Hallo Zusammen,
ich hatte heute meine letzte von 12 Chemotherapien und mein Arzt hat mir leider erst heute dazu geraten, eine Anschlussreha zu machen.
Diese muss anscheinend innerhalb von 14 Tagen nach der letzten Therapie angetreten werden.
Hat jemand in diesen Forum eine Anschluss Reha gemacht?
Bekommt man überhaupt so schnell einen Platz?
Gebe es nicht auch die Möglichkeit innerhalb von einem Jahr eine Reha anzutreten?
Würde mich sehr freuen, wenn jemand mir dazu etwas sagen könnte.
Viele Grüße, Michaela
Anschlussreha nach Chemotherapie
-
Michaela 1965
- Beiträge: 23
- Registriert: 4. Juli 2025, 14:33
-
Kerstin2015
- Beiträge: 332
- Registriert: 23. August 2019, 08:43
Re: Anschlussreha nach Chemotherapie
Hi,ich hatte eine AHB nach OP .Im Krankenhaus hat der Sozialdienst sich um einen Platz gekümmert...das ging reibungslos ,ich habe 3 Wuschkliniken angegeben ,von der Liste die sie da hatten...und eine ist es davon dann auch geworden .Nach 1 Jahr hab ich die 2.te Reha gemacht...
Liebe Grüße Kerstin
Liebe Grüße Kerstin
-
Gela
- Beiträge: 44
- Registriert: 27. März 2025, 18:47
- Wohnort: Hamburg
Re: Anschlussreha nach Chemotherapie
Hallo Michaela,
eine Anschluss Heilbehandlung (AHB) muss unmittelbar nach einer Akutbehandlung im Krankenhaus angetreten werden. In der Regel 14 Tage nach der Entlassung bzw. bis zu 5 Wochen bei einer Krebserkrankung. Bei einer Krebserkrankung kann die OP, die letzte Chemotherapie oder die letzte Bestrahlung als Ende der Akutbehandlung gewertet werden, sofern diese in einem Krankenhaus erfolgt ist.
In der Regel beantragt der Sozialdienst des Krankenhauses die AHB und Du musst Dich um nichts kümmern. Allerdings hast Du dann auch wenig Einfluss darauf in welche Rehaklinik Du kommt.
Du kannst aber auch erst zu einem späteren Zeitpunkt eine Reha machen. Das ist dann aber keine AHB sondern eine onkologische Reha. Die onkologische Reha musst Du selber beantragen – kannst dafür aber auch einen Wunsch bezüglich der Rehaklinik angeben.
Falls Du Dich für die AHB entscheidest, schließt das aber auch nicht aus, dass Du später noch eine oder zwei onkologische Folge-Rehas machst; innerhalb der ersten 2 Jahre. Es muss nur die medizinische Notwendigkeit dafür bestehen.
LG, Gela
eine Anschluss Heilbehandlung (AHB) muss unmittelbar nach einer Akutbehandlung im Krankenhaus angetreten werden. In der Regel 14 Tage nach der Entlassung bzw. bis zu 5 Wochen bei einer Krebserkrankung. Bei einer Krebserkrankung kann die OP, die letzte Chemotherapie oder die letzte Bestrahlung als Ende der Akutbehandlung gewertet werden, sofern diese in einem Krankenhaus erfolgt ist.
In der Regel beantragt der Sozialdienst des Krankenhauses die AHB und Du musst Dich um nichts kümmern. Allerdings hast Du dann auch wenig Einfluss darauf in welche Rehaklinik Du kommt.
Du kannst aber auch erst zu einem späteren Zeitpunkt eine Reha machen. Das ist dann aber keine AHB sondern eine onkologische Reha. Die onkologische Reha musst Du selber beantragen – kannst dafür aber auch einen Wunsch bezüglich der Rehaklinik angeben.
