Pankreaskarzinom mit Metastasen - wer hat Erfahrung? Hilfe!!
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Alex60
- Beiträge: 6
- Registriert: 17. April 2014, 23:00
Pankreaskarzinom mit Metastasen - wer hat Erfahrung? Hilfe!!
Hallo an alle,
bin neu hier - als Patient mit einschlägiger Diagnose: Bauchspeicheldrüsen-Krebs im fortgeschrittenen Stadium mit Leber-Metastasen! Die Erkrankung wurde Ende Dezember letzten Jahres
diagnostiziert, stehe immer noch unter Schock, kann es einfach nicht glauben. Der nüchterne Geist hat sich damit abgefunden, OK, es ist passiert, man muss es akzeptieren, aber das Herz
will es nicht tun! Seit 25.01. - Chemotherapie, seit einer Woche - begleitende Maßnahme (Vitamin-Versorgung und Schonkost nach Dr. Coy). Habe bis jetzt sehr viel gelesen und mich
erkundigt, wie es den meisten Patienten mit Pankreaskarzinom ergangen ist - schauderhaft! Wenn man dran denkt, wie schnell alles passieren kann und was einem bevorsteht... Flehe alle an:
wer hat schon Erfahrungen mit diesem Übel, wer kennt Beispiele, wer kann mir Mut machen? Nach außen mache ich mich stark und optimistisch, muss aber jede Sekunde an meine Erkrankung
denken. Panik, Angst und Verzweiflung sind nun meine ständigen Begleiter, tagsüber und nachts. Kämpfe für mein Leben, will alles mögliche tun - und würde gerne Leute hören, die es erlebt
haben... Helft mir, bitte!!!
bin neu hier - als Patient mit einschlägiger Diagnose: Bauchspeicheldrüsen-Krebs im fortgeschrittenen Stadium mit Leber-Metastasen! Die Erkrankung wurde Ende Dezember letzten Jahres
diagnostiziert, stehe immer noch unter Schock, kann es einfach nicht glauben. Der nüchterne Geist hat sich damit abgefunden, OK, es ist passiert, man muss es akzeptieren, aber das Herz
will es nicht tun! Seit 25.01. - Chemotherapie, seit einer Woche - begleitende Maßnahme (Vitamin-Versorgung und Schonkost nach Dr. Coy). Habe bis jetzt sehr viel gelesen und mich
erkundigt, wie es den meisten Patienten mit Pankreaskarzinom ergangen ist - schauderhaft! Wenn man dran denkt, wie schnell alles passieren kann und was einem bevorsteht... Flehe alle an:
wer hat schon Erfahrungen mit diesem Übel, wer kennt Beispiele, wer kann mir Mut machen? Nach außen mache ich mich stark und optimistisch, muss aber jede Sekunde an meine Erkrankung
denken. Panik, Angst und Verzweiflung sind nun meine ständigen Begleiter, tagsüber und nachts. Kämpfe für mein Leben, will alles mögliche tun - und würde gerne Leute hören, die es erlebt
haben... Helft mir, bitte!!!
- Anne.OE
- Beiträge: 85
- Registriert: 17. Juni 2013, 14:02
Re: Pankreaskarzinom mit Metastasen - wer hat Erfahrung? Hil
hallo Alex60;
oh ja..., panik, angst und verzweiflung.... das kenne ich auch nur zu gut! Als man mir damals (vor ca. 1 jahr) die diagnose "bauchspeicheldrüsenkrebs" eiskalt an den kopf warf, war ich genauso geschockt wie du heute; ich konnte gar nicht begreifen was da eigentlich passiert ist und was auf mich diesbezüglich zukommen wird. Zunächst einmal ließ ich alles geschehen. Nach einigen gesprächen mit den ärzten im pankreas-zentrum in bochum wurde ich dann recht schnell operiert. Obwohl es (lt. prof.dr. Uhl) eine hammer-operation gewesen sein muß (13 std.) hatte ich anschließend absolut keine schmerzen, dank des schmerzkatheders. Was allerdings später (nach dem Krankenhaus-aufenthalt) so alles auf mich zu kam, kann ich kaum beschreiben...., da war sie nämlich wieder: diese angst, diese panik und diese verzweiflung!! Das allerschlimmste war: ich fand hier vor ort keinen kompetenten arzt oder diabetologen, der sich mit bauchspeicheldrüsen-erkrankungen auskennt und somit wurde ich zum teil auch falsch behandelt. Es war der reinste wahnsinn.!!!
In meiner verzweiflung nahm ich alle kraft zusammen und suchte im netz nach hilfe.
Und gott sei dank fand ich dieses forum. Hier stand man mir mit rat und tat zur seite. Ich fühlte mich hier gut aufgehoben. Jetzt fing ich selber an zu kämpfen!!!!!!
Ich glaube, selber gegen den krebs anzukämpfen ist die beste medizin.
Ich versuche akribisch, keine panik, keine angst und keine verzweiflung mehr aufkommen zu lassen und siehe da, es klappt.
Heute geht es mir den umständen entsprechend sehr sehr gut.
(das war jetzt meine kleine geschichte, um dir etwas mut zu machen..... akzeptiere deine krankheit und kämpfe gegen sie an, resigniere nicht).
Falls du noch spezielle fragen hast, frag, ich antworte gern.
herzlichst
Anne.OE
oh ja..., panik, angst und verzweiflung.... das kenne ich auch nur zu gut! Als man mir damals (vor ca. 1 jahr) die diagnose "bauchspeicheldrüsenkrebs" eiskalt an den kopf warf, war ich genauso geschockt wie du heute; ich konnte gar nicht begreifen was da eigentlich passiert ist und was auf mich diesbezüglich zukommen wird. Zunächst einmal ließ ich alles geschehen. Nach einigen gesprächen mit den ärzten im pankreas-zentrum in bochum wurde ich dann recht schnell operiert. Obwohl es (lt. prof.dr. Uhl) eine hammer-operation gewesen sein muß (13 std.) hatte ich anschließend absolut keine schmerzen, dank des schmerzkatheders. Was allerdings später (nach dem Krankenhaus-aufenthalt) so alles auf mich zu kam, kann ich kaum beschreiben...., da war sie nämlich wieder: diese angst, diese panik und diese verzweiflung!! Das allerschlimmste war: ich fand hier vor ort keinen kompetenten arzt oder diabetologen, der sich mit bauchspeicheldrüsen-erkrankungen auskennt und somit wurde ich zum teil auch falsch behandelt. Es war der reinste wahnsinn.!!!
