Verlegung vom KH in eine Uniklinik

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

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EDudin
Beiträge: 2
Registriert: 1. Mai 2012, 19:40

Verlegung vom KH in eine Uniklinik

Beitrag von EDudin »

Hallo, ich möchte mich erstmal kurz vorstellen.
Ich heiße Peter und bin 25 J. alt.
Meine Mutter liegt seit Freitag im Krankenhaus. Der Histologische Befund hat einen bösartigen Tumor an der Bauchspeicheldrüse ergeben. Danach wurde ein CT gemacht und es wurden keine Metastasen festgestellt. Heute war der zuständige Chirurg da und hat gesagt, dass es möglich ist den Tumor zu operieren. Es ist nur der Kopf der BSD befallen. Die OP soll am Freitag oder Montag stattfinden.
Vor 5 Jahren lag mein Vater mit Speiseröhren Krebs in diesem Krankenhaus. Damals wurde er auf gut Deutsch "versaut". Er wurde damals auf Rat des Krankenhauses in eine Unklinik verlegt und und die Ärzte dort, haben es uns gesagt.
Nun möchte meine Mutter und wir Kinder nicht, das Sie in diesem Krankenhaus operiert wird, da die Chefärztin sich noch an den Fall von meinem Vater erinnern kann und meine Mutter auch drauf angesprochen hat.
Sie hat der Chefärztin gesagt, dass Sie sich verlegen lassen möchte und sich hier nicht operieren lassen will.
Die Chefärztin reagierte sauer und gab meiner Mutter Zeit bis heute zu überlegen, ob sie da bleiben möchte oder gehen will. Wenn Sie sich entscheidet zu gehen, wird Sie sofort entlassen und kann nach Hause gehen oder sosnt wo hin.
Ich habe in der Uniklinik angerufen und nachgefragt, wie es mit einer Verlegung dorthin aussieht.
Leider wurde mir gesagt, dass ich den histologischen Befund, einen Arztbrief und eine Überweisung vom Hausarzt dorthin faxen muss und dann einen Termin mitgeteilt bekomme, an dem meine Mutter Ambulant vorsprechen soll. Der zuständige Arzt entscheidet dann, ob Sie stationär aufgenommen wird.
Mein Problem ist nun, das ich den histologischen Befund und den Arztbrief erst bekomme, wenn meine Mutter entlassen worden ist. Die Überweisung vom Hausarzt bekomme ich auch erst mit dem Entlassschein. Ich weiß aber nicht, wie lange es dauert, bis wir dort einen Termin bekommen und Sie operiert werden kann. Wir können Sie doch nicht jetzt entlassen und dann 2 Wochen auf einen Termin warten. Die Uniklinik konnte mir auch nicht sagen, wie lange es dauert bis wir einen Termin bekommen, da die Ärzte die Termine persönlich vergeben und die Info mir die Nummer nicht geben darf.
Auf der Homepage von der Uniklinik habe ich gelesen:

"Um Sie stationär aufzunehmen, benötigen wir einige Ihrer persönlichen Daten. Unsere Patientenaufnahme finden Sie im Verwaltungsgebäude, ganz in der Nähe der Information. Sie können sich dort selbst anmelden oder Sie bevollmächtigen jemanden schriftlich dazu. Die Öffnungszeiten sind montags und dienstags von 7.30 - 16.00 Uhr und mittwochs bis freitags von 7.30 - 15.30 Uhr. Kommen Sie außerhalb der Öffnungszeiten zu uns, beispielsweise an einem Wochenende oder an einem Feiertag, melden Sie sich bitte direkt auf Ihrer Station an."


Kennt sich jemand damit aus? Brauche ich wirklich all diese Unterlagen und muss ambulant vorsprechen, obwohl schon feststeht, dass meine Mutter operiert werden soll und ich auch eine Überweisung vom Hausarzt für einen stationären Aufenthalt bekomme.

Vielen Dank im Voraus
Norbert
Beiträge: 412
Registriert: 11. März 2008, 10:55
Wohnort: Raum Erlangen

Re: Verlegung vom KH in eine Uniklinik

Beitrag von Norbert »

Hallo Peter,

lasst euch auf jedem Fall den histologischen Befund und die CT-Bilder (also wirklilch die Bilder, nicht nur den Befund) des Krankenhauses mitgeben. Als Patient hat man ein Recht dazu.
Würde nochmals mit dem Hausarzt sprechen, ob er nicht in der Uniklinik wegen eines stationären Termins anrufen kann. Er sollte es dringend machen. Es ist immer besser, wenn ein Arzt anruft, da hat man mehr Chancen, dass man eher drankommt. Evtl. könnt ihr euch ja mit den Befunden erst mal ambulant vorstellen.
In einer Uniklinik kann es schon etwas dauern, bis man operiert wird.
Lasst euch nicht unterkriegen, kämpft um euer Recht.

