Hoffnung durch Chemo bei nicht operablen Pankreaskopfca

an der Bauchspeicheldrüse erkrankten Menschen. Was bedeutet eine Pankreas- / Bauchspeicheldrüsenerkrankung für das Umfeld der Patienten?
Hier können sich Angehörige und Freunde von Pankreas- / Bauchspeicheldrüsenpatienten austauschen
und haben die Möglichkeit über andere Angehörige / Freunde Rat und Hilfe zu finden.
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Maiglucke3
Beiträge: 4
Registriert: 8. September 2025, 20:43

Hoffnung durch Chemo bei nicht operablen Pankreaskopfca

Beitrag von Maiglucke3 »

Liebe Forum - Mitglieder !
Ich bin neu hier und möchte mich gerne kurz vorstellen:
Theresa, 61 Jahre , wohnhaft in Thüringen.
Mein momentanes Anliegen ist :
Mein Mann hat seit Mitte Juli die Diagnose :
Pankreaskopfkarzinom : Adenokarzinom G2, T4,N1,MO.
Er wurde plötzlich gelb, hatte dunklen Urin und Gallenkoliken. Im Krankenhaus hat man dann festgestellt, dass der Tumor auf den Gallengang drückt und ihm wurde ein Stent in den Gallengang gesetzt.
Danach ein CT und dann die Krebsdiagnose.
Auch eine Bauchspiegelung wurde gemacht: keine Metastasen imPeritoneum und sonst auch nicht.
Aber ein paar geschwollene Lymphknoten in der Nähe.
Im Tumorboard wurde festgelegt, dass der Tumor nicht zu operieren ist , da er wohl schon grenzwertig von der Größe her ( der Chirurg nannte das Borderline Tumor)
ist und beschlossen 6 mal Chemo , dann CT, um zu schauen ob er dadurch kleiner wird.
Wenn ja : Op mit anschließender Chemo wieder 6 mal .
Die Chemotherapie ist Folfirinox.
Mein Mann hat jetzt das 3. Mal diese Giftbehandlung (Entschuldigung für den Ausdruck) hinter sich gebracht .Wirklich kein Spaziergang.
Er ist jetzt 64 Jahre alt und hat noch normales Gewicht , bisher war er auch gesund … nichts gemerkt … viel Sport…
Nun ist er aber auch durch den Tumor Diabetiker… wohl das kleinere Übel.
Hat jemand hier im Forum mit einer solchen oder ähnlichen Diagnose eine Erfahrung mit „ kleiner werdendem Tumor „ durch die Chemo .?
Man fragt sich ja immer , ob es in diesem Fall überhaupt etwas bringt sich da durch zu quälen …
weil ja laut Internet die Chemo bei PKCA nicht so gut anschlägt. Und sollte man sich an ein Pankreaszentrum wenden oder ruhig in der Nähe bleiben ?
Eigentlich waren wir in dem Krankenhaus bisher zufrieden, aber all zu viele Whipple OPs werden die dort sicherlich nicht machen 🫣
Fragen über Fragen !
Ich freue mich über eure Rückmeldung !
Lieben Gruß
Theresa
swissless
Beiträge: 34
Registriert: 10. Juni 2024, 17:47

Re: Hoffnung durch Chemo bei nicht operablen Pankreaskopfca

Beitrag von swissless »

Hallo Theresa

Ganz wichtig: in ein Pankreaszentrum!
Die kennen sich mit der OP aus und ersetzen bei Bedarf gewisse Gefässe.

Bei uns hiess es auch zu erst nicht operabel.
Pankreaszentrum hat gleich operiert und Vene ersetzt.
Maiglucke3
Beiträge: 4
Registriert: 8. September 2025, 20:43

Re: Hoffnung durch Chemo bei nicht operablen Pankreaskopfca

Beitrag von Maiglucke3 »

Wie echt es deiner Mutter inzwischen?
Hat sie die Chemo gut überstanden.
Mein Mann ist jetzt bei der 3. Chemo vor der dann evtl. Op , aber ein Spaziergang ist das nicht ….
Liebe Grüße
Theresa
Zuletzt geändert von Maiglucke3 am 15. September 2025, 10:58, insgesamt 1-mal geändert.
Maiglucke3
Beiträge: 4
Registriert: 8. September 2025, 20:43

Re: Hoffnung durch Chemo bei nicht operablen Pankreaskopfca

Beitrag von Maiglucke3 »

Geht es sollte es heißen .
Wir haben jetzt einen Termin in Bad Berka gemacht um uns eine 2.Meinung anzuhören.
Schlimm finde ich diese Ungewissheit ob die Chemo überhaupt etwas bringt und diese Vorstellung nach einer so schwierigen Operation nochmal 6 Kurse (was für ein Ausdruck !!! )Folfirinox zu machen !
Liebe Grüße
Jutta
swissless
Beiträge: 34
Registriert: 10. Juni 2024, 17:47

Re: Hoffnung durch Chemo bei nicht operablen Pankreaskopfca

Beitrag von swissless »

Hallo Jutta

Top! Toll, dass ihr einen Termin im Pankreas Zentrum habt.
Wir hatten nach der OP auch 12x Folfirinox.
Unsere grössten Herausforderungen waren diverse Infekte -> Verzögerung der Folfirinox Therapie und Aufbau / halten vom Gewicht.
Kopf hoch und immer weiter weiter weiter ... OP ist die einzige Chance.
Maiglucke3
Beiträge: 4
Registriert: 8. September 2025, 20:43

