Beitrag 26. Mai 2025, 21:55
Hallo liebes Forum,
ich bin jetzt hier gelandet, weil sich meine Erkrankungen zunehmend in einen fortgeschrittenen Bereich festsetzt und ich mittlerweile an einem Punkt bin, wo ich dringend den Austausch mit anderen Betroffenen suche. Ich bin die Broschüren Leid.
Ich fasse mich kurz, versprochen.
Meine erste und grundlegende Erkrankung ist CIDP, also die chronisch inflammatorische demyelinisierende Polyneuropathie. Dabei löst sich die Isolierschicht der Nerven auf, wie bei einem Stromkabel, bei dem das Kupfer blank liegt. Die Folge sind permanente Nervenentzündungen. Bei mir äußert sich das hauptsächlich in Taubheit in den Füßen (50–60 %) und Händen (20–30 %). Gangunsicherheit auch spontan Stürze.
Diese chronische Entzündung betrifft auch innere Organe. Da alle Organe mit Nerven durchzogen sind. Mal ist es die Niere, mal die Leber, mal der Darm, bei mir hat sich das Ganze aber vor allem auf die Bauchspeicheldrüse ausgewirkt. Das verlief schleichend, fast unbemerkt, bis zum ersten heftigen Schub im Juli 2022. Damals zeigte der Ultraschall bereits deutliche Schäden an der Bauchspeicheldrüse. Aber ich habe auch von 2011- 2014 mehr Alkohol getrunken als erlaubt. Habe gerade noch den Absprung geschafft. Aber ich denke es gehört mit hierhin!
Heute habe ich drei gesicherte Diagnosen:
1. CIDP
2. Chronische Pankreatitis
3. Exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI)
57 Jahre
1,84 m bei 58-62 kg schwankend
Die Schmerzen sind teilweise unerträglich. Bei einem Lipase-Wert über 1.000 brauche ich mindestens 500 mg Morphium, sonst halte ich es nicht aus. Zurzeit trage ich ein 37,5 µg Fentanyl-Pflaster und nehme zusätzlich morgens und abends 1000mg Novalgin, 200mg Tilidin und Cannabis, was mir besonders bei den neuropathischen Missempfindungen hilft (Prickeln, Brennen etc.). Aber auf schmerzlindernd wirkt. Morgen, mittags, abends jeweils 0,5 g vaporisiert.
Was EPI betrifft: Bei einer Elastase von 140 ist die Fettverdauung stark beeinträchtigt. Der Körper kann kein eigenes Enzyme mehr bilden. Die Folge: Fettdurchfälle, massiver Nährstoffverlust. Ich nehme pro Gramm Fett in der Nahrung ca. 2.000 Einheiten Pankreatin – sonst geht nichts.
Die chronische Pankreatitis ist nicht heilbar, genauso wenig wie die EPI. Wenn die Lipase-Werte über 200–300 liegen, tun die Schmerzen so weh, dass auch Opiate nur hochdosiert helfen. Dann braucht es Flüssigkeit, Substitution, absolute Schonkost für 3–4 Tage. Und Geduld.
Heute weiß ich, dass der Schlüssel zu einem relativ beschwerdefreien Leben die Ernährung ist. Ich bereite mich gerade auf die Ernährungsschule vor. Habe jetzt einen Ernährungsberater an meiner Seite und meine Frau ist bereit mitzumachen. Wichtig ist so fettarm wie möglich so zuckerarm wie möglich so proteinreich wie möglich!
Inzwischen ist meine Erkrankung so weit fortgeschritten, dass mein Arzt das Wort Pankreatektomie (operative Entfernung der Bauchspeicheldrüse) in den Mund genommen hat. Ich weiß, was das bedeutet: lebenslange Insulinpflicht, Diabetes Typ 3c, Verdauungsenzyme, engmaschige Kontrolle, ein komplett anderer Alltag.
Ich bin hier, weil ich Menschen suche, die selbst seit Jahren mit Pankreatitis oder EPI leben, die vielleicht sogar pankreatektomiert wurden oder sich mit dem Typ-3c-Diabetes auskennen
Ich wünsche mir ehrlichen, offenen Austausch, ohne Beschönigungen. Ich bin selbst Krankenpfleger, und manchmal ist das sogar ein Nachteil, weil man zu viel versteht.
Wer ist bereit, mit mir zu sprechen?
Viele liebe Grüße 🤞🏼🍀🦋🏕️🌻☀️
Dirk Hamacher
57 Jahre alt, Düsseldorf
Diagnosen: CIDP – Chronische Pankreatitis – Exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI)
Kontakt: dirk.hamacher1968@gmail.com
Bitte: Pankreatomie/ Diabetes Typ 3c, wer hat Ahnung und wer kennt sich aus?
- Dirk Hamacher
- Beiträge: 7
- Registriert: 26. Mai 2025, 14:57
Bitte: Pankreatomie/ Diabetes Typ 3c, wer hat Ahnung und wer kennt sich aus?
Liebe Grüße
Dirk Hamacher
57 Jahre alt, Düsseldorf
Diagnosen: CIDP – Chronische Pankreatitis – Exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI)
Kontakt: dirk.hamacher1968@gmail.com
Dirk Hamacher
57 Jahre alt, Düsseldorf
Diagnosen: CIDP – Chronische Pankreatitis – Exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI)
Kontakt: dirk.hamacher1968@gmail.com
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Jana
- Beiträge: 366
- Registriert: 29. September 2020, 17:29
Re: Bitte: Pankreatomie/ Diabetes Typ 3c, wer hat Ahnung und wer kennt sich aus?
Hallo,
ich habe seit ein paar Jahren einen pankreopriven Diabetes. Ich habe eine chronische/Autoimmun-Pankreatitis (ohne Biopsie ist eine genaue Zuordnung CP o. AiP nicht möglich), EPI und halt den pankreopriven Diabetes. Und zudem noch Morbus Crohn.
Klar, die Umstellung am Anfang war etwas schwierig, aber mittlerweile komme ich mit dem Diabetes gut klar.
Was für Fragen hättest du denn bzgl. Diabetes? Konkrete Fragen finde ich persönlich leichter zu beantworten.
Wurde dir übrigens mal bzgl. Operation auch über eine Pankreas-Kopfresektion beraten. Das wird z.T. bei chronischer Pankreatitis zur Schmerzreduktion gemacht. Ob das bei dir in Frage kommt, weiß ich aber natürlich nicht.