In meiner verzweiflung nahm ich alle kraft zusammen und suchte im netz nach hilfe.
Und gott sei dank fand ich dieses forum. Hier stand man mir mit rat und tat zur seite. Ich fühlte mich hier gut aufgehoben. Jetzt fing ich selber an zu kämpfen!!!!!!
Ich glaube, selber gegen den krebs anzukämpfen ist die beste medizin.
Ich versuche akribisch, keine panik, keine angst und keine verzweiflung mehr aufkommen zu lassen und siehe da, es klappt.
Heute geht es mir den umständen entsprechend sehr sehr gut.
(das war jetzt meine kleine geschichte, um dir etwas mut zu machen..... akzeptiere deine krankheit und kämpfe gegen sie an, resigniere nicht).
Falls du noch spezielle fragen hast, frag, ich antworte gern.
herzlichst
Anne.OE
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Alex60
- Beiträge: 6
- Registriert: 17. April 2014, 23:00
Re: Pankreaskarzinom mit Metastasen - wer hat Erfahrung? Hil
Hallo Anne,
erstmals - vielen herzlichen Dank für deine Nachricht! Danke, danke!!! Du weißt es sicherlich selber: da tut jedes Wort gut, was von ..."Kennern" kommt, ich meine - von Betroffenen, die wirklich wissen,
worum es geht, und nicht nur spontan reagieren: "Ach, du Ärmster!" Mit- und Beileid hat man ja genug, ob das aber immer das Richtige ist? Bis jetzt, d.h. bis zum Tag meiner Diagnose, hatte ich nur sehr selten Kontakt zu Ärzten, die Tage, an denen ich meinen Dienstaufgaben (Lehrer) im Jahr nicht nachgehen konnte, durfte man an einer Hand abzählen. Aber so isses mal im Leben! Ich komme aus dem "Südwesten", aus Heilbronn, in der Nähe liegt das Europäische Pankreaszentrum (Uni Heidelberg), ich habe versucht, mich dort irgendwie kundig zu machen und mich vorzustellen. Einigermaßen klappte es schon, aber - ein Hohelied auf unsere Bürokratie! Man kommt angehetzt, mit weit aufgerissenen Augen, hier, bitte, mein Befund, ich suche Hilfe! OK, Check up, nehmen Sie Platz, sie werden aufgerufen... Und dann dauert alles soooo lange! Am besten, man lässt sich als Patient in die Uniklinik einweisen, dann wird man zwei Wochen lang untersucht und kriegt endlich einen Befund in die Hand gedrückt... "Haben Sie doch Geduld, bitte!" - das war der Trost bei meinem letzten Anruf im Zentrum. Ich habe manchmal den Eindruck, die Ärzte spielen Katz und Maus, oder sie wollen wertvolle Informationen nicht weitergeben. Als erstes, Anne, meine konkrete Frage: hast du nach der OP eine Ernährungsumstellung vornehmen müssen, um den restlichen Krebszellen, die eventuell im Körper noch geblieben sind, den "Hahn abzudrehen"? Wenn ja - hat es etwas gebracht? Im Moment mache ich eine sogenannte Vitamin-Therapie, eigentlich ist es keine direkte Vitamin-Therapie, sondern mehr eine drastisch eingeschränkte Ernährung, deren Ziel es ist, die Zufuhr von Kohlenhydraten radikal zu reduzieren. Schade, so schade drum, dass ich erst drei Monate nach Chemo-Therapie-Start auf dieses Verfahren (durch puren Zufall) gestoßen bin! Klar, jeder Mensch, d.h. jeder Körper reagiert anders, aber dennoch...
Danke dir schon im Voraus für deine Mühe!!!
Mit besten Grüßen
Alexander
erstmals - vielen herzlichen Dank für deine Nachricht! Danke, danke!!! Du weißt es sicherlich selber: da tut jedes Wort gut, was von ..."Kennern" kommt, ich meine - von Betroffenen, die wirklich wissen,
worum es geht, und nicht nur spontan reagieren: "Ach, du Ärmster!" Mit- und Beileid hat man ja genug, ob das aber immer das Richtige ist? Bis jetzt, d.h. bis zum Tag meiner Diagnose, hatte ich nur sehr selten Kontakt zu Ärzten, die Tage, an denen ich meinen Dienstaufgaben (Lehrer) im Jahr nicht nachgehen konnte, durfte man an einer Hand abzählen. Aber so isses mal im Leben! Ich komme aus dem "Südwesten", aus Heilbronn, in der Nähe liegt das Europäische Pankreaszentrum (Uni Heidelberg), ich habe versucht, mich dort irgendwie kundig zu machen und mich vorzustellen. Einigermaßen klappte es schon, aber - ein Hohelied auf unsere Bürokratie! Man kommt angehetzt, mit weit aufgerissenen Augen, hier, bitte, mein Befund, ich suche Hilfe! OK, Check up, nehmen Sie Platz, sie werden aufgerufen... Und dann dauert alles soooo lange! Am besten, man lässt sich als Patient in die Uniklinik einweisen, dann wird man zwei Wochen lang untersucht und kriegt endlich einen Befund in die Hand gedrückt... "Haben Sie doch Geduld, bitte!" - das war der Trost bei meinem letzten Anruf im Zentrum. Ich habe manchmal den Eindruck, die Ärzte spielen Katz und Maus, oder sie wollen wertvolle Informationen nicht weitergeben. Als erstes, Anne, meine konkrete Frage: hast du nach der OP eine Ernährungsumstellung vornehmen müssen, um den restlichen Krebszellen, die eventuell im Körper noch geblieben sind, den "Hahn abzudrehen"? Wenn ja - hat es etwas gebracht? Im Moment mache ich eine sogenannte Vitamin-Therapie, eigentlich ist es keine direkte Vitamin-Therapie, sondern mehr eine drastisch eingeschränkte Ernährung, deren Ziel es ist, die Zufuhr von Kohlenhydraten radikal zu reduzieren. Schade, so schade drum, dass ich erst drei Monate nach Chemo-Therapie-Start auf dieses Verfahren (durch puren Zufall) gestoßen bin! Klar, jeder Mensch, d.h. jeder Körper reagiert anders, aber dennoch...
Danke dir schon im Voraus für deine Mühe!!!
