Nachsorge nach BSDK - überhaupt nötig, wenn ja: wie?

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

Hier haben Sie als Betroffene(r) und/oder ratsuchende(r) Besucher(in) dieser Plattform die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen oder Hilfestellung zu geben.
Superwischmop
Beiträge: 180
Registriert: 5. Januar 2015, 20:38
Wohnort: In der Nähe von Nürnberg

Re: Nachsorge nach BSDK - überhaupt nötig, wenn ja: wie?

Beitrag von Superwischmop »

Hallo zusammen. :hallo:
Ich habe für mich die Erfahrung gemacht das ich meinen Gegner genau kennen muss. (Ich habe zwar keinen BSDK, aber das was ich habe langt mir auch) Wenn ich nicht weiß was für eine Krankheit ich habe kann ich auch keine Fragen beim Arzt stellen und wenn der mir nicht passt wechseln. Und alles hinterfragen wieso weshalb warum und wenn ich bestimmte Werte wissen will dann soll die Untersuchung gemacht werden. ;)
Ich wurde Pfingstmontag 2014 von einem Arzt mit Diagnose Muskelfaserriss nach Hause geschickt. Bin dann Dienstag zu meinem Internisten und was war: Tiefe Beinvenen Thrombose und eine Lungenembolie. Mit Sanka ins KH. Das hätte auch schief gehen könnten.
ALSO LIEBER EINMAL MEHR NACHFRAGEN

Gruß Susi
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.
Sheygetz
Beiträge: 7
Registriert: 6. Februar 2013, 09:41

Re: Nachsorge nach BSDK - überhaupt nötig, wenn ja: wie?

Beitrag von Sheygetz »

Ich kann den Vorschreibern, die betont haben, wie wichtig es ist, sich zu informieren, sich zu beteiligen, sich einen Kopf zu machen, nur aus tiefstem Herzen zustimmen. Wenn man das selber (Alter?) nicht mehr hinkriegt, dann müssen die Kinder ran.

Das fängt mit so pragmatischen Sachen an, dass man sich evt. nachdrücklich im KH darum kümmern muß, Lymphdrainage zu bekommen. Geht weiter damit, dass man nicht nur mit Stationsärzten redet, sondern mit Oberärzten, mit denen, die operiert haben. Das man googelt und liest, um zu verstehen, was mit und in einem passiert. Dann wundert man sich, daß die Vertretung des niedergelassenen Internisten einem mal eben so empfiehlt doch das zum Kreon "gehörende" Omeprazol einfach wegzulassen, da man doch gar keine Magenschmerzen habe. Man wundert sich und weiß es zum Glück besser.

Das kann aber z.B. auch dazu führen, Ärzte, auch Professoren immer wieder auf die Möglichkeit einer Autoimmunen Pankreatitis hinzuweisen. Weil bestimmte Indikatoren in der Vorgeschichte, aber auch den aktuellen Bildbefunden dafür sprechen. Und wenn man Glück hat (und ihnen sonst nix mehr einfällt) bekommt man dann endlich, zunächst über eine Woche, initial 30 mg Prednisolon (Cortison, wie gegen Heuschnupfen) und der histologisch gesicherte Tumor löst sich peu á peu in Luft auf. It's a true story, wie der Amerikaner sagt, nicht meine, die meines Vaters. So viel Glück hat natürlich, leider, nicht jeder.

Ich kann Patienten und Angehörige nicht verstehen, die ihre Befunde nicht lesen, nicht wissen, warum sie was einnehmen, etc. Mir wäre das zu riskant.
baru
Beiträge: 37
Registriert: 27. März 2013, 15:41

Re: Nachsorge nach BSDK - überhaupt nötig, wenn ja: wie?

Beitrag von baru »

Hallo ,
zum Thema Angst, welches ich anschnit, möchte ich noch etwas nachtragen.
Gemeint war nicht ständig Angst zu haben, sondern seine Krankiheit, ich rede jetzt vom Krebs,
zu fürchten und aus diesem Grund mit der Nachsorge nicht zu leichtsinnig umzugehen.
Bei mir war es genau umgekehrt wie bei Uschi, ich wollte so schnell wie möglich das CT haben
und mein geliebter Onko machte keine Anstalten einen Termin anzuberaumen.
Da hatte ich Angst, daß etwas schlechtes auf mich zu kommt und nicht gehandelt wird.
Die Angst vor dem Tod bzw. die Gedanken daran, habe ich , nachdem es mich zu sehr belastete,
im Kopf abgeschalten. Wer jetzt behaupten will, das gehe nicht, dem wiederspreche ich :!:
Heute gehe ich auch mit der Erwartung auf ein CT anders um, ein mulmiges Gefühl ist aber
trotzdem immer vorhanden. Hängt natürlich auch davon ab, ob der Marker sehr hoch oder sehr niedrig ist. Wenn man eine gewisse Wachsamkeit und Aufmneksamkeit gegenüber seiner Krankheit hat, kann man diese auch besser einschätzen und braucht auch keine Angst zu haben.
Warum sollte ich mich auch heute schon nervlich aufreiben?
Da bleibt doch am Ende noch genug Zeit dafür :zw:
Gruß baru
Antworten