Hallo Zusammen,
ich habe nach der 9. Chemo zunehmend Probleme mit Neuropathie unter den Füßen und in den Fingern. Keine direkten Schmerzen sondern Missempfindungen, Taubheitsgefühl und Kribbeln.
Bei der 10. Chemo wurde Oxaliplatin dann auf 50% Dosis reduziert. Nun wird überlegt, ob Oxaliplatin bei den letzten beiden Chemos ganz weggelassen werden soll. Ich habe jedoch Angst, dass die Therapie dann nicht mehr so wirksam ist.
Hat jemand Erfahrungen mit der Hochton Therapie oder andere Ideen, wie man diese Symptome bekämpfen kann?
Viele Grüße, Michaela
Hochton Therapie bei Polyneuropathie - Erfahrungen?
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Michaela 1965
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Tardis
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Re: Hochton Therapie bei Polyneuropathie - Erfahrungen?
Hallo Michaela,
dieses Thema interessiert mich ebenfalls. Denn bei mir hat es auch so im 9ten Zyklus mit der Neuropathie angefangen (Hmmmm... gleicher Vorname, gleiches "Baujahr" gleiche Symptome :-)).
Bemerkung: Meine Chemo wird eigentlich durch die UniKlinik, welche mich operiert hat, durchgeführt/geleitet. Ich gehe jedoch zu einem lokalen Onkologen, der dort in der UniKlinik früher gearbeitet hat. Man kennt sich also. Am kommenden Dienstag habe ich meinen finalen Zyklus. Dann mal sehen was man als onkologische Nachversorgung. macht. Gerade bez. der Neuropathie. ....nur im ggf. Verwirrung zu vermeiden, wenn ich "Onkologe" und Klinik schreibe.
Als meine Symptome im 9ten Zyklus ausgeprägter wurden, ergab die begleitende Untersuchung (Ultraschall, Stimmgabeltest usw), dass meine Nerven bereits eingeschränkt reagieren. Deshalb wurde das Oxaliplatin abgesetzt. Der Onkologe meinte, dass die Wirkung von Oxaliplatin in der frühen Phase der Chemo nachgewiesen ist. Jedoch nicht verlässlich in der zweiten Hälfte. Gerade letzte Woche hatte ich meine zweite Untersuchung/med. Staging in der UniKlinik (Blutbild, CT, MRT). Dort meinte man auch die Entscheidung das Oxaliplatin abzusetzen sei absolut korrekt gewesen. Ergo: Ich bekomme gar keins mehr. Bemerkung: Die Wirkung von Oxaliplatin setzt verzögert ein. D.h. falls die Neuropathie sich verstärkt liegt das nicht am letzten sondern an den früheren Zyklen.
Was ich dagegen mache? Also ich war zu Beginn der Chemo eigentlich nur wegen der Neuropathie stark besorgt. Und habe mich versucht zu informieren (andere Betroffene die ich in der AHB/Reha kennengelernt habe, Bekannte, Zeitschriften/Broschüren zur Neuropathie etc.) . Fazit: Es gibt keinen Königsweg. Man muss ausprobieren was einem persönlich hilft.
Ich selbst nehme die klassischen Helferlein: Omega-3, OPC, Magnesium, Vitamine während der Chemo. Und Alpha-Lipon, welches einem Bekannten bez. Neuropathie geholfen hat. Aber auch hier: Die Beschwerden an seinen Füssen waren erst nach 2 Jahren weg. ...wenn sie denn total verschwinden.
Alles weitere erfahre ich hoffentlich in 2 Wochen, nach dem letzten Zyklus. Ich weiss jetzt nicht wer die "Onkologische Nachversorgung" macht. D.h. die Auswirkungen versucht zu lindern oder zu beseitigen: Der Onkologe oder der Hausarzt (In der UniKlinik meinte man alles weitere macht der Hausarzt. ...hmmm. Finde ich etwas schräg).
Die Hochton-Therapie kenne ich nicht. Das muss ich mal nachschauen..... guter Tipp.
Viele Grüsse
Michael (1965er)
dieses Thema interessiert mich ebenfalls. Denn bei mir hat es auch so im 9ten Zyklus mit der Neuropathie angefangen (Hmmmm... gleicher Vorname, gleiches "Baujahr" gleiche Symptome :-)).