Mit besten Grüßen
Alexander
- Anne.OE
- Beiträge: 85
- Registriert: 17. Juni 2013, 14:02
Re: Pankreaskarzinom mit Metastasen - wer hat Erfahrung? Hil
hallo Alexander;
zunächst einmal möchte ich dir wirklich eindringlich ans herz legen: "mach dich nicht verrückt und lass dich nicht verrückt machen durch andere". Geh einfach positiv und sachlich an diese ganze sache heran.Ich weiß, es ist schwer eine solche hammer-diagnose zu akzeptieren, aber ich weiß mittlerweile, jammern und grübeln nützt nichts. Es wäre schön, wenn du in deinem privaten umfeld einen menschen hast, der dir zur seite steht und dir in schwierigen situationen hilft. Ich habe das große glück eine freundin zu haben, die meine sorgen ernst nimmt und immer für mich da ist wenn ich hilfe oder jemanden zum reden brauche.
( ***danke petra das es dich gibt*** )
und natürlich dieses forum........ einfach großartig!!
Nun zu deiner frage, ob ich nach der OP meine ernährung umstellen mußte. Nein, eigentlich nicht; allerdings bedingt durch 2/3 magenentfernung nehme ich nun mehrere kleine mahlzeiten am tag zu mir und anfangs nach der OP durfte ich auch nicht alles essen; man muß also ganz vorsichtig mit dem essen wieder anfangen. Aber das war kein problem. Heute "darf" ich wieder alles(!) essen, trotzdem achte ich darauf, nicht zu fett zu essen und manche lebensmittel meide ich vorsichtshalber immer noch. Besser isses *lächel
Du siehst also lieber alexander, es ist alles nicht so schlimm. Natürlich möchte ich eine solche große OP hier in keinster weise schön reden, nein, schön ist eine solche OP ganz sicher nicht, aber ich finde wenn man trotzdem positiv an diese sache heran geht, packt man es ein bißchen leichter.
Blöd ist auch, daß ich durch diese OP zur diabetikerin geworden bin; muß min. 5 x am tag insulin spritzen....... aber auch das habe ich mittlerweile akzeptiert.
Noch fragen???? dann frag, ich antworte gern; ich freue mich, wenn ich ein bißchen helfen kann.
in diesem sinne....
schöne osterfeiertage (natürlich auch an alle anderen, die hier lesen)
Anne.OE
zunächst einmal möchte ich dir wirklich eindringlich ans herz legen: "mach dich nicht verrückt und lass dich nicht verrückt machen durch andere". Geh einfach positiv und sachlich an diese ganze sache heran.Ich weiß, es ist schwer eine solche hammer-diagnose zu akzeptieren, aber ich weiß mittlerweile, jammern und grübeln nützt nichts. Es wäre schön, wenn du in deinem privaten umfeld einen menschen hast, der dir zur seite steht und dir in schwierigen situationen hilft. Ich habe das große glück eine freundin zu haben, die meine sorgen ernst nimmt und immer für mich da ist wenn ich hilfe oder jemanden zum reden brauche.
( ***danke petra das es dich gibt*** )
und natürlich dieses forum........ einfach großartig!!
Nun zu deiner frage, ob ich nach der OP meine ernährung umstellen mußte. Nein, eigentlich nicht; allerdings bedingt durch 2/3 magenentfernung nehme ich nun mehrere kleine mahlzeiten am tag zu mir und anfangs nach der OP durfte ich auch nicht alles essen; man muß also ganz vorsichtig mit dem essen wieder anfangen. Aber das war kein problem. Heute "darf" ich wieder alles(!) essen, trotzdem achte ich darauf, nicht zu fett zu essen und manche lebensmittel meide ich vorsichtshalber immer noch. Besser isses *lächel
Du siehst also lieber alexander, es ist alles nicht so schlimm. Natürlich möchte ich eine solche große OP hier in keinster weise schön reden, nein, schön ist eine solche OP ganz sicher nicht, aber ich finde wenn man trotzdem positiv an diese sache heran geht, packt man es ein bißchen leichter.
Blöd ist auch, daß ich durch diese OP zur diabetikerin geworden bin; muß min. 5 x am tag insulin spritzen....... aber auch das habe ich mittlerweile akzeptiert.
Noch fragen???? dann frag, ich antworte gern; ich freue mich, wenn ich ein bißchen helfen kann.
in diesem sinne....
schöne osterfeiertage (natürlich auch an alle anderen, die hier lesen)
Anne.OE
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schikki04
- Beiträge: 34
- Registriert: 22. März 2014, 02:53
Re: Pankreaskarzinom mit Metastasen - wer hat Erfahrung? Hil
Hallo Alex,
ich bin 47j, aus dem stuttgarter raum und hab am 01.08.2012 mit diagnose pankreaskarzinom in heidelberg meine whipple bekommen. seit dem herbst 2013 habe ich wieder einen nachgewachsenen tumor an der ursprungsstelle und metastasen in der leber. ich habe die diagnose sehr schnell akzeptiert weil das fuer mich die voraussetzung ist um damit umgehen zu koennen. ich habe auch keine angst vor dem tod, vor dem sterben aber schon. allerdings ist das bei jedem anders und was fuer mich gut ist, muss nicht fuer jeden anderen richtig sein. die diagnose war fuer mich auch ein hammer aber sie hat mir auch viele moeglichkeiten geboten aus meinem alltagsstress herauszukommen, was ich sonst nicht geschafft haette. haette ich die wahl gehabt, haette ich diese krankheit jetzt natuerlich nicht und ich arbeite auch jeden tag sehr stark daran sie wieder los zu werden. u. a. habe ich mit meinem krebs einen schriftlichen vertag abgeschlossen, der bei mir an der wand haengt, dass ich mich verpflichte ein gesundes und glueckliches leben zu fuehren und der krebs, dass er mir vertraut, dass ich mein leben wieder selber in die hand nehme und er sich dafuer aus mir zurueckzieht.
trotzdem aergere ich mich nicht diese krankheit bekommen zu haben. denn ich weiss ja gar nicht was dann in meinem leben passiert waere. vielleicht haette ich ja einen toedlichen autounfall gehabt oder etwas anderes viel schlimmeres als krebs. der tumor drueckt bei mir auf irgendwelche nerven und loesst starke schmerzen aus gegen die ich morphium nehme. ich bin dadurch stark eingeschraenkt, aber ansonsten geht es mir total gut. ich mache zu hause sehr viel und auch im garten. ordne mein leben in verschiedenen bereichen neu, geniesse es und mir ist die zeit einfach viel zu schade fuer frust. meine freundin meinte vor ein paar monaten auch, dass sie mich (in 25 Jahren) noch nie so entspannt erlebt hat wie in den 1 1/2 jahren seit der op.
