Reizdarm oder Bauchspeicheldrüse?

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Krypton31
Beiträge: 2
Registriert: 17. Dezember 2014, 21:26

Reizdarm oder Bauchspeicheldrüse?

Beitrag von Krypton31 »

Hallo zusammen,

seit Anfang des Jahres habe ich (männlich, 24) ein Problem. Das Ganze fing Januar/ Februar an, als ich morgens nach dem Aufstehen über mehrere Tage hinweg sofort auf die Toilette rennen musste wegen Unterleibskrämpfe/ Schmerzen. Nach durchfallartiger Entleerung war alles wieder super, ich fühlte mich topfit. Das Ganze geschah anfangs mehrfach am Tag, im Laufe der Wochen wurde es immer seltener und zuletzt wachte ich schließlich überhaupt nicht mehr mit diesem Drang morgens auf. Wegen einer anderen Geschichte wurde mir kurze Zeit vorher Blut abgenommen und der Hausarzt ordnete die Abgabe einer Stuhlprobe an (Test auf Parasiten, Bakterien etc.). Es konnte weder an Hand des Blutbilds noch an der Stuhlprobe eine Ursache gefunden werden.

Was geblieben ist, war breiiger, ungeformter, z.T. dünner Stuhl. Mal heller, mal dunkler. Da ich das nicht kannte und ich die Geduld verlor, wurde ich wieder beim Arzt vorstellig. Dieses Mal wurde auf occultes Blut getestet. Natürlich ebenfalls negativ. Einzig und allein mein Elastasewert war mit 99 erniedrigt (und bei mir wurden über Leberwerte, Bauchspeicheldrüsenwerte etc. so gut wie alles getestet; ALLES im Normbereich). Dem wurde allerdings keine Bedeutung zugetragen. Eine Darmspiegelung wurde mir nahegelegt. Ich versuchte, diese mit einer Sonographie zu umgehen. Sämtliche Organe des Abdomens waren beim HA-Ultraschall unauffällig, bis auf ein 3-6 mm großes, kreisrundes, echoarmes Signal im Dünndarm. Bei mir klingelten alle Alarmglocken: was, wenn das etwas ernstes ist?. Also zur Koloskopie: wieder nichts. Der Gastroenderologe hatte ebenfalls eine Sono durchgeführt: auch hier alles normal, auch die BSD. Einzig und allein "eine rätselhafte Darmperistaltik" konnte er feststellen (das lag wahrscheinlich an meinen Ängsten, ich war mit der Zeit völlig verängstigt und ziemlich aufgelöst). Beim Hausarzt war dann eine Abschlussuntersuchung, wieder mit einer Sonographie: und wieder nichts. Mir fiel auf, dass ich Erbsen und Mais wohl nicht mehr so gut verdauen kann wie ich es gewohnt hatte; es konnte sein dass die eine oder andere Erbse wieder so ausgeschieden wurde wie ich sie zu mir nahm. Das hatte das echoarme Signal letztendlich auch erklärt. Ich griff zu Heilerde, die nach ein paar Tagen auch Erfolg zeigte: endlich wieder halbwegs geformt, wenn auch etwas dünner als damals).

Der Stuhl hatte sich über das Jahr hinweg verbessert. Langsam, aber unterm Strich merkbar: vom Durchfall zum breiigen, ungeformten Stuhl, der z.T. Nahrungsreste (Erbsen, Mais, Tomatenhaut etc.), ab und an hatte ich dann wiederum normalen Stuhl (wenn auch selten). Letzte Woche war ich wegen einer Erkältung wieder beim Hausarzt und sprach ihn auf den Elastasewert an, und ob ich mir nun Sorgen machen müsse. Er ordnete einen erneuten Stuhltest an. Als er anrief und verkündete, die BSD sei in Ordnung, fiel mir ein Stein vom Herzen. Ich wollte es allerdings Schwarz auf Weiß - und dann las ich einen Elastasewert von 34 (!) ab (und das, obwohl ich das falsch niedrige Ergebnis infolge von nicht normalem Stuhl durch Heilerde "austricksen" wollte).

