Autoimmunpankreatitis - Betablocker - Cortison - Diabetes

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

Hier haben Sie als Betroffene(r) und/oder ratsuchende(r) Besucher(in) dieser Plattform die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen oder Hilfestellung zu geben.
Tanja P.
Beiträge: 27
Registriert: 12. April 2012, 07:12
Wohnort: Euskirchen

Autoimmunpankreatitis - Betablocker - Cortison - Diabetes

Beitrag von Tanja P. »

:hallo: Hallo liebe Forenmitglieder,
ich bin neu hier und das ist auch meine Ersterfahrung überhaupt in einem Forum, also seht mir bitte nach, wenn ich irgendwas falsch mache :? ! Freue mich, mich endlich mit Leuten austauschen zu können, die ähnliche Probleme haben, denn die meisten, selbst viele Ärzte - die es ja auch zugeben, kennen sich mit unseren Problemen nicht aus.
Ich stelle erst mal meinen Krankheitsverlauf vor:
Also, vor ca. 5 Jahren bekam ich zunehmend starke Verdauungsbeschwerden mit Blähbauch, Verstopfungen, tagelang keinen Stuhlgang, gelegentlichem Durchfall - war ja noch ok, bis unwahrscheinlich starke Bauch- und Rückenschmerzen ca. halbstündlich nach den Mahlzeiten auftauchten, erst mal nur bei größeren Portionen und fettigen Speisen. Es steigerte sich dann zu Schmerzen nach jeder Mahlzeit. Der Hausarzt stellte nach einigem hin und her und mit Nachdruck meinerseits, von wegen Reiz-Darm-Syndrom - blabla - bei einer Stuhluntersuchung fest, dass ich eine schwere exokrine Pankreasinsuffizienz habe - Elastase bei 19 - also fast garnichts mehr! Seitdem nehme ich Pankreatin Mikro 20.000, Kreon kann ich nicht vertragen, und es ging lange Zeit ganz gut. Es gab immer mal wieder kleinere Schmerzperioden, aber man ist ja nicht zimperlich, außerdem alleinerziehende Mutter von 2 Kids (15 und 12), die auch arbeiten geht und keine Lust und Zeit hat, für jeden Pups zum Arzt zu rennen.
Ende 2010 wurde es dann wieder so heftig mit den Schmerzen, dass ich doch wieder zum Arzt ging, Ultraschall und CT der Bauchspeicheldrüse unauffällig. Nur durch Vit B bin ich nach langem hin und her an eine Gastroenterologin an der Kölner Uniklinik geraten - Sono, Endosono, etc, die durch die richtige Blutanalyse festgestellt hat, dass ich eine Autoimmunpankreatitis habe: die Antikörper IGG4 waren deutlich erhöht. Sonographisch leichte Kalzifizierungen (Kalkeinlagerungen), keine Hohlräume, Gänge unauffällig, nur dezente Merkmale einer Entzündung!Außerdem immer viel zu hohen Cholesterin - über 250, wog zu dem Zeitpunkt 54 kg bei 1,60 m Größe und ernähre mich ja nicht fett, weil ich es ja nicht vertrage! Blutzuckerwerte waren auch immer mal wieder erhöht, aber dem wurde keine Beachtung geschenkt, obwohl ich beiderseits meiner Eltern vorbelastet bin mit Diabetes und in beiden Schwangerschaften insunlinpflichtigen Diabetes hatte. Mir wurde empfohlen, beim nächsten Schub Prednisolon einzunehmen. Die Bauchspeicheldrüse beruhigte sich aber scheinbar wieder von selbst und ich hatte im Laufe des letzen Jahres einigermaßen wenig Probleme damit. Anfang 2012 wurden Herzrhythmusstörungen (Herzrasen, -stolpern, -schmerzen) diagnostiziert, die seitdem mit Betablockern behandelt wurden. Zunächst ging es mir ganz gut damit, bis ich nach einigen Wochen merkte, dass wieder irgendwas nicht stimmt: Blähungen, vermehrt Schmerzen nach den Mahlzeiten, Schwäche, Fieber. Vor zwei Wochen entwickelte sich so dermaßen ein schmerzhafter Schub, dass es jetzt ohne Cortison nicht mehr ging, die erste Woche 40 mg!!! pro Tag. Die schlimmen Schmerzen gingen innerhalb von 2 Tagen deutlich zurück, aber leider steigt mein Blutzucker jetzt so dermaßen an, dass ich Insulin spritzen muß, und das auch viel mehr Einheiten, als der Diabetologe vermutet hatte. Wahrscheinlich hatte ich vorher schon Diabetes, aber dadurch, dass ich nur kleine Portionen und wenig esse, hat sich das nicht so deutlich gezeigt. Das Cortison hat mir in der Hinsicht jetzt wohl den Rest gegeben, bzw. der Bauchspeicheldrüse. Mittlerweile bin ich bei 20 mg Prednisolon angekommen und die Zuckerwerte sind immer noch hoch. Ohne Insulin hatte ich anfangs immer noch Rückenschmerzen nach dem Essen, seitdem ausreichend Insulin gespritzt wird, sind auch diese fast verschwunden, was ja zeigt, dass die Drüse deutlich entlastet wird. Das Cortison wird wöchentlich um 10 mg reduziert bis ich bei 5 mg ankomme und das als Dauertherapie beibehalten soll.
Man vermutet, dass der Betablocker diesen Schub ausgelöst hat, was übrigens auch bei den Nebenwirkungen steht. Den nehme ich natürlich jetzt nicht mehr und mittlerweile denke ich auch, dass das keine Rhythmusstörungen sind, sondern damit zusammenhängt, das mein Blutzucker nach dem Essen ganz schnell ansteigt und dadurch mein Blutdruck und Puls in die Höhe schießt, Und diese Symptomatik hatte ich auch schon vor diesem Schub und vor Einnahme des Cortisons. Durch die schwankenden Zuckerspiegel geht es mir so schlecht, dass ich z. Zt. nicht arbeiten gehen kann, ich fühle mich als hätte ich einen neben mir stehen und bin total schlapp und neben der Rolle, manchmal garnicht aufnahmefähig. Aber ich hoffe, das wird sich bald geben.

