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Re: Blutzuckerspitzen wirklich ungefährlich?

Verfasst: 16. Juli 2014, 14:07
von Thekla
Hallo Muggle, ich nehme auch Metformin zusätzlich. Und zwar deswegen weil meine Leber in Stresssituationen zu viel Zucker ausschüttet und ich dann leicht auf Werte über 500mg/dl schiesse. Seit ich die nehme ist das vorbei, höchstens noch mal so um 250. Von einem Hba1c um 6,2 träume ich nur. Im Moment liegt er bei 7,6 und mein Diabetologe und ich sind gut zufrieden. Denn wenn ich mehr Insulin spritze habe ich zu viele und zu heftige Unterzuckerungen. Ich bin deswegen schon zwei mal im Kh. aufgewacht. Ein Tipp noch zum Untergewicht: Ich hatte guten Erfolg mit Milchreis, Maisgriess Haferflocken und co. Sie sind sehr nahrhaft und lassen sich vielseitig verarbeiten. Ich habe mir damit über 10kg angefuttert und habe jetzt Normalgewicht so das mir einzelne Attacken wie zur Zeit nicht so viel ausmachen. Ich halte dann ein paar Tage Nahrungskarenz und baue dann wieder auf. Liebe Grüsse Thekla

Re: Blutzuckerspitzen wirklich ungefährlich?

Verfasst: 16. Juli 2014, 16:44
von Weserberglaender
Thekla hat geschrieben:...ich nehme auch Metformin zusätzlich. Und zwar deswegen weil meine Leber in Stresssituationen zu viel Zucker ausschüttet und ich dann leicht auf Werte über 500mg/dl schiesse. Seit ich die nehme ist das vorbei, höchstens noch mal so um 250...
Interessante Info! Ich werde das mal im Hinterkopf behalten, man weiß ja nie, wie sich der Stoffwechsel so entwickelt. Das mit dem Stress kenne ich auch. Glücklicherweise ist bei mir so bei 250 Schluss.

LG, Bernd

Re: Blutzuckerspitzen wirklich ungefährlich?

Verfasst: 16. Juli 2014, 22:25
von Muggle
Also....

mit Sozialrecht usw. kenn ich mich eigentlich aus (ist mal vor vielen Jahren mein Job gewesen, seitdem hat sich aber einiges verändert und ich krieg natürlich nicht immer alles mit). Die hätten die Teststreifen bezahlt, wenn sie nicht im Kassenkatalog gelistet gewesen wären für Ersteinstellungen... also haben sie mich zurück auf die Kasse verwiesen, die es weiterhin drauf ankommen lässt und sich dumm stellt. Die wissen genau, dass man wegen 50 Teststreifen nicht klagt, ich habs aber mal eine Etage höher probiert :-) Ich hab mir jetzt erstmal ein Darlehen geben lassen und 100 Streifen bestellt. Es nutzt ja nix- wenn ich nicht messe, werden wir nicht wissen, ob es wirkt, da es ja um die Blutzuckerspitzen geht und die kann man nun mal nicht anders nachweisen. Wegen der Mitgliedschaft werde ich überlegen- ich habs nicht so mit Mitgliedschaften, unabhänig vom Geld.

Im Untergewicht bekämpfen bin ich super- ich esse teilweise auch nachts und mein Geheimtipp ist eigentlich Eis- aber das ist wegen des Blutzuckers nicht mehr so die super Idee. Haferflocken esse ich total viele, allerdings gehts nur zerkocht. Insgesamt gehen bei mir von der Verträglichkeit her vor allem Sachen, die ich mir schon vorher aufgeschlossen habe. Obst und Gemüse z.b. hauptsächlich als Smoothie- aber in dieser Form haut der Fruchtzucker dann natürlich auch gleich rein. Esse ich den Apfel einfach so, bekomme ich oft Probleme. Ein paar Apfelschnitze geht, aber ein ganzer oder ein richtiger Teller Salat bringt nur Probleme, also lasse ich es, zerkoche oder püriere... halt so, dass mein Darm damit zurecht kommt.