natuerlich ist es wichtig jemanden zu haben, der einem mut macht. aber meiner ansicht bist du derjenige der dir durch dein handeln am meisten mut machen kann.
naechste woche fahre ich zu meinem zweiten aufenthalt in einer klinik fuer hyperthermie. ich bin von dieser klinik sehr begeistert und habe ueber deren behandlungsprogramm einiges im forumsbeitrag "adjuvante chemotherapie mit gemcitabine...." geschrieben.
wuensche dir und allen anderen alles gute, ein langes leben und eine schoene woche.
guads naechdle,
Schikki
ich bin 47j, aus dem stuttgarter raum und hab am 01.08.2012 mit diagnose pankreaskarzinom in heidelberg meine whipple bekommen. seit dem herbst 2013 habe ich wieder einen nachgewachsenen tumor an der ursprungsstelle und metastasen in der leber. ich habe die diagnose sehr schnell akzeptiert weil das fuer mich die voraussetzung ist um damit umgehen zu koennen. ich habe auch keine angst vor dem tod, vor dem sterben aber schon. allerdings ist das bei jedem anders und was fuer mich gut ist, muss nicht fuer jeden anderen richtig sein. die diagnose war fuer mich auch ein hammer aber sie hat mir auch viele moeglichkeiten geboten aus meinem alltagsstress herauszukommen, was ich sonst nicht geschafft haette. haette ich die wahl gehabt, haette ich diese krankheit jetzt natuerlich nicht und ich arbeite auch jeden tag sehr stark daran sie wieder los zu werden. u. a. habe ich mit meinem krebs einen schriftlichen vertag abgeschlossen, der bei mir an der wand haengt, dass ich mich verpflichte ein gesundes und glueckliches leben zu fuehren und der krebs, dass er mir vertraut, dass ich mein leben wieder selber in die hand nehme und er sich dafuer aus mir zurueckzieht.
trotzdem aergere ich mich nicht diese krankheit bekommen zu haben. denn ich weiss ja gar nicht was dann in meinem leben passiert waere. vielleicht haette ich ja einen toedlichen autounfall gehabt oder etwas anderes viel schlimmeres als krebs. der tumor drueckt bei mir auf irgendwelche nerven und loesst starke schmerzen aus gegen die ich morphium nehme. ich bin dadurch stark eingeschraenkt, aber ansonsten geht es mir total gut. ich mache zu hause sehr viel und auch im garten. ordne mein leben in verschiedenen bereichen neu, geniesse es und mir ist die zeit einfach viel zu schade fuer frust. meine freundin meinte vor ein paar monaten auch, dass sie mich (in 25 Jahren) noch nie so entspannt erlebt hat wie in den 1 1/2 jahren seit der op.
natuerlich ist es wichtig jemanden zu haben, der einem mut macht. aber meiner ansicht bist du derjenige der dir durch dein handeln am meisten mut machen kann.
naechste woche fahre ich zu meinem zweiten aufenthalt in einer klinik fuer hyperthermie. ich bin von dieser klinik sehr begeistert und habe ueber deren behandlungsprogramm einiges im forumsbeitrag "adjuvante chemotherapie mit gemcitabine...." geschrieben.
wuensche dir und allen anderen alles gute, ein langes leben und eine schoene woche.
guads naechdle,
Schikki
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Alex60
- Beiträge: 6
- Registriert: 17. April 2014, 23:00
Re: Pankreaskarzinom mit Metastasen - wer hat Erfahrung? Hil
Schönen guten Tag Anne,
schönen guten Tag Schikki,
grüße euch beide!
Erstmals - herzlichen Dank für die aufmunternden Worte, für die mentale Unterstützung und Fürsorge. Ich weiß das zu schätzen - je breiter der Kreis der Hilfe von außen ist,
je mehr zuversichtliche Worte ich höre und lese, desto stärker und tiefer ist auch meine innere Überzeugung, dass Krebs eine ganz "normale" Krankheit wie jede andere ist.
Man ist leider so konzipiert: Krebs ist gleich Tod. In meiner Verwandtschaft gab es niemanden, der an Krebs gestorben ist, und zum ersten Mal wurde ich mit dem Problem
Krebs Ende 1999 konfrontiert. Meine Frau unterrichtete damals Deutsch für Zuwanderer in kleinen Kursen (15-18 Teilnehmer), zwei Afghanen (Vater und Tochter) litten im
Kurs permanent an Husten. Es dauerte ungefähr 5 Monate, bis bei beiden endlich offene Tuberkulose diagnostiziert wurde. Eine sofortige Überprüfung aller Kursteilnehmer
und Dozenten, die im Kurs beschäftigt waren, ergab: zwei Infizierte, darunter auch meine Frau, mit einem Infiltrat am linken unteren Lungenlappen. Bösartiger Tumor.
Schock, OP, Reha. Der operierende Arzt sagte: Da hat Ihre Frau noch Glück im Unglück gehabt, Herr Frank. Es hätte auch anders enden können. Gott sei Dank, wir haben
es überstanden, aber über Nacht bekam ich graue Haare. Und jetzt bin ich dran.
Ich weiß nicht, wie es euch nach der Chemo erging und ergeht, aber ich muss jedesmal zwei bis drei Tage im Bett bleiben - Schwindel und Übelkeit nehmen mir alle Kräfte. Man liegt da
wie ein Stück faules Fleisch, lesen oder fernsehen kann man nicht, nachdenken und grübeln geht auch nicht, weil das Hirn irgendwie verklebt ist, man wartet ab, bis endlich
mal ein Funken Energie durch die Adern spritzt. Am Anfang hat mir die Chemo gar nix ausgemacht, da bin ich auf mein Fahrrad und bin den Neckar entlang geradelt bis mir
die Socken in den Schuhen kochten. Aber jetzt ... Was kommt weiter? Mir sind noch zwei Zyklen geblieben, summa summarum 6 Behandlungen. Dann wollen wir uns mal
überraschen lassen, was der Arzt sagt. Obwohl - der ist ja auch kein Gott und tut nur das, was man ihn gelehrt hat. Mich wundert, wie kalt, wie gleichgültig diese Leute
einem gegenüber treten. Im Krankenhaus, wo mein Pankreaskarzinom diagnostiziert wurde, hat mir die Abteilungsärztin auf meine Frage "Wie geht es jetzt weiter? Was
wird aus mir?" zu wissen gegeben: "Na, Sie haben schon Zeit, wenn Sie noch was Großes vorhaben..." Die Hausärztin schaute mir mitfühlend in die Augen: "Hat man im
Krankenhaus mit Ihnen schon gesprochen? Sie wissen, Ihnen bleibt nicht viel Zeit übrig..." Himmelsakramento, ist das eine Einstellung! Ist es Schadenfreude? Oder so eine
Art Schutzmantel gegen eigens Unwissen?