Bemerkung: Meine Chemo wird eigentlich durch die UniKlinik, welche mich operiert hat, durchgeführt/geleitet. Ich gehe jedoch zu einem lokalen Onkologen, der dort in der UniKlinik früher gearbeitet hat. Man kennt sich also. Am kommenden Dienstag habe ich meinen finalen Zyklus. Dann mal sehen was man als onkologische Nachversorgung. macht. Gerade bez. der Neuropathie. ....nur im ggf. Verwirrung zu vermeiden, wenn ich "Onkologe" und Klinik schreibe.
Als meine Symptome im 9ten Zyklus ausgeprägter wurden, ergab die begleitende Untersuchung (Ultraschall, Stimmgabeltest usw), dass meine Nerven bereits eingeschränkt reagieren. Deshalb wurde das Oxaliplatin abgesetzt. Der Onkologe meinte, dass die Wirkung von Oxaliplatin in der frühen Phase der Chemo nachgewiesen ist. Jedoch nicht verlässlich in der zweiten Hälfte. Gerade letzte Woche hatte ich meine zweite Untersuchung/med. Staging in der UniKlinik (Blutbild, CT, MRT). Dort meinte man auch die Entscheidung das Oxaliplatin abzusetzen sei absolut korrekt gewesen. Ergo: Ich bekomme gar keins mehr. Bemerkung: Die Wirkung von Oxaliplatin setzt verzögert ein. D.h. falls die Neuropathie sich verstärkt liegt das nicht am letzten sondern an den früheren Zyklen.
Was ich dagegen mache? Also ich war zu Beginn der Chemo eigentlich nur wegen der Neuropathie stark besorgt. Und habe mich versucht zu informieren (andere Betroffene die ich in der AHB/Reha kennengelernt habe, Bekannte, Zeitschriften/Broschüren zur Neuropathie etc.) . Fazit: Es gibt keinen Königsweg. Man muss ausprobieren was einem persönlich hilft.
Ich selbst nehme die klassischen Helferlein: Omega-3, OPC, Magnesium, Vitamine während der Chemo. Und Alpha-Lipon, welches einem Bekannten bez. Neuropathie geholfen hat. Aber auch hier: Die Beschwerden an seinen Füssen waren erst nach 2 Jahren weg. ...wenn sie denn total verschwinden.
Alles weitere erfahre ich hoffentlich in 2 Wochen, nach dem letzten Zyklus. Ich weiss jetzt nicht wer die "Onkologische Nachversorgung" macht. D.h. die Auswirkungen versucht zu lindern oder zu beseitigen: Der Onkologe oder der Hausarzt (In der UniKlinik meinte man alles weitere macht der Hausarzt. ...hmmm. Finde ich etwas schräg).
Die Hochton-Therapie kenne ich nicht. Das muss ich mal nachschauen..... guter Tipp.
Viele Grüsse
Michael (1965er)
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Michaela 1965
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- Registriert: 4. Juli 2025, 14:33
Re: Hochton Therapie bei Polyneuropathie - Erfahrungen?
Hallo Michael,
da haben wir ja viel gemeinsam : -) jetzt müssen wir mal schauen, wie wir dadurch kommen. Bei mir hat bislang niemand durch eine Untersuchung die Neuropathie kontrolliert. Mein Onkologe verlässt sich nur auf meine Beschreibung der Beschwerden.
Da bin ich nun etwas geschockt, dass dies vermutlich besser eingeschätzt werden könnte.....
Ich hatte während der Chemotherapien keine einzige Untersuchung. Man hat mir gesagt, alle Untersuchungen erst nach abgeschlossener Therapie.
Ich habe nun noch 2 Chemos vor mir. Oxaliplatin wurde bei mir bereits ab dem 4. Zyklus auf 75% reduziert und nun auf 50%.
In einer Studie habe ich gelesen, dass Oxaliplatin nicht zwingend bis zum Ende gegeben werden muss. Allerdings sollte man mindestens 60% der Dosis während der gesamten Chemotherapie bekommen.
Eine Patientin, die ich in der onkologischen Praxis kennengelernt habe, hat gute Erfahrungen mit einer elektrischen Zahnbürste für die Hände und Finger gemacht. Hört sich ein bisschen crazy an, aber ich setzte diese nun auch ein und habe das Gefühl, dass es etwas bringt.
Magnesium nehme ich auch ein, die anderen Mittel werde ich mir mal genauer anschauen -danke für die Tipps!