Die Nebenwirkungen von Metformin hat mein Arzt angesprochen und meinte, wenn das auftritt soll ich sofort aufhören und kommen. Ich hatte heute nacht etwas Bauchweh, aber das muss nicht damit zu tun haben. Ich schau mir das jetzt ein paar Tage an, wenn ich da einen Zusammenhang sehe, hör ich damit auf. Was auf jeden Fall ganz deutlich ist, ist dass ich absolut keinen Appetit habe, was meinen Gewichthalteplan durcheinander bringt. Normalerweise hatte ich Schwierigkeiten, beim Blutzuckergerät zwischen vor und nach dem Essen auszuwählen, weil nach dem Essen ist bei mir vor dem Essen :-) Ich bin ja quasi am Dauerfuttern. Das muss auch, sonst halt ich mein Gewicht nicht. Ich hab mich mühsam von 46kg auf 51 hoch gefuttert und bin somit jetzt ganz knapp im Normalgewicht- das möchte ich auch nicht so gern einliefern. Ich habe nur momentan wenig Ideen, welche Alternativen ich habe. Ich persönlich wäre ja fast dafür, die Mahlzeiten mit Insulin abzudecken, aber ich bin mir auch bewusst, dass da deutliche Risiken dran sind. Thekla, spritzt du kurz- oder langwirkendes Insulin? Denn letztlich sage ich das auf den blauen Dunst, ohne da wirklcih Erfahrung mit zu haben, dass ich mir das vorstellen könnte- aber die Ärzte kennen die Risiken da deutlich besser und ich habe ja wirklich bis auf diese hohen Spitzen nach dem Essen relativ verträgliche Werte, die gehen wenn ich nix esse auch wieder auf 100 runter und nüchtern bin ich meistenes so zwischen 110 und 125, wobei Letzteres nicht täglich ist. Ich weiß nur, dass ich dann rechnen müsste, wenn ich Insulin spritzen müsste. Das macht ein Daueressen auch nicht gerade einfach. Zudem soll bei Menschen mit Restfunktion das Rechnen auch nicht funktionieren, habe ich gelesen, da es ja immer noch körpereigenes Insulin gibt, das dann auch noch mitmischt. Inwiefern sowas überhaupt möglich ist, weiß ich nicht. Insofern würde es mich interessieren, ob ihr, die ihr noch relativ gute Restfunktionen hattet, da schon mit Insulin behandelt wurdet oder wenn nein, womit dann. Wie läuft da der Einstieg normalerweise, wenn die Werte zu hoch werden, aber eben nur punktuell? Mein Doc kennt sich für einen Hausarzt ziemlich gut aus mit Pankreas und ist immer bereit zu lernen. Ich glaube, er hielt Metformin auch nicht für die erste Wahl, denn er betonte die Nebenwirkungen so sehr, dass es schon fast eine Bitte war, am nächsten Tag wiederzukommen und zu sagen, ich vertrag es nicht :-) Ich weiß nicht, ob er sich da an ein bestimmtes Schema halten muss, dass er z.b. erst einen Therapieversuch mit Tabletten machen muss, bevor er Insulin verschreibt oder keine Ahnung was. Wenn ich da hin gehe und sage, ich will das Metformin nicht, finde ich sicherlich keinen Widerspruch. Ich überleg mir nur lieber vorher, was meine Möglichkeiten sind und ob ich da vielleicht gerade eine der besseren Möglcihkeiten abwähle. Bisher habe ich ja noch keine Nebenwirkungen. Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass die nicht kommen, denn wenn die Kohlenhydrataufnahme im Darm behindert wird, dann schwirren da unverdaute Kohlenhydrate herum- also noch mehr als sowieso schon unverdautes Zeugs durch geht. Ich werde da mit Sicherheit mit meinem Hausarzt noch drüber sprechen (einer der wenigen Mediziner, mit denen man wirklich in Ruhe reden kann und der informierte Patienten mag). Nur ist meine Recherche noch nicht abgeschlossen und so lange nehm ich es einfach noch. Dass ich bei Diabetes Typ II einsortiert bin, liegt mit hoher Wahrscheinlcihkeit daran, dass die Diabetesberaterin mich in ein Chronikerprogramm stecken wollte. Ihr ist schon bewusst, dass ich keine Insulinresistenz habe. Im Moment scheint mir aber diese Einsortierung aufs Bein zu fallen wegen der Teststreifen. Wobei ich sie bei Typ 3c- nicht insulinpflichtig- wahrscheinlcih auch nicht bekäme. Nur das Diabetsjournal der Krankenkasse muss ich über mich ergehen lassen, das mir in regelmässigen Abständen erzählt, ich solle doch abnehmen und mich mehr bewegen :-D

Diverse andere Tabletten haben eigentlich fast alle die Wirkung, dass die Glucoseaufnahme im DArm gehemmt wird und genau das will ich ja eigentlicht nicht. Und dass meine Leber Glucose abgibt, scheint mir auch nicht schlecht zu sein, denn wenn ich mich bewege, gerate ich schnell in eher niedrige Werte, ich hab teilweise was zu essen dabei, wenn ich mit dem Hund gehe, weil ich mich irgendwann einfach kraftlos und unterzuckert fühle. Die Werte sind dann allerdings noch moderat, tiefer als 70 hab ich noch nie gemessen. Dafür mal wieder hoch- unter Metformin heute nach dem Abendessen wieder Peak auf 250. Es ist also nicht besser, aber vielleicht dauert es noch, bis es wirkt und ich sollte ja auch mit einer absoluten Minimaldosis beginnen, die weit unter den Empfehlungen liegt, wegen der Nebenwirkungen eben und weil ich wahrscheinlich sowieso nicht so viel brauche.