Aber - das Leben geht weiter und es gelten neue Siege!
Nochmals - vielen Dank für eure Infos!
Mit freundlichen Grüßen
Alexander
schönen guten Tag Schikki,
grüße euch beide!
Erstmals - herzlichen Dank für die aufmunternden Worte, für die mentale Unterstützung und Fürsorge. Ich weiß das zu schätzen - je breiter der Kreis der Hilfe von außen ist,
je mehr zuversichtliche Worte ich höre und lese, desto stärker und tiefer ist auch meine innere Überzeugung, dass Krebs eine ganz "normale" Krankheit wie jede andere ist.
Man ist leider so konzipiert: Krebs ist gleich Tod. In meiner Verwandtschaft gab es niemanden, der an Krebs gestorben ist, und zum ersten Mal wurde ich mit dem Problem
Krebs Ende 1999 konfrontiert. Meine Frau unterrichtete damals Deutsch für Zuwanderer in kleinen Kursen (15-18 Teilnehmer), zwei Afghanen (Vater und Tochter) litten im
Kurs permanent an Husten. Es dauerte ungefähr 5 Monate, bis bei beiden endlich offene Tuberkulose diagnostiziert wurde. Eine sofortige Überprüfung aller Kursteilnehmer
und Dozenten, die im Kurs beschäftigt waren, ergab: zwei Infizierte, darunter auch meine Frau, mit einem Infiltrat am linken unteren Lungenlappen. Bösartiger Tumor.
Schock, OP, Reha. Der operierende Arzt sagte: Da hat Ihre Frau noch Glück im Unglück gehabt, Herr Frank. Es hätte auch anders enden können. Gott sei Dank, wir haben
es überstanden, aber über Nacht bekam ich graue Haare. Und jetzt bin ich dran.
Ich weiß nicht, wie es euch nach der Chemo erging und ergeht, aber ich muss jedesmal zwei bis drei Tage im Bett bleiben - Schwindel und Übelkeit nehmen mir alle Kräfte. Man liegt da
wie ein Stück faules Fleisch, lesen oder fernsehen kann man nicht, nachdenken und grübeln geht auch nicht, weil das Hirn irgendwie verklebt ist, man wartet ab, bis endlich
mal ein Funken Energie durch die Adern spritzt. Am Anfang hat mir die Chemo gar nix ausgemacht, da bin ich auf mein Fahrrad und bin den Neckar entlang geradelt bis mir
die Socken in den Schuhen kochten. Aber jetzt ... Was kommt weiter? Mir sind noch zwei Zyklen geblieben, summa summarum 6 Behandlungen. Dann wollen wir uns mal
überraschen lassen, was der Arzt sagt. Obwohl - der ist ja auch kein Gott und tut nur das, was man ihn gelehrt hat. Mich wundert, wie kalt, wie gleichgültig diese Leute
einem gegenüber treten. Im Krankenhaus, wo mein Pankreaskarzinom diagnostiziert wurde, hat mir die Abteilungsärztin auf meine Frage "Wie geht es jetzt weiter? Was
wird aus mir?" zu wissen gegeben: "Na, Sie haben schon Zeit, wenn Sie noch was Großes vorhaben..." Die Hausärztin schaute mir mitfühlend in die Augen: "Hat man im
Krankenhaus mit Ihnen schon gesprochen? Sie wissen, Ihnen bleibt nicht viel Zeit übrig..." Himmelsakramento, ist das eine Einstellung! Ist es Schadenfreude? Oder so eine
Art Schutzmantel gegen eigens Unwissen?
Aber - das Leben geht weiter und es gelten neue Siege!
Nochmals - vielen Dank für eure Infos!
Mit freundlichen Grüßen
Alexander
-
schikki04
- Beiträge: 34
- Registriert: 22. März 2014, 02:53
Re: Pankreaskarzinom mit Metastasen - wer hat Erfahrung? Hil
hallo Alexander,
nach der gemcitabinechemo habe ich eine folfirinoxchemo angefangen. diese habe ich aber nach der ersten anwendung abgebrochen weil es mir genau so ging wie dir. ich bin nur noch im bett gelegen. hatte nicht mal mehr lust zum fernsehn und war total antriebslos. das hat fuer mich so keinen sinn gemacht und da moechte ich lieber kuerzer leben, aber dafuer eben richtig. diese entscheidung ist nun 6 monate her und ich bin heute sehr froh sie so getroffen zu haben. ein onkologe sagte mir kuerzlich, dass patienten mit dieser krankheit und in diesem stadium nur 4 bis 6 monate leben wenn sie ohne chemo- oder strahlenbehandlung sind. aber mir geht es genauso wie vor 6 monaten und ich habe auch nicht vor den loeffel die naexten tage abzugeben. ich moechte dir nicht empfehlen deine chemo abzubrechen und auch nicht sie weiter zu machen. jeder mensch ist anders und was fuer mich gut ist muss noch lange nich fuer andere gelten. ausserdem kann es auch sein, dass ich doch nochmal irgendwann eine chemo mache. moechte dir nur ueber meine erfahrungen berichten, und dir mut machen deinen weg zu finden mit dieser krankheit umzugehn.
was die aerzte angeht bin ich oft genauso hilflos wie du. ich weiss oft nicht was ich ueber deren meinung denken soll, oft widersprechen sie sich auch gegenseitig und ich habe nicht selten das gefuehl das es nur darum geht ihr produkt zu verkaufen.
ich habe ein bisschen das gefuehl, dass du dir noch sehr unsicher bist wie du mit dieser krankheit umgehen sollst. meiner ansicht ist der krebs aber nicht dazu da um daran zu sterben, sondern ganz im gegenteil eine chance sein leben positiv zu aendern so lang es noch moeglich ist.
