Blutzuckerspitzen wirklich ungefährlich?
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Muggle
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Blutzuckerspitzen wirklich ungefährlich?
Langsam aber sicher verabschiedet sich das Restchen Bauchspeicheldrüse in Bezug auf die Insulinproduktion. Es wurde mir ja schon vor einiger Zeit mal Insulin angedroht, das wurde dann aber wieder zurückgepfiffen. Nun habe ich aber teilweise Werte um die 300 dabei. Die gehen zwar von allein auch wieder runter, aber gesund kann das doch nicht sein. Werte zwischen 180 und 250 habe ich quasi nach jeder Mahlzeit, zwar relativ kurzzeitig, aber eben hoch. Und dabei reden wir bei "Mahlzeit" nicht von einer Big-Pizza oder so, sondern von einem (manchmal auch nur halben) Brötchen mit Pflaumenmus. Oder einem Brot mit Frischkäse. Bereits sowas treibt meinen Blutzucker anscheinend in den Wahnsinn. Allerdings hält meine Diabetesberaterin noch kein Insulin für notwendig, denn der hba1c ist soweit noch ok. Jetzt hab ich aber gelesen, dass kurzzeitige Blutzuckerspitzen in den hba1c garnicht einfliessen, da sich die Anlagerungen, die dadurch entstehen, auch direkt wieder lösen, also nicht dauerhaft bestehen bleiben. Und dass diese Blutzuckerspitzen dennoch die Gefäße schädigen.
Mein Bauchgefühl sagt mir, wenn die Werte mehrmals täglch (vorhersagbar) die 200 erreichen, besteht Handlungsbedarf. Auf der anderen Seite sagen die, die für meine Therapie verantwortlich sind, dass das nciht so wäre. Vielleicht liege ich ja falsch. Aber vielleicht auch sie. Gesehen die Tatsache, dass ich für ein TypII-Chronikerprogramm eingeschrieben wurde, betrachte ich ihre Aussagen schon mit Skepsis.
Spricht denn irgendwas dagegen, diese Spitzen mit einem Kurzzeitinsulin abzufangen? Sie redete davon, wenn Therapie, dann erst wenn die werte nicht mehr runter gehenund von Langzeitinsulin ... hm... von der Logik her frage ich mich, worauf wir eigentlich warten.
Wie ist das bei euch gelaufen, wenn ihr nicht direkt nach der OP, sondern erst später insulinpflichtig wurdet? Ich meine, so einem TypII-Diabetiker verschreiben die normalerweise erstmal Tabletten. Und TypI wird ja meistens in der Notaufnahme enteckt oder jedenfalls wenn es ganz klar ist, Werte sonstwieweit oben und gehen auch nicht mehr runter. Ich denke mal, jemand, der mit einem Insulinmangel, nicht Insulinresistenz, aber dennoch einer Teilfunktion in die Praxis kommt, haben die ja auch nicht all zu oft. Ich würd mich ja gern entspannen und abwarten, wenn ich wüsste, dass das alles so seine Richtigkeit hätte- aber leider sagt mein Bauchgefühl dass das so doch irgendwie nicht bleiben kann.
Mein Bauchgefühl sagt mir, wenn die Werte mehrmals täglch (vorhersagbar) die 200 erreichen, besteht Handlungsbedarf. Auf der anderen Seite sagen die, die für meine Therapie verantwortlich sind, dass das nciht so wäre. Vielleicht liege ich ja falsch. Aber vielleicht auch sie. Gesehen die Tatsache, dass ich für ein TypII-Chronikerprogramm eingeschrieben wurde, betrachte ich ihre Aussagen schon mit Skepsis.
Spricht denn irgendwas dagegen, diese Spitzen mit einem Kurzzeitinsulin abzufangen? Sie redete davon, wenn Therapie, dann erst wenn die werte nicht mehr runter gehenund von Langzeitinsulin ... hm... von der Logik her frage ich mich, worauf wir eigentlich warten.
Wie ist das bei euch gelaufen, wenn ihr nicht direkt nach der OP, sondern erst später insulinpflichtig wurdet? Ich meine, so einem TypII-Diabetiker verschreiben die normalerweise erstmal Tabletten. Und TypI wird ja meistens in der Notaufnahme enteckt oder jedenfalls wenn es ganz klar ist, Werte sonstwieweit oben und gehen auch nicht mehr runter. Ich denke mal, jemand, der mit einem Insulinmangel, nicht Insulinresistenz, aber dennoch einer Teilfunktion in die Praxis kommt, haben die ja auch nicht all zu oft. Ich würd mich ja gern entspannen und abwarten, wenn ich wüsste, dass das alles so seine Richtigkeit hätte- aber leider sagt mein Bauchgefühl dass das so doch irgendwie nicht bleiben kann.
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Weserberglaender
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Re: Blutzuckerspitzen wirklich ungefährlich?
Hallo Muggle,
wie hoch ist denn Dein hba1c und in welchem Zeitraum gehen denn die Blutzuckerspitzen nach dem Essen wieder zurück?
Die KH aus Brötchen mit Pflaumenmus gehen natürlich schnell ins Blut. Was passiert denn, wenn Du Sachen isst, bei denen die KH langsamer ins Blut gehen?
Rein theoretisch sollten sich postprandiale Blutzuckerspitzen mit einem kurzwirksamen Insulin abfangen lassen, aber das ist eine Timingfrage. Nicht das, das extern zugeführte Insulin erst zu wirken anfängt, wenn auch Deine eigene BSD anfängt Insulin auszuschütten und Du in einer Hypo landest. Daher meine Frage, wann die BZ-Spitzen von alleine wieder zurückgehen.
Bzgl. Chronikerprogramm, ich bin seit Anfang an in einem TypI-DMP. Entspricht ja auch eher dem TypIIIc.
Dein Diabetologe sollte sich aber mit Patienten mit Restfunktion der BSD auskennen. Bei TypI-Diabetikern tritt ja häufig nach Beginn der Insulinbehandlung eine Remission der Beta-Zellen auf. Dann brauchen manche Typ1er auch ganz wenig oder auch erstmal kein Insulin mehr. Das kann sich über Monate oder auch Jahre hinziehen.
LG, Bernd
wie hoch ist denn Dein hba1c und in welchem Zeitraum gehen denn die Blutzuckerspitzen nach dem Essen wieder zurück?