Anders als bei den Whipple-OPs (diese sind eigentlich Krebs-OPs) wird nur der Pankreas-Kopf entfernt, der Zwölffingerdarm und meistens auch die Gallenblase kann erhalten bleiben. Leider führen diesen Eingriff nur sehr wenige Ärzte durch. Whipple-OP ist anscheiend deutlich einfacher und schneller und somit kostengünstiger. Dafür deutlich invasiver für den Patienten.
ich habe seit ein paar Jahren einen pankreopriven Diabetes. Ich habe eine chronische/Autoimmun-Pankreatitis (ohne Biopsie ist eine genaue Zuordnung CP o. AiP nicht möglich), EPI und halt den pankreopriven Diabetes. Und zudem noch Morbus Crohn.
Klar, die Umstellung am Anfang war etwas schwierig, aber mittlerweile komme ich mit dem Diabetes gut klar.
Was für Fragen hättest du denn bzgl. Diabetes? Konkrete Fragen finde ich persönlich leichter zu beantworten.
Wurde dir übrigens mal bzgl. Operation auch über eine Pankreas-Kopfresektion beraten. Das wird z.T. bei chronischer Pankreatitis zur Schmerzreduktion gemacht. Ob das bei dir in Frage kommt, weiß ich aber natürlich nicht.
Anders als bei den Whipple-OPs (diese sind eigentlich Krebs-OPs) wird nur der Pankreas-Kopf entfernt, der Zwölffingerdarm und meistens auch die Gallenblase kann erhalten bleiben. Leider führen diesen Eingriff nur sehr wenige Ärzte durch. Whipple-OP ist anscheiend deutlich einfacher und schneller und somit kostengünstiger. Dafür deutlich invasiver für den Patienten.
- Dirk Hamacher
- Beiträge: 7
- Registriert: 26. Mai 2025, 14:57
Re: Bitte: Pankreatomie/ Diabetes Typ 3c, wer hat Ahnung und wer kennt sich aus?
Hallo,
ich schreibe jetzt seit fast zwei bis drei Wochen an diesem Beitrag.
Nicht durchgängig, nicht strukturiert – sondern Stück für Stück, mit vielen Unterbrechungen, wie sie eben dazugehören, wenn man mit einer erkrankten Bauchspeicheldrüse lebt.
Teil 1 – Ein Segen, ein Fluch und viel Zeit
Ich schreibe seit zehn Tagen.
Allein das ist schon erwähnenswert – denn auf der einen Seite ist es fast wie ein Segen:
Ich bin inzwischen finanziell unabhängig, muss mir keine Gedanken mehr machen über monatliche Ausgaben, keine Anträge, keine Miete jonglieren, kein Druck im Nacken. Das ist Gold wert.
Und, wie soll ich sagen – auch meine „Mini-Krankheiten“, wie ich sie manchmal nenne, haben mir paradoxerweise eine gewisse Freiheit verschafft:
Ich habe Zeit.
Viel Zeit.
Und ich kann mich um alles kümmern: ausführlich, detailliert, manchmal auch kleinteilig, zugegeben.
Natürlich habe ich auch Phasen, in denen gar nichts geht:
Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit –
das kennen bestimmt viele hier.
Ich scanne meinen Körper quasi den ganzen Tag über:
Wie fühlt sich was an? Kommt Übelkeit? Ziehen im Rücken?
Wenn ich mich an meine Essenspläne halte, geht’s zu 90 % gut.
Aber wehe, ich gönne mir mal was außerhalb des Plans…
Dann beginnt sofort das große Beobachten:
Was passiert? Wie schnell? Wo?
Gerade weil ich viel mit Ernährung experimentiere, ist dieses Scannen mein täglicher Begleiter geworden.
Teil 2 – Alltag bedeutet Tetris: Zeit, Essen, Medikamente, Pause, Bewegung
Und ich schreibe immer noch an diesem Text,
weil ich euch wirklich erklären will, wie der Alltag mit Pankreasinsuffizienz so läuft – in echt.
Denn: Allein das in-die-Gänge-kommen morgens kostet Zeit.
Aufstehen, Tabletten, dann frühstücken, vielleicht ein bisschen was schauen, dann wieder Tee, Zwischenmahlzeit, Medikamente...
Es ist ein ständiges Tetris-Spiel, alle 2,5 Stunden irgendwas – entweder was essen, oder was nehmen, oder beides.
Und das zieht sich durch den ganzen Tag.
Aber was soll ich tun?
Ich versuche, 15.000 bis 20.000 Schritte täglich zu machen.
Bewegung ist mein Sport, mein Stressabbau, mein Ausgleich.
Solange ich keine Schmerzen habe – oder schlimmer: keine Übelkeit – komme ich zurecht.
Schmerzen? Bekomm’ ich einigermaßen in den Griff.
Aber Übelkeit? Boah… das ist mein Endgegner.
Ich habe wirklich schon alles ausprobiert – am besten helfen mir Reisetabletten aus der Apotheke für Senioren.
Davon zwei Stück, und ich hab meistens 36 Stunden Ruhe.
Kein Scherz.
Meditation hilft auch, zumindest phasenweise.
Es ist nicht einfach, euch zu beschreiben, wie es ist, wenn man „Fehler“ macht:
Nicht gleich Durchfall, nicht gleich Schmerzen – aber so eine schräge Zwischenwelt,
die einem zeigt: Du bist nicht in Balance.
Teil 3 – Lernen, Kochen, Leben mit 80 % Stabilität
Deswegen habe ich mich entschlossen, mich selbst zum kleinen Ernährungsberater auszubilden.
Ich lerne gerade kochen – für mich selbst, mit dem, was ich gerne esse,
und so, dass es mir gut bekommt.
Kein Fett, kein Zucker, dafür so viel Eiweiß wie möglich.
Klingt einfach – ist es nicht.
Aber wenn ich mich daran halte,
bin ich zu ungefähr 80 % beschwerdefrei.
Die restlichen 20 %… sind halt die, die richtig nerven – vor allem die Umgebung selbst.
Also die, die richtig weh tun. Vernichtungsschmerz, auf einer Skala von 0 bis 10, 11 ist das kriegen von Kindern ich habe manchmal 12.
Aber das kennt ihr ja bestimmt.
Ich schreibe das hier nicht, weil ich ein Fazit habe.
Ich schreibe, weil ich auf dem Weg bin –
und weil ich mich auch jetzt schon darauf vorbereite, mit Typ-3c-Diabetes umzugehen.
Ist Diabetes Typ 3c wirklich so unberechenbar in den Schwankungen?
Wo lernt man am besten mit dem ganzen Thema Diabetes umzugehen?