Vielleicht kannst Du ja mal berichten, wie es bei Dir weitergeht (Physio, Reha, Untersuchungen). Das alles scheint ja nicht bei jedem gleich zu sein....
Ich wünsche Dir weiterhin alles Liebe und Gute!
Viele Grüße
Michaela
da haben wir ja viel gemeinsam : -) jetzt müssen wir mal schauen, wie wir dadurch kommen. Bei mir hat bislang niemand durch eine Untersuchung die Neuropathie kontrolliert. Mein Onkologe verlässt sich nur auf meine Beschreibung der Beschwerden.
Da bin ich nun etwas geschockt, dass dies vermutlich besser eingeschätzt werden könnte.....
Ich hatte während der Chemotherapien keine einzige Untersuchung. Man hat mir gesagt, alle Untersuchungen erst nach abgeschlossener Therapie.
Ich habe nun noch 2 Chemos vor mir. Oxaliplatin wurde bei mir bereits ab dem 4. Zyklus auf 75% reduziert und nun auf 50%.
In einer Studie habe ich gelesen, dass Oxaliplatin nicht zwingend bis zum Ende gegeben werden muss. Allerdings sollte man mindestens 60% der Dosis während der gesamten Chemotherapie bekommen.
Eine Patientin, die ich in der onkologischen Praxis kennengelernt habe, hat gute Erfahrungen mit einer elektrischen Zahnbürste für die Hände und Finger gemacht. Hört sich ein bisschen crazy an, aber ich setzte diese nun auch ein und habe das Gefühl, dass es etwas bringt.
Magnesium nehme ich auch ein, die anderen Mittel werde ich mir mal genauer anschauen -danke für die Tipps!
Vielleicht kannst Du ja mal berichten, wie es bei Dir weitergeht (Physio, Reha, Untersuchungen). Das alles scheint ja nicht bei jedem gleich zu sein....
Ich wünsche Dir weiterhin alles Liebe und Gute!
Viele Grüße
Michaela
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Tardis
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- Registriert: 8. März 2025, 03:23
Re: Hochton Therapie bei Polyneuropathie - Erfahrungen?
Hallo Michaela,
so, ich bin seit gestern im letzten Zyklus und hatte nochmal ein Ultraschall und nen Stimmgabeltest.
Warum ich das bekomme und ob zum Standard gehört? Keine Ahnung Ok,. ich bin privatversichert. Vielleicht liegts daran.
Auf alle Fälle meinte mein Onkologe auf die Frage ab wann ich wieder arbeitsfähig bin, ebenso wie die Onkologen in der UniKlinik: Ab sofort.
Aaaaahhh :-) Mein Arbeitgeber (Personalabteilung) meint aber ich solle mich doch lieber noch bis Ende Jahr von der Chemo erholen und ab 2.1. mit 50% anfangen.
Mal sehen ob das klappt. Aber so herum habe ich das auch noch nie gehört :-)
Vielleicht konnte man bei mir das Oxaliplatin total absetzen, weil man mir die BSD total entfernt hat und der Krebs noch nicht gestreut hatte. Ich vermute das war ggf. der Grund für den Entscheid. Man fragte mich auch ob ich nochmals eine Reha machen möchte. Aber eine allgemeine macht - nachdem ich es erlebt hatte - glaube ich keinen Sinn. Den dort praktizierten Sport/Übungen kann ich auch zu Hause selbst machen. Und für spezielle Therapien gegen Neuropathie sind meine Nebenwirkungen, glaube ich, (noch?) zu schwach. Ich kann ja alles machen. Nur beim barfuss duschen merke ich am Anfang eine gewisse Unsicherheit beim Stehen und beim Hemd zu knöpfen brauche ich 2x so lange wie früher. Aber ich habe ja nochmal in 2 Wochen ein Gespräch in der Onkologie und zuvor mit meinem Hausarzt. Was jetzt nach der Chemo folgt weiss ich somit auch noch nicht. Dann sehe ich auch ob sich meine Beschwerden nochmals verstärkt haben oder nicht. Heute zum Beispiel ist es nur halb so stark in den Füssen wie gestern. Es schwankt bei mir von Tag zu Tag. Aber der Trend geht langsam zu permanenteren/stärkeren Auswirkungen.
Zahnbürste? Das probiere ich doch gleich mal aus. So hat meine alte Zahnbürste auch noch einen Zweck.
so long
Michael
so, ich bin seit gestern im letzten Zyklus und hatte nochmal ein Ultraschall und nen Stimmgabeltest.
