Aaalso....
mein Hba1c ist wirklich noch richtig gut bei 6,2 Allerdings ist er alle Messungen auf dem aufsteigenden Ast, obwohl ich an meinen Enährungsgewohnheiten eher so angepasst habe, dass es sich positiv auswirken müsste. Es wird also langsam, aber sicher schlechter, das sehen wir schon, aber ich hoffe natürlich, dass wir noch nicht an dem Punkt sind, wo es dann mit Insulin losgeht, bin mir aber nicht sicher, ob das vielleicht ncith doch schon der Fall ist. Die OP ist jetzt knapp 2 Jahre her (Linksresektion mit diversen Scheibchen abschneiden bei Nachresektion, so dass ausser dem Kopf nicht all zu viel übrig ist). Bisher regele ich das pur über Ernährung und Bewegung und nehme diesbezüglich noch keine Medikamente, Fettstoffwechsel ist aber im Eimer und dafür gibts Kreon.
Wie lange es diese hohen Spitzen schon gibt, kann niemand genau sagen. Denn es hieß ja, ich brauche nicht mehr messen und zudem kosten diese Messstreifen ja ein Vermögen und von der Krankenkasse gibts die wohl ohne Insulintherapie nicht. Ich hab ab und zu mal stichprobenartig einen Wert genommen (dummerweise auch meistens morgens den Nüchternwert), um das Ganze wenigstens grob im Auge zu behalten. Ich denke, dass das neu ist. Zum einen fühle ich mich seit ca. 3 Wochen einfach viel schlechter, ziemlich erschöpft und müde und mein Körpergeruch hat sich verändert. Ich habe ja immer heftige nächtliche Schweißausbrüche und das war immer geruchslos- jetzt riecht es irgendwie beissend, seltsamer Geruch, der da zuweilen auftritt. Der Nüchternwert ist weiterhin gut bzw. leicht erhöht, was das betrifft also kein Grund zur Sorge. Ich würde mich jetzt entspannt zurücklehnen, wie die Diabetesberatern gesagt hat, wäre da nicht die Sache mit diesen hohen Spitzen, die mich doch beunruhigt. Ich habe ja die Neigung, Komplikationen zu fangen und deswegen bin ich da echt hinterher, meinen Körper so gut wie möglich zu unterstützen.
Die haben natürlich auch damit zu tun, was man so isst und das halbe Brötchen mit Pflaumenmus ist was das betrifft auch nicht sonderlich repräsentativ, da wir nur selten Brötchen/Weißbrot kaufen. Normalerweise frühstücke ich Mischbrot mit Frischkäse oder Käse, aber auch damit lande ich mindestens auf 190.Mit Smoothie mehr, aber das ist ja logisch wegen Fruchtzucker. Vier Kartöffelchen mit Kohlrabi (Sauce mit bissi saure Sahne dran und minimal mit Mehl angedickt) schießt mich auf 250 oder so in dem Dreh. Dast kommt mir echt viel vor, dafür dass ich ja nur relativ kleine Portionen essen kann. Ich meine, normalerweise sollte der Körper in der Lage sein, den Wert in einem gewissen Rahmen zu halten, selbst bei normalen Portionen und das war ja auch bis vor kurzem so. Der 300er Wert, den ich gemessen hatte, weil mir so seltsamer Körpergeruch aufgefallen war, war wegen ein paar Schuck verdünntem Fruchtsaft (6 Teile Wasser 1 Teil O-Saft, was laut meiner Diabetesberaterin keinen großen Einfluss auf den BZ haben sollte in der Verdünnung/Menge und das scheint auch so zu sein) und 4 Nimm2-Bonbons, die ich noch nichtmal auf einmal gegessen hatte, sondern bei geistiger Aktivität mal eben als kleiner Booster für mein Gehirn zwei mal zwei im Abstand von vielleicht einer Stunde. Der Wert ist ungefähr 1,5h nach dem Lutschen des letzten Bonbons gemessen, allerdings ist das eine Ausnahme, dass der Wert nach so langer Zeit noch so weit oben war. Auch der Zuckerkonsum an sich ist nicht repräsentativ, klingt hier echt als würde ich nur Süßkram essen, aber meistens ist mein Einkaufskorb bis ich beim Obst/Gemüse bin immer relativ leer, um sich dann plötzlich ziemlich zu füllen