Sind die Pumpen am Arm oder ich drücke es mal so aus, die elektronischen Insulin-Geräte, zuverlässig oder muss man immer mein zweites dabei haben?
Was sind die häufigsten Nebenbeschwerden?
Vielleicht kann man erstmal so anfangen.
Ich glaube der Rest entwickelt sich im Gespräch.
Vielleicht helfen meine Erfahrungen ja auch jemandem hier, oder jemand erkennt sich ein bisschen wieder.
Ich würde mich freuen über Austausch.
Liebe Grüße
Dirk
ich schreibe jetzt seit fast zwei bis drei Wochen an diesem Beitrag.
Nicht durchgängig, nicht strukturiert – sondern Stück für Stück, mit vielen Unterbrechungen, wie sie eben dazugehören, wenn man mit einer erkrankten Bauchspeicheldrüse lebt.
Teil 1 – Ein Segen, ein Fluch und viel Zeit
Ich schreibe seit zehn Tagen.
Allein das ist schon erwähnenswert – denn auf der einen Seite ist es fast wie ein Segen:
Ich bin inzwischen finanziell unabhängig, muss mir keine Gedanken mehr machen über monatliche Ausgaben, keine Anträge, keine Miete jonglieren, kein Druck im Nacken. Das ist Gold wert.
Und, wie soll ich sagen – auch meine „Mini-Krankheiten“, wie ich sie manchmal nenne, haben mir paradoxerweise eine gewisse Freiheit verschafft:
Ich habe Zeit.
Viel Zeit.
Und ich kann mich um alles kümmern: ausführlich, detailliert, manchmal auch kleinteilig, zugegeben.
Natürlich habe ich auch Phasen, in denen gar nichts geht:
Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit –
das kennen bestimmt viele hier.
Ich scanne meinen Körper quasi den ganzen Tag über:
Wie fühlt sich was an? Kommt Übelkeit? Ziehen im Rücken?
Wenn ich mich an meine Essenspläne halte, geht’s zu 90 % gut.
Aber wehe, ich gönne mir mal was außerhalb des Plans…
Dann beginnt sofort das große Beobachten:
Was passiert? Wie schnell? Wo?
Gerade weil ich viel mit Ernährung experimentiere, ist dieses Scannen mein täglicher Begleiter geworden.
Teil 2 – Alltag bedeutet Tetris: Zeit, Essen, Medikamente, Pause, Bewegung
Und ich schreibe immer noch an diesem Text,
weil ich euch wirklich erklären will, wie der Alltag mit Pankreasinsuffizienz so läuft – in echt.
Denn: Allein das in-die-Gänge-kommen morgens kostet Zeit.
Aufstehen, Tabletten, dann frühstücken, vielleicht ein bisschen was schauen, dann wieder Tee, Zwischenmahlzeit, Medikamente...
Es ist ein ständiges Tetris-Spiel, alle 2,5 Stunden irgendwas – entweder was essen, oder was nehmen, oder beides.
Und das zieht sich durch den ganzen Tag.
Aber was soll ich tun?
Ich versuche, 15.000 bis 20.000 Schritte täglich zu machen.
Bewegung ist mein Sport, mein Stressabbau, mein Ausgleich.
Solange ich keine Schmerzen habe – oder schlimmer: keine Übelkeit – komme ich zurecht.
Schmerzen? Bekomm’ ich einigermaßen in den Griff.
Aber Übelkeit? Boah… das ist mein Endgegner.
Ich habe wirklich schon alles ausprobiert – am besten helfen mir Reisetabletten aus der Apotheke für Senioren.
Davon zwei Stück, und ich hab meistens 36 Stunden Ruhe.
Kein Scherz.
Meditation hilft auch, zumindest phasenweise.
Es ist nicht einfach, euch zu beschreiben, wie es ist, wenn man „Fehler“ macht:
Nicht gleich Durchfall, nicht gleich Schmerzen – aber so eine schräge Zwischenwelt,
die einem zeigt: Du bist nicht in Balance.
Teil 3 – Lernen, Kochen, Leben mit 80 % Stabilität
Deswegen habe ich mich entschlossen, mich selbst zum kleinen Ernährungsberater auszubilden.
Ich lerne gerade kochen – für mich selbst, mit dem, was ich gerne esse,
und so, dass es mir gut bekommt.
Kein Fett, kein Zucker, dafür so viel Eiweiß wie möglich.
Klingt einfach – ist es nicht.
Aber wenn ich mich daran halte,
bin ich zu ungefähr 80 % beschwerdefrei.
Die restlichen 20 %… sind halt die, die richtig nerven – vor allem die Umgebung selbst.
Also die, die richtig weh tun. Vernichtungsschmerz, auf einer Skala von 0 bis 10, 11 ist das kriegen von Kindern ich habe manchmal 12.
Aber das kennt ihr ja bestimmt.
Ich schreibe das hier nicht, weil ich ein Fazit habe.
Ich schreibe, weil ich auf dem Weg bin –
und weil ich mich auch jetzt schon darauf vorbereite, mit Typ-3c-Diabetes umzugehen.
Ist Diabetes Typ 3c wirklich so unberechenbar in den Schwankungen?
Wo lernt man am besten mit dem ganzen Thema Diabetes umzugehen?
Sind die Pumpen am Arm oder ich drücke es mal so aus, die elektronischen Insulin-Geräte, zuverlässig oder muss man immer mein zweites dabei haben?
Was sind die häufigsten Nebenbeschwerden?
Vielleicht kann man erstmal so anfangen.
Ich glaube der Rest entwickelt sich im Gespräch.
Vielleicht helfen meine Erfahrungen ja auch jemandem hier, oder jemand erkennt sich ein bisschen wieder.
Ich würde mich freuen über Austausch.
Liebe Grüße
Dirk
Liebe Grüße
Dirk Hamacher
57 Jahre alt, Düsseldorf
Diagnosen: CIDP – Chronische Pankreatitis – Exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI)
Kontakt: dirk.hamacher1968@gmail.com
Dirk Hamacher
57 Jahre alt, Düsseldorf
Diagnosen: CIDP – Chronische Pankreatitis – Exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI)
Kontakt: dirk.hamacher1968@gmail.com
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Jana
- Beiträge: 366
- Registriert: 29. September 2020, 17:29
Re: Bitte: Pankreatomie/ Diabetes Typ 3c, wer hat Ahnung und wer kennt sich aus?