Zu meinen Beschwerden/ Nichtbeschwerden:
- Stuhlbeschwerden, bei denen Heilerde Teilerfolge erzielte.
- Keine Schmerzen nach dem Essen (wie es viele ja haben, die BSD-Probleme haben)
- Keine Oberbauchschmerzen, eher Unterbauchschmerzen (mal mehr, mal weniger; immer um den Bauchnabel herum lokalisiert, höchstens 1 Fingerbreite über dem Bauchnabel; eher drückend, wie wenn die Unterwäsche zu eng sitzen würde)
- Gelegentliches Sodbrennen (mein Vater, Onkel + Cousin leiden unter Reflux, das werde ich wahrscheinlich ebenfalls haben). Im Sommer 1x sehr starkes Sodbrennen (am Abend zuvor aber nur 1 Glas Alkohol getrunken)
- Keine Gewichtsabnahme
- Kein Nachtschweiß
- Keine Appetitlosigkeit
- Als Student habe ich einen etwas gestörten Tag/Nacht-Rhythmus...Abends ab und an länger wach, was dann durch Mittagschlaf kompensiert wird

Nun zu meinen Fragen:
1.) Würdet ihr das genauso wie die Ärzte sehen und nicht als ein BSD-Problem sehen? Man muss dazu sagen, ich hatte wegen der ganzen Geschichte viele überängstliche Phasen und achte vielleicht auch etwas penibler auf mich und mögliche Symptome als andere.
2.) Wie kann es sein, dass meine BSD in Ordnung ist, wenn der Elastasewert so gering ist? Klar, mein Stuhl ist nicht vollständig normal und weil der Test so sensitiv ist kann der Wert nach unten ziemlich verfälscht sein, aber weiß jemand, wie man sich da sicher sein kann, dass die BSD in Ordnung ist?
3.) Wäre eine Pankreasinsuffizienz gleichzusetzen mit einer Chronischen Pankreatitis (da man der chronischen Pankreatitis nicht gerade schönes zwecks der Lebenserwartung liest)?

Es nagt eben halt noch ziemlich an mir, und ich würde die Thematik gerne endlich hinter mir lassen und wieder zu 100% sorglos leben...Vielleicht wisst ihr ja Rat? Danke im Vorraus , und sorry für den vielen Text :D
SaSem

Re: Reizdarm oder Bauchspeicheldrüse?

Beitrag von SaSem »

Krypton31 hat geschrieben:Hallo zusammen,

seit Anfang des Jahres habe ich (männlich, 24) ein Problem. Das Ganze fing Januar/ Februar an, als ich morgens nach dem Aufstehen über mehrere Tage hinweg sofort auf die Toilette rennen musste wegen Unterleibskrämpfe/ Schmerzen. Nach durchfallartiger Entleerung war alles wieder super, ich fühlte mich topfit. Das Ganze geschah anfangs mehrfach am Tag, im Laufe der Wochen wurde es immer seltener und zuletzt wachte ich schließlich überhaupt nicht mehr mit diesem Drang morgens auf. Wegen einer anderen Geschichte wurde mir kurze Zeit vorher Blut abgenommen und der Hausarzt ordnete die Abgabe einer Stuhlprobe an (Test auf Parasiten, Bakterien etc.). Es konnte weder an Hand des Blutbilds noch an der Stuhlprobe eine Ursache gefunden werden.

