Stuhlkonistenz bei Einnahme von Kreon?

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

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Anonymus-003
Beiträge: 521
Registriert: 12. Oktober 2016, 15:51

Stuhlkonistenz bei Einnahme von Kreon?

Beitrag von Anonymus-003 »

Hallo zusammen!

Mich würde mal interessieren wie denn die Stuhlkonsistenz durch Einnahme von Kreon aussehen sollte?

Schwimmt der Stuhl dann nicht mehr oben? Ist die Farbe verändert? Wird der Stuhl von der Masse her weniger?
Was ist ein Zeichen dafür dass Kreon wirkt? Und in welchem Zeitraum wirkt Kreon? Sofort? Oder muss sich der Körper darauf einstellen?

Ich kann das einfach nicht auseinanderhalten. Mein Stuhlgang ist immer hell. Mal schwimmt er oben, mal nicht. Ich empfinde es als unabhängig von der Einnahme von Kreon. Bin gerade ein wenig am herumexperimentieren.
veritas
Beiträge: 448
Registriert: 29. Juli 2016, 10:58

Re: Stuhlkonistenz bei Einnahme von Kreon?

Beitrag von veritas »

Hast du nicht schon mit dutzenden Ärzten geredet, die dir alle gesagt haben, dass deine Drüse in Ordnung ist?
An dieser Stelle würde ich ihnen einfach mal glauben und das mit dem Kreon sein lassen.
Versuch am besten herauszufinden, ob du eine Unveträglichkeit hast - das wär viel wahrscheinlicher als so auf ein Organ fixiert zu sein, bei dem dir jeder sagt, dass alles in Ordnung ist. Sei froh, dass deine Drüse gesund ist und du dieses Thema abhaken kannst.
Anonymus-003
Beiträge: 521
Registriert: 12. Oktober 2016, 15:51

Re: Stuhlkonistenz bei Einnahme von Kreon?

Beitrag von Anonymus-003 »

Ja wenn das mal so einfach wäre unter Beschwerden. Hatte gerade auch wieder über Stunden meine Morgenbauchkrämpfe. Dann liest man was von Rückenschmerzen, die man dann plötzlich aus dem nichts auch bei sich feststellt? Oder ist das alles Einbildung? Ich weiß es einfach wirklich langsam nicht mehr? Vielleicht gehöre ich wirklich nicht hierher und sollte mich besser in einem Psychoforum anmelden. Bin nur gerade ziemlich verzweifelt.
Jarl
Beiträge: 86
Registriert: 17. Januar 2017, 19:18

Re: Stuhlkonistenz bei Einnahme von Kreon?

Beitrag von Jarl »

Hallo,

Es kann durchaus sein, dass einige deiner Beschwerden psychosomatisch sind bzw. verstärkt werden durch deine innere Unruhe.
Ich weiß nicht wie sich das bei dir äußert und ob es wirklich so ähnlich ist wie bei mir, aber mir hat autogenes Training und einfach die Ablenkung sehr geholfen.
Konzentrierst du dich sehr auf diese Wirkungen deines Körpers und die Schmerzen? Wenn du ständig nur in dich sozusagen hineinhörst, dass ist es schwer wieder Normalität zu erlangen.
Anonymus-003
Beiträge: 521
Registriert: 12. Oktober 2016, 15:51

Re: Stuhlkonistenz bei Einnahme von Kreon?

Beitrag von Anonymus-003 »

Also meine Aufmerksamkeit ist schon ziemlich stark nach innen gerichtet.
Aber starke Schmerzen habe ich in dem Sinne nicht. Es ist eher ein drücken hier, ein stechen da. Ok, manchmal auch ein Schmerz und ein Völlegefühl im Oberbauch. Nie nach dem Essen oder so. Morgens ist es eigentlich am schlimmsten. Hinzu kommen Bauchkrämpfe, Übelkeit, Blähungen und schlechte Verdauung.
Mein Gastroenterologe, also der Chefarzt des Bauchzentrums in Kempen, der mich gründlich untersucht hat, sagte mir, dass es nicht von der BSD. kommt, sondern andere Ursachen hat. Er sagte auch dass ich die Stuhlelastase von 160 überbewerte, da es kein unzuverlässiger Parameter sei. CT, MRCP und Endosonographie würden klar gegen eine chronische Pankreatitis sprechen. Ich kann das aber alles irgendwie nicht annehmen, da die Symptome für mich klar dafür sprechen.
angel29280
Beiträge: 740
Registriert: 27. Januar 2016, 12:47

Re: Stuhlkonistenz bei Einnahme von Kreon?

Beitrag von angel29280 »

Hey derMannohnePlan,

Also wenn dir das Kreon nichts bringt, dann setz es ab, dass ist sonst nur raus geschi... Geld...im wahrsten Sinne des Wortes! :mrgreen: Es gibt auch andre Möglichkeit die Stuhlbeschaffenheit positiv zu beeinflussen, wurde hier schon einige Male erwähnt.

Und ehrlich...wenn du nicht mal einen Professor und mehreren bildgebenden Verfahren traust, die ja gesagt haben das an der BSD nix ist (und ich vertraue auch keine Ärzte mehr blind, aber Bildgebung wie Endosono schon z.B. und du hattest ja das volle Programm) und das andre Ursache haben muss, dann weiß ich auch nicht.