Ich habe nie viel Alkohol getrunken und wenn ich mal was getrunken habe - früher - dann war ich anschließend totkrank! Habe ihn nie vertragen.
Während oder außerhalb eines Schubs waren bisher nie Lipase und Amylase erhöht!
Per Sono oder CT bisher keine typische Wurstform!

Hat jemand von Euch Lieben Erfahrung mit Diabetes bei Autoimmunpankreatitis und unter Cortison. Kann ich vielleicht doch darauf hoffen, dass der Diabetes wieder verschwindet? Wie bekommt ihr diese starken Schwankungen des Zuckerspiegels gut in den Griff? Lt. meinem Wissen soll das Diabetes Typ 3 c sein, wobei die Einnahme der Enzyme ja auch eine ganz wichtige Rolle spielen sollen wegen logischerweise der Aufnahme der Kohlenhydrate.

Wenn Ihr Fragen habt, stehe ich Euch, wenn ich kann, sehr gerne zur Verfügung!
Ich freue mich auf Eure Antworten und Fragen!

Liebe Grüße,
Tanja
AdP - Mitglied seit Juni 2012
Benutzeravatar
Lutz Otto
Beiträge: 659
Registriert: 8. März 2008, 14:27
Wohnort: Magdeburg
Kontaktdaten:

Re: Autoimmunpankreatitis - Betablocker - Cortison - Diabete

Beitrag von Lutz Otto »

Hallo Tanja,

herzlich willkommen im Forum des AdP e.V.

Was sagt denn Dein Diabetologe zu Deinen Entgleisungen.

Was mich wundert, das noch keiner geschlussfolgert hat, das dass Cortison selbstverständlich den Blutzuckerwert gewaltig ansteigen lässt.
Um den entgegen zu " steuern" wirst du auch sicherlich nur mit zusätzlicher Gabe eines Langzeitinsulin ein " kleinen " Erfolg erzielen..