Was geblieben ist, war breiiger, ungeformter, z.T. dünner Stuhl. Mal heller, mal dunkler. Da ich das nicht kannte und ich die Geduld verlor, wurde ich wieder beim Arzt vorstellig. Dieses Mal wurde auf occultes Blut getestet. Natürlich ebenfalls negativ. Einzig und allein mein Elastasewert war mit 99 erniedrigt (und bei mir wurden über Leberwerte, Bauchspeicheldrüsenwerte etc. so gut wie alles getestet; ALLES im Normbereich). Dem wurde allerdings keine Bedeutung zugetragen. Eine Darmspiegelung wurde mir nahegelegt. Ich versuchte, diese mit einer Sonographie zu umgehen. Sämtliche Organe des Abdomens waren beim HA-Ultraschall unauffällig, bis auf ein 3-6 mm großes, kreisrundes, echoarmes Signal im Dünndarm. Bei mir klingelten alle Alarmglocken: was, wenn das etwas ernstes ist?. Also zur Koloskopie: wieder nichts. Der Gastroenderologe hatte ebenfalls eine Sono durchgeführt: auch hier alles normal, auch die BSD. Einzig und allein "eine rätselhafte Darmperistaltik" konnte er feststellen (das lag wahrscheinlich an meinen Ängsten, ich war mit der Zeit völlig verängstigt und ziemlich aufgelöst). Beim Hausarzt war dann eine Abschlussuntersuchung, wieder mit einer Sonographie: und wieder nichts. Mir fiel auf, dass ich Erbsen und Mais wohl nicht mehr so gut verdauen kann wie ich es gewohnt hatte; es konnte sein dass die eine oder andere Erbse wieder so ausgeschieden wurde wie ich sie zu mir nahm. Das hatte das echoarme Signal letztendlich auch erklärt. Ich griff zu Heilerde, die nach ein paar Tagen auch Erfolg zeigte: endlich wieder halbwegs geformt, wenn auch etwas dünner als damals).

Der Stuhl hatte sich über das Jahr hinweg verbessert. Langsam, aber unterm Strich merkbar: vom Durchfall zum breiigen, ungeformten Stuhl, der z.T. Nahrungsreste (Erbsen, Mais, Tomatenhaut etc.), ab und an hatte ich dann wiederum normalen Stuhl (wenn auch selten). Letzte Woche war ich wegen einer Erkältung wieder beim Hausarzt und sprach ihn auf den Elastasewert an, und ob ich mir nun Sorgen machen müsse. Er ordnete einen erneuten Stuhltest an. Als er anrief und verkündete, die BSD sei in Ordnung, fiel mir ein Stein vom Herzen. Ich wollte es allerdings Schwarz auf Weiß - und dann las ich einen Elastasewert von 34 (!) ab (und das, obwohl ich das falsch niedrige Ergebnis infolge von nicht normalem Stuhl durch Heilerde "austricksen" wollte).

Zu meinen Beschwerden/ Nichtbeschwerden:
- Stuhlbeschwerden, bei denen Heilerde Teilerfolge erzielte.
- Keine Schmerzen nach dem Essen (wie es viele ja haben, die BSD-Probleme haben)
- Keine Oberbauchschmerzen, eher Unterbauchschmerzen (mal mehr, mal weniger; immer um den Bauchnabel herum lokalisiert, höchstens 1 Fingerbreite über dem Bauchnabel; eher drückend, wie wenn die Unterwäsche zu eng sitzen würde)
- Gelegentliches Sodbrennen (mein Vater, Onkel + Cousin leiden unter Reflux, das werde ich wahrscheinlich ebenfalls haben). Im Sommer 1x sehr starkes Sodbrennen (am Abend zuvor aber nur 1 Glas Alkohol getrunken)
- Keine Gewichtsabnahme
- Kein Nachtschweiß
- Keine Appetitlosigkeit
- Als Student habe ich einen etwas gestörten Tag/Nacht-Rhythmus...Abends ab und an länger wach, was dann durch Mittagschlaf kompensiert wird

Nun zu meinen Fragen:
1.) Würdet ihr das genauso wie die Ärzte sehen und nicht als ein BSD-Problem sehen? Man muss dazu sagen, ich hatte wegen der ganzen Geschichte viele überängstliche Phasen und achte vielleicht auch etwas penibler auf mich und mögliche Symptome als andere.
2.) Wie kann es sein, dass meine BSD in Ordnung ist, wenn der Elastasewert so gering ist? Klar, mein Stuhl ist nicht vollständig normal und weil der Test so sensitiv ist kann der Wert nach unten ziemlich verfälscht sein, aber weiß jemand, wie man sich da sicher sein kann, dass die BSD in Ordnung ist?
3.) Wäre eine Pankreasinsuffizienz gleichzusetzen mit einer Chronischen Pankreatitis (da man der chronischen Pankreatitis nicht gerade schönes zwecks der Lebenserwartung liest)?

