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Re: Whipple-OP ablehnen?

Verfasst: 26. November 2014, 15:33
von Fritzpop
Es scheint doch so zu sein, dass es durch den Tumor nicht zur Anstauung in
den Gallengängen kommt - das ist schon echt selten.

.. drücke Dir fest die Daumen!!!!

Re: Whipple-OP ablehnen?

Verfasst: 26. November 2014, 16:54
von Fritzie
Danke dir, Fritzpop :)


Die Untersuchung war heute, Dr. Anders hält es für möglich, daß er minimalinvasiv operieren kann, möchte sich aber zur Sicherheit noch mit dem Professor, bei dem er diese Methode gelernt hat, absprechen. Er hat mir alles ganz genau erklärt, es ist noch nicht ganz klar, ob das Ding an sich ca. 2 cm im Durchmesser ist und nur mit der einen Seite sozusagen in den Gallengang reinragt oder ob es 2 cm in den Gang reingewachsen ist wie so'n Ausläufer. Er hat's mir aufgezeichnet, mit Worten erklären ist bissl schwierig.

Er hat mir auch alle möglichen "Abers" aufgezählt: daß es sein kann, daß nach diesem minimalinvasiven Eingriff trotzdem eine "richtige" OP gemacht werden muß, weil der Tumor entweder schon bösartig ist oder er es minimalinvasiv doch nicht so abtragen konnte wie gedacht, außerdem die möglichen Komplikationen - also er hat sich viel Zeit genommen und ist ein ausgesprochen freundlicher Mensch.

Mittlerweile kommen mir fast immer die Tränen, wenn jemand freundlich zu mir ist, das erste Krankenhaus sitzt mir noch in den Knochen, dort kam ich mir vor wie ein lästiges Etwas, das noch nicht mal so viel Wert war, venrünftig informiert zu werden.

Also noch weiter warten. Mit etwas Glück erfahre ich nächste Woche, ob Dr. Anders es minimalinvasiv versucht.

Re: Whipple-OP ablehnen?

Verfasst: 27. November 2014, 14:07
von SaSem
Hallo Fritzie,
super Nachrichten ;) ich drücke Dir echt die Daumen. Gut wäre es, wenn es doch minimal versiv ginge.
Ich habe mit allen mögliche Chirurgen gesprochen, die sind sich fast alle einig, der größte Teil lässt sich so gut operieren. Nun, es will nur nicht jeder machen, bzw. kann nicht jeder. Und wie bei Dir, müssen ein paar Gegebenheiten stimmen, aber das wird schon :daumenh:

Hol Dir so viel wie mögliche Meinungen ein, das ist wichtig.

Ganz liebe Grüße Sabine

Re: Whipple-OP ablehnen?

Verfasst: 27. November 2014, 14:13
von SaSem
[quote="Fritzie"]Danke dir, Fritzpop :)


Mittlerweile kommen mir fast immer die Tränen, wenn jemand freundlich zu mir ist, das erste Krankenhaus sitzt mir noch in den Knochen, dort kam ich mir vor wie ein lästiges Etwas, das noch nicht mal so viel Wert war, venrünftig informiert zu werden.

och Gott Fritzie!!! Das kenne ich zu gute :mrgreen: ich bin dann halt irgendwann mal richtig böse geworden, aber richtig!! Lass Dich trotz Krankheit und die dadurch gefühlte Abhängigkeit nicht unterkriegen, DU BIST DER BOSS bzw. es ist Dein Körper.
Ich wünsche und schicke Dir ganz viel Kraft!
LG Sabine

Re: Whipple-OP ablehnen?

Verfasst: 27. November 2014, 17:58
von Fritzie
Sabine, danke dir. :-)


Eigentlich bin ich ein ziemlich streitbarer und durchsetzungsfähiger Geist (und ruppig noch dazu, fürchte ich), nur in der letzten Zeit ist mir bissl die Luft ausgegangen.

