Hallo,
meine Internistin hat bei mir ja eine rez. Pankreatitis diagnostiziert und wollte mich zur weiteren Abklärung in ein Klinikum zur ambulanten weiteren Abklärung schicken. Nachdem dieses Klinikum allerdings nicht auf Pankreas spezialisiert ist, wollte ich da nicht hingehen. Nachdem die in Heidelberg mich nicht aufnehmen wollten und ich etwas Hemmungen habe, gleich wieder beim nächsten Pankreaszentrum anzuklopfen, war ich heute bei meinem Hausarzt.
Ich wollte gerne noch ein paar zusätzliche Blutuntersuchungen machen lassen, z.B. neben der Lipase auch die Amylase und das IgG.
Bin zu dem Schluss gekommen, dass Hausärzte mit dieser Problematik wohl etwas überfordert sind. Er hat mir zuerst erzählt, dass es genau nur zwei Gründe für eine Pankreatitis gibt: einmal durch Steine und einmal durch Bakterien. Hab ihm dann gesagt, dass es ja auch noch die Autoimmunpankreatitis gibt... "Jaaaa, stimmt, aber die is soooo selten, das ist mir in 30 Jahren Dienstzeit noch nicht untergekommen". Dann hab ich ihm gesagt, dass es z.B. auch noch das Pankreas divisum gibt.... "Häää, was? Das kenn ich nicht, hab ich noch nie gehört"...
Naja, er macht jetzt ein Blutbild (CRP, Amylase, Lipase und Leukos) im schmerzfreien Zustand und dann soll ich wieder kommen, wenn ich akut Schmerzen habe, dann dasselbe nochmal.
Wegen dem IgG bei der AIP wusste er gar nix drüber, leider hatte ich vergessen, dass es das IgG4 sein muss. Er meinte, ich soll das mal noch rausfinden und es ihm dann sagen.
Alles in Allem war der Besuch soweit ok, zumindest habe ich bei ihm das Gefühl, dass er mich ernst nimmt, das ist ja schon mal was wert. Und Blutwerte können ja nix schaden, v'leicht lässt er auch mal das IgG4 bestimmen, wenn ich ihm die entsprechenden Infos gegeben habe.
Nur das mit der Elastase hatte ich ganz vergessen, aber das lässt sich sicher auch noch nachholen.
Mein Besuch beim Hausarzt... %-(
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Nina
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Mein Besuch beim Hausarzt... %-(
Liebe Grüße
Nina
Nina
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Muggle
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Re: Mein Besuch beim Hausarzt... %-(
Zuerst einmsl freue ich mich dass dein Hausarzt dich ernst nimmt. Dennoch frage ich mich ob das Sinn macht was du da tust. Denn wenn er sich auf dem Gebiet nicht auskennt, wie will er dann die Werte richtig auswerten und eine sinnvolle Behandlung planen? Versteh mich nicht falsch, ich finde es gut, wenn er sich da jetzt mit beschaeftigt und dann auch dazu lernt. Aber das wuerde er ggf noch mehr wenn er dich zusammen mit Kollegen betreut, die da spezialisiert sind. Insofern...mach dich noch einmal auf und such dir einen Spezialisten. wenn Heidelberg dich nicht nimmt ist das schade. aber haben die niemanden empfohlen wo du dich hin wenden kannst? hat hier niemand Vorschlaege? Ich kann mir nur schwer vorstellen dass du so wirklich weiter komnst.
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Hortensienbusch
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Re: Mein Besuch beim Hausarzt... %-(
Hallo Nina,
Hausärzte kennen sich in der Regel kaum mit Pankreaserkrankungen aus, selbst mein Gastroenterologe ist nicht darauf gekommen, dass meine Bauchspeicheldrüse schwächelt, trotz erhöhter Lipase, erniedrigter Elastase und den typischen Schmerzen.
Erst in in der Gastroenterologie einer Uniklinik hat man mich ernst genommen und weitere Untersuchungen veranlasst, mit schlußendlichem Befund.
Die Aussage deines Arztes, dass ihm das in seiner ganzen beruflichen Laufbahn nicht vorgekommen wäre, spricht ja für sich...
An deiner Stelle würde ich mich wirklich nochmal an eine Uniklinik wenden, die sind dort offener und fortschrittlicher.
Du hast schließlich Beschwerden und die müssen abgeklärt werden! Nur Mut!
Viele liebe Grüße, Hortensienbusch
Hausärzte kennen sich in der Regel kaum mit Pankreaserkrankungen aus, selbst mein Gastroenterologe ist nicht darauf gekommen, dass meine Bauchspeicheldrüse schwächelt, trotz erhöhter Lipase, erniedrigter Elastase und den typischen Schmerzen.
Erst in in der Gastroenterologie einer Uniklinik hat man mich ernst genommen und weitere Untersuchungen veranlasst, mit schlußendlichem Befund.
Die Aussage deines Arztes, dass ihm das in seiner ganzen beruflichen Laufbahn nicht vorgekommen wäre, spricht ja für sich...