Die Zeiten mit wirklich schlechten Werten (zumindest ohne Medikation) werden sicherlich noch kommen. Mein Restchen Bauchspeicheldrüse ist am Ende seiner Kräfte und die Werte werden stetig schlechter- ich hoffe aber, dass dieser Prozess langsam vonstatten gehtund letztlich hoffe ich, durch eine gute Einstellung das eine oder andere vielleicht noch aufhalten zu können. Ich lebe an sich gesund, esse ziemlich gesund, bewege mich gern und viel und habe auch sonst keine Risikofaktoren. Ich hoffe ja, dass das eine relativ günstige Prognose ist, denn ich habe ehrlich gesagt schon genug Trödel.

Als chronisch krank zähle ich seit vielen vielen Jahren, schon vor der Pankreas-OP. Dass nur das ein Rausfallen aus der Budgetierung bewirkt, wäre mir neu- denn ich hatte noch lange Zeit enorme Schwierigkeiten, z.b. beim Neurologen die Physiotherapien zu bekommen. Das musste speziell beantragt werden, dass ich nun außerhalb des Budgets bin bei ihm und das ist schon sehr cool. Früher war es ein riesen Kampf. Heute ruf ich da an, ob es möglich wäre, ein Physiorezept... und dann sagt die Tante am Telefon: Aber natüüüürlich... :-) Also das hat schon was. Ob mein Hausarzt das für mich beantragt hat, weiß ich nicht. Als chronisch krank werd ich ja schon deswegen geführt, weil sie mich in dieses DiabetesII Chronikerprogramm gesteckt haben. Für 3c gibbet ja keins. Seitdem brauche ich der KK nicht mehr nachweisen, dass ich chronisch krank bin, ist wieder ein Papierkram weniger. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass mein Doc speziell beantragt hat, dass ich raus falle, weil die ganzen Opiate, Kreon usw. machen ihn ja sonst arm. Das kann sich ja kein Arzt im normalen Budget leisten.

Ich halte momentan auch Ausschau nach einem Diabetesforum, das nicht ganz so offen ist. Falls jemand eins kennt, wo man nur mit Zugang lesen kann, wär das toll. Ich denke schon, dass es gut wäre, mich da speziell auszutauschen, aber möchte das nicht immer so öffentlich tun- würde hier auch mehr schreiben, wenn es geschützte Bereiche gäbe.

Re: Blutzuckerspitzen wirklich ungefährlich?

Verfasst: 16. Juli 2014, 23:16
von Thekla
Hallo Muggle, Ich spritze schon seit 9 Jahren Lang- und Kurzzeitinsulin. Ich bin ein halbes Jahr vorher operiert worden. ich bin in einem DMP-Programm für Typ1 Diabetiker soviel ich weiss. ich vertrau da meinem Diabetologen und seinen Diabetesassistentinnen. Was ich dir allerdings sagen muss, ist, das die Gefahr von Unterzuckerung mit Insulin sehr hoch ist. Deswegen bin ich auch höher eingestellt. Ich soll aus dem Grund nicht unter 100mg/dl rutschen da ich sonst zu schnell mit den Werten in den Keller gehe. Ich merke oft schon morgens ob ich die normale Insulindosis (also Faktor1 bei mir) oder weniger bzw mehr spritzen muss. Ich hoffe für dich das du noch möglichst lange ohne Insulin auskommst auch wenn du dann die Teststreifen selber zahlen musst(leider). Zu deinem letzten Punkt kann ich dir noch sagen das Du den Personen denen Du persönlichere Dinge erzählen willst private Mails schicken kannst. Ich schreibe mit einer Person auf privater Ebene und das klappt sehr gut.LG Thekla

Re: Blutzuckerspitzen wirklich ungefährlich?