Viel Glück

Norbert
EDudin
Beiträge: 2
Registriert: 1. Mai 2012, 19:40

oRe: Verlegung vom KH in eine Uniklinik

Beitrag von EDudin »

Hallo, danke für die Antwort.
Wir konnten heute erreicht das wir für morgen einen Termin in der Uniklinik bekommen haben.
Die Ärzte im Krankenhaus haben aggressiv reagiert und meine Mutter angeschrien, was ihr den einfalle einfach das Krankenhaus zu wechseln und egal wo sie hinfährt wird sie nicht vor ende nächster Woche operiert.
Der Chefarzt der uniklinik hat uns heute am Telefon versprochen sie morgen aber spätestens am Freitag zu operieren.
Die.Ärzte haben sich anfangs auch quer gestellt und wollten uns die CD vom CT nicht geben.
Nach langen Diskussionen haben wir aber nun alle Unterlagen bekommen und fahren morgen zur Uniklinik und hoffen das Beste.
Norbert
Beiträge: 412
Registriert: 11. März 2008, 10:55
Wohnort: Raum Erlangen

Re: Verlegung vom KH in eine Uniklinik

Beitrag von Norbert »

Hallo Peter,

schön, dass es doch so schnell mit einem Termin in der Uniklinik geklappt hat.
Leider ist das Ganze nicht so toll abgelaufen. Aber so sieht nun mal die Realität aus. Die sind beleidigt, dass sie nicht operieren dürfen, es ist ihnen eine großes "Geschäft" durch die Lappen gegangen. Da geht es um einige Tausend Euro.
Ich finde es gut von euch so viel Mut aufzubringen und die Klinik zu wechseln. Das sollte öfters in Deutschland passieren.

Wünsche deiner Mutter alles, alles Gute für die bevorstehende OP und viel Kraft für die ganze Familie.

Herzliche Grüße

Norbert
nipi
Beiträge: 1
Registriert: 7. September 2012, 13:47

Re: Verlegung vom KH in eine Uniklinik

Beitrag von nipi »

Das ist eine Frechheit sondergleichen der Ärzte bei einer Verlegung sauer zu reagieren.! Man hat mehr Rechte als mancher denkt, auch als Kassenpatient!
Hier unser hiesiges Krankenhaus "doktort" auch seit 2006 an meinem Mann rum betreff BSP entzündung,, jetzt erst wieder im August. DIESMAL habe ich sofort
ach der Entlassung Kontakt mit Heidelberg Pankreaszentrum aufgenommen. Nächste Woche haben wir schon den 2.. Termin dort. MRT wird auch gemacht, das hier im KH noch nie gemacht wurde und das bei einer solchen unklaren Erkrankung! Mein Mann raucht nicht mehr, hat noch nie getrunken, die Galle hat man ihm 2010 entnommen und NUN wusste man hier nicht weiter.
Natürlich hat man das uns nicht gesagt,, am 17.09 sollte dann per ERCP punktiert werden. UND da habe ich gesagt NEIN! Ich habe mich erkundigt bei der Krankenkasse und auf
alle Unterlagen bestanden!!! Nun sind wir in Heidelberg in Behandlung und hoffen das uns dort geholfen wird. Er hat diese Schübe nur immer nach starker GEwichtszunahme und
wenn er mal wieder mit der Ernährung "SCHINDLUDER" betrieben hat. Ansonsten hat er weder mit Durchfällen.
Gerade an meinem Körper entscheide ICH wer daran rumwerkelt,, man muss ich einfach mehr zur Wehr setzen, das kann ich nur jedem raten!
Hier bei uns im Krankenhaus sieht man eh nur Assistenzärtze, allein das finde ich untragbar bei einer solchen Krankheit.
Andy
Beiträge: 26
Registriert: 21. Juni 2012, 09:52

Re: Verlegung vom KH in eine Uniklinik

Beitrag von Andy »

Hallo,auch ich bin damals aus dem Krankenhaus ( Delmenhorst ) geworfen worden .Nur weil ich in dem " kleinen Haus " nicht die Whippel-OP über mich ergehen lassen wollte.Der Arzt sagte damals,Sie hätten sowas schon mal gesehen und würden das auch hinbekommen.Auch Die Diagnose Pankreaskarzinom wurde mir wärend der Besuchszeit und Besuch im 3-Bett-Zimmer gesagt.Aber Dank dem AdP bzw Frau Blohm wurde meiner Frau angeraten unbedingt in ein Zentrum die OP machen zu lassen.Ich hatte zu der Zeit auch schon mit dem Leben abgeschlossen.
Aber meine Frau hat gekämft und gewonnen.Ich habe Ihr alles zu verdanken !!!!
Jetzt,nachdem es mir besser geht,versuche ich anderen Betroffenen zu helfen.
Ich bin zwar immer noch krank geschrieben,aber auf dem Weg der Besserung.
Gebt niemals die Hoffnung auf,denn die Hoffnung stirbt zuletzt!!!
Es lohnt sich zu kämpfen
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