Hallo in die Runde, ich suche nach Erfahrungsberichten bezüglich der Nachsorge nach einer Teilresektion der Bauchspeicheldrüse nach PCA.
Bei mir ist der Zweijahreszeitraum nach der Resektion mit anschliessender (12maliger) adjuvanter Chemotherapie vorüber.
Die Pankreaslinksresektion erfolgte 12.2023.
Die S3 Richlinie sagt:
"Es gibt weiterhin keinen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass ein strukturiertes
Nachsorgeprogramm im Sinne der Durchführung regelmäßiger bildgebender
Staginguntersuchungen oder von Serum-Tumormarkermessungen zu einer
Verbesserung des Gesamtüberlebens beim Pankreaskarzinom führt.
Eine Vielzahl von anderen Leitlinien empfiehlt derzeit eine Symptom-orientierte
Nachbetreuung der Patienten in zunächst 3- bis 6-Monatsintervallen. Dabei sollte das
Augenmerk auf Therapie-bedingte Symptome wie eine mögliche exokrine oder
endokrine Pankreas-Insuffizienz, den Ernährungsstatus sowie den psychosozialen
Status gelegt werden. Hierfür ist eine Anamnese und körperliche Untersuchung
erforderlich...
Es gibt Evidenz v. a. aus Populations-basierten Studien, dass durch den Einsatz von
bildgebenden radiologischen Verfahren es zu einer früheren Rezidivdiagnose
kommen kann, als wenn diese symptomatisch auftritt; inwiefern durch die frühere
Rezidivdiagnose auch die Prognose der Patienten verbessert werden kann, ist aber
noch unklar. Zu dieser Frage existieren Hypothesen-generierende meist retrospektive
Erhebungen, jedoch bisher keine Daten aus prospektiv-randomisierten Studien ..."
Meine Frage ist, wie wird das in der Praxis gehandhabt?
Welche Radiologie bekommt ihr (hier gibt es keine reguläre Festlegung ob MRT, CT, Ultraschall)?
Werden die Tumormarker genommen?
Ändert sich der Abstand zwischen den Untersuchungsintervallen?
Was habt Ihr für Erfahrungen?
Hintergrund ist natürlich, dass Metastasen, Rezidive etc. ja auch nach zwei Jahren vorkommen (zumal bei den publizierten Statistiken).
Ich habe keine Ahnung, wie man diese erkennt bzw. erkennen kann.
Und bei mir wurde gerade im MRT eine Zyste an der Bauchspeicheldrüse gesichtet, die nach Aussagen gutartig aber beobachtungswürdig ist.
Danke in die Runde.
Nachsorgeuntersuchungen nach Resektion Bauchspeicheldrüsenkrebs
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vwi2024
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swissless
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Re: Nachsorgeuntersuchungen nach Resektion Bauchspeicheldrüsenkrebs
Besonders kritisch ist der zwei Jahres Zeitraum nach OP / adjuvanter Therapie
CT alle 3 Monate bis 2 Jahre, dann 6 Monate Intervall - ist soweit ich weiss üblich.
CA19-9 überwachen um einen Trend festzustellen. (Bleibt tief oder steigend) -> wird nicht überall gemacht.
Studie: https://www.nature.com/articles/s41598-020-57930-x
Überwachen vom CA19-9 gibt manchmal bereits eine Aussage ob ein Rezidiv vorhanden ist, bevor auf der CT Bildgebung sichtbar.
Unsere Erfahrung:
Wenige Peritoneale Metastasen (5-8mm) wurden bei einer Routine OP entdeckt. (ca. 18 Monate nach Whipple + Adjuvant 12x Folfirinox)
CA19-9 lag bei 56, war früher tiefer.
Bildgebung mittels CT ist nach wie vor unauffällig, 5 Monate nach entdecken der Metastasen.
CT alle 3 Monate bis 2 Jahre, dann 6 Monate Intervall - ist soweit ich weiss üblich.
CA19-9 überwachen um einen Trend festzustellen. (Bleibt tief oder steigend) -> wird nicht überall gemacht.
Studie: https://www.nature.com/articles/s41598-020-57930-x
Überwachen vom CA19-9 gibt manchmal bereits eine Aussage ob ein Rezidiv vorhanden ist, bevor auf der CT Bildgebung sichtbar.
Unsere Erfahrung:
Wenige Peritoneale Metastasen (5-8mm) wurden bei einer Routine OP entdeckt. (ca. 18 Monate nach Whipple + Adjuvant 12x Folfirinox)
CA19-9 lag bei 56, war früher tiefer.