Die KH aus Brötchen mit Pflaumenmus gehen natürlich schnell ins Blut. Was passiert denn, wenn Du Sachen isst, bei denen die KH langsamer ins Blut gehen?
Rein theoretisch sollten sich postprandiale Blutzuckerspitzen mit einem kurzwirksamen Insulin abfangen lassen, aber das ist eine Timingfrage. Nicht das, das extern zugeführte Insulin erst zu wirken anfängt, wenn auch Deine eigene BSD anfängt Insulin auszuschütten und Du in einer Hypo landest. Daher meine Frage, wann die BZ-Spitzen von alleine wieder zurückgehen.
Bzgl. Chronikerprogramm, ich bin seit Anfang an in einem TypI-DMP. Entspricht ja auch eher dem TypIIIc.
Dein Diabetologe sollte sich aber mit Patienten mit Restfunktion der BSD auskennen. Bei TypI-Diabetikern tritt ja häufig nach Beginn der Insulinbehandlung eine Remission der Beta-Zellen auf. Dann brauchen manche Typ1er auch ganz wenig oder auch erstmal kein Insulin mehr. Das kann sich über Monate oder auch Jahre hinziehen.
LG, Bernd
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uwe
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Re: Blutzuckerspitzen wirklich ungefährlich?
Hallo Muggle,
Auch ich bin an der BSD operiert. Der Bauchspeicheldrüsenkopf wurde entfernt.
Ca ein Jahr nach der OP waren die Kriterien für einen Diabetes erfüllt.
Das kann man nicht nur an einem zu hohen Hba1c festmachen.
Sondern auch wenn der Nüchtern BZ über 125 ist oder nach dem Essen innerhalb von ca zwei std wieder auf dem
Ausganswert vor dem Essen erreicht wird.
Von der Typbezeichnung sind wir Operierten Bsd patienten Typ 3c Diabetiker.
Die Besonderheit besteht darin,das wir dur ch die fehlenden teile auch die Produktion von dem Glukagon gestört ist.
Dieser Gegenspieler zum Insulin bewirkt einen Bz Anstieg.
Die grosse Gefahr bei uns ist die Unterzuckerung....Ein guter Hba1c darf nicht mit Unterzuckerungen erkauft werden..
Ich behandle meinen Diabetes mit schnell wirksamen Insulin.
Ich weis das Leute nach einer totalen Pankreas resektion zusätzlich Langzeitinsulin benutzen.
Leider habe ich auch festellen müssen das auch in Diabetologischen Schwerpunktpraxen die zahl der Typ 3c
Diabetiker gegen null tendiert...Ich würde mit meinem Doc reden über meine Befürchtungen..im Notfall den Arzt wechseln.
Hilfreich ist ein ernährungtagebuch zu füren und die werte vor und zwei std nach dem Essen kontrollieren...
Ich habe meine hohe BZ Einstellung durch Muskelschmerzen Müdigkeit und Abgeschlagenheit bemerkt.
Alles gute für dich
Uwe
Auch ich bin an der BSD operiert. Der Bauchspeicheldrüsenkopf wurde entfernt.
Ca ein Jahr nach der OP waren die Kriterien für einen Diabetes erfüllt.
Das kann man nicht nur an einem zu hohen Hba1c festmachen.
Sondern auch wenn der Nüchtern BZ über 125 ist oder nach dem Essen innerhalb von ca zwei std wieder auf dem
Ausganswert vor dem Essen erreicht wird.
Von der Typbezeichnung sind wir Operierten Bsd patienten Typ 3c Diabetiker.
Die Besonderheit besteht darin,das wir dur ch die fehlenden teile auch die Produktion von dem Glukagon gestört ist.
Dieser Gegenspieler zum Insulin bewirkt einen Bz Anstieg.
Die grosse Gefahr bei uns ist die Unterzuckerung....Ein guter Hba1c darf nicht mit Unterzuckerungen erkauft werden..
Ich behandle meinen Diabetes mit schnell wirksamen Insulin.
Ich weis das Leute nach einer totalen Pankreas resektion zusätzlich Langzeitinsulin benutzen.
Leider habe ich auch festellen müssen das auch in Diabetologischen Schwerpunktpraxen die zahl der Typ 3c
Diabetiker gegen null tendiert...Ich würde mit meinem Doc reden über meine Befürchtungen..im Notfall den Arzt wechseln.
Hilfreich ist ein ernährungtagebuch zu füren und die werte vor und zwei std nach dem Essen kontrollieren...
Ich habe meine hohe BZ Einstellung durch Muskelschmerzen Müdigkeit und Abgeschlagenheit bemerkt.
Alles gute für dich
Uwe
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Muggle
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- Registriert: 24. November 2012, 17:58
Re: Blutzuckerspitzen wirklich ungefährlich?
Aaalso....
mein Hba1c ist wirklich noch richtig gut bei 6,2 Allerdings ist er alle Messungen auf dem aufsteigenden Ast, obwohl ich an meinen Enährungsgewohnheiten eher so angepasst habe, dass es sich positiv auswirken müsste. Es wird also langsam, aber sicher schlechter, das sehen wir schon, aber ich hoffe natürlich, dass wir noch nicht an dem Punkt sind, wo es dann mit Insulin losgeht, bin mir aber nicht sicher, ob das vielleicht ncith doch schon der Fall ist. Die OP ist jetzt knapp 2 Jahre her (Linksresektion mit diversen Scheibchen abschneiden bei Nachresektion, so dass ausser dem Kopf nicht all zu viel übrig ist). Bisher regele ich das pur über Ernährung und Bewegung und nehme diesbezüglich noch keine Medikamente, Fettstoffwechsel ist aber im Eimer und dafür gibts Kreon.
Wie lange es diese hohen Spitzen schon gibt, kann niemand genau sagen. Denn es hieß ja, ich brauche nicht mehr messen und zudem kosten diese Messstreifen ja ein Vermögen und von der Krankenkasse gibts die wohl ohne Insulintherapie nicht. Ich hab ab und zu mal stichprobenartig einen Wert genommen (dummerweise auch meistens morgens den Nüchternwert), um das Ganze wenigstens grob im Auge zu behalten. Ich denke, dass das neu ist. Zum einen fühle ich mich seit ca. 3 Wochen einfach viel schlechter, ziemlich erschöpft und müde und mein Körpergeruch hat sich verändert. Ich habe ja immer heftige nächtliche Schweißausbrüche und das war immer geruchslos- jetzt riecht es irgendwie beissend, seltsamer Geruch, der da zuweilen auftritt. Der Nüchternwert ist weiterhin gut bzw. leicht erhöht, was das betrifft also kein Grund zur Sorge. Ich würde mich jetzt entspannt zurücklehnen, wie die Diabetesberatern gesagt hat, wäre da nicht die Sache mit diesen hohen Spitzen, die mich doch beunruhigt. Ich habe ja die Neigung, Komplikationen zu fangen und deswegen bin ich da echt hinterher, meinen Körper so gut wie möglich zu unterstützen.
