Hallo Schalk,
Vielen Dank für deine Internetseite. Sie ist sehr informativ und der eigentlich doch traurigen Situation trotzdem noch witzig geschrieben. Ich bin 57 Jahre alt.
Bei mir wurde im Februar 2025 ein Tumor am Pankreas Kopf diagnostiziert. Metastasen wurden nicht gedrungen, sodass ich mich im März 2025 der Whipple OP unterziehen durfte. Es wurden dabei drei befallene lymphknoten, die rund um den Tumor lagen, gefunden. Alles andere war „sauber“, sodass ich Anfang Juni mit der Chemotherapie mit Folfirinox beginnen konnte.
Wer diese bereits bekommen hat, weiß ja, was man da durchmacht. Nach 10 x durfte ich in Absprache mit meinem Onkologen die adjuvante Chemotherapie beenden.
Mittlerweile hab ich bis auf taube Füße kaum noch Nebenwirkungen.
Die erste Nachsorge mit MRT war im Dezember mit einem sehr guten Ergebnis.
Die zweite Nachsorge hab ich in zwei Wochen. Diese Angst vor einem Rezidiv finde ich fast schlimmer als die Zeit, als man noch mitten in der Behandlung war.
Ich hoffe, dass alles so bleibt wie es ist. In jedes kleine Stechen im Bauch interpretiere ich grad zuviel rein…..
Dir wünsche ich, dass du so positiv bleibst und vor allem, dass es weiterhin für dich so läuft, wie du es dir wünscht.
Ich werde deine Beiträge weiter verfolgen. Dein Humor ist bewundernswert und macht mir Mut für die kommende Zeit.
Liebe Grüße
Silke
Meine Erfahrung über 5 Jahre mit Bauchspeicheldrüsenkrebs
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SilkeL
- Beiträge: 3
- Registriert: 10. März 2026, 18:09
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Randy-andy2
- Beiträge: 5
- Registriert: 31. März 2026, 23:12
Re: Meine Erfahrung über 5 Jahre mit Bauchspeicheldrüsenkrebs
Ich bin auch begeisterter Leser Schalck. Danke dass Du uns dran teilhaben lässt und anderen Mut machst.
Andy
Andy
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Michaela 1965
- Beiträge: 30
- Registriert: 4. Juli 2025, 14:33
Re: Meine Erfahrung über 5 Jahre mit Bauchspeicheldrüsenkrebs
Hallo Zusammen,
auch ich verfolge den Verlauf von Schalck auf der Website.
Ich bin 60 Jahre alt, hatte bereits mit 37 Jahren Brustkrebs, dann 2025 Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Nach OP Linksresektion und anschließender adjuvanter Chemotherapie mit folforinox befinde ich mich nun in der Nachsorge. Bei mir wurde bereits vor 10 Jahren eine Brca2-Mutation festgestellt.
Ich bin dankbar, dass Du, Schalck, so ausführlich beschreibst, in welchen Kliniken Du behandelt wurdest, so hat man irgendwie das Gefühl, schon ein bisschen "vorbereitet" zu sein.
Während meiner Chemotherapie lernte ich eine Leidensgenossin kennen, die zwei Jahre nach der ersten Diagnose einen neuen Tumor hatte, der jedoch aufgrund der Lage neben einem großen Blutgefäß nicht operiert werden konnte.
Sie bekam eine Chemo alle 3 Wochen und in der vierten Woche wurde eine Pause eingelegt. Nach 18 Chemos zeigten sich bei einem CT im Dezember letzten Jahres Metastasen in der Lunge......
Da wir uns per WhatsApp ausgetauscht haben und ich plötzlich keine Antworten mehr erhielt, habe ich über Umwege erfahren, dass sie leider verstorben ist. Das hat mich erstmal komplett aus der Bahn geworfen und ich kann es immer noch nicht wirklich fassen. Auch aus diesem Grund bin ich einfach froh, dass ich durch dieses Forum weiß, wie wichtig es ist, sich eine zweite Meinung zu holen.
Ich wünsche Allen in diesem Forum alles erdenklich Liebe und Gute 🍀
Michaela
auch ich verfolge den Verlauf von Schalck auf der Website.