Verfasst: 18. Juli 2014, 20:04
von Muggle
Hallo Thekla, da gings bei dir ja dann doch recht rasant und wahrscheinlich hatte ich unwahrscheinliches Glück, gerade weil bei mir ja der gesamte Pankreasschwanz und der größte Teil des Corpus weg ist. Dass man mit Insulin schneller unterzuckert, weiß ich und das ist auch einer der Punkte, weswegen meine Diabetesassistentin da vorsichtig ist. Sie meint auch, man kann halt besser mal eine Weile 300 haben als 30. Hat sie ja auch irgendwie Recht. Auf der anderen Seite- das Metformin scheint an der falschen Stelle zu wirken. Denn die hohen Werte kommen immer noch vor, dafür ist der Nüchternwert gesunken und ich habs geschafft, damit 2,5h nach einer Mahlzeit auch zu unterzuckern, was angeblich mit Metformin garnicht geht (hatte ich den Doc extra nach gefragt). Sicher, das war vom Wert her noch moderat (56), aber ich hatte Schweißausbrüche und war zittrig und mein Kreislauf ging baden- und ich weiß ja auch nicht, wo das noch hin gegangen wäre, hätte ich nix gegessen. Wenn ich angenommen zum Essen ein kurzwirkendes Insulin spritzen würde, dann wüsste ich, ich muss jetzt die nächsten (wie lange wirkt das eigentlich) Stunden aufpassen. Bei Metformin gibts keine "Wirkdauer" und da mir das den Nüchternzucker, der ja immer relativ gut noch war, auch runter haut, könnte ich mir gut vorstellen, dass das mitten in der Nacht auch passieren könnte. Vielleicht gibts da ja noch andere Tabletten, die eher an der richtigen Stelle wirken und dann die hohen Werte nach dem Essen auch senken, aber momentan senkt das Zeug genau das Falsche- nämlich die Werte, die eigentlcih sowieso einigermaßen ok waren, nämlcih zwischen den Mahlzeiten und den Nüchternwert. Das war vorhin ein Sturzflug innerhalb einer halben Stunde von 120 (ich hatte gemessen, weil mir etwas schlecht war) auf 56- dass das so schnell geht, vor allem ohne Insulin, hätte ich nicht gedacht. PN ist eine gute Idee, aber dafür muss man ja erstmal wissen, wer Lust hat, sich über dieses Thema auszutauschen. Wenn du magst- gern :)

Re: Blutzuckerspitzen wirklich ungefährlich?

Verfasst: 19. Juli 2014, 11:57
von uwe
Hallo muggle,
Ich benutze ein schnellwirkendes Insulin, Novo rapid. Da ist die wirkung nach ca zwei stunden weg.
Manchmal fällt der danach aber auch noch.
Den Blutzuckeranstieg und Fall zu kalkulieren ist bei uns typ 3 Diabetiker sehr schwierig.
Besondes auch wiel die aufnahme der Kohlenhydrate schwer vorhersehbar ist.
Desthalb muss ich auch mit unterschiedlichen zeiten zwischen Essen und spritzen variieren.
Aber es gibt da jede Menge Faktore die das ganze beinflussen konnen.
Dabei. Spielt zusätzlich eine Rolle wie die Enzymsubtitution funktioniert....
Zb. Bratkartoffeln mit viel fettdrumrum lassen den Bz sehr langsam steigen.
Ich Unterzucker auch wenn die Insulinwirkung lange weg ist....Belastung auch stress spielen einer Rolle.
Ich habe da sehr viel in einer stationären Reha gelernt.
Besonders die Auswirkung von körperlicher Belasung war für mich überhaubt nicht einschätzbar.
Dort konnte ich das unter fachkundiger Aufsicht austesten.
Viele güsse aus dem sonnigen Ruhrgebiet
Uwe

Re: Blutzuckerspitzen wirklich ungefährlich?

Verfasst: 19. Juli 2014, 13:19
von Thekla
Hallo Muggle, es gibt viele verschiedene Diabetestabletten aber ob die für uns geeignet sind weiss ich nicht. Die sind ja alle eigentlich für Typ2 gedacht die noch eine ausreichende Insulinproduktion haben. Bei mir ist die Insulinausschüttung ganz unterschiedlich. Wenn es mir richtig gut geht komme ich beim Kurzzeitinsulin mit dem Faktor 1 hin. Aber es gibt auch häufig Tage da muss ich den Faktor anheben. ich merk das meistens schon nach dem Frühstück daran ob der Zucker richtig absinkt. Lg Thekla

Re: Blutzuckerspitzen wirklich ungefährlich?