Die haben natürlich auch damit zu tun, was man so isst und das halbe Brötchen mit Pflaumenmus ist was das betrifft auch nicht sonderlich repräsentativ, da wir nur selten Brötchen/Weißbrot kaufen. Normalerweise frühstücke ich Mischbrot mit Frischkäse oder Käse, aber auch damit lande ich mindestens auf 190.Mit Smoothie mehr, aber das ist ja logisch wegen Fruchtzucker. Vier Kartöffelchen mit Kohlrabi (Sauce mit bissi saure Sahne dran und minimal mit Mehl angedickt) schießt mich auf 250 oder so in dem Dreh. Dast kommt mir echt viel vor, dafür dass ich ja nur relativ kleine Portionen essen kann. Ich meine, normalerweise sollte der Körper in der Lage sein, den Wert in einem gewissen Rahmen zu halten, selbst bei normalen Portionen und das war ja auch bis vor kurzem so. Der 300er Wert, den ich gemessen hatte, weil mir so seltsamer Körpergeruch aufgefallen war, war wegen ein paar Schuck verdünntem Fruchtsaft (6 Teile Wasser 1 Teil O-Saft, was laut meiner Diabetesberaterin keinen großen Einfluss auf den BZ haben sollte in der Verdünnung/Menge und das scheint auch so zu sein) und 4 Nimm2-Bonbons, die ich noch nichtmal auf einmal gegessen hatte, sondern bei geistiger Aktivität mal eben als kleiner Booster für mein Gehirn zwei mal zwei im Abstand von vielleicht einer Stunde. Der Wert ist ungefähr 1,5h nach dem Lutschen des letzten Bonbons gemessen, allerdings ist das eine Ausnahme, dass der Wert nach so langer Zeit noch so weit oben war. Auch der Zuckerkonsum an sich ist nicht repräsentativ, klingt hier echt als würde ich nur Süßkram essen, aber meistens ist mein Einkaufskorb bis ich beim Obst/Gemüse bin immer relativ leer, um sich dann plötzlich ziemlich zu füllen
Aber ich habe auch ab und zu wirklich das Gefühl, jetzt Zucker zu benötigen, z.b. bei Aktivität oder wenn ich mich konzentrieren muss und dann nutze ich meistens was Schnelles. Die Mahlzeiten sind aber normalerweise nciht mti Weißbrot usw. vertreten. An diesem Tag mit den 300 war Keton auch leicht erhöht (hatte mich erinnert, dass bei dem Messgerät so ein Musterstreifen dabei lag und den mal benutzt- 0,7), zwei Tage später in der Praxis aber keine Spur mehr von Keton, im Urin jedenfalls nicht und Zucker war auch nicht (mehr?) drin. BZ war auch ok, allerdings muss ich 6km da hin radeln. Also alles eigentlich so, dass man sich entspannen könnte... wären da nicht regelmässig diese Spitzen. Würd das mal vorkommen, würd ich mir da gar keinen Kopp machen, aber mindestens 4-5 Werte in der Größenordnung sind jeden Tag dabei. Die halten allerdings nicht lang an.
Der 2-Stunden-Wert ist meistens einigermaßen ok. Einen sauberen 2h-Wert zu kriegen ist sowieso nicht so einfach, weil ich ja eigentlich so lange Pausen zwischen den Mahlzeiten garnicht habe, ich esse ja normalerweise den ganzen Tag, weil ich anders die benötigten Kalorien garnihct zusammen kriege. Wenn ich saubere Werte gemessen habe, waren die aber recht gut oder sogar Unterkante und wenn ich nicht dieses stündliche Profil hätte machen müssen, wäre es auch garnicht aufgefallen, dass da eigentlich vorher ganz regelmässig so hohe Spitzen dabei sind. Zuweilen fällt der BZ extrem schnell und bin ich nach einer Stunde von über 200 runter auf knapp über 80 und kriege schon wieder Hunger. Also die Insulinproduktion kommt schon, aber eben verzögert und mein Körper reagiert bereits auf kleine Mengen Nahrungsmittel im ersten Moment ziemlcih extrem und das macht mir Sorgen, denn es kann doch nicht im Sinne des Erfinders sein, mehrmals am Tag auf so hohe Werte zu fliegen und dann wieder relativ heftig abzusinken. Wenn ich "Sport" mache (das ist bei mir aufgrund anderer Erkrankungen nur zügiges Gehen, das aber 6-10km an Tag) muss ich mir was mitnehmen, weil mir sonst flau wird. Gemessen habe ich da aber nie, da ja ohne Insulin keine Unterzuckerungen in der Form drohen dürften, dass sie gefährlich sind (und ihr wisst ja: Teststreifen sparen
)
Als ich zum ersten Termin kam, meinte meine Diabetesberaterin, dass wir jetzt was unternehmen würden und ich am nächsten Termin Insulin mitbekommen würde. Beim nächsten Termin ruderte sie da wieder zurück und nun bin ich natürlich verwirrt. Dass mein Stoffwechsel ziemlich chaotisch ist, wissen wir beide und das fühlt sich auch so an, aber ich möchte halt keinen Zustand, der möglicherweise gefährlich sein könnte (ich habe gelesen so hohe Schwankungen stressen die Gefäße), denn ich fange erfahrungsgemäß jede Komplikation, die bekannt ist
Auf der anderen Seite vestehe ich, dass sie sich wegen Unterzuckerungen sorgt und das mit dem Glucagon ist ja auch nicht ohne. Die Werte fallen ja auch so schon ziemlich arg ab. Sie ging aber bei ihren Überlegungen von einem Langzeitinsulin aus und ich denke mir, wenn ich halt direkt vor dem Essen ein Kurzzeitinsulin benutzen würde, könnte das vielleicht abgefangen werden. Ich könnte ja ggf. um einer Unterzuckerung vorzubeugen, nach einer gewissen Zeit noch eine Kleinigkeit nachschieben. Mache ich ja eh meistens, weil ich sonst nicht auf meine Kalorien komme, die mich außerhalb des Untergewichts halten. Das geht nur mit Kohlenhydraten, Eiweiss vollbringt da keine Wunder (und ist sowieso in größeren Mengen wohl nicht so schlau, wenn die Leber auch nicht mehr vollständig ist) und mit Fett siehts trotz Kreon immer noch schlecht aus. Irgendwas muss ich ja essen und ich bin stolz, endlich aus dem Untergewicht raus zu sein- das hat aber nur geklappt, indem ich auch nachts gegessen habe.
