Hier haben Sie als Betroffene(r) und/oder ratsuchende(r) Besucher(in) dieser Plattform die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen oder Hilfestellung zu geben.
hat einer hier Erfahrung mit einer minimal-invasive (laparoskopische) Whipple-OP? Bzw. weitere Alternativen zur Whipple-OP.
Ich habe ein Pankreas Devisium mit einer großen OP (Erweiterung der Papilla Minor). Mir wurde hier die Klinik in Lübeck empfohlen.
Für Antworten bin ich sehr dankbar.
Prof. Siech in der Ostalbklinik bietet so was wohl auch an und ich glaube auch in Düsseldorf wird es gemacht, mein Arzt rietmri davon ab, deshalb habe ich mich dagegen entschieden, ob es überhaupt geht ist auch wohl von Fall zu Fall verschieden
absshiva hat geschrieben:Prof. Siech in der Ostalbklinik bietet so was wohl auch an und ich glaube auch in Düsseldorf wird es gemacht, mein Arzt rietmri davon ab, deshalb habe ich mich dagegen entschieden, ob es überhaupt geht ist auch wohl von Fall zu Fall verschieden
eine laparoskopische OP ist schon was Feines. Man ist hinterher schneller wieder fit, hat nicht so mit Verwachsungen zu kämpfen und eine Narbenbruch ist eher unwahrscheinlich.
Ich bin wirklich erstaunt, dass man eine so große OP auf diese Art und Weise durchführen kann. Erfordert schon viel Geschick des Operateurs.
Würde mich an deiner Stelle erkundigen, wie oft sie diese OP durchführen. Vielleicht kann dir auch die Regionalgruppenleiterin (siehe Kopf dieser Seite) mit Erfahrungen weiter helfen.
Sollte die OP laparoskopisch nicht möglich sein, kann man jederzeit auf das konventionelle Verfahren umsteigen.
Hoffe du triffst die richtige Entscheidung,
alles Gute
eine laparoskopische OP ist schon was Feines. Man ist hinterher schneller wieder fit, hat nicht so mit Verwachsungen zu kämpfen und eine Narbenbruch ist eher unwahrscheinlich.
Ich bin wirklich erstaunt, dass man eine so große OP auf diese Art und Weise durchführen kann. Erfordert schon viel Geschick des Operateurs.
Würde mich an deiner Stelle erkundigen, wie oft sie diese OP durchführen. Vielleicht kann dir auch die Regionalgruppenleiterin (siehe Kopf dieser Seite) mit Erfahrungen weiter helfen.
Sollte die OP laparoskopisch nicht möglich sein, kann man jederzeit auf das konventionelle Verfahren umsteigen.
Hoffe du triffst die richtige Entscheidung,
alles Gute
Norbert
Hallo Norbert,
vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Ich bin noch sehr hin und her gerissen, da ich bereits eine große OP hinter mir habe. Noch mal den ganzen Bauch offen, puh dazu habe ich keine Lust mehr. Die Minimal-invasive hört sich echt gut an, nur ich habe jetzt von verschiedenen Seiten gehört, dass man hier verbluten kann (nach der OP). Kann man das nicht auch bei einem konventionellen Verfahren? Ich habe hier in der Uni Würzburg die Klinik in Lübeck empfohlen bekommen (mal schauen). Auch weis ich noch nicht, ob ich für das Verfahren in Frage komme, da ich bereits eine chronische Pankreas habe, mit Verkalkung und Vernarbungen. Wenn ich die Möglichkeit habe noch zu warten, dann schiebe ich das noch vor mir her. Hoffentlich geht das! Hat von Euch jemand Erfahrungen wie lange man eine Whipple verschieben kann? Hier habe ich auch im Forum gelesen, das, wenn man zu lange warten (bei einer chronischen) sich schneller Krebs entwickelt. Fragen über Fragen. In meinem Kopf dreht es sich bereits.
ich hatte im aug. 2012 mit der diagnose pankreaskarzinom eine whipple in hd. seit mind. 7 monaten habe ich an der ursprungsstelle wieder einen tumor und mir wurde eine erneute op empfohlen, bei der man den tumor eventuell entfernen koennte. ich weiss aber nicht ob man das vergleichen kann. was ist denn eine minimal-invasive laparoskopische whipple-op?
ich hatte im aug. 2012 mit der diagnose pankreaskarzinom eine whipple in hd. seit mind. 7 monaten habe ich an der ursprungsstelle wieder einen tumor und mir wurde eine erneute op empfohlen, bei der man den tumor eventuell entfernen koennte. ich weiss aber nicht ob man das vergleichen kann. was ist denn eine minimal-invasive laparoskopische whipple-op?
Hallo schikki04,
welche OP wurde bei Dir durchgeführt? Und welche OP wird Dir jetzt empfohlen? Die minimal-invasive whipple op ist eine Schlüsselloch OP also nur ein kleiner Schnitt, dann mit laparoskopischen Geräten operiert.
ich hatte eine "partielle pankreaticoduodenotomie mit teilresektion des magens, uebernaehung der aberranten a. hepatica dextra, rekonstruktion mittels versch. end-zu-seit jejunostomien und percutane zystostomie".
diese op hat bei mir sehr gut geklappt und auch der verlauf danach war sehr gut. ich glaube es war fuer mich die richtige entscheidung sie machen zu lassen und ich denke ich wuerde sie in dieser situation auch wieder machen.
