Viel zu niedrige Pankreaselastase: BSD?

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Billy79
Beiträge: 3
Registriert: 8. April 2016, 10:41

Viel zu niedrige Pankreaselastase: BSD?

Beitrag von Billy79 »

Ich bin ratlos und würde mich über euren Ratschlag freuen.

Seit Februar habe ich Probleme mit der Verdauung. Begonnen hat alles damit, dass ich jeden Morgen unmittelbar nach dem Aufwachen Blähungen hatte (bis heute), oft mehrmals hintereinander stark (übrigens meist geruchlos). Außerdem habe ich sporadisch leichten Druck im Oberbauch, oft links, aber auch manchmal rechts. Die Symptome im Oberbauch waren nicht permanent und auch nicht wirklich stark oder sonderlich schmerzhaft. Aber sie waren eben regelmäßig wiederkehrend. Mein Magen bzw. Darm hat vor allem nachts so stark gearbeitet, dass ständig sehr laute Geräusche zu hören waren (glucksen, brummen, knurren, blubbern etc.). Mein Stuhl war immer relativ weich bzw. breiig, tendenziell hell und man konnte unverdaute Nahrungsreste erkennen (z.B. Gemüsestückchen oder Körner). Durchfall hatte ich manchmal auch, aber eher selten. Ich bin nachts relativ regelmäßig aufgewacht und lag teilweise eine Stunde wach.

Meine Hausärztin hat direkt Blutwerte gecheckt sowie eine Urin- und eine Stuhlprobe genommen. Alle Werte waren unauffällig, außer die Pankreaselastase im Stuhl: 53 (statt >200), also stark erniedrigt. Inzwischen wurden folgende Untersuchungen gemacht:
  • Ultraschall (unauffällig, BSD jedoch nicht sichtbar)
  • CT mit Kontrastmittel, Augenmerk auf BSD (unauffällig)
  • 2. Stuhlprobe: Pankreaselastase 80 (statt >200)
  • Laktoseatemtest (negativ)
  • Fruktoseatemtest (negativ)
  • Magenspiegelung: Speiseröhre unten leicht angegriffen (Reflux), sonst nichts
  • Darmspiegelung: nichts auffälliges
Meine Hausärztin hat mir zu Beginn nach dem Stuhlbefund (vor CT & Spiegelungen) Kreon bzw. Pangrol 10.000 verschrieben. Ich solle davon jeweils eine Tablette vor(!) den Mahlzeiten nehmen. Das hat quasi keinen Unterschied gemacht, woraufhin ich sie auf 2 pro Mahlzeit überredet habe und auch selbst recherchiert habe (dank dieses Forums), wie man sie richtig einnimmt. Wirklich einen Unterschied merkte ich erst, nachdem mir der Gastroenterologe nach der Spiegelung Pantoprazol verschrieben hat (40mg, einmal täglich) sowie Kreon/Pangrol 40.000 (statt bisher 10.000). Seither ist mein Stuhl besser geworden. Allerdings sind es teilweise immernoch relativ viele kleinere "Fetzen", die Konsistenz ist komisch (fasrig) und es sind auch immer noch kleinste Nahrungsrückstände zu sehen. Meine Oberbauchbeschwerden sind inzwischen eher an die Seiten gewandert. Ich habe öfters Druck auf der vorderen linken Seite an der untersten Rippe. Auch komplett auf der linken Seite außen, unterhalb des Brustkorbs ist oft ein Druck. Seit wenigen Tagen habe ich auch Schmerzen im Rücken (mittig auf Höhe des Oberbauchs, aber eben hinten) und ich bin nicht sicher, ob sie auch damit zusammen hängen können.

Jetzt weiß ich nicht mehr weiter. Ich habe nach wie vor jeden Morgen Blähungen und teilweise auch tagsüber. Abgenommen habe ich nicht wirklich - nur in einer Zwischenphase, in der ich mich quasi nur von Kartoffeln, Reis oder Haferschleim ernährt habe.

Was würdet ihr mir raten als nächste Schritte? Ich habe den Eindruck, dass sich weder meine Hausärztin noch der Gastroenterologe wirklich auskennt bezüglich BSD. Der erste Gastroenterologe hat sogar nach Sichtung der bisherigen Befunde eine Behandlung bzw. Spiegelung abgelehnt und meinte, das würde sich schon alles wieder beruhigen bzw. es sei stressbedingt und ich solle in 2 Monaten wieder kommen. Ich habe wirklich keinen Stress, weder beruflich noch privat. Der "Stress" begann wenn überhaupt seit der Ungewissheit bezüglich der Beschwerden, dem wochenlangen Warten auf Termine, Ergebnisse usw.!

Soll ich nochmal eine weitere Stuhlprobe abgeben? Oder einen erneuten Bluttest erbitten (der letzte war von Anfang März)? Oder soll ich mich an ein Pankreaszentrum überweisen lassen (wohne in Köln, Bochum ist nicht allzu weit)? Vermutlich muss ich auch hier wieder mit vielen Wochen Wartezeit rechnen (Kassenpatient)?

Danke und viele Grüße,
Billy
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