Es nagt eben halt noch ziemlich an mir, und ich würde die Thematik gerne endlich hinter mir lassen und wieder zu 100% sorglos leben...Vielleicht wisst ihr ja Rat? Danke im Vorraus , und sorry für den vielen Text :D
warum spricht Dein Arzt von "BSD alles in Ordnung bei einem Elastasewert von knapp über 30?Produziert die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Elastase, ist dies ein Hinweis, dass die Drüse nicht genügend Verdauungsenzyme herstellt. Dies nennen Mediziner exokrine Pankreasinsuffizienz.
NORMALWERTE
Erwachsene > 200 µg/g Stuhl
Pathologische Werte 100 - 200 µg/g Stuhl leichte bis mäßige Pankreasinsuffizienz
< 100 µg/g Stuhl schwere Pankreasinsuffizienz

ABER eine Insuffizienz ist nicht Lebensbedrohlich!!! Mit Pankreasenzymen gut einzustellen und mit einer chronischen Pankreas kann man schon älter werden!!! Ich lebe mit ihr bereits seit über 30 Jahren, alles Märchengeschichten. Keine Panik. Lg Sabine
Krypton31
Beiträge: 2
Registriert: 17. Dezember 2014, 21:26

Re: Reizdarm oder Bauchspeicheldrüse?

Beitrag von Krypton31 »

Danke für die Antwort! Das ist nämlich auch genau die Meinung, die ich diesbezüglich habe...

Ich frage mich ehrlich gesagt auch, wie er zu dem Entschluss gekommen ist. Vor der Verordnung des 2.Tests hatte er ja noch gesagt, dass der Wert zu niedrig sei, wahrscheinlich wegen des ungewohnten Stuhlverhaltens, und man das einfach nochmal nachprüft. Und der 2.Wert ist ja noch schlechter als der 1.Wert. Gestern war ich erneut bei ihm, weil ich nun eine Mandelentzündung habe und habe bei der Gelegenheit auch gleich nachgefragt, wie man bei so einem Wert sicher sein kann, dass alles okay ist. So richtig begründet wurde das unterm Strich nicht, ich solle es aber vorerst mal mit Kreon probieren. Er ist der Meinung, nach einiger Zeit würde sich das Stuhlverhalten wieder komplett normalisieren bzw. soll beobachtet werden, wie das Kreon wirkt.

Mittlerweile überlege ich mir, einen Schritt weiter zu gehen und ein CT zu verlangen. Irgendetwas müsste man ja darauf erkennen. Mir ist es nämlich unterm Strich ein ziemliches Rätsel, wie das zustande gekommen sein muss, da ich jetzt nicht gerade ein Alkoholiker (wenn ich was trinke, dann am Wochenende, und das dann meistens auch nur an einem Abend) bin oder meinen Körper anderweitig groß strapaziert habe.

Das ist erfreulich, dass man problemlos damit leben kann. Wenn ich eine Insuffizienz habe, muss ich mich damit abfinden, die größte Sorge ist und war eben die Sache, ob ich damit rechnen muss, keine 50 Jahre alt zu werden. Für mich stellt sich eben die Frage, ob man auch "einfach so" eine Insuffizienz haben kann, oder ob die BSD dann zwangsweise auch chronisch entzündet sein muss. Denn so, wie ich das in Erfahrung gebracht habe, würde die Chronische Entzündung einen ziemlich starken Lebenswandel mit sich ziehen, während bei der Insuffizienz lediglich die Enzymsubstitution stattfinden würde, ohne auf hunderte Lebensgewohnheitsumstellungen achten zu müssen.
SaSem

Re: Reizdarm oder Bauchspeicheldrüse?