Ich denke, du meist am Arm keine Insulinpumpen sondern die Blutzuckersensoren Libre, Dexcom, etc. Die messen nur den Blutzucker, geben aber kein Insulin ab. Das muss man dann zusätzlich spritzen oder zusätzlich eine Insulinpumpe tragen (meist am Hosenbund, Hosentasche die Pumpe, der entsprechende Katheter am Bauch oder Oberschenkel).
Die Sensoren sind schon einigermaßen zuverlässig, beim einen mehr, beim anderen weniger. Dennoch muss man immer ein handelsübliches BZ-Messgerät (mit Fingerpieks) dabei haben, wenn der Sensor mal ausfällt oder komische Werte anzeigt oder in bestimmten Situationen (lange Unterzuckerungen, ggf. Sport,...). Und natürlich auch immer Traubenzucker o.ä. für Unterzuckerungen. Ich messe ca. 15-30 Mal pro Quartal mit dem normalen BZ-Messgerät.
Ich lebe mein Leben nicht nach den Krankheiten ausgerichtet, sondern probiere ihnen so wenig Platz wie möglich einnehmen zu lassen. Ich scanne nicht ständig meinen Körper nach Symptomen, da würde ich verrückt werden. Wenn es mir wirklich schlecht geht, merke ich das früh genug an deutlichen nichtübersehbaren Symptomen.
Den BZ schaue ich natürlich häufig an. Ich habe eine App, die auf meinen Handy läuft, das macht es mir leichter. Vor jeder Mahlzeit muss ich Kohlenhydrate und Insulinmenge ausrechnen und mir die passende Menge Insulin verabreichen. Da aufgrund der EPI nicht immer alles passend verdaut wird, achte ich die nächsten 2-3 h verstärkt auf den Blutzucker (die Sensoren geben Alarme, bei zu hohen oder niedrigen Werten) und ich kann entsprechend mit Insulin oder Kohlenhydraten gegensteuern.
Dank pankreopriven Diabetes passt oft die anfängliche Insulinmenge nicht zu der Mahlzeit, aber ich habe schnell gelernt, wie ich persönlich darauf reagieren muss, damit es dann irgendwann passt.
Gute Adresse für eine Schulung: Diabetesklinik Bad Mergentheim (Nähe Würzburg) oder Diabetesklinik Bad Heilbrunn (Süddeutschland).
Die Sensoren sind schon einigermaßen zuverlässig, beim einen mehr, beim anderen weniger. Dennoch muss man immer ein handelsübliches BZ-Messgerät (mit Fingerpieks) dabei haben, wenn der Sensor mal ausfällt oder komische Werte anzeigt oder in bestimmten Situationen (lange Unterzuckerungen, ggf. Sport,...). Und natürlich auch immer Traubenzucker o.ä. für Unterzuckerungen. Ich messe ca. 15-30 Mal pro Quartal mit dem normalen BZ-Messgerät.
Ich lebe mein Leben nicht nach den Krankheiten ausgerichtet, sondern probiere ihnen so wenig Platz wie möglich einnehmen zu lassen. Ich scanne nicht ständig meinen Körper nach Symptomen, da würde ich verrückt werden. Wenn es mir wirklich schlecht geht, merke ich das früh genug an deutlichen nichtübersehbaren Symptomen.
Den BZ schaue ich natürlich häufig an. Ich habe eine App, die auf meinen Handy läuft, das macht es mir leichter. Vor jeder Mahlzeit muss ich Kohlenhydrate und Insulinmenge ausrechnen und mir die passende Menge Insulin verabreichen. Da aufgrund der EPI nicht immer alles passend verdaut wird, achte ich die nächsten 2-3 h verstärkt auf den Blutzucker (die Sensoren geben Alarme, bei zu hohen oder niedrigen Werten) und ich kann entsprechend mit Insulin oder Kohlenhydraten gegensteuern.
Dank pankreopriven Diabetes passt oft die anfängliche Insulinmenge nicht zu der Mahlzeit, aber ich habe schnell gelernt, wie ich persönlich darauf reagieren muss, damit es dann irgendwann passt.
Gute Adresse für eine Schulung: Diabetesklinik Bad Mergentheim (Nähe Würzburg) oder Diabetesklinik Bad Heilbrunn (Süddeutschland).
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Mousetrix
- Beiträge: 270
- Registriert: 9. Januar 2025, 17:29
Re: Bitte: Pankreatomie/ Diabetes Typ 3c, wer hat Ahnung und wer kennt sich aus?
Bad mergentheim ist eine klasse Adresse sagt mein Vater auch 👍
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Joker
- Beiträge: 26
- Registriert: 9. November 2021, 12:16
Re: Bitte: Pankreatomie/ Diabetes Typ 3c, wer hat Ahnung und wer kennt sich aus?
Hallo Dirk, Bad Heilbronn, da war ich bestens zufrieden. Ich war 10 Tage dort zur Reha nach meiner Pankreas Entfernung. Da lernte ich auch, mit dem Abbott Sensoren umzugehen. Es ist keine komplizierte Wissenschaft. Übung macht den Meister! Hin- und wieder fällt mal ein Sensor aus, dann wird Blut gemessen, auch nach jedem Einsetzen des neuen Sensors messe ich zwei Tage, um Abweichungen festzustellen. Mir wurde gesagt, eine Insulin Pumpe sollte erst nach ein- bis zwei Jahren eingesetzt werden, nachdem man sich mit allem vertraut gemacht hat. Ich habe mich nach vielen Studien entschieden, keine zu nehmen. Zur Historie: 2017 Whipple, 2021 Entfernung der BSD.
2025 Entfernung halber Magen nach einem Tumor! Was soll ich sagen; mir geht es den Umständen entsprechend gut, ich geniesse jeden Tag und lasse mich nicht von meinem Körper verrückt machen. Das wünsche ich Dir auch!
2025 Entfernung halber Magen nach einem Tumor! Was soll ich sagen; mir geht es den Umständen entsprechend gut, ich geniesse jeden Tag und lasse mich nicht von meinem Körper verrückt machen. Das wünsche ich Dir auch!
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splash
- Beiträge: 3
- Registriert: 9. August 2026, 11:32
Diabetes Typ 3c
Hallo Dirk, ich habe mich nie für Foren interessiert, aber jetzt bin ich mit "dabei", Dank eines Anrufes aus der Diabetes-Klinik in Bad Mergentheim, (Tipp von Jana und Joker stimmt), wo ich im Januar 2026 für zwölf Tage war. Eine freundliche Mitarbeiterin aus dem Bereich Soziales hat meine Fragen und Probleme mit dem GdB (anderes Thema) beantwortet und gab mir den Tipp zu diesem Forum.
