Pseudozysten/Drainagen Uniklinik Bochum

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Lena1979
Beiträge: 1
Registriert: 30. März 2017, 21:28

Pseudozysten/Drainagen Uniklinik Bochum

Beitrag von Lena1979 »

Guten Abend an alle,

mein Vater hat eine chronische BSD mit zwei Pseudozysten. Heute wurde versucht an der Uniklinik Bochum eine Drainage zu verlegen. Die gelangt nicht, weil er Blutungen bekam. Solte es in den nächsten Tagen/Wochen wider Erwaten klappen, frage ich mich, was das bedeutet in der Praxis? Wie lange bleibt die Drainge? Wie sieht diese aus? Würde mich sehr über Eure Antworten freuen
robinson
Beiträge: 19
Registriert: 8. September 2016, 02:16

Re: Pseudozysten/Drainagen Uniklinik Bochum

Beitrag von robinson »

Hallo Lena
Also mit Drainagen kenne ich mich Bestens aus.
Hatte im letzten Jahr unzählige davon, immer und immer wieder.
Also eine Drainage kann unter Umständen mehrere Wochen drin bleiben, wobei man sagt es sei besser wenn sie nur so kurz wie möglich drin bleiben sollten, da sich unter Umständen auch Fisteln bilden können. Leider waren die bei mir oft verstopft da ich sehr dickflüssiges abgestorbenes Gewebe in der Flüssigkeit hatte.
Ich wurde dann später sogar mit einer Drainage nach Hause entlassen, habe dann die Beutel selber gewechselt. Bis auf den Ausgangsöffnung die manchmal etwas zwickt verursacht das Ding ja keine Schmerzen. Meine Zyste wurde dann aber mit einem Stent in den Griff bekommen. Den Stent habe ich dann irgendwann ausgeschieden ohne das ich das bemerkt habe. Heute habe ich keine Beschwerden mehr und es geht mir wieder gut. Habe aber auch 6 Monate im KH verbracht und dabei 30kg abgenommen, unzählige kleine Narben von den Einstichen und leider auch viele CT`s, die ja jedes mal notwendig sind um eine Drainage zu legen.
Ich wünsche deinem Vater gute Besserung und mach dir nicht zu große Sorgen, denn in gute Händen hat er auch gute Aussicht auf einen positiven Verlauf.
Einen schönen Gruß von mir.
Pantau
Beiträge: 20
Registriert: 20. März 2016, 13:13
Wohnort: Nienburg (Weser )

Re: Pseudozysten/Drainagen Uniklinik Bochum

Beitrag von Pantau »

Hallo Lena,

ich hatte eine Zyste an der Bsd. Beim ersten Versuch habe ich einen Stand in die Zyste bekommen, dieser wurde nach ca einem Viertel Jahr entfernt.
Bei der Kontrolle ca 1 Monat später, war die Zyste wieder da. Dann gab es ein MRT mit Kontrast Mittel. In dem MRT hat sich der Verdacht bestätigt dass die Zyste einen eigenen Versorgungskanal hatte.
Mein Internist hat dann mit dem Krankenhaus telefoniert und ich war Ratzi-Fatzi innerhalb von 14 Tagen im Krankenhaus. Da wurde dann der Versuch unternommen die Zyste mittels Drainage auszutrocknen.
Hatte nicht geklappt. Dann ca 1 Monat später wurde noch ein Versuch unternommen auch dieser hat nicht geklappt.

Der Prof. von der MHH Hannover ist nicht weit genug in den Kanal gekommen. Selbst mit dem kleinsten Katheter nicht.


Nun die Frage aller Fragen, was ist jetzt mit der Zyste ? Sie ist Gott sei Dank weg. :lol: :lachen:

Es wurde wieder ein Stand gesetzt und ich wurde 3-4 Monate lang mit Prednisolon/Kortison behandelt.
Die Behandlung hat gut Angeschlagen.

Die Alternative wenn das Prednisolon nicht gewirkt hätte wäre eine OP gewesen mit mindestens teilweiser Entfernung der Bauchspeicheldrüse .

Ich drück Euch die Daumen.

Alles wird Gut.
Gruß
Michael
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