seit Anfang des Jahres habe ich (männlich, 24) ein Problem. Das Ganze fing Januar/ Februar an, als ich morgens nach dem Aufstehen über mehrere Tage hinweg sofort auf die Toilette rennen musste wegen Unterleibskrämpfe/ Schmerzen. Nach durchfallartiger Entleerung war alles wieder super, ich fühlte mich topfit. Das Ganze geschah anfangs mehrfach am Tag, im Laufe der Wochen wurde es immer seltener und zuletzt wachte ich schließlich überhaupt nicht mehr mit diesem Drang morgens auf. Wegen einer anderen Geschichte wurde mir kurze Zeit vorher Blut abgenommen und der Hausarzt ordnete die Abgabe einer Stuhlprobe an (Test auf Parasiten, Bakterien etc.). Es konnte weder an Hand des Blutbilds noch an der Stuhlprobe eine Ursache gefunden werden.
Was geblieben ist, war breiiger, ungeformter, z.T. dünner Stuhl. Mal heller, mal dunkler. Da ich das nicht kannte und ich die Geduld verlor, wurde ich wieder beim Arzt vorstellig. Dieses Mal wurde auf occultes Blut getestet. Natürlich ebenfalls negativ. Einzig und allein mein Elastasewert war mit 99 erniedrigt (und bei mir wurden über Leberwerte, Bauchspeicheldrüsenwerte etc. so gut wie alles getestet; ALLES im Normbereich). Dem wurde allerdings keine Bedeutung zugetragen. Eine Darmspiegelung wurde mir nahegelegt. Ich versuchte, diese mit einer Sonographie zu umgehen. Sämtliche Organe des Abdomens waren beim HA-Ultraschall unauffällig, bis auf ein 3-6 mm großes, kreisrundes, echoarmes Signal im Dünndarm. Bei mir klingelten alle Alarmglocken: was, wenn das etwas ernstes ist?. Also zur Koloskopie: wieder nichts. Der Gastroenderologe hatte ebenfalls eine Sono durchgeführt: auch hier alles normal, auch die BSD. Einzig und allein "eine rätselhafte Darmperistaltik" konnte er feststellen (das lag wahrscheinlich an meinen Ängsten, ich war mit der Zeit völlig verängstigt und ziemlich aufgelöst). Beim Hausarzt war dann eine Abschlussuntersuchung, wieder mit einer Sonographie: und wieder nichts. Mir fiel auf, dass ich Erbsen und Mais wohl nicht mehr so gut verdauen kann wie ich es gewohnt hatte; es konnte sein dass die eine oder andere Erbse wieder so ausgeschieden wurde wie ich sie zu mir nahm. Das hatte das echoarme Signal letztendlich auch erklärt. Ich griff zu Heilerde, die nach ein paar Tagen auch Erfolg zeigte: endlich wieder halbwegs geformt, wenn auch etwas dünner als damals).
Der Stuhl hatte sich über das Jahr hinweg verbessert. Langsam, aber unterm Strich merkbar: vom Durchfall zum breiigen, ungeformten Stuhl, der z.T. Nahrungsreste (Erbsen, Mais, Tomatenhaut etc.), ab und an hatte ich dann wiederum normalen Stuhl (wenn auch selten). Letzte Woche war ich wegen einer Erkältung wieder beim Hausarzt und sprach ihn auf den Elastasewert an, und ob ich mir nun Sorgen machen müsse. Er ordnete einen erneuten Stuhltest an. Als er anrief und verkündete, die BSD sei in Ordnung, fiel mir ein Stein vom Herzen. Ich wollte es allerdings Schwarz auf Weiß - und dann las ich einen Elastasewert von 34 (!) ab (und das, obwohl ich das falsch niedrige Ergebnis infolge von nicht normalem Stuhl durch Heilerde "austricksen" wollte).
Zu meinen Beschwerden/ Nichtbeschwerden:
- Stuhlbeschwerden, bei denen Heilerde Teilerfolge erzielte.
- Keine Schmerzen nach dem Essen (wie es viele ja haben, die BSD-Probleme haben)
- Keine Oberbauchschmerzen, eher Unterbauchschmerzen (mal mehr, mal weniger; immer um den Bauchnabel herum lokalisiert, höchstens 1 Fingerbreite über dem Bauchnabel; eher drückend, wie wenn die Unterwäsche zu eng sitzen würde)
- Gelegentliches Sodbrennen (mein Vater, Onkel + Cousin leiden unter Reflux, das werde ich wahrscheinlich ebenfalls haben). Im Sommer 1x sehr starkes Sodbrennen (am Abend zuvor aber nur 1 Glas Alkohol getrunken)
- Keine Gewichtsabnahme
- Kein Nachtschweiß
- Keine Appetitlosigkeit
- Als Student habe ich einen etwas gestörten Tag/Nacht-Rhythmus...Abends ab und an länger wach, was dann durch Mittagschlaf kompensiert wird
Nun zu meinen Fragen:
1.) Würdet ihr das genauso wie die Ärzte sehen und nicht als ein BSD-Problem sehen? Man muss dazu sagen, ich hatte wegen der ganzen Geschichte viele überängstliche Phasen und achte vielleicht auch etwas penibler auf mich und mögliche Symptome als andere.
2.) Wie kann es sein, dass meine BSD in Ordnung ist, wenn der Elastasewert so gering ist? Klar, mein Stuhl ist nicht vollständig normal und weil der Test so sensitiv ist kann der Wert nach unten ziemlich verfälscht sein, aber weiß jemand, wie man sich da sicher sein kann, dass die BSD in Ordnung ist?
3.) Wäre eine Pankreasinsuffizienz gleichzusetzen mit einer Chronischen Pankreatitis (da man der chronischen Pankreatitis nicht gerade schönes zwecks der Lebenserwartung liest)?
Es nagt eben halt noch ziemlich an mir, und ich würde die Thematik gerne endlich hinter mir lassen und wieder zu 100% sorglos leben...Vielleicht wisst ihr ja Rat? Danke im Vorraus , und sorry für den vielen Text