Ich bin 60 Jahre alt, hatte bereits mit 37 Jahren Brustkrebs, dann 2025 Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Nach OP Linksresektion und anschließender adjuvanter Chemotherapie mit folforinox befinde ich mich nun in der Nachsorge. Bei mir wurde bereits vor 10 Jahren eine Brca2-Mutation festgestellt.
Ich bin dankbar, dass Du, Schalck, so ausführlich beschreibst, in welchen Kliniken Du behandelt wurdest, so hat man irgendwie das Gefühl, schon ein bisschen "vorbereitet" zu sein.
Während meiner Chemotherapie lernte ich eine Leidensgenossin kennen, die zwei Jahre nach der ersten Diagnose einen neuen Tumor hatte, der jedoch aufgrund der Lage neben einem großen Blutgefäß nicht operiert werden konnte.
Sie bekam eine Chemo alle 3 Wochen und in der vierten Woche wurde eine Pause eingelegt. Nach 18 Chemos zeigten sich bei einem CT im Dezember letzten Jahres Metastasen in der Lunge......
Da wir uns per WhatsApp ausgetauscht haben und ich plötzlich keine Antworten mehr erhielt, habe ich über Umwege erfahren, dass sie leider verstorben ist. Das hat mich erstmal komplett aus der Bahn geworfen und ich kann es immer noch nicht wirklich fassen. Auch aus diesem Grund bin ich einfach froh, dass ich durch dieses Forum weiß, wie wichtig es ist, sich eine zweite Meinung zu holen.
Ich wünsche Allen in diesem Forum alles erdenklich Liebe und Gute 🍀
Michaela
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BODONE
- Beiträge: 1
- Registriert: 24. April 2026, 17:51
Re: Meine Erfahrung über 5 Jahre mit Bauchspeicheldrüsenkrebs
Hallo zusammen
nach jahrelanger nicht erkannter chronischer Speicheldrüsenerkrankung wurde ich letztendlich von einem Orthopäden wegen anhaltender, starker Rückenschmerzen sofort in die Notaufnahme geschickt. Nix Rücken, akute Pankreatitis! Bei den anfallenden UIntersuchungen wurden Steine im Pankreaskopf festgestellt, die den Pankreasgang und das Duodenum aufgrund der permanenten Entzündungen schwer geschädigt hatten.
Daraufhin blieb mir nur noch die Whipple-op ( Pankreaskopf, komplettes Duodenum). Die Op habe ich trotz meiner 70 Jahre gut und schnell verarbeiten können, bin schon im Aufwachraum wieder aufgestanden. Aber das Leben nach diesem Eingriff ist indiskutabel: Essen geht nur noch nach vorgegebenen Regeln, und nicht das, was man mag, mit ausgerechneten Mengen an Kreon und Magensäureblockern. Zudem leide ich seit der Op an nicht kontrollierbaren Durchfällen( wahrscheinlich aufgrund einer Verletzung der Bauchnerven) die mich daran hindern das Haus ( 3Toiletten) zu verlassen, und mich in Windeln zwingen. Nur noch erbärmlich!! So kann man nicht leben, so ohne Lebensqualität und Perspektive.
Wie seht Ihr das , bitte ehrlich
Susanne
nach jahrelanger nicht erkannter chronischer Speicheldrüsenerkrankung wurde ich letztendlich von einem Orthopäden wegen anhaltender, starker Rückenschmerzen sofort in die Notaufnahme geschickt. Nix Rücken, akute Pankreatitis! Bei den anfallenden UIntersuchungen wurden Steine im Pankreaskopf festgestellt, die den Pankreasgang und das Duodenum aufgrund der permanenten Entzündungen schwer geschädigt hatten.
Daraufhin blieb mir nur noch die Whipple-op ( Pankreaskopf, komplettes Duodenum). Die Op habe ich trotz meiner 70 Jahre gut und schnell verarbeiten können, bin schon im Aufwachraum wieder aufgestanden. Aber das Leben nach diesem Eingriff ist indiskutabel: Essen geht nur noch nach vorgegebenen Regeln, und nicht das, was man mag, mit ausgerechneten Mengen an Kreon und Magensäureblockern. Zudem leide ich seit der Op an nicht kontrollierbaren Durchfällen( wahrscheinlich aufgrund einer Verletzung der Bauchnerven) die mich daran hindern das Haus ( 3Toiletten) zu verlassen, und mich in Windeln zwingen. Nur noch erbärmlich!! So kann man nicht leben, so ohne Lebensqualität und Perspektive.