An deiner Stelle würde ich mich wirklich nochmal an eine Uniklinik wenden, die sind dort offener und fortschrittlicher.
Du hast schließlich Beschwerden und die müssen abgeklärt werden! Nur Mut!
Viele liebe Grüße, Hortensienbusch
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Nina
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Re: Mein Besuch beim Hausarzt... %-(
Hallo,
mir ist natürlich bewusst, dass mich der Hausarzt nicht wirklich weiterbringt.
Bei mir ist es leider nur so, dass auf den bildgebenden Verfahren (Ultraschall, MRT)
nichts zu erkennen ist. Der Lipase-Wert war bei 96, also auch nur ein wenig erhöht.
Wobei ich dazu sagen muss, dass der Schmerzschub, bei dem dann Blut abgenommen
wurde, letztes Mal eher untypisch und moderater abgelaufen ist. Normalerweise zieht
sich das bei mir ca. 5 Tage hin, wobei die Schmerzen am dritten Tag am heftigsten sind.
Das letzte mal war es nur ein Tag. Auch der CRP wurde an diesem Tag bestimmt, der war
auch im Normbereich. Habe aber gelesen, dass das CRP zeitversetzt ansteigt und erst 24-48 nach "Krankheitsbeginn" seinen höchsten Wert erreicht.
Und diese Werte wollte ich beim nächsten Schub nochmal vom Hausarzt abklären lassen,
einfach nur, um etwas "in der Hand zu haben", wenn ich bei einem weiteren Pankreas-
zentrum vorstellig werden möchte. Es ist sooo schwierig, die Ärzte hören einem überhaupt
nicht zu, da zählen nur Fakten und das, was auf dem Papier steht.
An dieser Stelle möchte ich mich auch nochmal kurz bei euch für die Zusprüche und
Unterstützung bedanken. Es tut echt gut, verstanden zu werden.
mir ist natürlich bewusst, dass mich der Hausarzt nicht wirklich weiterbringt.
Bei mir ist es leider nur so, dass auf den bildgebenden Verfahren (Ultraschall, MRT)
nichts zu erkennen ist. Der Lipase-Wert war bei 96, also auch nur ein wenig erhöht.
Wobei ich dazu sagen muss, dass der Schmerzschub, bei dem dann Blut abgenommen
wurde, letztes Mal eher untypisch und moderater abgelaufen ist. Normalerweise zieht
sich das bei mir ca. 5 Tage hin, wobei die Schmerzen am dritten Tag am heftigsten sind.
Das letzte mal war es nur ein Tag. Auch der CRP wurde an diesem Tag bestimmt, der war
auch im Normbereich. Habe aber gelesen, dass das CRP zeitversetzt ansteigt und erst 24-48 nach "Krankheitsbeginn" seinen höchsten Wert erreicht.
Und diese Werte wollte ich beim nächsten Schub nochmal vom Hausarzt abklären lassen,
einfach nur, um etwas "in der Hand zu haben", wenn ich bei einem weiteren Pankreas-
zentrum vorstellig werden möchte. Es ist sooo schwierig, die Ärzte hören einem überhaupt
nicht zu, da zählen nur Fakten und das, was auf dem Papier steht.
An dieser Stelle möchte ich mich auch nochmal kurz bei euch für die Zusprüche und
Unterstützung bedanken. Es tut echt gut, verstanden zu werden.
Liebe Grüße
Nina
Nina
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OwnLittleWorld
- Beiträge: 24
- Registriert: 7. November 2012, 12:37
Re: Mein Besuch beim Hausarzt... %-(
96 ist aber nicht wirklich hoch oder irre ich mich da?
Wie hat dein internist die diagnose gestellt wenn alles andere unaufällig war?
btw: Ultraschall bringt erst was wenn es schon richtig heftig ist
Wie hat dein internist die diagnose gestellt wenn alles andere unaufällig war?
btw: Ultraschall bringt erst was wenn es schon richtig heftig ist
-
Nina
- Beiträge: 19
- Registriert: 15. September 2013, 16:47
- Wohnort: Franken
Re: Mein Besuch beim Hausarzt... %-(
Hallo,
stimmt, die Lipase ist mit 96 natürlich nicht besonders arg erhöht. Obergrenze des Normwertes liegt bei 60. Aber es gibt hier viele, bei denen die Werte mehrere hundert oder sogar über tausend sind. Das ist mir durchaus bewusst.
Die Diagnose hat sie anhand meiner Symptome (alle 6-8 Wochen ein über mehrere Tage anhaltender bohrender, dumpfer Oberbauchdauerschmerz, der in der Mitte der Schmerzphase teilweise sehr heftig wird) und der (zugegebenermaßen nur moderat) erhöhten Lipase. Magen-Darmspiegelung hatte ich schon, da ist aber alles in Ordnung. Gallensteine wurden auch keine festgestellt. Sie wollte mich dann zur weiteren Abklärung ins hiesige Klinikum überweisen.
Was ich mir evtl. vorstellen kann, ist, dass es evtl. vom Rücken kommt... V'leicht ein eingeklemmter Nerv...? Habe schon von Leuten gehört, die über heftige Herzschmerzen geklagt haben und letztlich kam das vom Rücken. Wobei ich ansonsten mit dem Rücken aber keinerlei Probleme hab...
