Seite 3 von 4
Re: Whipple-OP ablehnen?
Verfasst: 5. Dezember 2014, 21:26
von SaSem
Ich meine auch, dass das öffentliche Forum sehr gut funktioniert, verschiedene Meinungen bzw. Erfahrungen auszutauschen. Vor allem können andere gut eingreifen, wenn manch Einer, seine eigene Angst loswerden möchte und dadurch andere nicht beruhigt sondern stark verunsichert.
Passiert mir leider auch ständig!!
LG Sabine
Re: Whipple-OP ablehnen?
Verfasst: 5. Dezember 2014, 21:53
von SaSem
Fritzie hat geschrieben:Umsonst gehofft, endoskopische Entfernung zu riskant.
Also zurück zu der Chrirugin. Ich glaube allmählich nicht mehr an eine Möglichkeit außer Whipple, und die will ich nicht. Man soll nicht hoffen, ich hatte mich doch schon abgefunden, ich Idiot.
Kann ich sehr gut nachvollziehen!!! Bei mir sollte auch gewippelt werden, ich hatte mich dagegen entschieden. Wurde dann nach einer anderen Technik (wegen einem Pankreas Divisum) operiert. Ich hatte mit mehreren Chirurgen gesprochen, und dann meine Entscheidung gefällt.
Ich hoffe, das Du die bestmöglich OP für Dich findest.
LG Sabine
Re: Whipple-OP ablehnen?
Verfasst: 8. Dezember 2014, 08:10
von Seelenfeuer
Hallo Fritzie,
ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass Deine Entscheidung für Dich die Richtige ist.
Manchmal muss man auch auf sein Bauchgefühl und nicht nur auf den Verstand hören.....manchmal.
Aber ich möchte, falls es doch noch mal zu einer anderen Überlegung kommt, etwas zur Whipple.OP sagen:
Ich hatte im September diese OP. Für mich war es keine Überlegung, obwohl ich sehr übergewichtig bin.
Aber ich will LEBEN.
Ich fand die OP auch gar nicht so schlimm. Es ging mir schnell wieder gut, auch wenn der Magen nicht sofort arbeiten wollte. Was aber normal ist. Ich war sogar lange im Krankenhaus. Fast 3 Wochen. Aber nur, weil der Magen erst mal nicht arbeiten wollte. Sonst ging es mir gut. Jetzt, 2,5 Monate nach der OP, bin ich zwar noch nicht vollkommen ok, aber es geht mir ganz gut. Ich bin noch schnell schlapp, habe aber wieder mit leichtem Sport angefangen. Jeder spricht mich darauf an, wie gut ich nach der OP aussehen würde (selbst andere Ärzte). Ich denke, das liegt auch am Optimismus. Ich hatte eine schwere OP, bekomme zur Zeit Chemo. Aber dann werde ich wieder gesund sein.
Ganz liebe Grüße und alles Gute für Dich
Seelenfeuer
Re: Whipple-OP ablehnen?
Verfasst: 10. Dezember 2014, 09:03
von Fritzie
Danke für deine freundlichen Worte, Seelenfeuer.
Freut mich, daß es dir nach der Whipple-OP so gut geht. Ich möchte aber zu bedenken geben, daß jeder seinen eigenen Erlebnis- und Erfahrungshintergrund mitbringt, und ich will in der Tat auch leben, auch wenn ich mich nicht mit dem Whipple-Eingriff anfreunden kann.
Ich habe jetzt "meine" Ärztin gefunden, sie wird mich am 13. Januar operieren, und zwar ohne Whipple (es sei denn, es stellt sich während der OP heraus, daß es nicht vermeidbar ist - da wird das entnommene Gewebe im Labor untersucht, wenn sich doch bösartige Zellen zeigen wird gewhipplet, bislang zeigt der Tumormarker aber nichts Bösartiges an).
Es scheint nicht viele Ärzte zu gegen, die sich diese fummelige OP zutrauen - vielleicht liegt's daran, daß solche Indikationen nicht oft genug vorkommen und deshalb die dafür notwendige Routine nicht entwickelt werden kann. Oder Whipple bringt mehr Kohle, was weiß ich - ist mir auch egal. Ich werde froh sein, wenn's ohne geht - Papillen-Teilresektion und das Stück vom Gallengang, wo der Tumor reinragt (falls er dort eingewachsen ist, vielleicht kann man's auch einfach "rausziehen" - zumindest hab ich's so verstanden).
Damit kann ich jedenfalls leben, und sollte sich während der OP dann doch die Notwendigkeit zum Kausch/Whipple zeigen, je nun, dann kann ich nach dem Aufwachen immer noch 'ne Krise kriegen, wenn mir danach ist - wenigstens habe ich so das Gefühl, das Bestmögliche für mich gesucht und erreicht zu haben.
Re: Whipple-OP ablehnen?
Verfasst: 10. Dezember 2014, 21:59
von SaSem
Fritzie hat geschrieben:Danke für deine freundlichen Worte, Seelenfeuer.
Freut mich, daß es dir nach der Whipple-OP so gut geht. Ich möchte aber zu bedenken geben, daß jeder seinen eigenen Erlebnis- und Erfahrungshintergrund mitbringt, und ich will in der Tat auch leben, auch wenn ich mich nicht mit dem Whipple-Eingriff anfreunden kann.
Ich habe jetzt "meine" Ärztin gefunden, sie wird mich am 13. Januar operieren, und zwar ohne Whipple (es sei denn, es stellt sich während der OP heraus, daß es nicht vermeidbar ist - da wird das entnommene Gewebe im Labor untersucht, wenn sich doch bösartige Zellen zeigen wird gewhipplet, bislang zeigt der Tumormarker aber nichts Bösartiges an).
Es scheint nicht viele Ärzte zu gegen, die sich diese fummelige OP zutrauen - vielleicht liegt's daran, daß solche Indikationen nicht oft genug vorkommen und deshalb die dafür notwendige Routine nicht entwickelt werden kann. Oder Whipple bringt mehr Kohle, was weiß ich - ist mir auch egal. Ich werde froh sein, wenn's ohne geht - Papillen-Teilresektion und das Stück vom Gallengang, wo der Tumor reinragt (falls er dort eingewachsen ist, vielleicht kann man's auch einfach "rausziehen" - zumindest hab ich's so verstanden).
Damit kann ich jedenfalls leben, und sollte sich während der OP dann doch die Notwendigkeit zum Kausch/Whipple zeigen, je nun, dann kann ich nach dem Aufwachen immer noch 'ne Krise kriegen, wenn mir danach ist - wenigstens habe ich so das Gefühl, das Bestmögliche für mich gesucht und erreicht zu haben.
Super Nachricht