Dazu solltest du Einzelheiten mit deinem Diabetologen besprechen.
Ein herzlichen Gruß aus Magdeburg

Lutz Otto

AdP e. V. - Vorstrandsvorsitzender
Tanja P.
Beiträge: 27
Registriert: 12. April 2012, 07:12
Wohnort: Euskirchen

Re: Autoimmunpankreatitis - Betablocker - Cortison - Diabete

Beitrag von Tanja P. »

Hallo Lutz,

vielen Dank für Deine Antwort!

Doch natürlich geht man davon aus, dass das Cortison jetzt bei meinem Blutzuckeranstieg eine große Rolle spielt. Leider hatte meine Diabetologin Urlaub, als ich mit der Insulintherapie beginnen musste und ich wurde von der Diätassistentin beraten bzw. von einem vertretenden Kardiologen. Ich spritze zur Zeit Schnellinsulin NovoRapid 15 min vor den Mahlzeiten und das klappt ja alles soweit gut. Bin aber jetzt schon auf 20 mg Cortison runter und trotzdem ändert sich nichts am Blutzucker. Vorgestern war ich wieder bei der Gastroenterologin und am Freitag erst einen Termin bei der Diabetologin, dann ist sie aus dem Urlaub zurück. Aber ich hatte ja auch schon vorher erhöhten Nüchternblutzucker und mein HbA1c war immer grenzwertig, weil ich ja wenig esse und folglich die Werte nicht ganz so krass angestiegen sind wie jetzt.
Mein Sohn (15) hatte übrigens auch schon eine akute Pankreatitis vor 1 Jahr und jetzt erhöhte Blutzuckerspiegel. Kennst Du Dich mit der genetischen Disposition in dem Bereich auch aus?

Liebe Grüße,
Tanja
AdP - Mitglied seit Juni 2012
Friedhlm Moehlenbrock
Beiträge: 148
Registriert: 2. Mai 2010, 19:59

Re: Autoimmunpankreatitis - Betablocker - Cortison - Diabete

Beitrag von Friedhlm Moehlenbrock »

Hallo Tanja,
auch ich habe eine autoimmune Pankreatitis, habe auch schon einen grossen Teil meiner BSD dem Chirurgen geschenkt.
Die autoimmunen Prozesse lassen sich aber nicht operativ entfernen, sondern können jederzeit andere Organe angreifen, was bei mir geschehen ist, habe ich an andere Stelle schon ausfühlich beschrieben. Ich werde ebnfalls mit Prednisolon behandelt, anfangs 50mg ( 2 Monate ) dann 40mg
(ebenfalls etwa 2 Monate ) dann langsam runter auf jetzt 10 mg, wobei ich etwa 6 Monate auf 20 mg geblieben bin weil keine Besserung zu sehen war.Angedacht sind 7,5 mg als Dauertherapie, wenn es nicht verschlechtert. Ja, und dann der Diabetes!!! Der 3c ist generell schwer einzustellen, mit Medis wirds noch schwerer. Schwankungen von 250 auf 60 in kurzer Zeit sind bei mir fast an der Tagesordnung. Am schlimmsten ist immer die 1. Woche nach reduzierung des Prednisolons. Ich nehme das Predni möglichst früh Morgens, ca. 4-5h später schlägt es dann ein und der Blutzucker steigt rasand an. Ich spritze das dann zum Mittagessen wie BE´s weg. Mein Diabetologe hat mir keine grosse Hoffnung gemacht das ich irgendwann ohne Insulin auskomme, weil man eben diesen autoimmunen Prozess nicht los wird, und da wird die Behandlung mit Kortison beforzugt.
Natürlich muss die Einnahme der Enzyme auch passen. Enzyme gehören nicht nur zum Fett auf den Tisch sondern auch zu Kohlenhydraten, die werden durch Amylase zersetzt. Gerade Gestern hatten wir eine Veranstaltung wo auch dieses Themen besprochen wurde. Es wird auch immer wieder empfohlen in gewissen abständen zu Überprüfen ob die Einschätzung der BE´s noch korrekt ist, einfach mal z.B. die Scheibe Brot wiegen, man vertut sich da schnell, und schon kommt alles durcheinander. Wir müssen uns halt mehr um unseren Körper kümmern als andere, aber es werden uns mitlerweile Medis an die Hand gegben dass man doch gut damit zurecht kommen kann.