und hier moechte ich dir doch noch eine empfehlung aussprechen. schau im netz doch mal nach dem 3e-zentrum. es ist zwischen stuttgart und schorndorf und wenn du von heilbronn bist ist das nur eine stunde fahrt fuer dich. dort finden regelmaessig kostenlose abende der offenen tuer statt. natuerlich wird dabei auch die klinik ausfuehrlich vorgestellt. aber vor allem bekommst du hier eine ganz andere sichtweise auf unsere krankheit vermittelt als man das von der normalen schulmedizin bekommt. ganz gleich was fuer eine art von behandlung (einschl. schulmedizinischer) man bevorzugt, hier bekommt man fuer sich selber ganz neue ideen und motivationen fuer sein leben. ich glaube auch nicht, dass die art der behandlung das wichtigste ist, sondern dass man, egal welche entscheidungen man trifft, dies aus voller ueberzeugung tut. das wichtigste ist wie man selbst damit umgeht und sich selber traut und vertraut. und genau dafuer ist es unheimlich toll einmal leute dinge aussprechen zu hoeren, die man sich selber gar nicht zu denken traut.
waere auch gern zu einer behandlung in diese klinik, aber leider zahlt die kasse das nicht. allerdings gibt es auch die moeglichkeit fuer einzelne beratungsgespraeche zu preisen die ganz ok sind. mache dort auch bei der heilpraktikerin ab und zu einzelgespraeche, die nicht nur toll sind, sondern auch eine wichtige hilfe fuer die arbeit an und mit mir im alltag. natuerlich funktioniert das nicht alles von selber und es kostet viel arbeit und motivation, aber letztendlich ist es eh egal in welcher klinik und bei welchem arzt du bist, wircklich helfen und heilen kann man sich eh nur selber. man braucht halt die richtige hilfe und anleitung dazu.
wuensche dir auf jeden fall alles gute fuer deinen weg und deine entscheidungen.
viele gruesse, Schikki
nach der gemcitabinechemo habe ich eine folfirinoxchemo angefangen. diese habe ich aber nach der ersten anwendung abgebrochen weil es mir genau so ging wie dir. ich bin nur noch im bett gelegen. hatte nicht mal mehr lust zum fernsehn und war total antriebslos. das hat fuer mich so keinen sinn gemacht und da moechte ich lieber kuerzer leben, aber dafuer eben richtig. diese entscheidung ist nun 6 monate her und ich bin heute sehr froh sie so getroffen zu haben. ein onkologe sagte mir kuerzlich, dass patienten mit dieser krankheit und in diesem stadium nur 4 bis 6 monate leben wenn sie ohne chemo- oder strahlenbehandlung sind. aber mir geht es genauso wie vor 6 monaten und ich habe auch nicht vor den loeffel die naexten tage abzugeben. ich moechte dir nicht empfehlen deine chemo abzubrechen und auch nicht sie weiter zu machen. jeder mensch ist anders und was fuer mich gut ist muss noch lange nich fuer andere gelten. ausserdem kann es auch sein, dass ich doch nochmal irgendwann eine chemo mache. moechte dir nur ueber meine erfahrungen berichten, und dir mut machen deinen weg zu finden mit dieser krankheit umzugehn.
was die aerzte angeht bin ich oft genauso hilflos wie du. ich weiss oft nicht was ich ueber deren meinung denken soll, oft widersprechen sie sich auch gegenseitig und ich habe nicht selten das gefuehl das es nur darum geht ihr produkt zu verkaufen.
ich habe ein bisschen das gefuehl, dass du dir noch sehr unsicher bist wie du mit dieser krankheit umgehen sollst. meiner ansicht ist der krebs aber nicht dazu da um daran zu sterben, sondern ganz im gegenteil eine chance sein leben positiv zu aendern so lang es noch moeglich ist.
und hier moechte ich dir doch noch eine empfehlung aussprechen. schau im netz doch mal nach dem 3e-zentrum. es ist zwischen stuttgart und schorndorf und wenn du von heilbronn bist ist das nur eine stunde fahrt fuer dich. dort finden regelmaessig kostenlose abende der offenen tuer statt. natuerlich wird dabei auch die klinik ausfuehrlich vorgestellt. aber vor allem bekommst du hier eine ganz andere sichtweise auf unsere krankheit vermittelt als man das von der normalen schulmedizin bekommt. ganz gleich was fuer eine art von behandlung (einschl. schulmedizinischer) man bevorzugt, hier bekommt man fuer sich selber ganz neue ideen und motivationen fuer sein leben. ich glaube auch nicht, dass die art der behandlung das wichtigste ist, sondern dass man, egal welche entscheidungen man trifft, dies aus voller ueberzeugung tut. das wichtigste ist wie man selbst damit umgeht und sich selber traut und vertraut. und genau dafuer ist es unheimlich toll einmal leute dinge aussprechen zu hoeren, die man sich selber gar nicht zu denken traut.
waere auch gern zu einer behandlung in diese klinik, aber leider zahlt die kasse das nicht. allerdings gibt es auch die moeglichkeit fuer einzelne beratungsgespraeche zu preisen die ganz ok sind. mache dort auch bei der heilpraktikerin ab und zu einzelgespraeche, die nicht nur toll sind, sondern auch eine wichtige hilfe fuer die arbeit an und mit mir im alltag. natuerlich funktioniert das nicht alles von selber und es kostet viel arbeit und motivation, aber letztendlich ist es eh egal in welcher klinik und bei welchem arzt du bist, wircklich helfen und heilen kann man sich eh nur selber. man braucht halt die richtige hilfe und anleitung dazu.
wuensche dir auf jeden fall alles gute fuer deinen weg und deine entscheidungen.
viele gruesse, Schikki
-
Alex60
- Beiträge: 6
- Registriert: 17. April 2014, 23:00
Re: Pankreaskarzinom mit Metastasen - wer hat Erfahrung? Hil
Hallo Schikki,
pardon, eine Frage: hast du vielleicht schon was gehört, ob der Tumor während der Chemo weiter (oder "parallel") metastasieren kann? Ich habe seit heute
früh heftige Magenschmerzen. Woher die kommen, lässt sich schwer sagen, aber da ich zurzeit eine Vitamintherapie mache, kann es vielleicht auch daher rühren?
Seit Tagen nehmen ich fast keine Kohlenhydrate zu mir (kein Brot, keine Kartoffeln, keine Milch usw.)...
Danke im Voraus für die Info!
Grüße -
Alexander
pardon, eine Frage: hast du vielleicht schon was gehört, ob der Tumor während der Chemo weiter (oder "parallel") metastasieren kann? Ich habe seit heute
früh heftige Magenschmerzen. Woher die kommen, lässt sich schwer sagen, aber da ich zurzeit eine Vitamintherapie mache, kann es vielleicht auch daher rühren?
Seit Tagen nehmen ich fast keine Kohlenhydrate zu mir (kein Brot, keine Kartoffeln, keine Milch usw.)...
Danke im Voraus für die Info!