Bis Ende September 2024 war ich gesund, mit heftigen Bauchschmerzen brachte mich der RTW ins Krankenhaus, das Blutzapfen zeigte, dass ich eine akute Bauchspeicheldrüsenentzüngung hatte. Also musste ich dort bleiben, am nächsten Morgen ein Ultraschall beim Chef der Station und Arzt im Dienst, er entdeckte einen Stein vor dem Ausgang der Pankrea. Das war ihm an eben diesen Samstag "zu heiß", ich wurde ins Virchow-Klinikum verlegt. Es folgten klassische Behandlungen mit Stent, Schmerzmitteln, ... Aus akut wurde chronisch und man hat dabei entdeckt, dass ich ein inkomplettes Pankreas Divisum hatte. Mehrere Aufenthalte brachten keine Besserung und die Besichtigung meines "Innenlebens" brachte die Erkenntnis, dass eine OP hilfreich sein könnte.
Ende Januar 2025 war ich dann Typ III C, glücklich, dass ich auf der Intensivstation die Augen aufmachte. Nach drei Tagen dort lernte ich die Pens auf der Station kennen für Mahlzeiten- und Langzeitinsulin.
Ich berechne seitdem täglich das Mahlzeiteninsulin, meine Kurve ist immer noch eine Sinuskurve. Fast täglich ein "Absturz", manchmal mit Schweißausbruch, zittern, schlapp, müde, krötig, einfach fertig und sauer. Ich bin es manchmal sehr leid, mich so um mich kümmern zu müssen, aber mein Glas ist immer noch halb voll, meine Familie möchte ich noch lange um mich haben.
Quartalsweise bin ich in der Diabetologen-Praxis und beim Gastroenterologen, Stuhl- und Blutproben gehören dazu, die Leberwerte sind immer grenzwertig, aber das gehört wohl zu diesem Krankheitsbild dazu, wird überwacht ohne Medikamentengabe.
Mit dem Typ III C ist die Aufnahme, bei mir Pankreatan (KREON), bei fetthaltigen Mahlzeiten unerlässlich. Im Moment ist Fettstuhl mal wieder an der Tagesordnung, aber da mache ich mir keine Gedanken mehr, da ich nichts außergewöhnliches esse oder trinke.
Mit der fehlenden Pankrea und weiterem "Innenleben" nimmt der Körper vieles nicht mehr über die Nahrung auf. Ich kann nur ein riesengroßes Blutbild empfehlen, leider zu 50% selbst zu finanzieren, und einen tollen Menschen finden, der Dich als ganzes mit Deinem kompletten Krankheitsbild, nicht nur Typ III C, betrachtet. Die Werte richtig liest und dann Empfehlungen gibt, wenn etwas im argen liegt, womit man damit angehen kann. Mein Blutbild vom Januar 2026 war katastrophal, fast alles war dunkelrot, außer Eisen. Ich rede von allen Vitaminen, Mineralstoffen, Elektrolyten, Aminosäuren und was sonst noch der Körper braucht. Ich habe diese Person gefunden, nach drei Monaten und Nahrungsergänzungsmitteln sind fast 95% der Werte im grünen Bereich, das nächste Blutbild wird in ca 3 Wochen veranlasst. Alle Ärzte freuen sich, aber keiner von ihnen hat mir davon erzählt, dass man das machen könnte.
Ich habe mich jetzt für eine Insulinpumpe entschieden, im Winter wird es soweit sein. Meine Hoffnung besteht darin, dass mit den Algorithmus das "Dauerinsulin" von meinem Körper besser umgesetzt wird. Natürlich muss die Technik trainiert, gefüttert, richtig verstanden werden. Ich wünsche Dir alles gute.
Bis Ende September 2024 war ich gesund, mit heftigen Bauchschmerzen brachte mich der RTW ins Krankenhaus, das Blutzapfen zeigte, dass ich eine akute Bauchspeicheldrüsenentzüngung hatte. Also musste ich dort bleiben, am nächsten Morgen ein Ultraschall beim Chef der Station und Arzt im Dienst, er entdeckte einen Stein vor dem Ausgang der Pankrea. Das war ihm an eben diesen Samstag "zu heiß", ich wurde ins Virchow-Klinikum verlegt. Es folgten klassische Behandlungen mit Stent, Schmerzmitteln, ... Aus akut wurde chronisch und man hat dabei entdeckt, dass ich ein inkomplettes Pankreas Divisum hatte. Mehrere Aufenthalte brachten keine Besserung und die Besichtigung meines "Innenlebens" brachte die Erkenntnis, dass eine OP hilfreich sein könnte.
Ende Januar 2025 war ich dann Typ III C, glücklich, dass ich auf der Intensivstation die Augen aufmachte. Nach drei Tagen dort lernte ich die Pens auf der Station kennen für Mahlzeiten- und Langzeitinsulin.
Ich berechne seitdem täglich das Mahlzeiteninsulin, meine Kurve ist immer noch eine Sinuskurve. Fast täglich ein "Absturz", manchmal mit Schweißausbruch, zittern, schlapp, müde, krötig, einfach fertig und sauer. Ich bin es manchmal sehr leid, mich so um mich kümmern zu müssen, aber mein Glas ist immer noch halb voll, meine Familie möchte ich noch lange um mich haben.
Quartalsweise bin ich in der Diabetologen-Praxis und beim Gastroenterologen, Stuhl- und Blutproben gehören dazu, die Leberwerte sind immer grenzwertig, aber das gehört wohl zu diesem Krankheitsbild dazu, wird überwacht ohne Medikamentengabe.
Mit dem Typ III C ist die Aufnahme, bei mir Pankreatan (KREON), bei fetthaltigen Mahlzeiten unerlässlich. Im Moment ist Fettstuhl mal wieder an der Tagesordnung, aber da mache ich mir keine Gedanken mehr, da ich nichts außergewöhnliches esse oder trinke.
Mit der fehlenden Pankrea und weiterem "Innenleben" nimmt der Körper vieles nicht mehr über die Nahrung auf. Ich kann nur ein riesengroßes Blutbild empfehlen, leider zu 50% selbst zu finanzieren, und einen tollen Menschen finden, der Dich als ganzes mit Deinem kompletten Krankheitsbild, nicht nur Typ III C, betrachtet. Die Werte richtig liest und dann Empfehlungen gibt, wenn etwas im argen liegt, womit man damit angehen kann. Mein Blutbild vom Januar 2026 war katastrophal, fast alles war dunkelrot, außer Eisen. Ich rede von allen Vitaminen, Mineralstoffen, Elektrolyten, Aminosäuren und was sonst noch der Körper braucht. Ich habe diese Person gefunden, nach drei Monaten und Nahrungsergänzungsmitteln sind fast 95% der Werte im grünen Bereich, das nächste Blutbild wird in ca 3 Wochen veranlasst. Alle Ärzte freuen sich, aber keiner von ihnen hat mir davon erzählt, dass man das machen könnte.