Ich hatte auch eine PapillenOP (Erweiterung der Papilla Minor), das können echt nicht viele. Mein Prof war damals der Vorreiter dieser OP. Alles Liebe Sabine
Re: Whipple-OP ablehnen?
Verfasst: 16. Januar 2015, 15:28
von Fritzie
Dienstag bin ich operiert worden, der Tumor war gutartig und es wurde nur ein Teil der Papillen und des Gallengangs entfernt. Bin noch schwach, in 3 Tagen wenn die Bauchspeicheldrüse sich nicht entzündet bin ich aus dem Gröbsten raus, dann werden 2 Drainagen gezogen, Gallenabfluß muß noch 9 - 10 Tage drin bleiben. Aktuell Nulldiät, also Wasser, Tee und Infusionen, aber es geht mir relativ gut. Bin sehr erleichtert und die Leute hier auf Station sind sehr liebenswert, vor allem Frau Dr. Cataldegirmen kommt täglich um zu prüfen, ob alles gut verläuft. Ich fühle mich sehr gut aufgehoben hier.

Re: Whipple-OP ablehnen?
Verfasst: 16. Januar 2015, 16:02
von Superwischmop
Hallo
Schön das du alles überstanden hast und vor allem das alles gutartig war.
Ich musste 2 Wochen auf den Befund von der Pathologie warten.Mann ist einfach angespannt bis das Ergebniss da ist auch wenn es wie bei mir unwahrscheinlich war das es Krebs ist.
Und nimm lieber bein paar Schmerzmittel mehr dafür mehr Bewegung.
Meine Op ist jetzt 8 Wochen her und mir geht's eigentlich ganz gut.
Wünsche dir alles Gute
Susi
Re: Whipple-OP ablehnen?
Verfasst: 17. Januar 2015, 15:19
von Fritzie
Danke dir Darf heute etwas herumgehen, Pankreas ist "stillgelegt" also Nulldiät und alle Säfte über Drainagen raus, Endgültiger Befund dauert ca noch eine Woche, aber der Schnellschnitt während der OP sagte gutartig, Schmerzen sind erträglich, in 2 - 3 Tagen bekomme ich Nahrung, aber das ist ok so.

Re: Whipple-OP ablehnen?
Verfasst: 17. Januar 2015, 15:31
von Superwischmop
Einfach ablenken

aber wenn ich an mich denke ich hatte die ersten 3 Wochen eh keinen Hunger und wenn doch habe ich Portionen wie eine Maus gesessen.
Hat sich leider wieder gegeben und von den 8 kg weg sind 3 wieder drauf.
Weiterhin alles Gute und halt die Ohren steif.
Susi
Re: Whipple-OP ablehnen?
Verfasst: 19. Februar 2023, 19:11
von Molioueli
Seelenfeuer hat geschrieben: ↑8. Dezember 2014, 08:10
Ich fand die OP auch gar nicht so schlimm. Es ging mir schnell wieder gut, auch wenn der Magen nicht sofort arbeiten wollte. Was aber normal ist. Ich war sogar lange im Krankenhaus. Fast 3 Wochen. Aber nur, weil der Magen erst mal nicht arbeiten wollte. Sonst ging es mir gut. Jetzt, 2,5 Monate nach der OP, bin ich zwar noch nicht vollkommen ok, aber es geht mir ganz gut. Ich bin noch schnell schlapp, habe aber wieder mit leichtem Sport angefangen. Jeder spricht mich darauf an, wie gut ich nach der OP aussehen würde (selbst andere Ärzte). Ich denke, das liegt auch am Optimismus. Ich hatte eine schwere OP, bekomme zur Zeit Chemo. Aber dann werde ich wieder gesund sein.
Ganz liebe Grüße und alles Gute für Dich
Seelenfeuer
Hallo,
Wie hast du das mit dem Magen hinbekommen? Papa hat derzeit das selbe Problem 😔
Liebe Grüße
Ramona