Pankreas divisum

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Oetzi14
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Pankreas divisum

Beitrag von Oetzi14 » 25. Oktober 2012, 08:53

Hallo an alle hier im Forum
bei mir wurde Anfang dieses Jahres bei einer aufgetretenen Pankreatitis die Diagnose Pankreas divisum gestellt. Nach 10 Tagen KH Aufenthalt war alles wieder io. Hatte auch keinerlei Beschwerden bis im Juli nach etwas fetterem Essen als das ganze wieder los ging. 10 Tage KH und gut war alles. Es wurde mir gesagt eine ERCP würde helfen gesagt wurde mir nicht das der Stent alle 1/4 Jahre gewechselt werden muss. Ich habe darauf hin die ERCP abgelehnt. Weitere Möglichkeiten wurden mir nicht genannt. Ich wurde förmilich aus dem KH rausgeworfen. Eine Schwester brachte mir die Entlassungspapiere und sagte ich könne gehen. Jetzt stand ich da und wusste nicht so recht was nun. Aber es ging mir ja gut bis zum heutigen Tag an dem die Probleme wieder Aufgetaucht sind. Meine Frage an euch was gibt es denn beim Pankreas divisum noch für Möglichkeiten der Behandlung ? Was für Erfahrungen habt Ihr mit dem Helios Erfurt bzw. der Zentralklinik Bad Berka? Welche Klinik würdet Ihr empfehlen?
Danke schon einmal im voraus für eure Antworten.

uwe
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Re: Pankreas divisum

Beitrag von uwe » 25. Oktober 2012, 12:07

Hallo Oetzi,
willkommen im Kreis der Bauchspeicheldrüsenerkrankter.
Wie du beschrieben hast handelt es sich bei dir um eine angeborene Fehlbildung der Bauchspeicheldrüse.
Ein Stent wird in der Regel dort eingebaut wo der Durchfluss gestört ist..
In der BSD wird über ein Liter Sekret gebildet die in den Zwölffingerdarm abfliessen müssen.
Wenn der Abfluss behindert wird, durch Entzündungen, Steine oder andere Ursachen reizt diese Substanz, das Organ.
Darin sind Enzyme vorhanden die Eiweis ,Fett und KH aufspalten..verdauen...
Ich denke, das könnte die Ursache für deine akuten Schübe sein..
Wenn du einen Stent ablehnst, wird dir wahrscheinlich nur ein operativer Eingriff möglich sein um weitere
Schmerzschübe zu verhindern.
Die Ärzte haben dir möglicherweise die schonendere Behandlung empfohlen.
Ob das den gewünschten Erfolg bringt können dir wahscheinlich nicht einmal Ärzte sagen.
Wir Laien werden wohl keine Prognose wagen dürfen...
Ich würde mich zur Unterstützung der Diagnose in ein Pankreaszentrum gehen und mich dort
beraten lassen welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen...
Viele Grüße
uwe

tina28
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Re: Pankreas divisum

Beitrag von tina28 » 31. Oktober 2012, 07:37

:hallo: Oetzi.
Auch bei mir wurde ein Pankreas divisum festgestellt. 2 Jahre lang habe ich ca. im 3 - 5 Monatsrythmus mir einen Stent einlegen lassen (war gar nicht schmerzhaft). Dann ging das plötzlich nicht mehr und man hat sich zu einer Pankreasteilresektion entschlossen. Das ist nun auch wieder 2 Jahre her und nun beginnen meine Probleme von neuem. Nächste Woche habe ich einen Termin zur Coeliacus Blockade, eine Behandlung, bei der die Nerven der BSD lahmgelegt werden sollen.
Egal wie du dich entscheidest, niemand kann sagen ob es eine dauerhafte Linderung gibt. Aber wenn du solche Schmerzen wie ich hast bzw. hattest, dann machst du alles nur damit diese verschwinden und eine, wenn auch nur zeitweise, Linderung gibt es allemal. Ich wünsch dir alles Gute und nur du kannst für dich selbst entscheiden. :denk:
Wenn du Fragen hast, dann melde dich einfach :denk: Liebe Grüße.

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Lutz Otto
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Re: Pankreas divisum

Beitrag von Lutz Otto » 31. Oktober 2012, 08:45

Hallo Tina 28,

dann wünsche ich Dir nächste Woche optimale Therapieerfolge bei der Blockade.
Ich hatte Dir ja kurz berichtet wie es bei mir ausgegangen ist. Bis dato hatte ich keine weiteren "Schmerzspitzen/ Schübe" nach oben.
Ich bin mir heute schon sicher, das ich den nächsten Blockade im Febr./ März wieder durchführen lassen werde.
Ein herzlichen Gruß aus Magdeburg

Lutz Otto

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tina28
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Re: Pankreas divisum

Beitrag von tina28 » 20. November 2012, 22:51

Hallo Lutz.
Habe seit fast 2 Wochen meine Blockade hinter mir. Seitdem hatte ich bisher noch keinen Schub bzw. irgendwelche Schmerzen. Bei mir wird im Dezember bereits die nächste Blockade gemacht und dann nochmal im Januar 2013. Danach möchte man dann abwarten wie lange es gut geht! Aber bis jetzt kann ich es nur weiterempfehlen. Das schlimmste an der "Untersuchung" war das Stechen der Nadeln (6). Hab nix gemerkt und auch danach nur ein wenig Magenprobleme gehabt.
Liebe Grüße
:daumenh:

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Lutz Otto
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Re: Pankreas divisum

Beitrag von Lutz Otto » 22. November 2012, 15:50

Hallo Tina28,

ich kann die Blockade auch nur weiterempfehlen. Meine HÄ empfahl mir, nicht wie terminlich empfohlen im März die Nächste machen zu lassen, sonder wirklich die Zeit ohne Beschwerden zu nutzen.. Ich werde warten, wie sich das weiter entwickelt. Vor der Blockade hatte ich eine Tagesdosis von 72 mg Palladon. Jetzt habe ich die Dosis auf 48 mg reduziert. Warum wird das so oft bei dir gemacht. Ich hatte nur ein unheimlichen Druck bei der 96% igen Alkohol-Injektion. Hat man bei Dir etwas anderes gespritzt? Es freut mich zu lesen, das es bei Dir so gut "angeschlagen" hat.
Ein herzlichen Gruß aus Magdeburg

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tina28
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Re: Pankreas divisum

Beitrag von tina28 » 22. November 2012, 16:13

Hallo Lutz.
Bei mir hat man keinen Alkohol, sondern ein spezielles Narkosemittel injiziert und weil dieses rasch abgebaut wird, will man die Blockade öfters hintereinander machen als auf einen neuen Schub und Schmerzen zu warten. Man hat mir erklärt, das der Körper sich an das Mittel gewöhnen muss damit es längerfristig auch wirksam bleibt, deshalb auch die bisher vorgesehenen 3 Injektionen in kurzen Abständen. Von meinen bisherigen 6 Schmerzmitteln nehme ich mittlerweile nur noch eines in der Nacht und das auch nur zur Vorbeugung. Ich bin wie neugeboren und fühle mich super. Ich kann es nur weiterempfehlen und hoffe das dies auch möglichst lange anhält. Danke für deine Tipps und Hilfe.
Liebe Grüße

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