Diagnose

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nick0609
Beiträge: 226
Registriert: 12. Oktober 2016, 08:56

Re: Diagnose

Beitrag von nick0609 »

1: NIEMALS :!: :!: :!: :!: :!: Tumormarker zum Screening / Diagnose nutzen!!!! Die Dinger sind nur zur Verlaufskontrolle geeignet wenn ein Tumor gefunden wurde. Jeder vernünftige Arzt wird die Marker auch nicht ohne weiteres bestimmen.
2: Was du als nächstes tun solltest, also in Sachen Untersuchung, müsste ja eigentlich dein behandelnder Arzt bestimmen. Was hat er denn zu der Sache mit den Lymphknoten gesagt?
3: Also was ich zu dem Thema vermehrte Lymphknoten rausfinden konnte ist, dass das auf eine Entzündung in dem jeweiligen Bereich hinweisen könnte. Frag sicherheitshalber aber deinen Arzt, ich bin kein Doktor^^
Chuck24
Beiträge: 61
Registriert: 26. August 2016, 18:00

Re: Diagnose

Beitrag von Chuck24 »

Hi Nick,
die Tumormarker werden doch in manchen Zentren routinemäßig bestimmt, oder?
Ich wusste nicht, dass man das nicht soll.
Zu den Lymphknoten hat mein Hausarzt gesagt, dass es nicht schlimm sei weil sie nicht vergrößert sind.?
LG
nick0609
Beiträge: 226
Registriert: 12. Oktober 2016, 08:56

Re: Diagnose

Beitrag von nick0609 »

Hallo Chuck,

dass kann ich Dir leider nicht sagen, da ich (noch) nie in einem Zentrum war.. das wird sich aber eventuell demnächst ändern :mrgreen:
Man soll das nicht machen, da es zum einen nur wenige Marker gibt, die zuverlässig arbeiten und auch zum Screening genutzt werden dürfen (z.B. PSA für Prostatakrebs). Die anderen Marker, wie CA 19-9, CEA, M2-PK, usw. unterliegen gerne vielen Schwankungen und lassen auch nicht zwangsläufig auf genau eine Tumorart schließen. Dann noch Faktoren wie Messfehler im Labor, mögliche Entzündungen im Körper (die man nicht mal mitbekommen muss), Rauchen (erhöht auch viele Marker automatisch), generell falsch-positive Ergebnisse die auch bei Gesunden vorkommen, zu langer Transportweg des Blutes, Temperatur, Tageszeit.. daher sollte man die Marker erst nutzen, wenn ein Karzinom diagnostiziert wurde, um den Verlauf zu bestimmen und die Diagnose zu stützen, aber nicht damit zu stellen. Habe mich mehrmals mit meinem Hausarzt und auch meinem Gastroenterologen darüber unterhalten, die mir eben genau das gesagt haben. Und ich vermute Mal (ohne jetzt hier den Teufel heraufbeschwören zu wollen), dass wenn Du da was in Dir hättest was da nicht hingehört, du nach all den Jahren schon gar nicht mehr leben würdest - denn dann wärst du schon nach wenigen Wochen oder Monaten hinüber gewesen :?

Aber bequatsch dass nochmal mit einem oder deinem Arzt was das Thema Marker angeht, ich denke die sagen Dir das Gleiche.
thphilipp
Beiträge: 1615
Registriert: 2. November 2010, 07:17

Re: Diagnose

Beitrag von thphilipp »

Hallo,

man muss leider immer wieder feststellen, dass viele Leute über diese Marker nicht viel wissen und dann
kommen solche Aussagen wie "nur wenn Krebs schon vorhanden ist etc..". Das ist aber laut vielen Studien falsch, bzw. völlig veraltet. Gerade weil diese Marker wie der M2-PK zum Beispiel bei Entzündungen anschlagen kann, bekommt man doch wohl schon einmal einen Hinweis, gerade wenn die Vermutung da ist, das an der BSD etwas nicht stimmt. Wenn dann noch ein Marker positiv ist, erweitert dies ja wohl nur die Diagnosekette. Im Pankreaszentrum werden generell CA 19-9 und CEA mit untersucht bei der Suche nach dem was os ist. Also wenn die es nicht wissen???

