Hallo Christina,Christina hat geschrieben:Erstmal DANKE Euch allen, dass Ihr so nett zu mir seid!
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Ihr macht mir wirklich Mut, obwohl ich immer noch nicht damit klar komme, nun mein ganzes Leben umzustellen. Esse z.B. sehr gern fettiges und trinke bei Grillabenden gern mal ein Bier... Kann mir nicht vorstellen, das jetzt nie wieder tun zu dürfen.
Es ist schwer, wie jemand zu handeln, der sehr krank ist, wenn man sich überhaupt nicht krank fühlt!
Das mit der Therapie verstehe ich, so kann ich wirklich nicht weitermachen, ich tue meine BSD mit dem Stress und der Weinerei bestimmt nichts gutes. Hatte schon mal eine Therapie, aber das war auf meine Dismorphophobie begründet und ich hatte gehofft, das ich so schnell keinen Therapeuten mehr sehen muss. Aber ihr habt da Recht.
das Schöne an einer Selbsthilfegruppe ist, dass jeder seine eigenen Erfahrungen einbringen kann, und der Ratsuchende dann selbst entscheidet, was er davon gebrauchen kann. Wenn ich mir Rudis Seite ansehe, da kann man bestimmt viel von ableiten.
In seltenen Fällen muss man den Betroffenen auf das "Wichtige für Ihn" hinweisen, auch wenn es dem nichts so gut schmeckt.
Vorab, ich habe ähnliche Gedanken gehabt wie jetzt Du. Nie wieder ein Bier zum Grillen, keine Geselligkeit und, und und.
Und ich habe gerne Bier getrunken. Konnte mir kaum vorstellen, ohne zu leben. Habe gleichzeitig noch geraucht wie ein Schlot.
Das mit dem Bier ist mir seltsamerweise sehr leicht gefallen, Rauchen aufgeben war erheblich schwerer. Trinke heute manchmal zu Essen 1/2 Alster (Radler) und nach der Hälfte schmeckt mir das nicht mehr. Vor Jahren undenkbar, da hatte ich in der Zeit schon das dritte Glas vor mir. Das einzige was mich auf einer längeren Feier stört, ist die blödsinnige Konversation von Angetrunkenen. Man redet oft immer im Kreis. Bestimmt war ich früher auch so.
Es kann erstaunlich leicht fallen, auf Alkohol zu verzichten. Du wirst Dich mutmaßlich nur gesund ernähren müssen, wie es ja eigentlich alle sollten.
Der Titel deines Threads heißt "Angst vor Sterben". Die braucht Du nicht haben, ist doch auch schön. Jetzt sollte es Dir leicht fallen, auf wenige, unbedeutende Dinge im Leben auch zu verzichten, zugunsten des eigenen Leben und das der Kinder, die da noch kommen werden.
Ich glaube, dass Deine damalige Erkrankung sehr eng mit den jetzigen Ängsten im Zusammenhang steht, oder die gleiche Ursache hat. Man muss nicht gleich zu Therapeuten rennen, nur wenn es ein unerträglicher Zustand wird, wäre es notwendig.
Genau so wichtig ist es, wie bereits von mir gesagt, einen guten Gastroenterologen zu finden. Dafür kann kein Weg zu lang sein. Und denke daran, der AdP hilft Dir, und das sogar sehr gerne.
Bis dann
LG Reinhard Holthöfer
Regionalgruppe Hannover
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