Falls Du Dich für die AHB entscheidest, schließt das aber auch nicht aus, dass Du später noch eine oder zwei onkologische Folge-Rehas machst; innerhalb der ersten 2 Jahre. Es muss nur die medizinische Notwendigkeit dafür bestehen.
LG, Gela
-
Michaela 1965
- Beiträge: 23
- Registriert: 4. Juli 2025, 14:33
Re: Anschlussreha nach Chemotherapie
Hallo,
vielen Dank für Eure Informationen!
Nun bin ich etwas schlauer.
Eigentlich möchte ich nicht direkt in eine AHB, sondern lieber erst hier Zuhause wieder etwas zu Kräften kommen.
Vermutlich werde ich dann Anfang des Jahres eine onkologische Reha beantragen.
Alles Liebe und Euch noch eine schöne Vorweihnachtszeit 🎄
Michaela
vielen Dank für Eure Informationen!
Nun bin ich etwas schlauer.
Eigentlich möchte ich nicht direkt in eine AHB, sondern lieber erst hier Zuhause wieder etwas zu Kräften kommen.
Vermutlich werde ich dann Anfang des Jahres eine onkologische Reha beantragen.
Alles Liebe und Euch noch eine schöne Vorweihnachtszeit 🎄
Michaela
-
Gela
- Beiträge: 44
- Registriert: 27. März 2025, 18:47
- Wohnort: Hamburg
Re: Anschlussreha nach Chemotherapie
Hallo Michaela,
ich hätte gerne eine AHB sofort nach dem Abschluss der Chemotherapie gemacht.
Das ging bei mir aber leider nicht, weil die Chemotherapie nicht in einem Krankenhaus stattgefunden hat.
Daher musste ich selber eine onkologische Reha beantragen.
Das ist schon ein bürokratischer Aufwand, der einem im Falle einer AHB erspart bleibt und einem vom Krankenhaus abgenommen wird.
Das geht schon damit los, welche Formulare man für den Reha Antrag braucht und wo man die bekommt…
Dabei kann einem aber in der Regel die Krankenkasse behilflich sein.
Wenn man dann noch Pech hat, wird der Antrag auch noch von der Rentenversicherung abgelehnt. Das war bei mir so, da ich nach der Whipple OP und Chemotherapie nur noch einen BMI von 15 hatte und somit aus Sicht der Rentenversicherung nicht mehr Reha fähig war. Damit musste ich mich auch noch um den Widerspruch kümmern. Da verliert man irgendwann fast die Lust auf Reha. …
Von der Antragstellung im Januar 2024 bis zum Antritt der Reha im Juli 2024 sind bei mir somit fast 7 Monate vergangen!
Aber ich kann Dich auch gut verstehen, wenn Du nicht über die Weihnachtsfeiertage und Sylvester zur AHB möchtest.
Ich wünsche Dir noch eine schöne Vorweihnachtszeit.
Und erhole Dich erstmal in Ruhe von der Chemo!
LG, Gela
ich hätte gerne eine AHB sofort nach dem Abschluss der Chemotherapie gemacht.
Das ging bei mir aber leider nicht, weil die Chemotherapie nicht in einem Krankenhaus stattgefunden hat.
Daher musste ich selber eine onkologische Reha beantragen.
Das ist schon ein bürokratischer Aufwand, der einem im Falle einer AHB erspart bleibt und einem vom Krankenhaus abgenommen wird.
Das geht schon damit los, welche Formulare man für den Reha Antrag braucht und wo man die bekommt…
Dabei kann einem aber in der Regel die Krankenkasse behilflich sein.
Wenn man dann noch Pech hat, wird der Antrag auch noch von der Rentenversicherung abgelehnt. Das war bei mir so, da ich nach der Whipple OP und Chemotherapie nur noch einen BMI von 15 hatte und somit aus Sicht der Rentenversicherung nicht mehr Reha fähig war. Damit musste ich mich auch noch um den Widerspruch kümmern. Da verliert man irgendwann fast die Lust auf Reha. …
Von der Antragstellung im Januar 2024 bis zum Antritt der Reha im Juli 2024 sind bei mir somit fast 7 Monate vergangen!