Insgesamt ist die Stoffwechselsituation also wirklich schwierig. Die Aufnahme von Nahrungsmitteln funktioniert mit Kreon, aber ist nicht sonderlich effektiv. Soll heißen, Output ist MEGA und verstopft regelmässig das Klo
Aber zumindest kein Fettstuhl mehr, einfach nur viel und solang ich das wieder raus kriege ist alles gut. Verwachsungsbedingt ist eine Aufnahmen größereer Mengen auf einmal auch nicht möglich. So bleiben eigentlich nur kleine Mengen und da schaue ich dann halt schon, dass das Lebensmittel sind, die dann auch einen gewissen Kaloriengehalt haben. Mit Ballaststoffen in größeren Mengen komme ich nicht sonderlich gut zurecht. Vollkornbrot oder Rohkost sind schwierig. Ich esse aber sehr gern Gemüse und püriere viel (in Smoothies) und regele dann die Energie eben über die Sättigungsbeilage. Die Ernährungsberaterin kann mir da auch irgendwie nicht so wirklcih helfen. Denn so, wie sie ich das vorstellt bzw. wie die TypII Diabetiker gesund essen funktioniert das eben nicht, wenn da noch zig andere Probleme bezüglich der Ernährung auftreten. Ich meine, irgendwas muss ich ja essen. Manches davon macht höhere Zuckerwerte als anders und ich bemühe mich, das zu ersetzen, zumindest in den normalen Mahlzeiten. Aber das klappt eben nicht immer und auch wenn es gelingt, sind die Blutzuckerspitzen aus meiner Sicht unakzeptabel. Auch wenn es mir sehr recht wäre, wenn das ganze Rechnen und Spritzen noch eine Weile auf sich warten ließe. Momentan jedenfalls ist warten angesagt- Kontrolle im August, also recht bald, und ansonsten ncith messen, aber wenn die Werte nicht mehr runter gehen sollten (das weiß man doch ohne messen garnicht, jedenfalls hab ich mich nicht wirklcih schlecht gefühlt) ins Krankenhaus fahren. Das war nur einer von vielen Widersprüchen, die mich unsicher machen, ob ich das so akzeptieren sollte oder mich um eine zweite Meinung bemühen, was hier aber rehct umständlich ist. Vielleicht helfen mir eure Antworten ja, das ein wenig zu sortieren.
Arzt wechseln kommt überhaupt nicht in Frage. Ich bin so froh, endlich einen Arzt gefunden zu haben, der nicht nur auf sein Budget schaut, sondern da wirklcih mit dem Herzen dabei und gleichzeitig auch noch sorgfältig ist. Ohne den wäre ich mit all dem Chaos echt verloren gewesen. Mit ihm muss ich darüber noch reden- das andere war ja die Diabetestante in der selben Praxis.... ich weiß haltnicht inwieweit sie solche Sachen selbständig entscheiden darf oder das mit ihm absprechen muss. Das muss ich nun herausfinden. Vielleicht kam daher ja auch ihr Sinneswandel, dass sie erst Insulin einsetzen wollte und dann auf einmal wieder nicht mehr. Vielleicht hat sie ja zwischendrin mit dem Arzt gesprochen und der hat gesagt: Bist du verrückt, die hat doch auch kein Glucagon
mein Hba1c ist wirklich noch richtig gut bei 6,2 Allerdings ist er alle Messungen auf dem aufsteigenden Ast, obwohl ich an meinen Enährungsgewohnheiten eher so angepasst habe, dass es sich positiv auswirken müsste. Es wird also langsam, aber sicher schlechter, das sehen wir schon, aber ich hoffe natürlich, dass wir noch nicht an dem Punkt sind, wo es dann mit Insulin losgeht, bin mir aber nicht sicher, ob das vielleicht ncith doch schon der Fall ist. Die OP ist jetzt knapp 2 Jahre her (Linksresektion mit diversen Scheibchen abschneiden bei Nachresektion, so dass ausser dem Kopf nicht all zu viel übrig ist). Bisher regele ich das pur über Ernährung und Bewegung und nehme diesbezüglich noch keine Medikamente, Fettstoffwechsel ist aber im Eimer und dafür gibts Kreon.
Wie lange es diese hohen Spitzen schon gibt, kann niemand genau sagen. Denn es hieß ja, ich brauche nicht mehr messen und zudem kosten diese Messstreifen ja ein Vermögen und von der Krankenkasse gibts die wohl ohne Insulintherapie nicht. Ich hab ab und zu mal stichprobenartig einen Wert genommen (dummerweise auch meistens morgens den Nüchternwert), um das Ganze wenigstens grob im Auge zu behalten. Ich denke, dass das neu ist. Zum einen fühle ich mich seit ca. 3 Wochen einfach viel schlechter, ziemlich erschöpft und müde und mein Körpergeruch hat sich verändert. Ich habe ja immer heftige nächtliche Schweißausbrüche und das war immer geruchslos- jetzt riecht es irgendwie beissend, seltsamer Geruch, der da zuweilen auftritt. Der Nüchternwert ist weiterhin gut bzw. leicht erhöht, was das betrifft also kein Grund zur Sorge. Ich würde mich jetzt entspannt zurücklehnen, wie die Diabetesberatern gesagt hat, wäre da nicht die Sache mit diesen hohen Spitzen, die mich doch beunruhigt. Ich habe ja die Neigung, Komplikationen zu fangen und deswegen bin ich da echt hinterher, meinen Körper so gut wie möglich zu unterstützen.