Ich habe mich jetzt für eine Insulinpumpe entschieden, im Winter wird es soweit sein. Meine Hoffnung besteht darin, dass mit den Algorithmus das "Dauerinsulin" von meinem Körper besser umgesetzt wird. Natürlich muss die Technik trainiert, gefüttert, richtig verstanden werden. Ich wünsche Dir alles gute.
-
Alstermaus
- Beiträge: 4
- Registriert: 27. September 2026, 19:13
Re: Bitte: Pankreatomie/ Diabetes Typ 3c, wer hat Ahnung und wer kennt sich aus?
Hallo Dirk,
mir wurde die Pankreas vor knapp 2 Monaten wegen eines Pankreas Ca entfernt. Glücklicherweise R0 und nur 1 von 35 Lymphknoten war befallen. Milz und Bauchwasser waren sauber und auch das CT vor der ersten Chemo war ok. Der Ansatz ist kurativ, die Chemo adjuvant. Trotzdem bin ich nun Typ 3c Diabetikerin.
Mein EIndruck ist, dass viele Diabetolog*innen uns oft nur eingeschränkt helfen können. Wir müssen sehr viel selbst herausfinden. Ich habe bereits ein CGM was den Alltag mega erleichtert, hoffe aber baldmöglichst auf eine Insulinpumpe. Im Alltag bedeutet es zumindest am Anfang viel Rechnerei.
Mein Mann zieht zu 100% mit und beteiligt sich. Wir erstellen Listen mit Nahrungsmitteln nach kcal/KH/F/P (Kalorien, Kohlehydrate, Fette, Proteine), um zu verstehen wie mein Organismus (ohne Bauchspeicheldrüse, Gallenblase und Zwölffingerdarm) mit dem Essen umgeht. Mein Ziel ist es einen durchschnittlichen BZ von maximal 130 zu erreichen und 95%+x im Zielbereich zu sein. Solche Ziele sind ein wichtiger erster Schritt und man sollte sie nur so hoch stecken wie man es selbst auch erreichen kann.
Wenn es bei Dir wirklich zur Entfernung der Bauchspeicheldrüse kommt helfe ich Dir gerne beim Einstieg. Ich bin auch noch in der Findungsphase. Deshalb habe ich mich hier registriert. Dein Beitrag ist der erste auf den ich antworte ;)
@Alle Ich bin 55, weiblich und bekam nach fast 2 Monaten im KKH die Diagnose Pankreaskrebs. Da ich nie geraucht habe, keinen Alkohol getrunken hatte, in der Familie niemand mit Pankreaskarzinom bekannt ist, ich gerade mal 55 bin und immer sportlich und mit einem sehr niedrigen BMI kam auch niemand sofort darauf. Es war eine klassische Ausschlussdiagnose und gewissermaßen auch Glück im Unglück, denn der aktuelle Ansatz ist kurativ. Trotzdem ist der Verlust der Bauchspeicheldrüse ein extremer Einschnitt und ich hoffe hier viele Tipps und viel Hilfe zu bekommen. Dabei macht mir der Diabetes mehr zu schaffen als die Verdauung. Da ich Kreon sehr stark dosiere hatte ich noch nie Fettstühle und eher normalen Stuhlgang.
mir wurde die Pankreas vor knapp 2 Monaten wegen eines Pankreas Ca entfernt. Glücklicherweise R0 und nur 1 von 35 Lymphknoten war befallen. Milz und Bauchwasser waren sauber und auch das CT vor der ersten Chemo war ok. Der Ansatz ist kurativ, die Chemo adjuvant. Trotzdem bin ich nun Typ 3c Diabetikerin.
Mein EIndruck ist, dass viele Diabetolog*innen uns oft nur eingeschränkt helfen können. Wir müssen sehr viel selbst herausfinden. Ich habe bereits ein CGM was den Alltag mega erleichtert, hoffe aber baldmöglichst auf eine Insulinpumpe. Im Alltag bedeutet es zumindest am Anfang viel Rechnerei.
Mein Mann zieht zu 100% mit und beteiligt sich. Wir erstellen Listen mit Nahrungsmitteln nach kcal/KH/F/P (Kalorien, Kohlehydrate, Fette, Proteine), um zu verstehen wie mein Organismus (ohne Bauchspeicheldrüse, Gallenblase und Zwölffingerdarm) mit dem Essen umgeht. Mein Ziel ist es einen durchschnittlichen BZ von maximal 130 zu erreichen und 95%+x im Zielbereich zu sein. Solche Ziele sind ein wichtiger erster Schritt und man sollte sie nur so hoch stecken wie man es selbst auch erreichen kann.
Wenn es bei Dir wirklich zur Entfernung der Bauchspeicheldrüse kommt helfe ich Dir gerne beim Einstieg. Ich bin auch noch in der Findungsphase. Deshalb habe ich mich hier registriert. Dein Beitrag ist der erste auf den ich antworte ;)
@Alle Ich bin 55, weiblich und bekam nach fast 2 Monaten im KKH die Diagnose Pankreaskrebs. Da ich nie geraucht habe, keinen Alkohol getrunken hatte, in der Familie niemand mit Pankreaskarzinom bekannt ist, ich gerade mal 55 bin und immer sportlich und mit einem sehr niedrigen BMI kam auch niemand sofort darauf. Es war eine klassische Ausschlussdiagnose und gewissermaßen auch Glück im Unglück, denn der aktuelle Ansatz ist kurativ. Trotzdem ist der Verlust der Bauchspeicheldrüse ein extremer Einschnitt und ich hoffe hier viele Tipps und viel Hilfe zu bekommen. Dabei macht mir der Diabetes mehr zu schaffen als die Verdauung. Da ich Kreon sehr stark dosiere hatte ich noch nie Fettstühle und eher normalen Stuhlgang.
-
Tardis
- Beiträge: 26
- Registriert: 8. März 2025, 03:23
Re: Bitte: Pankreatomie/ Diabetes Typ 3c, wer hat Ahnung und wer kennt sich aus?