Beitrag von SaSem »

"Das ist erfreulich, dass man problemlos damit leben kann. Wenn ich eine Insuffizienz habe, muss ich mich damit abfinden, die größte Sorge ist und war eben die Sache, ob ich damit rechnen muss, keine 50 Jahre alt zu werden. Für mich stellt sich eben die Frage, ob man auch "einfach so" eine Insuffizienz haben kann, oder ob die BSD dann zwangsweise auch chronisch entzündet sein muss. Denn so, wie ich das in Erfahrung gebracht habe, würde die Chronische Entzündung einen ziemlich starken Lebenswandel mit sich ziehen, während bei der Insuffizienz lediglich die Enzymsubstitution stattfinden würde, ohne auf hunderte Lebensgewohnheitsumstellungen achten zu müssen."

Nun mit der Insuffizienz würde ich an Deiner Stelle nicht zum Hausarzt gehen, such einen Internisten (Gastro) auf. Der kann Dir weiterhelfen, vor allem wird dieser noch andere Tests machen, bzgl. Fettverdauung, Vitaminmangel usw. Den Alkohol würde ich an Deiner Stelle echt weglassen, der belastet die Drüse stark. Und rauchen würde ich auch nicht. Es gibt Menschen die eine Insuffizienz entwickeln aus unerklärlichen Gründen also ohne Entzündungen oder ähnliches. Eine chronische Pankreas hat nicht immer einen starken Lebenswandel zur Ursache (das ärgert mich!!! da die Meisten nicht wissen, wie und was die BSD erkranken kann, da gibt es echt zick Ursachen nicht nur ALKOHOL).
BOAH und lasst mal diese blöde Angst weg, nicht alt zu werden, wenn ich mir in den 30 Jahren immer wieder gesagt ich werde nur 40 da wäre ich bereits vor 7 Jahren tot!!!!! Das war vor 20 Jahren die Aussage aller Ärzte, es hat sich aber in den Jahren viel getan. Lg sabine
Allende
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Registriert: 21. Dezember 2013, 18:09

Re: Reizdarm oder Bauchspeicheldrüse?

Beitrag von Allende »

Ich denke, du kannst durchaus eine Insuffiziens ohne CP haben. Für die allgemeine Ärzteschaft ist dies aber nicht ganz schlüssig. Ich empfehle dir mal eine Endosono. Ist einfach schonender als das CT.
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reddevil
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Re: Reizdarm oder Bauchspeicheldrüse?

Beitrag von reddevil »

Hallo Krypton,

es kann auch durchaus sein, das Du beides hast. Ein RDS und eine Insuffizienz! - Das gibt`s! - Bei mir ist das nämlich so.

So ein Elastase Wert sollte regelmäßig kontrolliert werden. Bei mir wurde das halbjährlich empfohlen!

Sicherlich brauchst Du auch Enzyme!
-Nachdem ich schon Ozüm, Pangerol und Panzytrat ausprobiert und zeitweise genommen habe, merkte ich das ich mit Kreon am Besten klarkomme.... Enzyme beim Essen nehmen ist wichtig!

Ich habe auch schon weit über zehn Jahre eine Pankreas Insuffizienz, nur kam im letztem Jahr bei mir ein RSD dazu. Durch glutenfreie Ernährung bekam ich meine Schmerzen und Beschwerden wieder unter Kontrolle. Ich bin eher ein Verstopfungstyp und hatte deshalb schlimme, schlimme Schmerzen.

Liebe Grüße!
"Der Weg ist das Ziel!"
Sirkka
Beiträge: 31
Registriert: 20. November 2014, 10:06

Re: Reizdarm oder Bauchspeicheldrüse?

Beitrag von Sirkka »

Hallo reddevil,

Was hattest du denn für Schmerzen? Wie merkt man ein RSD? Kann das irgendwie festgestellt werden?
Würde mich sehr über eine Antwort freuen.

Gruß Sirkka
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reddevil
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Registriert: 22. November 2013, 10:02

Re: Reizdarm oder Bauchspeicheldrüse?