Wäre mir etwas peinlich, wenn ich in ein Pankreaszentrum gehen würde mit dem ganzen Aufwand und dann würde sich rausstellen, dass es nur der Rücken war.
Deshalb möchte ich beim Hausarzt nochmal die Werte überprüfen lassen...
stimmt, die Lipase ist mit 96 natürlich nicht besonders arg erhöht. Obergrenze des Normwertes liegt bei 60. Aber es gibt hier viele, bei denen die Werte mehrere hundert oder sogar über tausend sind. Das ist mir durchaus bewusst.
Die Diagnose hat sie anhand meiner Symptome (alle 6-8 Wochen ein über mehrere Tage anhaltender bohrender, dumpfer Oberbauchdauerschmerz, der in der Mitte der Schmerzphase teilweise sehr heftig wird) und der (zugegebenermaßen nur moderat) erhöhten Lipase. Magen-Darmspiegelung hatte ich schon, da ist aber alles in Ordnung. Gallensteine wurden auch keine festgestellt. Sie wollte mich dann zur weiteren Abklärung ins hiesige Klinikum überweisen.
Was ich mir evtl. vorstellen kann, ist, dass es evtl. vom Rücken kommt... V'leicht ein eingeklemmter Nerv...? Habe schon von Leuten gehört, die über heftige Herzschmerzen geklagt haben und letztlich kam das vom Rücken. Wobei ich ansonsten mit dem Rücken aber keinerlei Probleme hab...
Wäre mir etwas peinlich, wenn ich in ein Pankreaszentrum gehen würde mit dem ganzen Aufwand und dann würde sich rausstellen, dass es nur der Rücken war.
Deshalb möchte ich beim Hausarzt nochmal die Werte überprüfen lassen...
Liebe Grüße
Nina
Nina
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Hortensienbusch
- Beiträge: 118
- Registriert: 1. Juni 2013, 17:05
Re: Mein Besuch beim Hausarzt... %-(
Hallo,Nina hat geschrieben:Hallo,
stimmt, die Lipase ist mit 96 natürlich nicht besonders arg erhöht. Obergrenze des Normwertes liegt bei 60. Aber es gibt hier viele, bei denen die Werte mehrere hundert oder sogar über tausend sind. Das ist mir durchaus bewusst.
Die Diagnose hat sie anhand meiner Symptome (alle 6-8 Wochen ein über mehrere Tage anhaltender bohrender, dumpfer Oberbauchdauerschmerz, der in der Mitte der Schmerzphase teilweise sehr heftig wird) und der (zugegebenermaßen nur moderat) erhöhten Lipase. Magen-Darmspiegelung hatte ich schon, da ist aber alles in Ordnung. Gallensteine wurden auch keine festgestellt. Sie wollte mich dann zur weiteren Abklärung ins hiesige Klinikum überweisen.
Was ich mir evtl. vorstellen kann, ist, dass es evtl. vom Rücken kommt... V'leicht ein eingeklemmter Nerv...? Habe schon von Leuten gehört, die über heftige Herzschmerzen geklagt haben und letztlich kam das vom Rücken. Wobei ich ansonsten mit dem Rücken aber keinerlei Probleme hab...
Wäre mir etwas peinlich, wenn ich in ein Pankreaszentrum gehen würde mit dem ganzen Aufwand und dann würde sich rausstellen, dass es nur der Rücken war.
Deshalb möchte ich beim Hausarzt nochmal die Werte überprüfen lassen...
natürlich ist die Lipase nur diskret erhöht, das war bei mir allerdings auch immer so. Mal bei 105 mal bei 67 usw.
Der Arzt müsste das mal regelmäßig beobachten.
Wenn man dazu keine Beschwerden hat, kann man die leicht erhöhten Werte sicher tolerieren.
Aber wenn dann Beschwerden vorhanden sind, plus diese periodisch widerkehrenden Oberbauchschmerzen, dann sollte man auch näher hinschauen.
Bei einer Autoimmunpankreatitis sind keine stark erhöhten Lipasewerte zwingend erforderlich!
Bei einer akuten Pankreatitis sind die Werte allerdings meistens sehr stark erhöht.
Das sind zwei verschiedene paar Schuhe.
Liebe Nina, du kannst ja hier im Forum auch von Betroffenen mit Autoimmunpankreatitis, Beiträge lesen. Vielleicht benutzt du oben rechts die Suchmaschine. ;.)
Du wirst nicht so viel finden, da es eher selten ist, aber einige Beiträge könnten hilfreich sein.
Schlußendlich wird nur ein erfahrener Arzt die Diagnose stellen können und das wäre bei deinen Beschwerden sicher gut, wenn ein Profi sich deiner annehmen könnte.
Du bist krankenversichert und wenn du Beschwerden hast, dann hast du auch das Recht behandelt zu werden. Die Ärzte leben schließlich von uns Patienten.
Viele liebe Grüße, Hortensienbusch