nach der op hatte ich bis sept. 2013 eine chemo mit 12 zyklen. bei der kontroll-ct im okt. 2013 wurden dann ein neuer tumor an der ursprungsstelle und metastasen in der leber befundet. dann wurde mir wieder eine chemo empfohlen, die ich angefangen, nach der ersten anwendung aber abgebrochen habe weil sie zu heftig war. lieber lebe ich kuerzer, aber dafuer richtig anstatt nur noch dahinzuvegetieren.
stattdessen war ich dann 5 wochen in einer klinik fuer eine hyperthermiebehandlung, welche mir unheimlich gut getan hat. im feb. 2013 standen dann wieder kontroll-cts an. diesmal wurden in der leber keine metastasen mehr gefunden, weshalb mir fuer den tumor eine op empfohlen wurde um ihn zu entfernen. "laparotomie und versuch resektion des rezidivs". ob der operateur den tumor rausbekaeme hinge aber davon ab ob er ueberhaupt dort hinkommt. das wiederum hinge davon ab wie die zustaende im bauch, nach der ersten op, sich nach dem aufschneiden darstellen. es konnte mir also nicht gesagt werden wie hoch die wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen op waere. wenn er den tumor nicht rausbekaeme wuerde man mich eben einfach wieder zunaehen und es waere weiter nichts passiert. das hat sich alles soweit ganz gut angehoert. wenn einem eh nix passieren kann hat man wenigstens die chance das der tumor rauskommt und das ist ja eh fuer jeden krebspatienten der groesste wunsch. aber zu welchem preis? auch wenn ich die erste op wieder machen wuerde war es unklar ob der tumor bei einer zweiten entfernung nicht wieder kommt. das nachwachsen nach der ersten op war schon nicht ueberraschend weil sie damals nicht alles herausbekamen. und wenn man sich schonmal von so einer op erholt hat weiss man was auf einen zukommt und man hat dann schon ein bisschen angst davor das alles nochmal monate lang durchzumachen bis man wieder fit ist. ich hatte dann viele weitere untersuchungen und gesprarche mit anderen aerzten und onkologen bei denen mir meine skepsis gegenueber einer solchen op bestaetigt wurde. es ist in diesem fall einfach nicht das standardvorgehen und eine solch umfangreiche op sollte eigentlich auch immer erst der letzte versuch sein nach dem alles andere nicht funktioniert. ausserdem wurden bei allen anderen bildgebenden untersuchungen die metastasen in der leber diagnostiziert, welche das operieren eines lokalen tumors eh unsinnig machen. und ich frage mich dann schon warum ueberall, ausser dort wo mir eine op verkauft werden soll, die metastasen gesehen wurden. ich moechte dem arzt nichts unterstellen, aber es war ihm eindeutig anzumerken das er sehr geil auf diese op war. da haette er auch "keinen anderen rangelassen, das haette der chef schon selber gemacht". er hat solche ops auch nur sehr selten und war da dementsprechend auch sehr motiviert.
eine weitere chemo kann ich mir im moment nicht vorstellen, lasse mir diese moeglichkeit aber offen. aber ich bin heute schon unheimlich froh das ich mich gegen diese op entschieden habe. zur zeit bin ich zum zweiten mal in dieser hyperthermieklinik und es geht mir total gut. aktuell sind auch die tumorschmerzen, die ich seit ca. einem dreiviertel jahr habe und gegen die ich jeden tag morphium nehme, weg.
der hauptpunkt in dieser klinik ist die hyperthermie. dann geht es noch um die selbstheilungskraefte, die ernaehrung und entgiftung. entspannung, bewegung, meditation und psychologische gespraeche sind im angebot. ausserdem misteltherapie und viele infusionen um den koerper zu kraeftigen. das konzept hier versteht sich nicht ausschliesslich als alternative zur schulmedizin, sondern auch als ergaenzung zu einer chemo- oder strahlenbehandlung. ausserdem kann man auch seine reha hier machen. ich bin in einer bkk welche den aufenthalt hier uebernimmt, was aber leider nicht bei jeder krankenkasse der fall ist.
wie schaut es denn bei dir mit so einer form der behandlung aus? ich habe in meinen anderen beitraegen schon ueber diese klinik berichtet, beantworte aber gerne noch weitere fragen dazu. eine aufnahme hier ist uebrigens sehr kurzfristig moeglich. wenn man eine einlieferung vom hausarzt hat, welche eigentlich sehr schnell und unkompliziert zu bekommen ist, kuemmert sich der verantwortliche aus der verwaltung hier um alles weitere.
alles gute und einen schoenen tag fuer alle,
Schikki
bei jedem minimal-invasiven Eingriff ist die Blutungsgefahr erhöht. Aber trotzdem werden diese Eingriffe immer häufiger. Wer lässt sich heute noch den Bauch aufschneiden, um die Gallenblase oder den Blinddarm zu entfernen. Die Blutungsgefahr wird aber streng überwacht, das heißt mit häufigen Blutkontrollen nach der OP. Also keine Angst, du liegst nicht da und blutest vor dich hin.
Die andere Seite ist die, da du schon eine Bauchop hattest, sind auch Verwachsungen da, die gilt es erst mal zu lösen. Hole doch erst mal telefonisch in der Klinik in Lübeck einen Rat ein, indem du deine Situation genau schilderst. Das muss doch möglich sein. Die Fahrt da hoch ist ja auch kein "Pappenstiel".
Ob die OP schon wirklich nötig ist, kann man so nicht beurteilen. Zwar ist dein Pankreas schon stark geschädigt, andernseits hattest du jetzt lange Ruhe. Andernseits die Krebsgefahr, aber die hat man auch nach der OP!!! Die Pankreatitis verschwindet ja durch die OP nicht.