Aber ich habe auch ab und zu wirklich das Gefühl, jetzt Zucker zu benötigen, z.b. bei Aktivität oder wenn ich mich konzentrieren muss und dann nutze ich meistens was Schnelles. Die Mahlzeiten sind aber normalerweise nciht mti Weißbrot usw. vertreten. An diesem Tag mit den 300 war Keton auch leicht erhöht (hatte mich erinnert, dass bei dem Messgerät so ein Musterstreifen dabei lag und den mal benutzt- 0,7), zwei Tage später in der Praxis aber keine Spur mehr von Keton, im Urin jedenfalls nicht und Zucker war auch nicht (mehr?) drin. BZ war auch ok, allerdings muss ich 6km da hin radeln. Also alles eigentlich so, dass man sich entspannen könnte... wären da nicht regelmässig diese Spitzen. Würd das mal vorkommen, würd ich mir da gar keinen Kopp machen, aber mindestens 4-5 Werte in der Größenordnung sind jeden Tag dabei. Die halten allerdings nicht lang an.
Der 2-Stunden-Wert ist meistens einigermaßen ok. Einen sauberen 2h-Wert zu kriegen ist sowieso nicht so einfach, weil ich ja eigentlich so lange Pausen zwischen den Mahlzeiten garnicht habe, ich esse ja normalerweise den ganzen Tag, weil ich anders die benötigten Kalorien garnihct zusammen kriege. Wenn ich saubere Werte gemessen habe, waren die aber recht gut oder sogar Unterkante und wenn ich nicht dieses stündliche Profil hätte machen müssen, wäre es auch garnicht aufgefallen, dass da eigentlich vorher ganz regelmässig so hohe Spitzen dabei sind. Zuweilen fällt der BZ extrem schnell und bin ich nach einer Stunde von über 200 runter auf knapp über 80 und kriege schon wieder Hunger. Also die Insulinproduktion kommt schon, aber eben verzögert und mein Körper reagiert bereits auf kleine Mengen Nahrungsmittel im ersten Moment ziemlcih extrem und das macht mir Sorgen, denn es kann doch nicht im Sinne des Erfinders sein, mehrmals am Tag auf so hohe Werte zu fliegen und dann wieder relativ heftig abzusinken. Wenn ich "Sport" mache (das ist bei mir aufgrund anderer Erkrankungen nur zügiges Gehen, das aber 6-10km an Tag) muss ich mir was mitnehmen, weil mir sonst flau wird. Gemessen habe ich da aber nie, da ja ohne Insulin keine Unterzuckerungen in der Form drohen dürften, dass sie gefährlich sind (und ihr wisst ja: Teststreifen sparen

)
Als ich zum ersten Termin kam, meinte meine Diabetesberaterin, dass wir jetzt was unternehmen würden und ich am nächsten Termin Insulin mitbekommen würde. Beim nächsten Termin ruderte sie da wieder zurück und nun bin ich natürlich verwirrt. Dass mein Stoffwechsel ziemlich chaotisch ist, wissen wir beide und das fühlt sich auch so an, aber ich möchte halt keinen Zustand, der möglicherweise gefährlich sein könnte (ich habe gelesen so hohe Schwankungen stressen die Gefäße), denn ich fange erfahrungsgemäß jede Komplikation, die bekannt ist

Auf der anderen Seite vestehe ich, dass sie sich wegen Unterzuckerungen sorgt und das mit dem Glucagon ist ja auch nicht ohne. Die Werte fallen ja auch so schon ziemlich arg ab. Sie ging aber bei ihren Überlegungen von einem Langzeitinsulin aus und ich denke mir, wenn ich halt direkt vor dem Essen ein Kurzzeitinsulin benutzen würde, könnte das vielleicht abgefangen werden. Ich könnte ja ggf. um einer Unterzuckerung vorzubeugen, nach einer gewissen Zeit noch eine Kleinigkeit nachschieben. Mache ich ja eh meistens, weil ich sonst nicht auf meine Kalorien komme, die mich außerhalb des Untergewichts halten. Das geht nur mit Kohlenhydraten, Eiweiss vollbringt da keine Wunder (und ist sowieso in größeren Mengen wohl nicht so schlau, wenn die Leber auch nicht mehr vollständig ist) und mit Fett siehts trotz Kreon immer noch schlecht aus. Irgendwas muss ich ja essen und ich bin stolz, endlich aus dem Untergewicht raus zu sein- das hat aber nur geklappt, indem ich auch nachts gegessen habe.