LG
Freddy
Friedhelm Möhlenbrock
1.stellv. Vorsitzender
Regionalgruppen 32 & 33
Minden-Herford-Bielefeld-OWL


Auch neue Wege gehen, wer einem Pfad folgt, kommt nur dort an, wo andere schon längst waren.
Tanja P.
Beiträge: 27
Registriert: 12. April 2012, 07:12
Wohnort: Euskirchen

Re: Autoimmunpankreatitis - Betablocker - Cortison - Diabete

Beitrag von Tanja P. »

Hallo Freddy,
lieben Dank für Deine Antwort!
Habe mich ja im Laufe der letzten Jahre viel mit unserer Thematik auseinandergesetzt, weil ich leider keine adäquaten Beratungen durch die Ärzte erhalten hatte. Als die exokrine Insuffizienz bei mir damals festgestellt wurde, gab mir die Hausärztin das Rezept für´s Pankreatin in die Hand und das war´s - keine Ernährungsberatung, nichts. Es ist einfach unglaublich, das muß ich hier mal loswerden, wie mit vielen Patienten umgegangen wird. Wenn man sich selber nicht kümmert, ist man ziemlich allein gelassen und wenn man an Menschen denkt, die so schlecht dran sind, dass sie sich nicht selber kümmern können.....einfach unglaublich!!!! Habe es gerade auch bei meinen Eltern vor ein paar Monaten erlebt, die sind beide auch sehr schwer krank. Mein Vater lag mit bevorstehendem Herzinfarkt auf der Schlaganfallstation nach Schlaganfall bei Herzkatheteruntersuchung, ist Diabetiker, hat auf Station 400er Zucker und erhält 5 Tage kein Insulin oder andere Diabetesmedikamente - ist das nicht Katastrophe, ich bin auf die Barrikaden gegangen!!!
Ja, bei mir ist das genauso mit den Zuckerschwankungen, ganz starker und schneller Anstieg auf 250 oder mehr, dann ganz plötzlicher Abfall fast bis zur Unterzuckerung. Gott sei Dank merke ich das immer schnell! Ein Forummitglied - Britta - hat auch eine autoimmune und wird auch mit Azathioprin behandelt, was vor allem bei Autoimmunhepatitis eingesetzt wird. Hast du damit auch schon Erfahrung? Meine Gastroenterologin rät mir, wenn ich bei 5 mg Dauertherapie Predni angekommen bin, auf Budenofalk umzusteigen. Auch ein Glucokortikoid, was aber weniger Nebenwirkungen haben soll, auch in Bezug auf Diabetes. Kennst du das?
Was mich überhaupt wundert, ist, dass bei Prednisolon in den Nebenwirkungen steht, dass es auch eine akute BSD-Entzündung auslösen kann....?????? Das gleiche bei den Betablockern, die ich vor diesem Schub wochenlang nehmen mußte.....ich frage mich da schon, ob das von Vorteil ist. Aber man muß es ja ausprobieren. Die ganz schlimmen Schmerzen sind auf jeden Fall unter dem Predni schnell besser geworden.
Ich wußte auch nicht, dass auch die autoimmune BSD so ausarten kann, dass Resektionen gemacht werden müssen....Du Armer, hast ja auch schon einiges hinter Dir!!! Hoffentlich passiert mir das nicht auch, weiß nicht, wie ich das alleinerziehend mit zwei Kids und arbeitend machen soll, ist so schon alles schlimm und schwer genug im Moment.
Bin mir auch unsicher, was meine Gastroenterologin angeht - ihr Fachgebiet ist eigentlich Hepatologie in der Kölner Uniklinik....sie hat die autoimmune zwar diagnostiziert, aber sie tut meine momentanen Beschwerden doch etwas lapidar ab und ich frage mich, ob ich nicht doch lieber auch mal in so nem Pankreaszentrum vorstellig werden sollte. Habe jetzt die akuten Beschwerden, der Sono- und Endosono-Termin ist aber erst Ende Mai....? Was meint Ihr? Meine letzte Endosono war letztes Jahr im Mai. Eigentlich ist es doch üblich, gerade im akuten Stadium mal da drauf zu schauen, oder?