Die haben natürlich auch damit zu tun, was man so isst und das halbe Brötchen mit Pflaumenmus ist was das betrifft auch nicht sonderlich repräsentativ, da wir nur selten Brötchen/Weißbrot kaufen. Normalerweise frühstücke ich Mischbrot mit Frischkäse oder Käse, aber auch damit lande ich mindestens auf 190.Mit Smoothie mehr, aber das ist ja logisch wegen Fruchtzucker. Vier Kartöffelchen mit Kohlrabi (Sauce mit bissi saure Sahne dran und minimal mit Mehl angedickt) schießt mich auf 250 oder so in dem Dreh. Dast kommt mir echt viel vor, dafür dass ich ja nur relativ kleine Portionen essen kann. Ich meine, normalerweise sollte der Körper in der Lage sein, den Wert in einem gewissen Rahmen zu halten, selbst bei normalen Portionen und das war ja auch bis vor kurzem so. Der 300er Wert, den ich gemessen hatte, weil mir so seltsamer Körpergeruch aufgefallen war, war wegen ein paar Schuck verdünntem Fruchtsaft (6 Teile Wasser 1 Teil O-Saft, was laut meiner Diabetesberaterin keinen großen Einfluss auf den BZ haben sollte in der Verdünnung/Menge und das scheint auch so zu sein) und 4 Nimm2-Bonbons, die ich noch nichtmal auf einmal gegessen hatte, sondern bei geistiger Aktivität mal eben als kleiner Booster für mein Gehirn zwei mal zwei im Abstand von vielleicht einer Stunde. Der Wert ist ungefähr 1,5h nach dem Lutschen des letzten Bonbons gemessen, allerdings ist das eine Ausnahme, dass der Wert nach so langer Zeit noch so weit oben war. Auch der Zuckerkonsum an sich ist nicht repräsentativ, klingt hier echt als würde ich nur Süßkram essen, aber meistens ist mein Einkaufskorb bis ich beim Obst/Gemüse bin immer relativ leer, um sich dann plötzlich ziemlich zu füllen
Der 2-Stunden-Wert ist meistens einigermaßen ok. Einen sauberen 2h-Wert zu kriegen ist sowieso nicht so einfach, weil ich ja eigentlich so lange Pausen zwischen den Mahlzeiten garnicht habe, ich esse ja normalerweise den ganzen Tag, weil ich anders die benötigten Kalorien garnihct zusammen kriege. Wenn ich saubere Werte gemessen habe, waren die aber recht gut oder sogar Unterkante und wenn ich nicht dieses stündliche Profil hätte machen müssen, wäre es auch garnicht aufgefallen, dass da eigentlich vorher ganz regelmässig so hohe Spitzen dabei sind. Zuweilen fällt der BZ extrem schnell und bin ich nach einer Stunde von über 200 runter auf knapp über 80 und kriege schon wieder Hunger. Also die Insulinproduktion kommt schon, aber eben verzögert und mein Körper reagiert bereits auf kleine Mengen Nahrungsmittel im ersten Moment ziemlcih extrem und das macht mir Sorgen, denn es kann doch nicht im Sinne des Erfinders sein, mehrmals am Tag auf so hohe Werte zu fliegen und dann wieder relativ heftig abzusinken. Wenn ich "Sport" mache (das ist bei mir aufgrund anderer Erkrankungen nur zügiges Gehen, das aber 6-10km an Tag) muss ich mir was mitnehmen, weil mir sonst flau wird. Gemessen habe ich da aber nie, da ja ohne Insulin keine Unterzuckerungen in der Form drohen dürften, dass sie gefährlich sind (und ihr wisst ja: Teststreifen sparen
Als ich zum ersten Termin kam, meinte meine Diabetesberaterin, dass wir jetzt was unternehmen würden und ich am nächsten Termin Insulin mitbekommen würde. Beim nächsten Termin ruderte sie da wieder zurück und nun bin ich natürlich verwirrt. Dass mein Stoffwechsel ziemlich chaotisch ist, wissen wir beide und das fühlt sich auch so an, aber ich möchte halt keinen Zustand, der möglicherweise gefährlich sein könnte (ich habe gelesen so hohe Schwankungen stressen die Gefäße), denn ich fange erfahrungsgemäß jede Komplikation, die bekannt ist
Insgesamt ist die Stoffwechselsituation also wirklich schwierig. Die Aufnahme von Nahrungsmitteln funktioniert mit Kreon, aber ist nicht sonderlich effektiv. Soll heißen, Output ist MEGA und verstopft regelmässig das Klo
Arzt wechseln kommt überhaupt nicht in Frage. Ich bin so froh, endlich einen Arzt gefunden zu haben, der nicht nur auf sein Budget schaut, sondern da wirklcih mit dem Herzen dabei und gleichzeitig auch noch sorgfältig ist. Ohne den wäre ich mit all dem Chaos echt verloren gewesen. Mit ihm muss ich darüber noch reden- das andere war ja die Diabetestante in der selben Praxis.... ich weiß haltnicht inwieweit sie solche Sachen selbständig entscheiden darf oder das mit ihm absprechen muss. Das muss ich nun herausfinden. Vielleicht kam daher ja auch ihr Sinneswandel, dass sie erst Insulin einsetzen wollte und dann auf einmal wieder nicht mehr. Vielleicht hat sie ja zwischendrin mit dem Arzt gesprochen und der hat gesagt: Bist du verrückt, die hat doch auch kein Glucagon
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Weserberglaender
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Re: Blutzuckerspitzen wirklich ungefährlich?
Hallo Muggle,
einen BZ von 190 direkt nach dem Essen finde ich akzeptabel (es gibt sicherlich auch andere Meinungen!), 300 ist dann doch etwas hoch. Wie soll da jetzt ein Langzeitinsulin helfen? Vielleicht in dem es die Beta-Zellen entlastet und diese dann schneller auf den BZ-Anstieg reagieren können
? Wenn es funktioniert, müsstest Du wenigstens nicht vor dem Essen rumrechnen und spritzen!
Ob man allerdings mit einem kurzwirksamen Insulin eine Verbesserung hinbekommt (war ja mein Gedanke), ohne dass Unterzuckerungen auftreten, wenn der BZ von alleine nach 2 Stunden so halbwegs im Normalbereich landet, da bin ich echt überfragt. Insbesondere, wenn man berücksichtigt, dass Dein BZ auch mal in kurzer Zeit von 200 auf 80 sinkt.