Insgesamt ist die Stoffwechselsituation also wirklich schwierig. Die Aufnahme von Nahrungsmitteln funktioniert mit Kreon, aber ist nicht sonderlich effektiv. Soll heißen, Output ist MEGA und verstopft regelmässig das Klo

Aber zumindest kein Fettstuhl mehr, einfach nur viel und solang ich das wieder raus kriege ist alles gut. Verwachsungsbedingt ist eine Aufnahmen größereer Mengen auf einmal auch nicht möglich. So bleiben eigentlich nur kleine Mengen und da schaue ich dann halt schon, dass das Lebensmittel sind, die dann auch einen gewissen Kaloriengehalt haben. Mit Ballaststoffen in größeren Mengen komme ich nicht sonderlich gut zurecht. Vollkornbrot oder Rohkost sind schwierig. Ich esse aber sehr gern Gemüse und püriere viel (in Smoothies) und regele dann die Energie eben über die Sättigungsbeilage. Die Ernährungsberaterin kann mir da auch irgendwie nicht so wirklcih helfen. Denn so, wie sie ich das vorstellt bzw. wie die TypII Diabetiker gesund essen funktioniert das eben nicht, wenn da noch zig andere Probleme bezüglich der Ernährung auftreten. Ich meine, irgendwas muss ich ja essen. Manches davon macht höhere Zuckerwerte als anders und ich bemühe mich, das zu ersetzen, zumindest in den normalen Mahlzeiten. Aber das klappt eben nicht immer und auch wenn es gelingt, sind die Blutzuckerspitzen aus meiner Sicht unakzeptabel. Auch wenn es mir sehr recht wäre, wenn das ganze Rechnen und Spritzen noch eine Weile auf sich warten ließe. Momentan jedenfalls ist warten angesagt- Kontrolle im August, also recht bald, und ansonsten ncith messen, aber wenn die Werte nicht mehr runter gehen sollten (das weiß man doch ohne messen garnicht, jedenfalls hab ich mich nicht wirklcih schlecht gefühlt) ins Krankenhaus fahren. Das war nur einer von vielen Widersprüchen, die mich unsicher machen, ob ich das so akzeptieren sollte oder mich um eine zweite Meinung bemühen, was hier aber rehct umständlich ist. Vielleicht helfen mir eure Antworten ja, das ein wenig zu sortieren.
Arzt wechseln kommt überhaupt nicht in Frage. Ich bin so froh, endlich einen Arzt gefunden zu haben, der nicht nur auf sein Budget schaut, sondern da wirklcih mit dem Herzen dabei und gleichzeitig auch noch sorgfältig ist. Ohne den wäre ich mit all dem Chaos echt verloren gewesen. Mit ihm muss ich darüber noch reden- das andere war ja die Diabetestante in der selben Praxis.... ich weiß haltnicht inwieweit sie solche Sachen selbständig entscheiden darf oder das mit ihm absprechen muss. Das muss ich nun herausfinden. Vielleicht kam daher ja auch ihr Sinneswandel, dass sie erst Insulin einsetzen wollte und dann auf einmal wieder nicht mehr. Vielleicht hat sie ja zwischendrin mit dem Arzt gesprochen und der hat gesagt: Bist du verrückt, die hat doch auch kein Glucagon