Warum ich das bekomme und ob zum Standard gehört? Keine Ahnung Ok,. ich bin privatversichert. Vielleicht liegts daran.
Auf alle Fälle meinte mein Onkologe auf die Frage ab wann ich wieder arbeitsfähig bin, ebenso wie die Onkologen in der UniKlinik: Ab sofort.
Aaaaahhh :-) Mein Arbeitgeber (Personalabteilung) meint aber ich solle mich doch lieber noch bis Ende Jahr von der Chemo erholen und ab 2.1. mit 50% anfangen.
Mal sehen ob das klappt. Aber so herum habe ich das auch noch nie gehört :-)
Vielleicht konnte man bei mir das Oxaliplatin total absetzen, weil man mir die BSD total entfernt hat und der Krebs noch nicht gestreut hatte. Ich vermute das war ggf. der Grund für den Entscheid. Man fragte mich auch ob ich nochmals eine Reha machen möchte. Aber eine allgemeine macht - nachdem ich es erlebt hatte - glaube ich keinen Sinn. Den dort praktizierten Sport/Übungen kann ich auch zu Hause selbst machen. Und für spezielle Therapien gegen Neuropathie sind meine Nebenwirkungen, glaube ich, (noch?) zu schwach. Ich kann ja alles machen. Nur beim barfuss duschen merke ich am Anfang eine gewisse Unsicherheit beim Stehen und beim Hemd zu knöpfen brauche ich 2x so lange wie früher. Aber ich habe ja nochmal in 2 Wochen ein Gespräch in der Onkologie und zuvor mit meinem Hausarzt. Was jetzt nach der Chemo folgt weiss ich somit auch noch nicht. Dann sehe ich auch ob sich meine Beschwerden nochmals verstärkt haben oder nicht. Heute zum Beispiel ist es nur halb so stark in den Füssen wie gestern. Es schwankt bei mir von Tag zu Tag. Aber der Trend geht langsam zu permanenteren/stärkeren Auswirkungen.
Zahnbürste? Das probiere ich doch gleich mal aus. So hat meine alte Zahnbürste auch noch einen Zweck.
so long
Michael
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Michaela 1965
- Beiträge: 18
- Registriert: 4. Juli 2025, 14:33
Re: Hochton Therapie bei Polyneuropathie - Erfahrungen?
Hallo Michael,
fühlst Du Dich denn schon wieder arbeitsfähig?
Ich habe hier im Forum von vielen Erkrankten gelesen, dass sie sehr lange krank geschrieben worden sind und/oder sogar Erwerbsminderungsrente beantragt haben. Ich kann mir momentan nicht vorstellen, nach den 12 Zyklen wieder arbeiten zu gehen.
Ich habe noch den Kopf der BSD, aber leider hat sich auch ein befallener Lymphknoten gefunden. Mal sehen, was mein Onkologe zum Absetzen meint.
Bei mir ist ein Taubheitsgefühl unter den Füßen, allerdings zum Glück noch nicht im ganzen Bereich. Die Finger merke ich eigentlich permanent, es ist auch Kraft beim Halten von Gegenständen verloren gegangen. Und bei Kälte reagieren sie ganz empfindlich.
Ich freue mich für Dich, dass Du nun erst einmal die Chemotherapie überstanden hast und wünsche Dir weiterhin alles Gute!
Viele Grüße, Michaela
fühlst Du Dich denn schon wieder arbeitsfähig?
Ich habe hier im Forum von vielen Erkrankten gelesen, dass sie sehr lange krank geschrieben worden sind und/oder sogar Erwerbsminderungsrente beantragt haben. Ich kann mir momentan nicht vorstellen, nach den 12 Zyklen wieder arbeiten zu gehen.
Ich habe noch den Kopf der BSD, aber leider hat sich auch ein befallener Lymphknoten gefunden. Mal sehen, was mein Onkologe zum Absetzen meint.
Bei mir ist ein Taubheitsgefühl unter den Füßen, allerdings zum Glück noch nicht im ganzen Bereich. Die Finger merke ich eigentlich permanent, es ist auch Kraft beim Halten von Gegenständen verloren gegangen. Und bei Kälte reagieren sie ganz empfindlich.
Ich freue mich für Dich, dass Du nun erst einmal die Chemotherapie überstanden hast und wünsche Dir weiterhin alles Gute!
Viele Grüße, Michaela