Grüße -
Alexander
-
schikki04
- Beiträge: 34
- Registriert: 22. März 2014, 02:53
Re: Pankreaskarzinom mit Metastasen - wer hat Erfahrung? Hil
Hallo Alexander,
ja, das kann sein. Aber!
ja, bei mir ist der tumor waehrend der chemo gewachsen. ich habe das an der zunahme von schmerzen eindeutig gespuehrt. der tumor, an der ursprungsstelle des ersten, drueckt bei mir auf irgendwelche nerven und ich nehme morphium gegen die schmerzen. bei der kontroll-ct im okt. 2013, nach 12 monaten gemcitabinechemo, wurden auch die metastasen in der leber entdeckt. aber beides hat sich in den letzten 6 monaten nicht ausgebreitet. es kann ja auch sein, dass beides ohne die chemo noch mehr gewachsen waere. in den 6 monaten, in denen ich diese metastasen mindestens schon habe, habe ich aber noch nie irgendwelche beschwerden gehabt. und selbst wenn hier welche auftreten entwickelt sich so etwas ganz langsam und nicht so heftig wie bei dir von einem tag zum andern. und selbst wenn, dann stirbst du auch nicht von heute auf morgen. im allgemeinen denkt man immer nach einer krebsdiagnose gehts nur noch ums sterben und in der palliativmedizin wird doch auch nur so getan als ob es, mehr oder weniger, um eine humane sterbehilfe geht. aber was soll der quatsch. ok, ich bin krebskrank, aber ich bin doch nicht am sterben! es gibt so viele beispiele wie bauchspeichelkrebspatienten noch sehr viele jahre leben und wieder ganz normal arbeiten gehn und so viele beispiele von krebspatienten bei denen die mediziner sagten der macht's nicht mehr lang, die dann eben sogar diese mediziner noch ueberlebten
zur vitamintherapie. ich bin gerade in einer klinik fuer hyperthermie und habe selber gestern eine vitamin-c-infusion bekommen. zusaetzlich bekomme ich aufbauend viele mineralstoffe und nahrungsergaenzungsmittel. habe dann gestern abend und heute nacht ausfuehrlich die toillette kennengelernt. soll heissen ich hatte mehrmals heftigen durchfall. gegessen habe ich nichts ausergewoehnliches und ich kann es mir nur durch die ganzen zusaetzlichen stoffe in meinem koerper erklaeren. die schwester hier hat mir das bestaetigt und sagt auch, dass es bei einer vitamintherapie zu magenbeschwerden kommen kann da der koerper und die verdauung dabei eine sehr ploetzliche und umfangreiche umstellung erfaehrt mit der nicht jedes system auf anhieb klarkommt. dies ist aber keine ferndiagnose! nur eine moeglichkeit! wenn deine beschwerden aber sehr stark sind und nicht nachlassen solltest du, egal wovon die beschwerden ausgeloest werden, ins kh zur notaufnahme gehn. dort behalten sie dich zumindest mal ein paar tage zur beobachtung aber das ist eine sehr gute moeglichkeit um deinem system zur noetigen ruhe zu verhelfen.
vor allem, mach dich nicht verrueckt Alexander. so schnell stirbst du wircklich nicht. aber ein ausgeglichener geist ist auch sehr wichtig fuer einen gesunden koerper. das kommt nicht von selber, aber man kann das lernen. du musst hier unbedingt an dir arbeiten. ich selber mache das fast jeden tag und kuerzlich hat meine freundin gesagt, in 25 jahren hat sie mich nicht so entspannt erlebt wie in den letzten 1 1/2 jahren. ich bin in gutem kontakt mit meinem krebs und mir gehts total gut. das kannst du auch schaffen und alle anderen koennen das auch.
lass bitte hoeren wies dir ergangen ist!
viele gruesse und ein schoenes wochenende,
Schikki
ja, das kann sein. Aber!
ja, bei mir ist der tumor waehrend der chemo gewachsen. ich habe das an der zunahme von schmerzen eindeutig gespuehrt. der tumor, an der ursprungsstelle des ersten, drueckt bei mir auf irgendwelche nerven und ich nehme morphium gegen die schmerzen. bei der kontroll-ct im okt. 2013, nach 12 monaten gemcitabinechemo, wurden auch die metastasen in der leber entdeckt. aber beides hat sich in den letzten 6 monaten nicht ausgebreitet. es kann ja auch sein, dass beides ohne die chemo noch mehr gewachsen waere. in den 6 monaten, in denen ich diese metastasen mindestens schon habe, habe ich aber noch nie irgendwelche beschwerden gehabt. und selbst wenn hier welche auftreten entwickelt sich so etwas ganz langsam und nicht so heftig wie bei dir von einem tag zum andern. und selbst wenn, dann stirbst du auch nicht von heute auf morgen. im allgemeinen denkt man immer nach einer krebsdiagnose gehts nur noch ums sterben und in der palliativmedizin wird doch auch nur so getan als ob es, mehr oder weniger, um eine humane sterbehilfe geht. aber was soll der quatsch. ok, ich bin krebskrank, aber ich bin doch nicht am sterben! es gibt so viele beispiele wie bauchspeichelkrebspatienten noch sehr viele jahre leben und wieder ganz normal arbeiten gehn und so viele beispiele von krebspatienten bei denen die mediziner sagten der macht's nicht mehr lang, die dann eben sogar diese mediziner noch ueberlebten
zur vitamintherapie. ich bin gerade in einer klinik fuer hyperthermie und habe selber gestern eine vitamin-c-infusion bekommen. zusaetzlich bekomme ich aufbauend viele mineralstoffe und nahrungsergaenzungsmittel. habe dann gestern abend und heute nacht ausfuehrlich die toillette kennengelernt. soll heissen ich hatte mehrmals heftigen durchfall. gegessen habe ich nichts ausergewoehnliches und ich kann es mir nur durch die ganzen zusaetzlichen stoffe in meinem koerper erklaeren. die schwester hier hat mir das bestaetigt und sagt auch, dass es bei einer vitamintherapie zu magenbeschwerden kommen kann da der koerper und die verdauung dabei eine sehr ploetzliche und umfangreiche umstellung erfaehrt mit der nicht jedes system auf anhieb klarkommt. dies ist aber keine ferndiagnose! nur eine moeglichkeit! wenn deine beschwerden aber sehr stark sind und nicht nachlassen solltest du, egal wovon die beschwerden ausgeloest werden, ins kh zur notaufnahme gehn. dort behalten sie dich zumindest mal ein paar tage zur beobachtung aber das ist eine sehr gute moeglichkeit um deinem system zur noetigen ruhe zu verhelfen.