Liebe Grüße,
Tanja
AdP - Mitglied seit Juni 2012
Britta
Beiträge: 142
Registriert: 5. September 2008, 13:59

Re: Autoimmunpankreatitis - Betablocker - Cortison - Diabete

Beitrag von Britta »

Hallo Tanja,

Azathioprin ist ein genereller Immunsuppressor. Viel angewendet wird er bei Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa (chronisch entzündliche Darmerkrankungen), wirkt aber generell auf das Immunsystem. Budenofalk wirkst direkt im Darm und hat dadurch weniger Nebenwirkungen, was anderen Organe anbelangt. Allerdings hat es dann auch weniger Wirkung auf die Bauchspeicheldrüse. Diese Erfahrung hatte ich letztes Jahr gemacht. Bei mir stiegen die Werte (Lipase, Amylase) unter Budenofalk an. Dafür hatte ich Verstopfung bekommen.
Ein Pankreaszentrum ist immer gut, allerdings sollte man darauf achten, dass die Ärzte nicht zu sehr mit dem Blick eines Chirurgen auf die Erkrankung gucken. Wäre aber gut, wenn Du Dich da (Bochum oder Heidelberg) mal durchchecken läßt.

Liebe Grüße
Britta
Tanja P.
Beiträge: 27
Registriert: 12. April 2012, 07:12
Wohnort: Euskirchen

Re: Autoimmunpankreatitis - Betablocker - Cortison - Diabete

Beitrag von Tanja P. »

Hallo Britta,
vielen Dank wieder für Deine hilfreiche Antwort. Werde es auf jeden Fall ansprechen mit dem Azathioprin und habe mir ähnliches mit dem Budenofalk gedacht, deine Aussage hat es nur bestätigt. Vor allem habe ich natürlich nach der Erfahrung mit dem Betablocker keine Lust, ständig irgendwas anderes auszuprobieren aus Angst vor einem erneuten so schmerzhaften Schub.
Und mit dem Zentrum werde ich mich auch um weiteres kümmern.

Lieben Dank und viele Grüße,
Tanja
AdP - Mitglied seit Juni 2012
Friedhlm Moehlenbrock
Beiträge: 148
Registriert: 2. Mai 2010, 19:59

Re: Autoimmunpankreatitis - Betablocker - Cortison - Diabete

Beitrag von Friedhlm Moehlenbrock »

Hi Tanja,
die Geschichte mit dem Pankreasenzymen ist wohl eine Unendliche. Bei all unseren Veranstaltungen nimmt die "Ernährung" und "Enzyme"
immer einen grossen Teil der Zeit in anspruch, immer und immer wieder. Auch der Diabetes 3c, wird eher mit Samthandschuhen angefasst. Ich kann nur raten, wenn man sich nicht gut aufgehoben fühlt bei seinem Diabetologen kann nur ein wechsel die Folge sein. Ich hab lange an einer Diabetologin festgehalten allein um mir zu ersparen meine Geschichte wieder zu erzählen und meine Krankenakte wieder zu kopieren und zum nächsten zu schleppen. Schlussendlich hab ich´s doch getan und bin Saufroh darüber. Plötzlich wird mein Messgerät ausgelesen, es wird sich gemeinsam ein "StandardTag" oder "StandardWoche" angesehen, funktioniert mit entsprechender Software, es wird hinterfragt: was ist z.B. Nachmittags oder Abends los das der BZ stark in die Höhe geht? Es werden nicht nur Änderungen besprochen sondern auch nachgefragt: wie läuft´s, helfen die Änderungen, entweder per E-Mail oder per Telefon, nach 5-6 Tagen, nicht erst in 3 Monaten bei dem nächsten Termin. Man sieht also es geht auch anders, nur der Diabetologe verlangt eben auch diese Mitarbeit. Aber unsere Erkrankung verlangt nunmal ein hohes Maß an Mitarbeit und Selbstdisziplin, ich wind´s super so wie es jetzt läuft, wenigstens beim Diabetes bin ich in guten Händen. Bei allem anderen stehe ich unter Beobachtung von meinem Hausarzt, der sich auch sehr um alles kümmert, manchmal zwar mit einem Murren, aber er tut´s, er hat sich schon fast zu einem Spezialisten auf diesem Gebiet entwickelt, naja, vieleicht übertrieben, aber es läuft gut.