Beitrag von reddevil »

Hallo Sirkka,

Hatte im ganzen Bauchraum mal in der Bauchspeicheldrüsengegend Stiche, mal rechts, mal links oder in der Lebergegend, Dauernde Schmerzen die mit lauten Geräuschen verbunden waren... Es gluckerte und schepperte überall. -
Eine Menge Luft war bei der Sono A zu sehen und mein Dr. wusste nicht, wo die her kam! Durch die Blähungen gab`s dann tierische Krämpfe und einen dumpfen Dauerschmerz der im Unterbauch anfing und sich bis zur Magengegend verbreitete. Mit den Schmerzen bin ich am Abend ins Bett gegangen und am Morgen wieder aufgestanden.... Das ging über mehrere Wochen! :(
Auch gab`s die Situation von Schmerzen, wo ich auf dem Sofa gesessen hatte und ein Schmerz im Unterbauch auf einmal so schlimm war, das ich nicht mehr aufstehen konnte und es eine ganze Zeit lang dauerte, bis ich wieder aufstehen konnte, so heftig war der Schmerz! - Oh, es war furchtbar!!!!!
- Ich wollte schon nicht mehr leben, weil die Schmerzen so schlimm waren! - Hatte totale Angst, das da was ganz Schlimmes mit meiner Bauchspeicheldrüse war und ich nicht mehr lange zu leben hätte! Etwas bei denn vielen Untersuchungen übersehen würde und so.... Meine Gedanken waren nur noch Bauch und Schmerz fixiert und ich habe gesucht und gesucht... Vielleicht liegt es da dran, oder da dran, oder,oder,oder..... Ein Rätselraten mit meinem Mann zusammen!
Die Untersuchungen liefen sehr schleppend, wie das nun einmal so ist, wenn man beim Arzt immer ein Termin dafür oder dafür braucht.... Oh, ich war so verzweifelt!!!!! Schrieb Tabellen was ich wann gegessen hatte.... Wann Schmerzen kamen.....u.u.u.
Einmal bin ich ins Krupp Krankenhaus, nach Essen, in die Notaufnahme, weil ich Angst hatte, das mein Darm durchbricht, oder durch die starke Verstopfung etwas anderes passiert... Im Krankenhaus, war dann der Schmerz wieder weg!
Ein stechen, drücken, und ein Gefühl das ich mich übergeben müsste war auch sehr oft da! - Komisch, das es immer im Unterbauch anfing! Aber Gyn. mäßig war alles abgeklärt und in Ordnung!

Bei mir hing das wohl alles mit den massiven Verstopfungen zusammen, obwohl ich mich viel bewege und viel trinke.....
Seitdem ich Movicol für meine Verdauung nehme geht es mir viel besser! Movicol ist ein Mittel gegen Verstopfungen, das mir eine Ärztin empfohlen hat. Ich muss ständig darauf achten, das ich keine Verstopfungen bekomme!

Bei mir war das so, das ich eine RDS diagnostiziert bekam, wegen meiner unerklärlichen starken Bauchschmerzen aber nichts zu finden war, was diese auslösen könnten. -
Alle Untersuchungen ( SonoA, Magen- und Darmspiegelung, MRT, Tests auf Lactose-, Fructose- und Glutenunverträglichkeit ( noch eine Magenspiegelung mit Biopsie= Gewebeprobe aus dem Zwölffingerdarm ) Bluttests, waren abgeschlossen. Doch nichts war zu finden, außer den massiven Luftansammlungen....

Seitdem ich mich nun überwiegend glutenfrei ernähre, geht es mir auch besser! Wahrscheinlich bin ich Glutensensibel! Es war aber nichts herauszukriegen, weil ich mich vor dem Test schon, Eigenversuchsweise glutenfrei ernährt hatte und merkte das ich weniger Schmerzen hatte! Vielleicht bin ich auch nur Glutensensibel, weil mir manchmal selbst Gebackenes mit etwas Vollkorn, was ich für meinen Mann backe, auch vertragen habe! Aber nur wenig davon!!!!!

