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meine Mutter (59 Jahre) wurde am 04.11.2013 nach Whippel operiert. Der Bauchspeicheldrüsenkopf, der Zwölffingerdarm und die Galle wurden entfernt. Der Magen konnte zum größten Teil erhalten bleiben. Die OP ist laut den Ärzten zu 100% positiv verlaufen. Metastasen sind nicht vorhanden und der Tumor konnte auch entfernt werden, ebenso braucht Sie keine Chemo. Allerdings hat Sie sich bis zur vorherigen Woche mehrmals am Tag übergeben. Die Übelkeit und das erbrechen treten aber zum Glück nicht mehr auf. Sie liegt jetzt seit 5 Wochen im Krankenhaus und hat langsam die Schnauze gestrichen voll. Die Laune ist oftmals im Keller, Sie ist fertig mit den nerven. Heute war Sie aber endlich mal wieder zuversichtlich und hat gelacht.. Ihr größter Wunsch ist es natürlich an Weihnachten zu Hause zu sein. Ich will hoffen das es irgendwie klappt, auch wenn bestimmt noch eine Reha ansteht?! Aber bevor es soweit ist, muss ihr Magen erstmal anfangen zu arbeiten..
Der Magen (er ist auch sehr groß, aufgebläht?!) lagert die Nahrung einfach nur (Joghurt, Kartoffelpüree, etc.). Seit vorgestern wird Sie erneut durch eine Magensonde und einer Darmsonde ernährt. Von den Ärzten bekommt man nur zu hören.. das man Geduld bräuchte. Aber genau das macht mir Angst. Irgendwann muss der Magen doch wieder anfangen zu arbeiten und die Nahrung zu verdauen?! Woran kann das liegen das der nichts macht?! Das es nicht von jetzt auf gleich zu 100% funktioniert ist klar. Aber es tut sich rein gar nichts.. :/
Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht oder hat kleine Tipps aufm Lager?
schade das ich dir in diesem fall nicht groß weiter helfen kann bei mir
wurde an der anderen seite operiert, das heißt am pankreasschwanz.. meine galle meine milz und
randweise vom magen wurde entfernt.
deine mutter soll aber nicht denn kopf so hängen lassen auch wenn es schwer fällt
reha wird es auch geben.ich war gewesen
Keine Ahnung ob es dir weiterhilft aber bei meinem Mann (er ist 45, hatte die gleiche OP Ende Mai)
hat es bestimmt 6 Wochen gedauert, bis überhaupt mehr Nahrung möglich war als 1 - 2 Bissen. Immer etwas steigern und vor allem: BEWEGUNG ist ganz wichtig. Aufstehen, rumlaufen, rumlaufen... das bringt das alles wieder ganz langsam (wirklich langsam) wieder in Gang. Wir konnten das Wort GEDULD auch nicht mehr hören... im Nachhinein stimmte es aber. 9 Wochen nach der OP hat er wieder voll angefangen zu arbeiten, hat seitdem 13 kg zugenommen und kann wieder alles essen, auch die richtigen Mengen. Ich hoffe es geht bald aufwärts bei Euch. Treibt sie an zur Bewegung, das ist das A und O, sie muss unbedingt von den Sonden weg. Lass uns wissen wie es weitergeht. Reha würde ich ihr empfehlen, da lernt man auch ne Menge zur Nahrungsaufnahme usw. Alles Gute!
ich werde dich/euch auf jeden Fall auf dem laufenden halten! Wenn der Sturm es hier zulässt, werde ich heute Nachmittag zu ihr fahren und ihr von deinem Mann erzählen, Kaba. Dadurch wird Sie bestimmt wieder mehr Hoffnung schöpfen!
Hallo Marcel,
nach meiner Whipple-OP vor 4 Jahren habe ich monatelang große Probleme gehabt. Anfangs ging auch gar nichts rein und wenn ich einige Bissen gegessen habe, war es auch blitzschnell wieder draußen. Ich denke auch, daß ihr wirklich noch Geduld haben solltet. Irgendwann geht es in kleinen Schritten aufwärts.
Wenn du magst versuche doch mal herauszufinden, ob es irgendetwas gibt, was Deine Mutter vielleicht essen möchte. Bei mir waren das Rühreier, die hat mir meine Familie dann besorgt und seltsamerweise, war das das erste was ich einigermaßen vertragen habe.
habe ihr heute von euren Beiträgen erzählt. Sie guckt jetzt hoffentlich zuversichtlicher in die Zukunft...
Einen kleinen Rückschlag hatte Sie allerdings gestern Nacht erlitten. Leider musste Sie sich wieder übergeben. Wir glauben aber, dass es von der künstlichen Ernährung kommt. Gestern wurden ihr 2 große Pakete verabreicht, dazu ein großes Paket Wasser und in der Nacht nochmal ein kleines Paket Nahrung und das alles im Schnelldurchlauf. Bisher hat Sie nur ein Paket Nahrung im langsamen Modus verabreicht bekommen. Wieso und warum die gestern Nacht so viel zugeführt haben ist ungewiss.