Hallo Dirk,
bez. Diabetes:
Mir wurde die BSD letztes Jahr im März entfernt (incl. Zwölffingerdarm, Milz blieb erhalten). Zuvor hatte man bei mir Typ 2 diagnostiziert. Damit war ich nicht zufrieden und hab mir weitere Untersuchungen organisiert. Das Ergebnis: Die BSD muss raus. Gemäss CT/MRT: "Dunkle Flecken", was schlussendlich Bauchspeicheldrüsenkrebs war (auch R0, keine Metastasen).
Da ich ein halbes Jahr Typ 2 war, konnte ich mich an das Spritzen und den CGM gewöhnen. Nach der OP war ich das erste halbe Jahr ohne Insulinpumpe unterwegs. Und jetzt? Die Insulinpumpe war die Beste Entscheidung! Da ich nach der OP ziemlich abgenommen habe, esse ich momentan alles. D.h. nicht unbedingt Diabetiker gerecht. Zum Glück kann ich auch alles essen. D.h. so wie früher. Aber natürlich trotzdem immer mit den KH im Hinterkopf.
Brittle-Diabetes
Für starke Blutzuckerschwankungen sind ja vor allem bei Typ 1 und besonders auch Typ 3c prädestiniert.
Ich kann leider nichts genaues darüber sagen. Denn mein Blutzucker ist recht stabil. Es zickt und zupft nichts nach oben oder nach unten.
Meine Schwankungen kommen von Aktivitäten oder von der KH Aufnahme, sprich wenn ich gegessen habe. Also alles mit "Ursache-Wirkung" erklärbar.
Bez. Diabetes Schulung:
Bei mir waren es zwei Schulungen:
Eine allgemeine über Diabetes (Wie wirkt/was bewirkt Glokuse, welche Organe sind beteiligt, etc. Hypo- und Hyperglykämie, Ketoazidose: Sport, Ernährung, Wie wirkt Insulin, Spritz-/Wirkabstand etc. etc.). Also alles was ein Typ 1 und Typ 2 Diabetiker wissen muss. Den Kurs hat meine Diabetologische Praxis angeboten. Macht aber auch mein Krankenhaus im Landkreis.
Sobald Du eine Insulinpumpe hast, gibt es (zumindest bei mir in der Region) eine einwöchige stationäre Einweisung in eine diabetologische Klinik oder die entsprechende Abteilung in einem Krankenhaus (ist freiwillig, Einweisung macht der Diabetologe). Dort schaut man Deinen Blutzuckerverlauf für eine Woche 24h am Tag an und stellt die Insulinpumpe dem entsprechend individuell auf Dich ein. Denn Dein Insulinbedarf und deine Insulinempfindlichkeit ändert sich den Tag durch. Also so ähnlich wie ein Biorhythmus. Und darauf basierend Dein Grundbedarf an Insulin ermittelt ("Basal") und Deine "Dosis" für das Essensinsulin ("Bolus"). Für je nach Tageszeit ermittelt und der Insulinpumpe eingegeben. Man könnte sagen man macht einen "WLTP-Zyklus" mit Dir :-): Wieviel Insulin brauchst Du wann und wofür, unter "einheitlichen" Voraussetzungen/Bedingungen (Krankenhausessen :-))
Sonstiges "Lernmaterial"
Online schaue ich immer im insulinclub.de rein. Dort wird einem schnell und freundlich geholfen.
Youtube ist eine schlechte Quelle. Da sind 95% "Influencer" die von den Herstellern gesponsort werden. Auch vermeidliche Interviews sind meiner Meinung nach gescripted. D.h. der Inhalt und die Fragen sind vorher mit dem Firmenchef abgesprochen. Soll ja Werbung für die Firma sein. Denn wirklich kritische Fragen über Probleme werden nie gestellt. Also anschauen um sich zu informieren was es so gibt etc. kann dort gut. Aber glauben bzw. vertrauen was das gesagt wird noch nicht mal die Hälfte. Wirklich, ohne Witz. Es gibt 1-2 gute Kanäle. Ausserdem sind die meisten Kanäle sind technisch orientiert. Medizinische Inhalte gibt es natürlich nicht.
Ansonsten: Ich bin bei mir im Ort in dem Diabetiker-Verein beigetreten. Dort trifft man sich 1-2 mal im Monat zum Essen, es gibt Veranstaltungen von Diabetologen und kann sich mit den Erfahrungen der "alten Hasen" austauschen. Da habe ich schon viele gute Tipps bekommen. Und auch meine Anfangs-Nervosität wurde mir so genommen. Denn man ist nicht alleine mit dem ganzen M...
Bez. insulinpumpen
Wie oben erwähnt wird die Pumpe auf Dich persönlich eingestellt. Die Pumpen senden die Daten (Zuckerwert vom CGM und Insulinabgabe) "in die Cloud". Zum Beispiel zu Glooko. Dort kann der Diabetologe die Werte jederzeit anschauen und entsprechend reagieren. Das machen sie auch bei der Pumpeneinweiseung.
Im Grunde genommen sind 2 Arten von Pumpen auf dem Markt: Pumpen mit Schlauch und Katheter. Und schlauchlose Pumpen. Die schlauchlosen Pumpen klebt man sich auf den Oberarm (sind glaube ich alle nur für den Oberarm zugelassen). Der Katheter ist an dem kleinen Gehäuse dran und nicht an einem Schlauch. Die Schlauchpumpen hat man in der Hosentasche, an einem Hals- oder Bauchgurt oder Gürtelklip. Für Frauen gibt es auch einen BH Clip.
Bei allen Pumpen muss der Katheter nach 2 Tagen (Stahl) oder 3 Tagen (Teflon) gewechselt werden (Verstopfungsgefahr). D.h. auch die Schlauchlosen Pumpen halten max. 3 Tage. Die CGMs halten zw. 10 und 15 Tagen. Je nach Hersteller. (Nicht jeder CGM geht mit jeder Pumpe).
Grosser Vorteil: Das ewige Zuckermessen und spritzen fällt weg. Weniger Einstichstellen, weniger Entzündungsgefahr und Vernarbungen etc.
Nebenwirkungen/Beschwerden
Habe ich eigentlich im Moment keine Beschwerden durch den Diabetes. Bei mir ist das Erkennen von Beschwerden ggf. auch etwas schwerer, denn ich hatte noch eine adjuvante Chemo nach der OP. Von der Behandlung habe ich noch leichte "Beschwerden". D.h. alles was ich habe, ordne ich der Chemo zu.