Wie seht Ihr das , bitte ehrlich
Susanne
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Heike62
- Beiträge: 18
- Registriert: 24. Dezember 2025, 05:57
Re: Meine Erfahrung über 5 Jahre mit Bauchspeicheldrüsenkrebs
Hallo Susanne,
ich muss lange über deine Nachricht und deine Situation nachdenken. auch wenn ich nur einen geringen Leidensdruck habe.Die Verdauungsorgane sind hochsensibel und jede Fehlfunktion schränkt ein Stück Lebensqualität ein. Du kannst nicht mehr alles essen, du kannst das Haus, wenn überhaupt nur mit Vorbereitung verlassen.
Es schockiert mich auch immer wieder, wie oft es vorkommt, dass man weggeschickt wird, weil man nur vermeintliche Rückenschmerzen hat. Gerade in unserem Alter ( ich bin 64) wird es oft auf älterbedingten Verschleiß geschoben. Hätte man es eher entdeckt, hätte man vielleicht einen großen Schaden abwenden können.
M.E. liegt es nicht an der Fachkompetenz der Ärzte, sondern an wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Aber über das zu diskutieren macht keinen Sinn.
Für mich persönlich wäre es keine Lebensqualität. Aber so richtig reinversetzen kann man sich nur dann wenn man selbst in der Situation ist.
Es hängt auch vom Umfeld, von den Familienverhältnissen und vom Freundeskreis ab.
Kann man sich zu Hause ein schönes Umfeld schaffen, was das Leben lebenswert macht? Für mich wäre noch ein entscheidender Punkt, ob ich Schmerzen hätte. Schmerzen ziehen mich immer tief runter. Es ist auch die Angst vor dem was noch kommen könnte. Das ist falsch, ich weiß.
Aber vielleicht würde ich auch meine Gedanken ändern und würde mehr das gegenwärtige unter den gegebenen Rahmenbedingungen versuchen zu genießen.
Ich wünsche dir alles Liebe. "Gib nicht auf ! "
Der Spruch ist weise und klug gesagt von jemanden , dem es soweit ganz gut geht.
Liebe Grüße Heike
ich muss lange über deine Nachricht und deine Situation nachdenken. auch wenn ich nur einen geringen Leidensdruck habe.Die Verdauungsorgane sind hochsensibel und jede Fehlfunktion schränkt ein Stück Lebensqualität ein. Du kannst nicht mehr alles essen, du kannst das Haus, wenn überhaupt nur mit Vorbereitung verlassen.
Es schockiert mich auch immer wieder, wie oft es vorkommt, dass man weggeschickt wird, weil man nur vermeintliche Rückenschmerzen hat. Gerade in unserem Alter ( ich bin 64) wird es oft auf älterbedingten Verschleiß geschoben. Hätte man es eher entdeckt, hätte man vielleicht einen großen Schaden abwenden können.
M.E. liegt es nicht an der Fachkompetenz der Ärzte, sondern an wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Aber über das zu diskutieren macht keinen Sinn.
Für mich persönlich wäre es keine Lebensqualität. Aber so richtig reinversetzen kann man sich nur dann wenn man selbst in der Situation ist.
Es hängt auch vom Umfeld, von den Familienverhältnissen und vom Freundeskreis ab.
Kann man sich zu Hause ein schönes Umfeld schaffen, was das Leben lebenswert macht? Für mich wäre noch ein entscheidender Punkt, ob ich Schmerzen hätte. Schmerzen ziehen mich immer tief runter. Es ist auch die Angst vor dem was noch kommen könnte. Das ist falsch, ich weiß.
Aber vielleicht würde ich auch meine Gedanken ändern und würde mehr das gegenwärtige unter den gegebenen Rahmenbedingungen versuchen zu genießen.
Ich wünsche dir alles Liebe. "Gib nicht auf ! "
Der Spruch ist weise und klug gesagt von jemanden , dem es soweit ganz gut geht.
Liebe Grüße Heike