Ende November wurde bei mir Krebs der Bauchspeicheldrüse festgestellt und ich bin froh, dieses Forum gefunden zu haben.
Ich kam wegen Entgleisung des Blutzuckers in die Klinik, der bei der 3-monatigen Überprüfung des Blutzuckers bei meiner Hausärztin festgestellt wurde.
Bislang war mein Langzeitwert immer zwischen 6,2 und 6,5 und ich nahm seit 2 Jahren Metformin. Am 27.11. konnte der Langzeitwert gar nicht mehr festgestellt werden, der Nüchternzucker lag über 700.
Im Krankenhaus begann die Suche nach der Ursache. Im CT wurde eine Thrombose und Lungenembolie festgestellt und die Raumforderung im Pankreasschwanz. Daraufhin erfolgte am 2.11. eine Endosonographie und Entnahme einer Probe - die Histologie ergab ein mittelgradig differenziertes duktales Adenokarzinom des Pankreas. Malignitätsgrad G2. Metasen wurden offenbar auch bei dem MRT nicht festgestellt. CA 19-9 1442 U/ml
Allerdings mit Infiltration des Magens, der linken Niere und Nebenniere.
Auf meinen Wunsch hin wurden die Unterlagen an das Universitätsklinikum Heidelberg weitergeleitet. Die Ärzte empfehlen zunächst eine Chemotherapie nach dem Folfirinox-Protokoll. Nach 6 Zyklen wird in Heidelberg die Operationsindikation erneut diskutiert.
Am Donnerstag starte ich nun in der Uniklinik in Mainz mit der Chemo. Ich habe hier über die Nebenwirkungen gelesen, mache mir auch keine Illusionen, dass ich da so gut durchkomme wie 2012/13 als ich wegen Lymphdrüsenkrebs 6x Chemo bekam und diese ohne größere Nebenwirkungen überstanden habe. Das NHL wurde zum Glück sehr frühzeitig erkannt und nach 5 Jahren galt ich als geheilt.
Mir ist klar, dass das beim BSD-Karzinom schwierig wird, aber ich gehe es mutig an. Ich bin 75 Jahre, mit einem relativ guten Allgemeinbefinden. Noch geht es mir auch gut; ich habe keine Schmerzen im Bauch; es zwickt und zwackt zwar manchmal, aber das vergeht wieder. Hinweise auf die Erkrankung - im Nachhinein gesehen - gab es jedoch. Seit Anfang März war mir häufiger übel und ich hatte keinen Appetit mehr. Allerdings war ich im Krankenhaus und hatte ein neues Knie bekommen, bekam Schmerzmittel und ich führte die Übelkeit auf die Medikamente zurück. Unter Metformin hatte ich in einem Jahr 10 kg abgenommen - allerdings auch, weil ich weniger Hunger hatte.
Nach dem Knie-TEP nahm ich weitere 4 kg ab, was mir eigentlich wegen meines Übergewichts recht war. Im September nahm die Gewichtsabnahme allerdings zu; mir war häufiger übel, ich konnte nicht mehr allzu viel essen. Insgesamt habe ich jetzt 20 kg weniger als vor 2 Jahren. Im Normalfall wäre ich darüber sehr glücklich gewesen.
Es gab aber auch Hinweise auf den hohen Blutzucker; ich litt unter Mundtrockenheit und vor allem unter zunehmender Neuropathie und Schmerzen in den Beinen. Diese wurden aber auf die Stenose und den Bandscheibenvorfall in der LWS zurückgeführt, die im September diagnostiziert wurde. Ich sprach das Thema auch mehrfach bei meiner Ärztin an. Da aber der Langzeitwert Mitte September bei 6,5 war, sah sie wohl keinen Grund für eine erneute Blutzuckerkontrolle. Hinterher ist man allerdings immer schlauer.
Mein Bruder starb vor 11 Jahren am gleichen Krebs. Innerhalb von 6 Monaten. Bei ihm wurde er wohl zu spät erkannt; wegen der Metastasen galt der Tumor als nicht operabel. Für mich stellt sich nun die Frage nach der erblichen Disposition. Meine Söhne (52 und 48) werden das beim nächsten Facharztbesuch ansprechen.
Ich werde weiter berichten.
Adenokarzinom des Pankreasschwanz
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Mousetrix
- Beiträge: 240
- Registriert: 9. Januar 2025, 17:29
Re: Adenokarzinom des Pankreasschwanz
Da leider noch keiner etwas geschrieben hat, fange ich mal an damit du dich nicht alleine fühlst... Ich wünsche dir alles gute für deine Behandlung. Zum Thema kann ich leider nicht viel beitragen, aber eventuell freust du dich auch über ein Paar aufbauende Worte. Kopf hoch und schnelle Genesung wünsche ich dir.
Gruß Christian
Gruß Christian
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lunetta
- Beiträge: 421
- Registriert: 6. Dezember 2022, 14:37
Re: Adenokarzinom des Pankreasschwanz
Ich kann leider zum Thema Krebs auch nichts beitragen, aber auch ich möchte dir alles Liebe und Gute wünschen, und dir ganz fest die Daumen drücken!
Man ist immer stärker als man denkt, und ich bin sicher du kommst da gut durch!
GLG!
Man ist immer stärker als man denkt, und ich bin sicher du kommst da gut durch!
GLG!