Bildgebung mittels CT ist nach wie vor unauffällig, 5 Monate nach entdecken der Metastasen.
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Michaela 1965
- Beiträge: 27
- Registriert: 4. Juli 2025, 14:33
Re: Nachsorgeuntersuchungen nach Resektion Bauchspeicheldrüsenkrebs
Hallo,
bei mir wurde im Juni letzten Jahres eine Linksresektion mit Entfernung der Milz durchgeführt.
Ein befallener Lymphknoten von 25 entfernten.
Adjuvante Chemotherapie mit 12 Einheiten bis Dezember 2025.
CT im Januar 2026 als Ausgang für die Nachsorge.
Mein Onkologe sagte mir, dass standardmäßig keine weiteren CT durchgeführt werden. Es findet nur alle drei Monate eine Nachsorge mit Ultraschall und Abnahme der Tumormarker statt. Ich weiß nicht genau, was ich davon halten soll, da auf diesem Forum eher von CT Bildgebung in 3-monatigem Abstand gesprochen wird.
Man sagte mir, dass der Tumormarker CA 19-9 aussagekräftiger wäre als ein CT.
Da ich auch eine Brca2-Mutation habe, gehe ich noch einmal im Jahr zur Mammographie. Die Angst, ein erneutes Rezidiv der BSD zu spät zu erkennen ist schon sehr groß.
Wie seht ihr das?
Viele Grüße und alles Gute,
Michaela
bei mir wurde im Juni letzten Jahres eine Linksresektion mit Entfernung der Milz durchgeführt.
Ein befallener Lymphknoten von 25 entfernten.
Adjuvante Chemotherapie mit 12 Einheiten bis Dezember 2025.
CT im Januar 2026 als Ausgang für die Nachsorge.
Mein Onkologe sagte mir, dass standardmäßig keine weiteren CT durchgeführt werden. Es findet nur alle drei Monate eine Nachsorge mit Ultraschall und Abnahme der Tumormarker statt. Ich weiß nicht genau, was ich davon halten soll, da auf diesem Forum eher von CT Bildgebung in 3-monatigem Abstand gesprochen wird.
Man sagte mir, dass der Tumormarker CA 19-9 aussagekräftiger wäre als ein CT.
Da ich auch eine Brca2-Mutation habe, gehe ich noch einmal im Jahr zur Mammographie. Die Angst, ein erneutes Rezidiv der BSD zu spät zu erkennen ist schon sehr groß.
Wie seht ihr das?
Viele Grüße und alles Gute,
Michaela
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Gela
- Beiträge: 49
- Registriert: 27. März 2025, 18:47
- Wohnort: Hamburg
Re: Nachsorgeuntersuchungen nach Resektion Bauchspeicheldrüsenkrebs
Ich hatte meine Pylorus erhaltende Whipple OP wegen BSDK im BSD Kopf im Juni 2023.
Danach bis Januar 2024 die Chemotherapie – 12 Mal adjuvant Folfirinox.
Nach Abschluss der Chemotherapie wurde das erste Mal ein Nachsorge CT Abdomen und eine Magenspiegelung gemacht.
Seit dem geht es mit den CTs in halbjährlichen Abständen weiter.
Zwischen den halbjährlichen CT Terminen wird jeweils beim Onkologen ein Ultraschall gemacht.
Vor jedem CT und jedem Ultraschalltermin wird Blut abgenommen.
Dann werden div. Blutwerte bestimmt - unter anderem auch die Tumormarker CA 19-9 und CEA .
Auch ich habe schon von Fällen gehört, wo der Tumormarker bereits steigt, aber das Rezidiv oder die Metastase im CT noch nicht zu sehen ist.
Viele Grüße, Gela
Danach bis Januar 2024 die Chemotherapie – 12 Mal adjuvant Folfirinox.
Nach Abschluss der Chemotherapie wurde das erste Mal ein Nachsorge CT Abdomen und eine Magenspiegelung gemacht.
Seit dem geht es mit den CTs in halbjährlichen Abständen weiter.
Zwischen den halbjährlichen CT Terminen wird jeweils beim Onkologen ein Ultraschall gemacht.
Vor jedem CT und jedem Ultraschalltermin wird Blut abgenommen.
Dann werden div. Blutwerte bestimmt - unter anderem auch die Tumormarker CA 19-9 und CEA .
Auch ich habe schon von Fällen gehört, wo der Tumormarker bereits steigt, aber das Rezidiv oder die Metastase im CT noch nicht zu sehen ist.
Viele Grüße, Gela