Re: Hoffnung durch Chemo bei nicht operablen Pankreaskopfca

Beitrag von Maiglucke3 »

Ja, das hat der Arzt hier im Krankenhaus ,in dem die Diagnose gestellt worden ist ,auch gesagt .
Mein Mann hat komischerweise keine Beschwerden außer den Nebenwirkungen der Chemo ( Müdigkeit, Fingerkribbeln , Übelkeit) . Ja und schon der 2.Infekt nach bzw. während der Chemo , was diese ja noch schlimmer macht….
Dann natürlich die Probleme mit dem Zucker .
Vor der Chemo war er sehr gut um die 10 eingestellt , jetzt ist er leider oft höher …
Aber der Arzt hat auch gesagt : Junge iss , die Spätfolgen des hohen Zuckers wirst du nicht mehr erleben …auch nett , gelle ?!
Naja, also wir achten trotzdem drauf, weil er sich bei sehr hohem Zucker einfach nicht gut fühlt !
Danke „Swissless „für die Antwort .
Ich bekomme diesen Krebs einfach nicht mehr aus meinem Kopf raus , der hat unser altes Leben total auf den Kopf gestellt . Überall verfolgt er einen … wie ein Damoklesschwert …
swissless
Beiträge: 34
Registriert: 10. Juni 2024, 17:47

Re: Hoffnung durch Chemo bei nicht operablen Pankreaskopfca

Beitrag von swissless »

Ja, die Gedanken drehen 24/7 um diese Thema.
Der hohe Zucker ist "das kleinere Problem". Wichtig ist, dass er sich wohl fühlt und man die Folfirinox Therapie mit OP durchziehen kann.
Wenn es geht sich fit halten. Jedes kg Fett und Muskel vor der OP kann helfen =)
Wünsche Euch alles Gute und noch mehr Kraft!
Maiglucke3
Beiträge: 4
Registriert: 8. September 2025, 20:43

Re: Hoffnung durch Chemo bei nicht operablen Pankreaskopfca

Beitrag von Maiglucke3 »

Vielen Dank ! Das können wir gebrauchen, wie ja alle hier im Forum 🙏
Nadine-Sybi
Beiträge: 1
Registriert: 28. November 2025, 17:34

Re: Hoffnung durch Chemo bei nicht operablen Pankreaskopfca

Beitrag von Nadine-Sybi »

Guten Abend liebe Gruppe

Ich weiss nicht, wo ich anfangen soll. Ich bin Nadine. Mein Mann 51. j, hat hochgradigen Verdacht auf BSD Ca im Korpus. Fernmetastasen gibts keine, aber wohl einen nicht ganz sauberen Lymphknoten. Ich wurde aufmerksam, da er seit 3-4 Wochen immer mal wieder Rücken und Bauchschmerzen hatte. Darauf hin habe ich eine CT Untersuchung forciert- mit gezieltem Verdacht! Dieser hat sich bestätigt. Dem Herren sei Dank, dass ich einen guten Draht zu einem Arzt habe, der mich ernst genommen hat.
Es wurden alle Untersuchungen gemacht, das alles innert 1 Woche.
Nun sind 6x Folifinox angesetzt, da der Tumor wichtige Gefässe ummauert. Wenn die Chemo angeschlagen hat, wird die OP gemacht. Wir sind bei einem Spezialisten. Meinem geliebten Mann geht es nicht schlecht, er ist nicht gelb, hat kein Gewicht verloren. Wir hatten 2x Magenspiegelung mit EUS, das heisst Ultraschall um eine Gewebeprobe zu bekommen- aber hat nicht geklappt. Das heisst, wir wissen immer noch nicht, mit was genau wir es zu tun haben: CA19-9 ist sehr hoch, Bildgebung sagt auch sehr viel aus. Deswegen gibt es jetzt Folfirinox. Keine Zeit verlieren.
Ich habe sehr sehr grosse Angst - wir haben erst kürzlich geheiratet, nachdem wir uns endlich endlich gefunden haben. Die ganz grosse Liebe. Im Jahr davor hatten wir schon mit einem Prostata Ca zu kämpfen, dies konnte aber R0 entfernt werden.

Ich suche nun Angehörige, die diesen Schmerz verstehen können um ein wenig Trost und Hoffnung zu schöpfen. Ich habe teilweise Panikattacken, schlafe keine Nacht ohne Hilfsmittel durch. Von Morgens bis Abends der Krebs, die Angst, die Panik die grosse grosse Liebe zu verlieren und vielleicht alleine aushalten zu müssen. Auf der anderen Seite die Riesengroße Hoffnung und Zuversicht. Früh erkannt, nicht metastasiert und sofort mit Chemo begonnen- diese wird auch anschlagen. 💪🏼 Wir geben niemals auf, Sterben ist keine Option. Mein Mann ist gleich eingestellt. Wir senden Allen hier im Raum die nötige Kraft und Zuversicht und vor allem Kampfgeist. Denn die Liebe und die Einstellung dazu- die wird Welten bewegen.

Liebe Grüße und Danke dass es euch lieben Leute hier im Forum gibt
N.
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