vor allem, mach dich nicht verrueckt Alexander. so schnell stirbst du wircklich nicht. aber ein ausgeglichener geist ist auch sehr wichtig fuer einen gesunden koerper. das kommt nicht von selber, aber man kann das lernen. du musst hier unbedingt an dir arbeiten. ich selber mache das fast jeden tag und kuerzlich hat meine freundin gesagt, in 25 jahren hat sie mich nicht so entspannt erlebt wie in den letzten 1 1/2 jahren. ich bin in gutem kontakt mit meinem krebs und mir gehts total gut. das kannst du auch schaffen und alle anderen koennen das auch.
lass bitte hoeren wies dir ergangen ist!
viele gruesse und ein schoenes wochenende,
Schikki
-
Alex60
- Beiträge: 6
- Registriert: 17. April 2014, 23:00
Re: Pankreaskarzinom mit Metastasen - wer hat Erfahrung? Hil
Hallo Schikki,
grüße dich aus dem verregneten Heilbronn - es gießt heute aus allen Kübeln, in meinem Wochenendhäuschen wurde gestern eingebrochen, hat mir mein Schrebergarten-Nachbar Patrick
Messerschmidt gemeldet, und die Laune ist im Eimer
. Aber - das Leben geht weiter! Montag war ich bei meinem behandelnden Onkologen (ein relativ schwieriges Vorhaben, Patienten
werden in seinem Sprechzimmer leider ganz ungern gesehen). Ja, deine Behauptung hat sich bestätigt (das Ding kann auch während der Chemo weiter wachsen), aber in meinem Falle ist
es (war es) etwas anderes - in der Beratung bei Proff. Dr. Martens (führender Onkologe in der Klinik "Am Gesundbrunnen" in HN) hat es geheißen, wenn es mir gut geht, dürfe ich zwei Pillen
von meinem Tagespensum streichen und zwar - Lyrika, du weißt sicher, was das ist. Gesagt - getan, und zwei Tage darauf waren die Schmerzen im oberen Magenbereich da. Jetzt ist alles wieder
"normal", d. h. ich bin den unangenehmen Sog im Magen losgeworden, obwohl die Furch noch präsent ist und ich in jede Bewegung innerhalb meines Bauches hineinhorche.
Aber! Die Chemo macht mir zu schaffen, mein lieber Heini! Vorgestern bin ich einigermaßen zu mir gekommen, und heute Vormittag - eine neue Infusion, eine parallel zur Chemo
laufende Mitochondrium-Therapie. Mir ist, als ob ich zehn Flaschen Berliner Kindl auf einmal gesoffen hätte (du, das waren mal Zeiten, gell?) und ich muss seit frühem Vormittag im Bett bleiben.
Mich wundert, Schikki, ehrlich, wie locker du mit dem Thema Krebs umgehst, alleine das Wort schon löst bei mir Gänsehaut aus, und ich meide jede verbale Konfrontation mit dieser Erkrankung.
Doch wie gesagt - man muss damit leben. Ich will es lernen. Ich muss es. mein Enkel Tony drängelt: "Opa, wann bist du endlich wieder gesund? Wir wollten doch ein Baumhaus bauen..."
Und der zweite, der kleine, erst 3 Jahre alt, kommt an mein Bett, schaut mich mit seinen großen blauen Augen an und fragt unvermittelt: "Opa aua?" Was soll man da tun?
Apropos: meine behandelnde Ärztin aus der homöopathischen Klinik, ist heute ins 3E Zentrum nach Remshalden (angeblich ist ihre Freundin eine der Gründerin des Zentrums) und will mir nächste
Woche ausführlich berichten, was dort geboten wird.
Wünsche dir alles Gute fürs Wochenende - und halt die Ohren hoch! Ahoi!
Mit freundlichen Grüßen - Alexander
grüße dich aus dem verregneten Heilbronn - es gießt heute aus allen Kübeln, in meinem Wochenendhäuschen wurde gestern eingebrochen, hat mir mein Schrebergarten-Nachbar Patrick
Messerschmidt gemeldet, und die Laune ist im Eimer
werden in seinem Sprechzimmer leider ganz ungern gesehen). Ja, deine Behauptung hat sich bestätigt (das Ding kann auch während der Chemo weiter wachsen), aber in meinem Falle ist
es (war es) etwas anderes - in der Beratung bei Proff. Dr. Martens (führender Onkologe in der Klinik "Am Gesundbrunnen" in HN) hat es geheißen, wenn es mir gut geht, dürfe ich zwei Pillen
von meinem Tagespensum streichen und zwar - Lyrika, du weißt sicher, was das ist. Gesagt - getan, und zwei Tage darauf waren die Schmerzen im oberen Magenbereich da. Jetzt ist alles wieder
"normal", d. h. ich bin den unangenehmen Sog im Magen losgeworden, obwohl die Furch noch präsent ist und ich in jede Bewegung innerhalb meines Bauches hineinhorche.
Aber! Die Chemo macht mir zu schaffen, mein lieber Heini! Vorgestern bin ich einigermaßen zu mir gekommen, und heute Vormittag - eine neue Infusion, eine parallel zur Chemo
laufende Mitochondrium-Therapie. Mir ist, als ob ich zehn Flaschen Berliner Kindl auf einmal gesoffen hätte (du, das waren mal Zeiten, gell?) und ich muss seit frühem Vormittag im Bett bleiben.
Mich wundert, Schikki, ehrlich, wie locker du mit dem Thema Krebs umgehst, alleine das Wort schon löst bei mir Gänsehaut aus, und ich meide jede verbale Konfrontation mit dieser Erkrankung.
Doch wie gesagt - man muss damit leben. Ich will es lernen. Ich muss es. mein Enkel Tony drängelt: "Opa, wann bist du endlich wieder gesund? Wir wollten doch ein Baumhaus bauen..."
Und der zweite, der kleine, erst 3 Jahre alt, kommt an mein Bett, schaut mich mit seinen großen blauen Augen an und fragt unvermittelt: "Opa aua?" Was soll man da tun?
Apropos: meine behandelnde Ärztin aus der homöopathischen Klinik, ist heute ins 3E Zentrum nach Remshalden (angeblich ist ihre Freundin eine der Gründerin des Zentrums) und will mir nächste
Woche ausführlich berichten, was dort geboten wird.
Wünsche dir alles Gute fürs Wochenende - und halt die Ohren hoch! Ahoi!
Mit freundlichen Grüßen - Alexander