ich bin über die Google-Suche auf dieses Forum gestoßen und hoffe auf Hilfe.
Kurz zu mir: Ich habe aufgrund diverser Nahrungsmittelunverträglichkeiten Probleme mit der Verdauung. In erster Linie handelt es sich um abgehende Winde und Luft im Darm. Durchfall habe ich nur, wenn ich meine Diät nicht einhalte und unverträglich esse. Die Blähungen bekomme ich aber irgendwie nicht in den Griff. Meine letzte Intoleranz wurde in einer Klinik diagnostiziert (Herbst 2013). Dorthin bin ich auf eigenen Wunsch gegangen, weil ich seit ca. Juni 2013 dauernd Durchfall hatte und außer Reis und Fisch eigentlich nichts mehr vertragen habe. In der Klinik stellte sich dann raus, dass sich zur bereits bekannten Laktoseintoleranz eine Fruktosemalabsorption gesellt hat. Mein Eisenwert war im Keller, was bei der monatelangen einseitigen Ernährung wohl auch kein Wunder war. Magenspiegelung war ohne Befund und die Stuhluntersuchung war auch ok (Pankreaselastase absolut in Ordnung).
Ich habe mich dann an die neue Diagnose angepasst, aber eben keine absolute Beschwerdefreiheit erreicht. So habe ich weitere Tests machen lassen. U. a. einen Darmflorastatus, bei dem folgende Werte nicht ok waren:
Stuhlkonsistenz zähbreiig, pH-Wert 7,5 (und damit zu hoch)
Escherichia coli zu hoch
Enterococcus species zu niedrig
Lactobacillus species zu niedrig
Wassergegalt im Stuhl zu niedrig
Eiweiss im Stuhl zu hoch
Stärke im Stuhl zu niedrig
SIgA im Stuhl zu niedrig
Pankreaselastase zu niedrig (nur 122 ) - Hinweis auf leichte exokrine Pankreasinsuffizienz
Fettgehalt im Stuhl war aber in Ordnung
Das Ergebnis habe ich meinem Hausarzt vorgelegt, der sehr interessiert am SIgA-Wert ist, aber den Elastasewert unwichtig findet. Mein Mann hat daraufhin seinen Arzt gefragt, der wiederrum meint, es muss weiter untersucht werden. Und zwar möglichst schnell. Von meinem Arzt gabs eigentlich nur ein Achselzucken und ein Rezept für Pankreasenzyme. Die könne ich ja mal ausprobieren
Ich fühle mich damit nun ein wenig im Stich gelassen. Muss ich mir Sorgen machen oder eher nicht? Was für Untersuchungen sollten denn noch gemacht werden? Und an wen wende ich mich, wenn mein Hausarzt abblockt?
Von den typischen Symptomen bei Pankreasinsuffizienz ist mir nichts aufgefallen. Der Stuhl ist dunkel, Fettaugen schwimmen nicht im Wasser. Die Konsistenz ist nicht super fest, aber auch kein Durchfall. Das Volumen ist eher gering und ich muss nicht täglich. Vor der Probenentnahme für den Test hatte ich 8 Tage gar keinen Stuhlgang (mir gings super und ich hab mich nicht verstopft gefühlt). Einen Zusammenhang mit Fettverzehr und Beschwerden konnte ich nicht erkennen. Und ich habe recht viel Fett zu mir genommen, da ich Untergewicht habe und es schwer ist, mit der notwendigen Diät das Gewicht zu halten.
Vielleicht klingt das für euch jetzt übertrieben ängstlich. Aber mein Schwiegervater ist an Bauchspeicheldrüsenkrebs verstorben und das nicht mal 3,5 Wochen nach der Diagnose.
LG Mediv