Ich habe Ende 2010 mit der Insulintherapie angefangen, da war mein hba1c schon über 8
, war aber meine eigene Schuld, ich hätte früher zum Arzt gehen sollen! Da hat sich nicht mehr die Frage gestellt Insulin ja oder nein. Ohne Insulin ging da gar nichts mehr. Ich habe gleich kurzwirksames Insulin für das Essen und langwirksames Insulin für den Basisbedarf bekommen.
Das mit dem veränderten Körpergeruch kenne ich auch, aber da muss mein BZ längere Zeit (Stunden/Tage) über 200 gewesen sein, was eher selten passiert.
An Deiner Stelle würde ich den BZ erstmal bis zu Deinem nächsten Termin beim Arzt im August im Auge behalten. Es mag ja sein, dass BZ-Spitzen bzw. extreme Schwankungen das Risiko für Gefäßerkrankungen erhöhen. Aber das gilt ja wohl eher langfristig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass da ein paar Wochen sooo ausschlaggebend sind.
So jetzt noch was zum fehlenden Glucagon. Da meine BSD und ich seit Ende letzten Jahres getrennte Wege gehen, kann ich eine (nennenswerte) Glucagonproduktion ausschließen. Natürlich ist seit der Pankreatektomie der BZ etwas instabiler geworden. Ich will das jetzt nicht verharmlosen, nur ganz so extrem wie häufig dargestellt, ist das mit den Unterzuckerungen, zumindest bei mir, nicht. Aber vielleicht habe ich auch einfach nur Glück im 'Unglück'
.
LG, Bernd
einen BZ von 190 direkt nach dem Essen finde ich akzeptabel (es gibt sicherlich auch andere Meinungen!), 300 ist dann doch etwas hoch. Wie soll da jetzt ein Langzeitinsulin helfen? Vielleicht in dem es die Beta-Zellen entlastet und diese dann schneller auf den BZ-Anstieg reagieren können
Ob man allerdings mit einem kurzwirksamen Insulin eine Verbesserung hinbekommt (war ja mein Gedanke), ohne dass Unterzuckerungen auftreten, wenn der BZ von alleine nach 2 Stunden so halbwegs im Normalbereich landet, da bin ich echt überfragt. Insbesondere, wenn man berücksichtigt, dass Dein BZ auch mal in kurzer Zeit von 200 auf 80 sinkt.
Ich habe Ende 2010 mit der Insulintherapie angefangen, da war mein hba1c schon über 8
Das mit dem veränderten Körpergeruch kenne ich auch, aber da muss mein BZ längere Zeit (Stunden/Tage) über 200 gewesen sein, was eher selten passiert.
An Deiner Stelle würde ich den BZ erstmal bis zu Deinem nächsten Termin beim Arzt im August im Auge behalten. Es mag ja sein, dass BZ-Spitzen bzw. extreme Schwankungen das Risiko für Gefäßerkrankungen erhöhen. Aber das gilt ja wohl eher langfristig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass da ein paar Wochen sooo ausschlaggebend sind.
So jetzt noch was zum fehlenden Glucagon. Da meine BSD und ich seit Ende letzten Jahres getrennte Wege gehen, kann ich eine (nennenswerte) Glucagonproduktion ausschließen. Natürlich ist seit der Pankreatektomie der BZ etwas instabiler geworden. Ich will das jetzt nicht verharmlosen, nur ganz so extrem wie häufig dargestellt, ist das mit den Unterzuckerungen, zumindest bei mir, nicht. Aber vielleicht habe ich auch einfach nur Glück im 'Unglück'
LG, Bernd
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Muggle
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Re: Blutzuckerspitzen wirklich ungefährlich?
Ja klar, wenn dein hba1c bei 8 war, ist es eindeutig, da gibts nix rumzurätseln dann. Ich glaub auch nicht, dass die paar Wochen bis zum nächsten Termin ernsthaft Schaden anrichten, aber wenn das jetzt auf dem Level bleiben sollte, dann sind es halt nciht nur ein paar Wochen. Auf der anderen Seite bin ich vielleicth wirklich besser dran, die hohen Werte zu akzeptieren anstatt mir die Gefahr von Komplikationen, die ja da sein wird, wenn da noch eine eigene Insulinproduktion besteht (man weiß ja nie wieviele die BS noch selbst dazusteuert, das wird ja sicherlich auch schwanken). Wie sie sich das vorgestellt hat mit dem Langzeitinsulin, keine Ahnung. Im Moment will sie ja gar kein Insulin geben. Es verwirrt mich einfach, dass sie beim ersten Termin so selbstverständlich davon ausging, obwohl da ja bereits bekannt war, dass die Werte auch wieder runter gehen. Und dann auf einmal nicht mehr. Ich selber arbeite mich ja gerade erst in das Thema rein und kann das nur schwer beurteilen. Bin regelmässig alle 3 Monate bei der Diabetesberaterin- meistens ist es bisher rein- alles super- wieder raus gewesen. So langsam ist das eben nicht mehr so, aber ob man nun wirklcih schon was unternehmen muss oder nciht kann ich echt nicht einschätzen, aber mein Bauchgefühl dazu, es so zu lassen, ist ganz mies und das erschwert es eben, sich zurückzulehnen. Werte um die 300 sollten für mein Gefühl nicht vorkommen, wenn man nciht gerade eine ganze Zuckerfabrik gegessen hat
Normalerweise bin ich die, die immer sagt: ah nee, das muss man doch sicher nicht so eng sehen, dass man dasunddas muss und deshalb bin ich über dieses sehr eindeutige Bauchgefühl recht verwirrt, das kann aber eben auch damit zusammenhängen, dass das alles so widersprüchlich war.