Morgen wird Sie erneut mit Kontrastmittel durchleuchtet, hoffentlich hört man diesmal eine andere Nachricht, als die zigmale zuvor! Es wäre ja zu schön um wahr zu sein. Aber irgendwann muss es ja bergauf gehen..
bei mir war es ähnlich. Gleiche OP, allerdings kein Carcinom. Zwölffingerdarm entfernt, Gallenblase, Gallengänge und den Kopf der Bauchspeicheldrüse. Ich lag 4 Wochen im Krankenhaus und konnte nichts essen. Mein Mann und die Kinder haben mir oft etwas Pellkartoffel und weiches Rührei mitgebracht bzw. trockenes Brot. Ich konnte kein Krankenhausessen riechen. Die Schwestern auf der Station haben mir versichert, daß es vielen Pankreatektomierten so geht. Selbst in der Reha ging morgen evtl. 2 EL Haferbrei. Mittags 1/2 Pellkartoffel. Abends evtl. spez. Kartoffelsalat (vielleicht 1 - 2 EL). Ich habe in der Zeit 14 Kilo abgenommen. Nach ca 2 Monaten kamen minikleine Portionen.
Gib die Hoffnung, nicht auf. Ich habe darauf bestanden, mit einer Drainage(noch Flüssigkeit im Abdomen) nach Hause entlassen zu werden. Sie kann ja mit den Ärzten sprechen, vielleicht hilft Ihr schon die Hoffnung, darauf evtl. Weihnachten nach Hause zu kommen. Das ist ja ein Ziel.
Gehen konnte ich am Stück vielleicht 20 - 30 Meter. Ich mußte zwar alle 2 Tage zur Kontrolle 40 km fahren. Aber allein die veränderte Umgebung hat mir gut getan.
Hallo Marcel,
nach gleicher OP habe ich 2Wochen lang nichts behalten, alles erbrochen. Es wurde dann eine Magenspiegelung vorgenommen. Der neue Anschluss des Magens an den Darm war nicht durchlässig. Nach Reparatur war auch für weitere Wochen die Nahrungsaufnahme schwierig. Ernährung zusätzlich über die Vene folgte. Erst nach dem Verlassen des Krankenhauses hat sich dies schlagartig verbessert.
Wenn sicher ist dass die Verbindung Magen -Darm durchlässig ist, kann auch ich nur Geduld, Geduld empfehlen.
Heinz
der Magen hat sich verkleinert, die Sonden sind raus und essen tut Sie auch! Gestern kam die Nachricht an, dass der Magen wieder anfängt zu arbeiten. Suppen schlürft sie sich rein, ebenso wie Quarkspeisen und sonstiges. Ihr geht es auf einen Schlag viel besser. Appetit hat Sie genug, lachen kann Sie auch wieder... Es ist so schön anzusehen wenn Sie lacht.
Auch der Stuhlgang kommt in Schwung. Gestern kam Sie kaum von der Toilette runter.. aber das scheint wohl ganz normal zu sein.
Letzte Woche noch "Untergangsstimmung" weil es gar nicht vorwärts ging und jetzt sowas..
In diesem Fall haben die Aerzte wirklich Recht. Ihr muesst Geduld haben. Bei meiner Op war ja nicht einmal der Magen einbezogen, aber durch die vielen Operationen und die lange Nahrungskarenz war auch bei mir einiges durcheinander. 5 Wochen... da ist das wirklich noch im Rahmen des Moeglichen. Immer wieder probieren undhartnaeckig bleiben. Ich hab 10 Wochen nach OP immer noch alles ausgekotzt was ich gegessen hatte. Nach drei Happen kam das Voellegefuehl und ein Happen mehr...zack war das Essen wieder da. Ein bisschen Pamps konnte ich essen als ich nach Hause kam, aber der Kotzeimer blieb noch lange Zeit mein Begleiter wenn es mal wieder schief gegangen war. Bei mir wurde auch zwischendrin wieder zurueck gegangen auf kuenstliche Ernaehrung. So lange bis meine Liste genug drin gebliebene Lebensmittel vermeldete. Teilweise hab ich in der Klinik das Tuetchen benutzt und direkt einen naechsten Versuch gestartet. Das hat natuerlich Ueberwindung gekostet aber letztlich musste ich versuchen den Magen wieder zum arbeiten zu bekommen.Jetzt, ein Jahr spaeter, kann ich zwR immer noch keine grossen Portionen essen, aber bis auf dass ich bezueglich Pankreas auf meine Ernaehrung achten muss geht das gut mit dem Essen. OHabt Mut! Es gibt viele Gruende warum das dauern kann. Immer wieder versuchen.