Der M2-PK ist sehr speziell für die Pankreas. Ich habe so viele deutsche und englische Studien darüber gelesen. Dieser Marker schlägt oft schon an, wenn nichts anderes auch Endosono nichts zeigt. Warum sollte man nicht weitere Möglichkeiten der Diagnose nutzen, bevor so viele Jahre wie bei vielen von uns verstreichen, ohne das uns das richtige Ergebnis genannt werden konnte?
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Liebe Grüße Thorsten
nick0609
Beiträge: 226
Registriert: 12. Oktober 2016, 08:56

Re: Diagnose

Beitrag von nick0609 »

Naja im Grunde ja jeder selber wissen, ob er den behandelnden Ärzten vertraut oder sich lieber auf (ungeprüfte) Quellen im Netz verlässt. Dennoch habe ich mal ein bisschen recherchiert und was gefunden, dass ja an sich erstmal sehr interessant klingt: http://www.gesundheitsstadt-berlin.de/n ... -auf-6883/
thphilipp
Beiträge: 1615
Registriert: 2. November 2010, 07:17

Re: Diagnose

Beitrag von thphilipp »

Ja, da gibt es sogar noch ein oder zwei weitere Marker, die wenn alles gut so weiterläuft, fast 98 % Erkennungsrate für das Karzinom haben. Ob dann damit auch die Entzündungssachen mit einbezogen werden wird sich zeigen.

Und die Quellen die ich gelesen habe sind im Übrigen nicht ungeprüft, sondern von offiziellen Stellen sogar mehrere Studien wo Prof. Dr. Uhl mit dabei war!
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Liebe Grüße Thorsten
Chuck24
Beiträge: 61
Registriert: 26. August 2016, 18:00

Re: Diagnose

Beitrag von Chuck24 »

Hallo, danke dass ihr euch solche Mühe macht.
Ich weiß nur leider wirklich nicht was ich machen soll.
Was ist wenn die Marker erhöht sind?
Muss dann da etwas sein was das MRT und die Endosono vor einer Woche nicht gezeigt haben?was macht man denn dann?
LG
nick0609
Beiträge: 226
Registriert: 12. Oktober 2016, 08:56

Re: Diagnose

Beitrag von nick0609 »

Das ist ja das was ich sage. Wenn da ein Tumor wäre, hätte man den zu 99,9999% gesehen bei diesen beiden Bildgebungsverfahren. Mach dich nicht selber bekloppt ;) Du fragst deinen behandelnden Arzt wie es weiter geht.. du kannst ihn ja auch nochmal auf das Thema Marker ansprechen wenn du ihm schon deine Sorgen schilderst! Aber mehr würde ich nicht machen, also auf eigene Faust. Kostet nur einen Haufen Geld und man macht sich selber bekloppt, weil man die Ergebnisse nicht interpretieren kann.
Chuck24
Beiträge: 61
Registriert: 26. August 2016, 18:00

Re: Diagnose

Beitrag von Chuck24 »

Hi Nick,
erstmal danke für die Antwort.
Auf eigene Faust würde ich die Werte nicht bestimmen lassen.
Die Idee kam mir halt wegen dem teilweise sehr starkem Leidensdruck.
Und Entzündungswerte wie z.B. CRP hatte ich ja nie.
Nur erhöhte Lipase und Amylase.
Ich weiß halt nicht wo dieser Schmerz herkommt.
Sieht man den Tumore immer so gut?
Habe schon so oft gehört , dass die teilweise echt schwer zu entdecken sind.LG
nick0609
Beiträge: 226
Registriert: 12. Oktober 2016, 08:56

Re: Diagnose

Beitrag von nick0609 »

Überleg doch mal - was die Bildgebung angeht, hast du zwei der zuverlässigsten Untersuchungen bekommen (MRT und Endosono). Und wenn der untersuchende Arzt nicht gerade geschlafen hat, dann wäre ihm schon aufgefallen was da sein könnte! Zumindest was einen Tumor angeht. Denn gerade der an der BSD soll ja ein sehr aggressives Wachstum haben. Heißt auch Metastasen hätte man im MRT gesehen. Also wie gesagt, einen Tumor hast du sicherlich nicht.

Deine zu hohen Werte können jedoch durchaus für eine chronische Entzündung sprechen. Allerdings wissen wir ja, auch im Falle von thphillip, dass man eine bereits bestehende Entzündung erst nach sehr sehr langer Zeit sehen kann. Deswegen sollte man sich ja einmal jährlich kontrollieren lassen.

Wenn du aber wirklich auf Nummer übersicher gehen willst, auch was das Thema Tumor angeht, dann wäre der nächste Schritt wohl die Bauchspiegelung ;) aber das sollte man sich dreimal überlegen.

Und um an dieser Stelle mal meinen Hausarzt zu zitieren:"Eine 100%ige Sicherheit gibt es nicht. Dieses Restrisiko nennt sich Leben." :zw:
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