Aber ich kann Dich auch gut verstehen, wenn Du nicht über die Weihnachtsfeiertage und Sylvester zur AHB möchtest.
Ich wünsche Dir noch eine schöne Vorweihnachtszeit.
Und erhole Dich erstmal in Ruhe von der Chemo!
LG, Gela
-
Michaela 1965
- Beiträge: 23
- Registriert: 4. Juli 2025, 14:33
Re: Anschlussreha nach Chemotherapie
Hallo Gela,
das scheint ja alles von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich zu sein. Ich habe meine Chemotherapien auch in einer onkologischen Praxis erhalten. Allerdings arbeitet diese mit dem Krankenhaus zusammen, in dem ich operiert wurde.
Aber in der Praxis hatten die alle Formulare und wollten mich gerne direkt in die Reha schicken. Vor allen Dingen wegen der Neuropathie.
Mittlerweile ist es in den Händen bei mir schlimmer geworden, obwohl ich die letzten zwei Chemos kein Oxaliplatin bekommen habe und bei der 10. Chemo nur noch 50%.
Ich lasse ständig etwas fallen, habe Missempfindungen und zwischendurch wie kleine Stromstöße in den Händen. Diese habe ich auch in den Füßen. An das Laufen mit wenig Gefühl habe ich mich schon gewöhnt. Trotzdem stolpere ich ab und an....
Ich habe nun Ergotherapie für die Hände und Physiotherapie für die Füße verordnet bekommen. Allerdings kann ich mit Physiotherapie noch nicht starten, da es keine freien Plätze gibt.
Hast Du nach Deinen Chemotherapien denn auch solche Probleme gehabt?
Auch ich wünsche Dir ein friedvolles Weihnachtsfest 🎄 und alles Liebe und Gute für das neue Jahr!
Liebe Grüße, Michaela
das scheint ja alles von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich zu sein. Ich habe meine Chemotherapien auch in einer onkologischen Praxis erhalten. Allerdings arbeitet diese mit dem Krankenhaus zusammen, in dem ich operiert wurde.
Aber in der Praxis hatten die alle Formulare und wollten mich gerne direkt in die Reha schicken. Vor allen Dingen wegen der Neuropathie.
Mittlerweile ist es in den Händen bei mir schlimmer geworden, obwohl ich die letzten zwei Chemos kein Oxaliplatin bekommen habe und bei der 10. Chemo nur noch 50%.
Ich lasse ständig etwas fallen, habe Missempfindungen und zwischendurch wie kleine Stromstöße in den Händen. Diese habe ich auch in den Füßen. An das Laufen mit wenig Gefühl habe ich mich schon gewöhnt. Trotzdem stolpere ich ab und an....
Ich habe nun Ergotherapie für die Hände und Physiotherapie für die Füße verordnet bekommen. Allerdings kann ich mit Physiotherapie noch nicht starten, da es keine freien Plätze gibt.
Hast Du nach Deinen Chemotherapien denn auch solche Probleme gehabt?
Auch ich wünsche Dir ein friedvolles Weihnachtsfest 🎄 und alles Liebe und Gute für das neue Jahr!
Liebe Grüße, Michaela
-
Gela
- Beiträge: 44
- Registriert: 27. März 2025, 18:47
- Wohnort: Hamburg
Re: Anschlussreha nach Chemotherapie
Hallo Michaela,
bei mir wurde bei den letzten 3 Chemos (Folfirinox) auch das Oxaliplatin weggelassen.
Die Neuropathie hat sich nach Beendigung der zwölften Chemo trotzdem erst einmal verschlimmert. In den Fingerspitzen ist so ein Kribbeln wie kleine Nadelstiche und ein Taubheitsgefühl.