Über die anderen Medis kann ich nichts sagen, die kenne ich nicht.

Nicht bei jedem ist eine OP erforderlich, mach dich da nun nicht selbst verrückt, aber ein Pankreaszentrum würd ich in deiner Stelle auch mal aufsuchen, Bochum ist doch nicht weit.

LG
Freddy
Friedhelm Möhlenbrock
1.stellv. Vorsitzender
Regionalgruppen 32 & 33
Minden-Herford-Bielefeld-OWL


Auch neue Wege gehen, wer einem Pfad folgt, kommt nur dort an, wo andere schon längst waren.
Tanja P.
Beiträge: 27
Registriert: 12. April 2012, 07:12
Wohnort: Euskirchen

Re: Autoimmunpankreatitis - Betablocker - Cortison - Diabete

Beitrag von Tanja P. »

Hallo Freddy,

danke für Deine Antwort!
Hatte jetzt am Freitag wieder einen Termin bei meiner Diabetologin und siehe da, es war doch wirklich ein gutes Gespräch. Sie hat sich Zeit genommen, hat sich alles geduldig angehört und hat die Werte mit mir durchgesprochen und Verbesserungen angebracht. Hat mir aber auch klar gemacht, dass ich auch weiterhin bei geringer Cortison-Dosis intensiv Insulin spritzen muß, damit die BDS entlastet wird. Denn meine Schmerzsymptomatik ist eindeutig besser, wenn genug Insulin zur Verfügung steht und sie nicht so arbeiten muß. Hat mich sofort ins Programm aufgenommen und die weitere Vorgehensweise mit entsprechenden Schulungen mit mir besprochen. Allerdings hat sie mir auch dringend angeraten, den Schwerbehindertenausweis zu beantragen und gesagt, sie kümmere sich um alles. Das war schon ein Schock für mich - mit 41 - da hab ich ja garnicht dran gedacht, aber sie hat es ja gut gemeint, damit ich abgesichert bin. Alles in allem bin ich schon positiv überrascht gewesen und muß erst mal meine Meinung revidieren. Hoffentlich bleibt das auch so!
Jetzt haben mir schon mehrere geraten, ein Zentrum aufzusuchen und dann werde ich das auch tun. Dachte, bei meinem "Pillepalle" sei das nicht notwendig.

Danke für die guten Ratschläge!

Liebe Grüße,
Tanja
AdP - Mitglied seit Juni 2012
Friedhlm Moehlenbrock
Beiträge: 148
Registriert: 2. Mai 2010, 19:59

Re: Autoimmunpankreatitis - Betablocker - Cortison - Diabete

Beitrag von Friedhlm Moehlenbrock »

Hallo,
na super, geht doch. Man fühlt sich doch auch gleich sicherer im eigenen Tun.
Alles Gute
Freddy
Friedhelm Möhlenbrock
1.stellv. Vorsitzender
Regionalgruppen 32 & 33
Minden-Herford-Bielefeld-OWL


Auch neue Wege gehen, wer einem Pfad folgt, kommt nur dort an, wo andere schon längst waren.
Antworten