Dass du das mit dem KÖrpergeruch kennst, finde ich ja spannend. Weil darauf ist sie garnicht eingestiegen. Ich habe keine Ahnung, wie lang der BZ da vorher schon hoch war. Vielelicht waren es ja nciht die paar Bonbons, sondern er war vorher schon sonstwo. Das wäre jetzt anhand der Kurve, die ich danach gemessen habe, für mich nicht typisch, aber vielleicth ein Hinweis darauf, dass da doch noch andere Sachen passieren, die ich nicht mitkriege. "Im Auge behalten" ist insofern schwierig, als ich die Teststreifen ja selber bezahlen muss. Die sind richtig teuer. Hatte mir gerade eine 50iger Packung gekauft, die sollte für die ncähsten 10 Wochen sein (ein Tagesprofil pro Woche zur Kontrolle), nach den zwei Tagen intensiver Messung ist die nun futsch und ich hab keine Kohle mehr für neue. Das werden insofern jetzt doch sehr sporadische Messungen bleiben aus diesem Grund. Ich weiß sowieso schon kaum, wie ich von einem Euro Mehrbedarf pro Tag doppelt so viel essen soll wie ein "normaler Mensch", wovon ich all die Waschladungen bezahlen soll, die wegen des extremen Nachtschweißes notwendig sind (alle 2h alles pitschnass in der Nacht, ich wie aus dem Wasser gezogen und das Bett auch ganz nass). Ach ja und dann wären da noch die Vitamine... Ja Sie haben D-Mangel... kaufen Sie mal Vigantoletten. Da die (beinahe leider) tatsächlich helfen und den Spiegel wieder etwas nach oben bewegen, gibts keine Spritze. Und was man sonst noch alles selber kaufen muss. Ich hätte nie gedacht, dass Kranksein so teuer sein kann. Ich will garnicht wissen, wie das Leute machen, bei denen das Kreon nicht bezahlt wird. Was das betrifft habe ich ja noch Glück.
Dass du das mit dem KÖrpergeruch kennst, finde ich ja spannend. Weil darauf ist sie garnicht eingestiegen. Ich habe keine Ahnung, wie lang der BZ da vorher schon hoch war. Vielelicht waren es ja nciht die paar Bonbons, sondern er war vorher schon sonstwo. Das wäre jetzt anhand der Kurve, die ich danach gemessen habe, für mich nicht typisch, aber vielleicth ein Hinweis darauf, dass da doch noch andere Sachen passieren, die ich nicht mitkriege. "Im Auge behalten" ist insofern schwierig, als ich die Teststreifen ja selber bezahlen muss. Die sind richtig teuer. Hatte mir gerade eine 50iger Packung gekauft, die sollte für die ncähsten 10 Wochen sein (ein Tagesprofil pro Woche zur Kontrolle), nach den zwei Tagen intensiver Messung ist die nun futsch und ich hab keine Kohle mehr für neue. Das werden insofern jetzt doch sehr sporadische Messungen bleiben aus diesem Grund. Ich weiß sowieso schon kaum, wie ich von einem Euro Mehrbedarf pro Tag doppelt so viel essen soll wie ein "normaler Mensch", wovon ich all die Waschladungen bezahlen soll, die wegen des extremen Nachtschweißes notwendig sind (alle 2h alles pitschnass in der Nacht, ich wie aus dem Wasser gezogen und das Bett auch ganz nass). Ach ja und dann wären da noch die Vitamine... Ja Sie haben D-Mangel... kaufen Sie mal Vigantoletten. Da die (beinahe leider) tatsächlich helfen und den Spiegel wieder etwas nach oben bewegen, gibts keine Spritze. Und was man sonst noch alles selber kaufen muss. Ich hätte nie gedacht, dass Kranksein so teuer sein kann. Ich will garnicht wissen, wie das Leute machen, bei denen das Kreon nicht bezahlt wird. Was das betrifft habe ich ja noch Glück.
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Muggle
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Re: Blutzuckerspitzen wirklich ungefährlich?
So, inzwischen hab ich mit meinem Doc geredet, ich wollte wissen, was er darüber denkt. Er fand (zum Glück) auch, dass etwas unternommen werden müsste und kam von selbst damit, dass diese Blutzuckerspitzen nach dem Essen ein Risikofaktor wären, den wir nicht brauchen. Soll mit Metformin anfangen, wollen schauen, ob das hilft. Ich meine mich allerdings zu erinnern, dass bei 3c Tabletten keinen wirklcihen Sinn machen und die Wirkweise erschließt ich mir nicht... ich meine, klar ist es nicht schlecht, wenn der Darm Kohlenhydrate langsamer resorbiert (was da wohl auch passiert), aber das heißt dann auch, dass weniger davon resorbiert werden ... und will ich das? Ich meine, ich esse jetzt gerade so gegen das Untergewicht an. Wenn da jetzt insgesamt weniger resorbiert wird, dann muss ich ja noch mehr essen, um mein Gewicht zu halten. Es soll sich günstig auf Bluthochdruck auswirken hab ich gelesen... na hoffentlich nicht all zu arg, denn ich komme so schon selten über 110/70 hinaus, meistens lieg ich viel niedriger. Ist halt so ne typische Tablette für übergewichtige Diabetiker .... bin mir noch nicht so grün, ob ich die will. Aber jetzt schau ich mir erstmal die Wirkung an und sobald auch nur das kleinste Nebenwirküngschen auftritt, soll ich eh damit aufhören und wir schauen nach was anderem. Auf jeden Fall bin ich froh, dass wir uns bezüglich des Zieles einig sind, und das ist die BZ-Spitzen runter zu regeln. Wenn das damit nicht funktioniert, denke ich, dass er mich hoffentlich in einer intensiveren Therapie unterstützen wird.
Die Krankenkassentante hätt ich heut übrigens fressen können: Nein, es gibt keine Ausnahmen, nicht insulinpflichtige Leute bekommen keine Teststreifen. Man kann die Ausnahmen zwar überall lesen, aber die Dame von der Krankenkasse kennt sowas wie Neueinstellung, Infekt und instabile Stoffwechsellage nicht *grummel* Bin gespannt, ob von Seiten des Sozialamtes Hilfe zu erwarten ist. Das erfahre ich morgen. Denn irgendwie muss ich ja messen, ob die Pillen was nutzen. Ohne Streifen geht das nicht und die Selbstgekauften, die ja nun nicht gerade Schnäppchen sind und für die nächsten 10 Wochen hätten reichen müssen) sind für die ganzen Tagesprofile drauf gegangen (teilweise hab ich stündlich messen müssen, da hieß es aber auch noch du kriegst nächstes Mal Insulin und Teststreifen.... damit wars dann ja nix aber meine Streifen waren dann alle).
