ich habe bei weitem nicht so einen schweren Eingriff wie du erhalten, habe aber durch eine Gallenblasenentfernung einen Gallereflux, der den Magen und in Folge auch die Speiseröhre angreift.
Bei der Liegeposition muss ich auch je nach Beschwerden, also Reizung des Magens, immer wieder schauen, was Erleichterung schafft.
Ich würde da echt nach deinem Bauchgefühl und der Logik deiner Anatomie verfahren. Wenn du Nahrungskarenz vor dem Schlafen gut aushalten kannst, dann würde ich das tun. Ich esse drei Stunden vor dem Schlafen gar nichts mehr.
Was du vielleicht gedanklich berücksichtigen solltest ist, dass der Dünndarm eine Pendelbewegung, also fast wie ein kleiner Cocktailshaker, hat, welche du nicht wirklich beeinflussen kannst. Also irgendwas kann also immer mal in die ungünstige Richtung fließen.