Verfasst: 19. Juli 2014, 14:21
von Weserberglaender
uwe hat geschrieben:...
Ich benutze ein schnellwirkendes Insulin, Novo rapid. Da ist die wirkung nach ca zwei stunden weg.
Manchmal fällt der danach aber auch noch.
...
Ich Unterzucker auch wenn die Insulinwirkung lange weg ist....
NovoRapid wirkt länger als 2 Stunden:
http://www.novonordisk.ch/documents/art ... orapid.asp

Re: Blutzuckerspitzen wirklich ungefährlich?

Verfasst: 19. Juli 2014, 23:37
von Muggle
Irghs... da sagste was.... stimmt, man weiß nie, wieviel von dem, was man gegessen hat, eigentlich ankommt. Sehr effektiv ist das bei mir nicht, wenn man die Mengen an Output so betrachtet *g* Ich bin dafür bekannt, Klo's zu verstopfen, einfach nur durch ein großes Geschäft ;-) Da kann man wahrscheinlich tatsächlich nicht alles mitrechnen. Auf der anderen Seite, wenn der BZ so hoch schießt, muss ja was ankommen. Ich denke, da kommt es immer drauf an, wieviel noch aufgespalten werden muss. Und ich komme definitiv besser klar mit Lebensmitteln, die schon in irgendeiner Weise verarbeitet sind. Das ist schon ein Eiertanz manchmal, weil die Sachen, die für Diabetes gut wären (z.b. Vollkornbrot, Gemüse) oft für mich garnicht zu verdauen sind. Musste leider zurück auf Mischbrot, weil Vollkorn garnicht geht. Ich habe auch nur mit zuckerhaltigen Sachen zugenommen. Das war mit normalen Sachen wie Brot oder so garnicht zu machen. Diese Phase ist jetzt aber vorbei, ich brauche mein Gewicht jetzt eigentlich "nur" noch halten. Es sollte nur nicht wieder runter gehen und wenn so eine Tablette dann die Resorbtion im Darm verlangsamt und blockiert, dann hat das natürlcih zwei Seiten. Zum einen ist es für die Zuckerwerte gut, wenn nicht so viel aufgenommen wird, zum anderen aber muss ich ja die Energie rein kriegen und ich esse so viel, WEIL nicht genug resorbiert wird (derzeit futtere ich ungefähr das Doppelte was andere Menschen essen, allerdings fettarm). Ich meine, wenn ich will, dass weniger KH aufgenommen werden, dann kann ich einfach weniger davon essen. Das Dumme ist bloß, dass ich dann abnehmen werde. Ich hab ja kein ich-kann-mich-bei-Essen-nichxt-beherrschen-Problem wie eben viele Typ2 Diabetiker. Wenns hieße, iss halt weniger KH, da tät ich mich freuen, denn da würde sich mein Budget endlich mal erholen. Wenn ich das so höre, dann denke ich aber, dass die schon richtig liegen, wenn sie mit dem Gedanken an Insulin ganz ganz vorsichtig sind.... denn das scheint ja doch einige Probleme auszulösen, die ich bisher so nicht gesehen habe. Klar, dass ich dann rechnen muss, habe ich gewusst, aber dass z.b. die Aufnahme der Kh ja garnicht vorausgesehen werden kann, war mir jetzt ncith so bewusst, obwohl es natürlich logisch ist. Bewegung haut bei mir immer ziemlich rein vom Verbrauch her, das kommt aber daher, dass ich aufgrund einer leichten Parese auch für das Laufen Konzentration brauche. Was bei den meisten automatisch geht, muss ich oft bewusst tun, sonst lieg ich mich auf die Nase :-) Meine Physio sagte, dass Menschen mit einer neurologischen Störungen oft einen hohen Zuckerverbrauch haben, weil das Gehirn da einfach mehr Leistung bringen muss für das ganz alltägliche Leben. Und irgendwie ist da was dran- ich war früher kein Fan von Süßkram, absollut nicht. Ich hätte früher nie Nachkam eingekauft- wozu? Geschenkte Schoki gammelte im Schrank vor sich hin. Aber in den letzten Jahren hat sich das verändert, je mehr Baustellen gesundheitlich dazu kamen, um so mehr Zuckerbedarf und ich bin teilweise nicht ohne Bonbons aus dem Haus gegangen, weil ich nach einer Viertelstunde Laufen schon wieder hungrig war. Zu echten Unterzuckerungen ist es da aber nie gekommen, das war gestern meine Erste. Und ich denke, wenn sowas unter Metformin schon auftritt (was es ja eigentlich garnicht geben dürfte), dann werden sie extraextraextra vorsichtig mit Insulin sein. Schätz ich mal...