Viele Grüsse
Michael
bez. Diabetes:
Mir wurde die BSD letztes Jahr im März entfernt (incl. Zwölffingerdarm, Milz blieb erhalten). Zuvor hatte man bei mir Typ 2 diagnostiziert. Damit war ich nicht zufrieden und hab mir weitere Untersuchungen organisiert. Das Ergebnis: Die BSD muss raus. Gemäss CT/MRT: "Dunkle Flecken", was schlussendlich Bauchspeicheldrüsenkrebs war (auch R0, keine Metastasen).
Da ich ein halbes Jahr Typ 2 war, konnte ich mich an das Spritzen und den CGM gewöhnen. Nach der OP war ich das erste halbe Jahr ohne Insulinpumpe unterwegs. Und jetzt? Die Insulinpumpe war die Beste Entscheidung! Da ich nach der OP ziemlich abgenommen habe, esse ich momentan alles. D.h. nicht unbedingt Diabetiker gerecht. Zum Glück kann ich auch alles essen. D.h. so wie früher. Aber natürlich trotzdem immer mit den KH im Hinterkopf.
Brittle-Diabetes
Für starke Blutzuckerschwankungen sind ja vor allem bei Typ 1 und besonders auch Typ 3c prädestiniert.
Ich kann leider nichts genaues darüber sagen. Denn mein Blutzucker ist recht stabil. Es zickt und zupft nichts nach oben oder nach unten.
Meine Schwankungen kommen von Aktivitäten oder von der KH Aufnahme, sprich wenn ich gegessen habe. Also alles mit "Ursache-Wirkung" erklärbar.
Bez. Diabetes Schulung:
Bei mir waren es zwei Schulungen:
Eine allgemeine über Diabetes (Wie wirkt/was bewirkt Glokuse, welche Organe sind beteiligt, etc. Hypo- und Hyperglykämie, Ketoazidose: Sport, Ernährung, Wie wirkt Insulin, Spritz-/Wirkabstand etc. etc.). Also alles was ein Typ 1 und Typ 2 Diabetiker wissen muss. Den Kurs hat meine Diabetologische Praxis angeboten. Macht aber auch mein Krankenhaus im Landkreis.
Sobald Du eine Insulinpumpe hast, gibt es (zumindest bei mir in der Region) eine einwöchige stationäre Einweisung in eine diabetologische Klinik oder die entsprechende Abteilung in einem Krankenhaus (ist freiwillig, Einweisung macht der Diabetologe). Dort schaut man Deinen Blutzuckerverlauf für eine Woche 24h am Tag an und stellt die Insulinpumpe dem entsprechend individuell auf Dich ein. Denn Dein Insulinbedarf und deine Insulinempfindlichkeit ändert sich den Tag durch. Also so ähnlich wie ein Biorhythmus. Und darauf basierend Dein Grundbedarf an Insulin ermittelt ("Basal") und Deine "Dosis" für das Essensinsulin ("Bolus"). Für je nach Tageszeit ermittelt und der Insulinpumpe eingegeben. Man könnte sagen man macht einen "WLTP-Zyklus" mit Dir :-): Wieviel Insulin brauchst Du wann und wofür, unter "einheitlichen" Voraussetzungen/Bedingungen (Krankenhausessen :-))
Sonstiges "Lernmaterial"
Online schaue ich immer im insulinclub.de rein. Dort wird einem schnell und freundlich geholfen.
Youtube ist eine schlechte Quelle. Da sind 95% "Influencer" die von den Herstellern gesponsort werden. Auch vermeidliche Interviews sind meiner Meinung nach gescripted. D.h. der Inhalt und die Fragen sind vorher mit dem Firmenchef abgesprochen. Soll ja Werbung für die Firma sein. Denn wirklich kritische Fragen über Probleme werden nie gestellt. Also anschauen um sich zu informieren was es so gibt etc. kann dort gut. Aber glauben bzw. vertrauen was das gesagt wird noch nicht mal die Hälfte. Wirklich, ohne Witz. Es gibt 1-2 gute Kanäle. Ausserdem sind die meisten Kanäle sind technisch orientiert. Medizinische Inhalte gibt es natürlich nicht.
Ansonsten: Ich bin bei mir im Ort in dem Diabetiker-Verein beigetreten. Dort trifft man sich 1-2 mal im Monat zum Essen, es gibt Veranstaltungen von Diabetologen und kann sich mit den Erfahrungen der "alten Hasen" austauschen. Da habe ich schon viele gute Tipps bekommen. Und auch meine Anfangs-Nervosität wurde mir so genommen. Denn man ist nicht alleine mit dem ganzen M...
Bez. insulinpumpen
Wie oben erwähnt wird die Pumpe auf Dich persönlich eingestellt. Die Pumpen senden die Daten (Zuckerwert vom CGM und Insulinabgabe) "in die Cloud". Zum Beispiel zu Glooko. Dort kann der Diabetologe die Werte jederzeit anschauen und entsprechend reagieren. Das machen sie auch bei der Pumpeneinweiseung.
Im Grunde genommen sind 2 Arten von Pumpen auf dem Markt: Pumpen mit Schlauch und Katheter. Und schlauchlose Pumpen. Die schlauchlosen Pumpen klebt man sich auf den Oberarm (sind glaube ich alle nur für den Oberarm zugelassen). Der Katheter ist an dem kleinen Gehäuse dran und nicht an einem Schlauch. Die Schlauchpumpen hat man in der Hosentasche, an einem Hals- oder Bauchgurt oder Gürtelklip. Für Frauen gibt es auch einen BH Clip.
Bei allen Pumpen muss der Katheter nach 2 Tagen (Stahl) oder 3 Tagen (Teflon) gewechselt werden (Verstopfungsgefahr). D.h. auch die Schlauchlosen Pumpen halten max. 3 Tage. Die CGMs halten zw. 10 und 15 Tagen. Je nach Hersteller. (Nicht jeder CGM geht mit jeder Pumpe).
Grosser Vorteil: Das ewige Zuckermessen und spritzen fällt weg. Weniger Einstichstellen, weniger Entzündungsgefahr und Vernarbungen etc.
Nebenwirkungen/Beschwerden
Habe ich eigentlich im Moment keine Beschwerden durch den Diabetes. Bei mir ist das Erkennen von Beschwerden ggf. auch etwas schwerer, denn ich hatte noch eine adjuvante Chemo nach der OP. Von der Behandlung habe ich noch leichte "Beschwerden". D.h. alles was ich habe, ordne ich der Chemo zu.
Viele Grüsse
Michael