Ich nehme auch Kreon 40000. Mit diesen Enzymen komme ich am Besten zurecht, wegen meiner Bauchspeicheldrüsen Insuffizienz! Ich denke meine Beschwerden hängen auch irgendwie mit der BPS zusammen.... So eine Art "Zusammenspiel"! -?

LG! Rita
"Der Weg ist das Ziel!"
Sirkka
Beiträge: 31
Registriert: 20. November 2014, 10:06

Re: Reizdarm oder Bauchspeicheldrüse?

Beitrag von Sirkka »

Hallo Rita,

Vielen lieben Dank für deine Antwort.
Die Luft im Bauch habe ich auch immer wieder sehr viel. Die Ärzte sagen mir das ständig wenn Ultraschall gemacht wird. Zu Verstopfungen neige ich leider auch oft. Wogegen ich dann trockenpflaumen esse. Wärme hilft mir auch sehr gut. Zur Zeit denke ich auch viel an Bauch und Schmerzen und woher sie bloß kommen, ziehe dies und das in Erwägung aber zu einem Ergebnis bin ich bisher nicht gekommen. Im nächsten jahr wird nochmal eine magenspiegelung gemacht. Ansonsten wüsste ich auch nicht mehr woher es kommen könnte.
Es ist zum verrückt werden. Dann ist es einen Tag besser und nächsten Tag ist es wieder so arg dass ich mich kaum vom Sofa aufraffen kann.
Ich hoffe das ich es bald irgendwie in den Griff bekomme.

LG Sirkka
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reddevil
Beiträge: 70
Registriert: 22. November 2013, 10:02

Re: Reizdarm oder Bauchspeicheldrüse?

Beitrag von reddevil »

Danke für den Tipp mit der CD!
Die viele Luft war auch immer im Ultraschall bei mir zu sehen! Ich nehme an das sind Gase, die bei der Zersetzung der Nahrungsmittel entstehen und der Brei zu langsam weiter transportiert wird.... Dadurch entstehen wohl irgendwelche Fäulnisgase die uns so quälen.....

- Vielleicht kannst Du ja auch mal das Thema Allergien beim Arzt ansprechen und eine Magenspieglung mit Biopsie machen lassen, wegen einer evtl. Glutenunverträglichkeit.....

Ich merke auch bei mir, das ich mehr Beschwerden bekommen wenn ich zu viel Zuckerzeugs esse, wie jetzt so um die Weihnachtszeit, welches ich schon seit gestern wieder eindämme.... Bei RDS ist z. B. Zuckerzeugs auch auf der negativ Liste! Außerdem hat man da auch viele Unverträglichkeiten, die früher nicht da waren....

Ein Bluttest, gibt es auch wegen einer evtl. Glutenunverträglichkeit.... Vielleicht mal den Arzt fragen.....

Dieses zum Verrückt werden ist furchtbar und es greift sehr die Psyche an! -

Du wirst aber den Auslöser für dich finden.... Sorge für eine gute Verdauung!!!!! Bei mir haben Backpflaumen überhaupt nicht geholfen!

Eine gesunde Ernährung, ohne viel Zuckerzeugs und zu viel Fett hilft mir schon und meist noch eine glutenfreie Ernährung!
Aber lass lieber vorher die Tests auf Glutenunverträglichkeit machen, dann weißt Du es vielleicht genauer..... Nur wenn vorher keine glutenfreie Ernährung durchgeführt wurde lässt sich eine Unverträglichkeit herausfinden!

Natürlich kannst Du auch einen Selbsttest starten, ich hatte dieses hier vorher gelesen und mich daran orientiert: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/gl ... eranz.html

-Ich bin mir sicher, das ich da zumindest Glutensensibel bin. Das gibt`s nämlich auch! Bo, ich habe so viel geforscht..... Ich war ja soooo verzweifelt!!!!!

Beim Test hatte ich nach und nach meine Schmerzen unter Kontrolle bekommen! Sie wurden immer weniger und nun sind sie kaum noch da, wenn ich nicht "sündige"!

LG! Rita
"Der Weg ist das Ziel!"
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