Die Krankenkassentante hätt ich heut übrigens fressen können: Nein, es gibt keine Ausnahmen, nicht insulinpflichtige Leute bekommen keine Teststreifen. Man kann die Ausnahmen zwar überall lesen, aber die Dame von der Krankenkasse kennt sowas wie Neueinstellung, Infekt und instabile Stoffwechsellage nicht *grummel* Bin gespannt, ob von Seiten des Sozialamtes Hilfe zu erwarten ist. Das erfahre ich morgen. Denn irgendwie muss ich ja messen, ob die Pillen was nutzen. Ohne Streifen geht das nicht und die Selbstgekauften, die ja nun nicht gerade Schnäppchen sind und für die nächsten 10 Wochen hätten reichen müssen) sind für die ganzen Tagesprofile drauf gegangen (teilweise hab ich stündlich messen müssen, da hieß es aber auch noch du kriegst nächstes Mal Insulin und Teststreifen.... damit wars dann ja nix aber meine Streifen waren dann alle).
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uwe
- Beiträge: 301
- Registriert: 11. März 2008, 10:50
- Wohnort: Dorsten
Re: Blutzuckerspitzen wirklich ungefährlich?
Hallo muggle,
Ich weis momentan nicht was ich denken soll,wenn ich lese wie schwierig ess für Kranke Mensschen ist die nötigen Medikamente und sonstiges zu bekommen um ein halbwegs schmerzfreies Leben zu führen.
Traurig aber wahr das auch viele Ärzte keine Zeit haben und deshab nich auf den Mensch eingegangen wird...
Vom Sozialamt wirst du die Teststreifen nich bewillgt bekommen.
Aber die Mitgliedschaft im Adp.eV einer Gesundheits selbsthilfegruppe wir vom Amt bezahlt.
Dann hättest du alle Infos in Schriftform durch das AdP Handbuch.
Das ist eine Zusammenstellung vieler Publikation rund um den Pankreas die ich kenn.
Da sind auch alle Themen behandel die im Leben eines Betroffenen eine Rolle spielen.
Sozialrecht wird da genauso behandelt wie auch Diabetes....
Auf mehreren Vorträgen zum Diabetes weis ich das Metformin eigendlich nur bei Typ 2Diabetes eingesetzt wird.
Pankreasoperierte Menschen haben aber Typ3c....das kann jeder Laie bei Wikipedia nochlesen.
Aber bei Medizinischem Fachpersonal ist das nicht angekommen oder vergessen?
Wirst du bei deinem Arzt als chronisch Kranker geführt?
Dann fällst du aus der bugetierung raus un d der doc braucht sich keine Gedanken über Regress machen....
Red noch mal mit Ihm und bring Ihm ruhig die entsprechenden schriftsachen vom Adp mit.
Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht und konnte meinen Ärzten damit eine Freude machen....
Ausserdem wirst du dann als gutinformierter Patient geführt der gesund werden will.
Die Diabetologen haben ja auch mit dicken Leuten zu tun die sich ungesund und zu reichhaltig ernähren und alle Empfelhungen ignorieren.
Lass dich nicht rumterziehen
Alles gute
Uwe
Ich weis momentan nicht was ich denken soll,wenn ich lese wie schwierig ess für Kranke Mensschen ist die nötigen Medikamente und sonstiges zu bekommen um ein halbwegs schmerzfreies Leben zu führen.
Traurig aber wahr das auch viele Ärzte keine Zeit haben und deshab nich auf den Mensch eingegangen wird...
Vom Sozialamt wirst du die Teststreifen nich bewillgt bekommen.
Aber die Mitgliedschaft im Adp.eV einer Gesundheits selbsthilfegruppe wir vom Amt bezahlt.
Dann hättest du alle Infos in Schriftform durch das AdP Handbuch.
Das ist eine Zusammenstellung vieler Publikation rund um den Pankreas die ich kenn.
Da sind auch alle Themen behandel die im Leben eines Betroffenen eine Rolle spielen.
Sozialrecht wird da genauso behandelt wie auch Diabetes....
Auf mehreren Vorträgen zum Diabetes weis ich das Metformin eigendlich nur bei Typ 2Diabetes eingesetzt wird.
Pankreasoperierte Menschen haben aber Typ3c....das kann jeder Laie bei Wikipedia nochlesen.
Aber bei Medizinischem Fachpersonal ist das nicht angekommen oder vergessen?
Wirst du bei deinem Arzt als chronisch Kranker geführt?
Dann fällst du aus der bugetierung raus un d der doc braucht sich keine Gedanken über Regress machen....
Red noch mal mit Ihm und bring Ihm ruhig die entsprechenden schriftsachen vom Adp mit.
Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht und konnte meinen Ärzten damit eine Freude machen....
Ausserdem wirst du dann als gutinformierter Patient geführt der gesund werden will.
Die Diabetologen haben ja auch mit dicken Leuten zu tun die sich ungesund und zu reichhaltig ernähren und alle Empfelhungen ignorieren.
Lass dich nicht rumterziehen
Alles gute
Uwe
- Anne.OE
- Beiträge: 85
- Registriert: 17. Juni 2013, 14:02
Re: Blutzuckerspitzen wirklich ungefährlich?
Also ich muß es doch mal wieder sagen:
es ist immer wieder interessant und lehrreich, hier zu lesen.
Danke Uwe, für diese aufschlußreiche Info.
herzlichst
Anne.OE
es ist immer wieder interessant und lehrreich, hier zu lesen.
Danke Uwe, für diese aufschlußreiche Info.
herzlichst
Anne.OE
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Weserberglaender
- Beiträge: 104
- Registriert: 21. April 2012, 14:10
Re: Blutzuckerspitzen wirklich ungefährlich?
Hallo Muggle,
Metformin bei Typ IIIc Diabetes wäre mir auch neu.
Allein schon wegen der Nebenwirkungen wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall hätte ich da bei einer exokrinen Pankreasinsuffizienz und fast Untergewicht doch so meine Bedenken. Du musst mal in einem Typ-II-Diabetiker-Forum nach Metformin suchen. Gerade am Beginn der Behandlung haben da wohl einige arge Probleme.
LG, Bernd
Metformin bei Typ IIIc Diabetes wäre mir auch neu.
Allein schon wegen der Nebenwirkungen wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall hätte ich da bei einer exokrinen Pankreasinsuffizienz und fast Untergewicht doch so meine Bedenken. Du musst mal in einem Typ-II-Diabetiker-Forum nach Metformin suchen. Gerade am Beginn der Behandlung haben da wohl einige arge Probleme.
LG, Bernd