Ich glaub, ich bin momentan in den bestmöglichen Händen. Nur Ergebnis hab ich noch nicht, ich werde morgen früh erfahren, ob es minimalinvasiv geht oder nicht.

Wenn nicht, werde ich mich an die Chirurgin wenden, die mich an Dr. Anders vermittelt hat. Ich kann's zwar fachlich nicht beurteilen (wie auch), aber die Frau flößt mir Vertrauen ein. Die ist noch viel ruppiger als ich. :oops: :mrgreen:


Nachtrag: heute rief mich noch der Chefarzt der Veramed-Klinik in Brannenburg - mein Geburtsort, das ist in der Nähe von Rosenheim - zurück. Er war so lieb und hat meine bisherigen Befunde an eine weitere Klinik weitergeleitet um prüfen zu lassen, ob evtl. Protonentherapie für mich möglich wäre. Ist leider nicht möglich, bei der Lage des Tumors befürchten sie evtl. Blutungen (wenn ich's richtig verstanden habe ist das v.a. wegen der gerinnungshemmenden Mittel, die ich spritzen muß, riskant).

Es hatte mich besonders berührt, daß ausgerechnet an meinem Geburtsort, den ich vor kurzem zum ersten Mal besucht habe, eine internistische Fachklinik für Onkologie und Naturheilkunde ist, falls ich später eine Nachbehandlung brauche, werde ich die dort machen. Der Arzt ist sehr zugewandt und freundlich, das hat mich beeindruckt.

Re: Whipple-OP ablehnen?

Verfasst: 28. November 2014, 17:00
von Fritzie
Umsonst gehofft, endoskopische Entfernung zu riskant.


Also zurück zu der Chrirugin. Ich glaube allmählich nicht mehr an eine Möglichkeit außer Whipple, und die will ich nicht. Man soll nicht hoffen, ich hatte mich doch schon abgefunden, ich Idiot.

Re: Whipple-OP ablehnen?

Verfasst: 28. November 2014, 23:34
von Kaba18
Man kann nach whipple sehr gut leben! Aber sehr schnell elend leiden bei nachgewiesenem Tumor wenn man nichts macht... wenn du mehr wissen willst schreibe mich per pn an.

Re: Whipple-OP ablehnen?

Verfasst: 30. November 2014, 06:02
von Fritzie
Guten Morgen, ich habe ein Mal (in einem anderen Forum) den Fehler gemacht, mich auf eine persönliche Kontaktaufnahme einzulassen. Hat sich als Fehler herausgestellt, als die "Dame" mit mir fertig war ging es mir sehr schlecht. Deshalb danke für dein Angebot, aber ich will keinen Kontakt auf persönlicher Ebene aufnehmen, wenn es etwas relevantes zum Thema gibt kann das auch öffentlich geschrieben werden, dafür ist dieses Forum ja da.

Re: Whipple-OP ablehnen?

Verfasst: 30. November 2014, 12:07
von Kaba18
Deine Entscheidung. Fühle mich gerade etwas auf den Schlips getreten. Gibt halt ein paar Erfahrungen die man nicht unbedingt mit der gesamten Öffentlichkeit teilen möchte, nur mit den Personen, die gezielte Fragen haben.

Re: Whipple-OP ablehnen?

Verfasst: 1. Dezember 2014, 08:28
von Fritzie
Kaba, tut mir leid wenn du dich gekränkt fühlst, das ist nicht meine Absicht.

Hier im Forum kenne ich niemanden persönlich, ich möchte niemanden persönlich angreifen (wäre auch Unsinn), aber ich will nicht nochmal erleben, wie eine andere "Betroffene" mich so eiskalt erwischt mit ihren Sprüchen, daß es mir davon schlecht geht. Solche Dinge kann man im virtuellen Umgang nicht ausschließen, deshalb will ich das künftig nicht mehr riskieren. Wäre schön, wenn du das nicht als gegen dich gerichtet sehen könntest, ok?

Einen schönen Wochenstart wünsch ich dir.