Beim Kartoffelschälen sind mir die Kartoffeln regelmäßig aus den Händen gefallen. Das Gefühl von kleinen Stromstößen hatte ich nur während des ersten halben Jahres, in der Zeit der Chemotherapie.
Jetzt nach zwei Jahren sind die Missempfindungen in den Händen deutlich weniger geworden, ganz ohne Ergotherapie.
Im Grunde genommen bewegt man seine Hände ja sowieso den ganzen Tag – das ist die beste Ergotherapie.
Bei meinen Füßen hat sich in den zwei Jahren nichts verbessert.
Die sind weiterhin taub und fühlen sich wie geschwollen an.
Füße werden einfach weniger bewegt als die Hände und stecken die meiste Zeit in Schuhen.
Ich mache zu Hause einige Gleichgewichtsübungen in Eigenregie.
Die Missempfindungen werden dadurch zwar nicht weniger, aber man lernt die Einschränkungen besser zu kompensieren.
Das Stolpern wird z.B. weniger.
Ich halte die Hände und Füße möglichst warm, da Kälte alles nur noch verschlimmert.
Ansonsten versuche ich die tauben Füße zu ignorieren und damit zu leben.
Ich wünsche Dir ein gutes neues Jahr 2026!
Liebe Grüße, Gela
bei mir wurde bei den letzten 3 Chemos (Folfirinox) auch das Oxaliplatin weggelassen.
Die Neuropathie hat sich nach Beendigung der zwölften Chemo trotzdem erst einmal verschlimmert. In den Fingerspitzen ist so ein Kribbeln wie kleine Nadelstiche und ein Taubheitsgefühl.
Beim Kartoffelschälen sind mir die Kartoffeln regelmäßig aus den Händen gefallen. Das Gefühl von kleinen Stromstößen hatte ich nur während des ersten halben Jahres, in der Zeit der Chemotherapie.
Jetzt nach zwei Jahren sind die Missempfindungen in den Händen deutlich weniger geworden, ganz ohne Ergotherapie.
Im Grunde genommen bewegt man seine Hände ja sowieso den ganzen Tag – das ist die beste Ergotherapie.
Bei meinen Füßen hat sich in den zwei Jahren nichts verbessert.
Die sind weiterhin taub und fühlen sich wie geschwollen an.
Füße werden einfach weniger bewegt als die Hände und stecken die meiste Zeit in Schuhen.
Ich mache zu Hause einige Gleichgewichtsübungen in Eigenregie.
Die Missempfindungen werden dadurch zwar nicht weniger, aber man lernt die Einschränkungen besser zu kompensieren.
Das Stolpern wird z.B. weniger.
Ich halte die Hände und Füße möglichst warm, da Kälte alles nur noch verschlimmert.
Ansonsten versuche ich die tauben Füße zu ignorieren und damit zu leben.
Ich wünsche Dir ein gutes neues Jahr 2026!
Liebe Grüße, Gela
-
Michaela 1965
- Beiträge: 23
- Registriert: 4. Juli 2025, 14:33
Re: Anschlussreha nach Chemotherapie
Hallo Gela,
ich freue mich, dass sich zumindest die Neuropathie in Deinen Händen verbessert hat!
Dann gebe ich mal die Hoffnung nicht auf, dass sich bei mir auch noch etwas tut.
Ich bin mittlerweile zu Hause auch mit Gleichgewichtsübungen gestartet.
Ich wünsche Dir auch alles Gute für 2026!
Liebe Grüße, Michaela
ich freue mich, dass sich zumindest die Neuropathie in Deinen Händen verbessert hat!
Dann gebe ich mal die Hoffnung nicht auf, dass sich bei mir auch noch etwas tut.
Ich bin mittlerweile zu Hause auch mit Gleichgewichtsübungen gestartet.
Ich wünsche Dir auch alles Gute für 2026!
Liebe Grüße, Michaela