ich habe mich hier angemeldet weil ich mich nach eurer Meinung zu meinem Krankheitsbild fragen wollte.
Erst was zu meiner Person: Ich bin männlich und 27 Jahre alt, treibe regelmäßig Sport, ernähre mich durchschnittlich und meiner Ansicht nach ausgewogen und trinke eher selten Alkohol und rauche auch nicht.
Seit knapp einem Jahr treten bei mir jedoch Schmerzen im Oberbauch Bereich auf. Verstärkt auch nach dem Essen oder auch mehrere Tage, nachdem ich Alkohol (in kleinen Mengen) konsumiert habe. Anfangs nur vereinzelnt, nach und nach jedoch vermehrt. Die Schmerzen an sich sind unterhalb des Brustbeins lokalisierbar und strahlen mitunter bis in den Rücken. Die Schmerzen an sich sind störend aber relativ aushaltbar. Was mich eher fertig macht sind die Begleitsymptome die sich in Form von dauerhafter Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Motivationslosigkeit, depressiver Verstimmungen und Kreislaufproblemen widerspiegeln. Zudem wird das ganze von dauerhaften Ziehen in den Waden (wie Krämpfe, hab ne Zeit lang Magnesium genommen, hat aber nicht geholfen) begleitet, was jeden Gang bei mir unsicher macht. Der Stuhl an sich ist breiig und nie fest. Außerdem kommt es vor, dass sich mein Darm mehrfach innerhalb kürzester Zeit entleert.
All die genannten Symptome treten schubweise auf, solch ein Schub hält dann ca. 1-3 Wochen an, dann geht es wieder für ein paar Tage gut und dann fängt das Ganze wieder von vorne an. In der Zeit in der es mir gut geht, ist auch der Stuhl wieder fest und fast alle Symptome verschwunden.
Bisher hat mich mein Hausarzt untersucht und auch eine Magen- sowie eine Darmspiegelung konnten keinen Aufschluss über eine mögliche Erkrankung geben. Laktose- und Fruktoseintoleranz wurden auch ausgeschlossen.
Der Hausarzt hat mich praktisch schon unter Reizmagen/darm abgestempelt. Ein Besuch in der Uniklinik Freiburg ergibt das gleiche. Dort waren auch alle Blutwerte im grünen Bereich (man muss aber auch dazu sagen, dass es mir an dem Tag in der Uni Klinik sehr gut ging, sprich dort hatte ich keine Beschwerden)
Habe mir dann noch eine Zweitmeinung bei einer Ärztin geholt, die Naturheilkundeverfahren anwendet. Sie hat gemeint, dass mein Säure-Basen-Haushalt gestört wäre und eine Weizenunverträglichkeit vorliegt. Deshalb habe ich eine Entgiftung gemacht und meide seitdem Weizen bzw. probeweise sogar Gluten. Nach dieser Entgiftung ging es mir 5-6 Tage richtig gut aber dann hat alles von vorne angefangen inkl. Blut auf dem Stuhl für 1-2 Tage.
Jetzt liegt mein Verdacht auf einer (chronischen) Bauchspeicheldrüsenschwäche, weil es von den Symptomen her einfach passen würde und ich mittlerweile sehr verzweifelt bin...
Mein nächster Schritt wäre nun meinen Arzt darauf zu drängen eine Stuhlprobe untersuchen zu lassen, was noch nicht geschehen ist.
Meine Frage wäre jetzt, ob sich eine Schwäche der Bauchspeicheldrüse auch feststellen lassen würde, wenn man keine Symptome hat (sprich fester Stuhl, keine Beschwerden) oder ob man es nur nachweisen kann, wenn auch wirklich Symptome vorhanden sind.
Ich hoffe, es hat sich jemand die Mühe gemacht und diesen langen Text hier gelesen, es würde mir sehr viel bedeuten, wenn mir hier jemand mit Rat und Tat zur Seite stehen würde.
Wenn Fragen sind, einfach Fragen
Danke.
Grüße