Du willst das sich was ändert, dann fang bei dir an und arbeite an dir. Versteife dich nicht auf diese Drüse, achte auf die Ernährung, wie im andren Post geschrieben und lerne Entspannung...vorallen akzeptiere deine momentane Situation und lass Raum für andre Möglichkeiten bzw. Ursachen für deine Beschwerden. Vielleicht wäre ne Psychotherapie auch begleitend angebracht, was nichts negatives heißen soll, aber du brauchst m.M.n. schon begleitende Hilfe, eine chronische Erkrankung geht nicht an einen spurlos vorüber und man schafft es auch nicht immer allein.

Rückenschmerzen sind bei Bauchkrämpfe keine Seltenheit, da dann alles verspannt ist. Hatte gestern abend auch ausversehen etwas gegessen, was wohl unverträglich für mich war und hatte die ganze Nacht Bauchschmerzen, Übelkeit, zittern, Herzrasen, Schweißausbrüche und wellenförmig bzw koligartige Krämpfe mit Rückenschmerzen wo ich gedacht hab, ich übersteh diese Nacht nicht. Auch heute hab ich noch Verspannungen im Rücken komplett. Vor 2 Jahren hätte ich vor Panik noch den Sani gerufen und ja auch ich gatre früher bei Koliken an die BSD und Galle gedacht, aber au h ans Herz. Seit ich durchgecheckt wurde und weiß das orgsnisch wohl alles ok ist und ich andre Ursachen raus gefunden habe, bi ich deutlich entspannter. Aber mit Ablenkung, Atemübungen bin ich ohne Schmerzmittel (die ich eh nicht vertragen würde) über die Nacht gekommen und hab's überlebt.

Auch wenn du dich beobachten sollst im Bezug auf's Essen, ist es nicht hilfreich zu sehr bei Beschwerden in sich zu gehen. Die Umsetzung musst du allein machen, andere können dich nur dabei unterstützen.
Liebe Grüsse eure Angel
veritas
Beiträge: 448
Registriert: 29. Juli 2016, 10:58

Re: Stuhlkonistenz bei Einnahme von Kreon?

Beitrag von veritas »

derMannohnePlan hat geschrieben: CT, MRCP und Endosonographie würden klar gegen eine chronische Pankreatitis sprechen. Ich kann das aber alles irgendwie nicht annehmen, da die Symptome für mich klar dafür sprechen.
Deine Symptome klingen halt eben nicht nach einer chronischen Pankreatitis.
Ich würde entweder versuchen Unverträglichleiten zu finden oder das psychisch aufzuarbeiten. Auch gesunde Leute haben ab und zu Blähungen und nicht immer perfekten Stuhl. Ab und zu sollte man sich auch mal denken "Meine Verdauung ist halt nicht die beste" und es dabei zu belassen. Du hast dich ja gewissenhaft durchchecken lassen - ich würde jetzt mal zur Ruhe kommen.
nick0609
Beiträge: 226
Registriert: 12. Oktober 2016, 08:56

Re: Stuhlkonistenz bei Einnahme von Kreon?

Beitrag von nick0609 »

Hallo Tommi,

ich kann verstehen wie du dich fühlst. Es ist echt eine verflixte Kiste. Mir geht es seit 9 Monaten so. Laut diagnostischen Mitteln ist man gesund.. der Körper spricht aber eine andere Sprache (Symptome sind wie bei dir) Zwar war bei mir jedes bildgebende Verfahren (2x Sonographie beim HA, ein MRT-Abdomen, eine Endosonographie (Chefarzt) und eine weitere Sonographie in einem Uniklinikum für Gastroenterologie) und auch die Elastase-Bestimmung stets normwertig.. dennoch habe ich aufgrund der Symptome immer wieder die BSD im Kopf gehabt. Daher habe ich auch zweimal - erstmals im November und dann nochmal im März - mit Kreon 25.000 gearbeitet. Das hat allerdings nicht geholfen und die Symptome sogar ein wenig verschlechtert. Daher hab ich es wieder abgesetzt, auch aus Kostengründen. Mittlerweile bin ich an dem Punkt angekommen, dass ich mich mit meinen Beschwerden arrangiere und sie "akzeptiere". Dennoch möchte ich dass das weiter in gewissen Abständen kontrolliert wird, daher werde ich in einem halben Jahr nochmal untersucht werden, denn es muss ja einen Grund haben - auch wenn dieser nicht die BSD ist.

Aber eine Sache ist mir defintiv aufgefallen: Stehe ich unter Strom, bin nervös oder denke intensiv daran, dann geht es mir auch schlechter. Wenn es richtig extrem ist mit dem Stress, dann tut mir sogar mein ganzer Körper weh. Das heißt ich habe Kopfweh, mein kompletter Rücken tut weh, meine Beine und ich will einfach nur ins Bett - eben weil ich so unter Spannung stehe. Die Psyche ist eine mächtige Waffe, glaub mir. Deswegen mein folgender Tipp: Versuche etwas zu finden, dass dich beruhigt und ablenkt. Einen Ruhepool :) Bei mir ist es zum Beispiel meine Freundin und Familie, der Sport und generelle Aktivitäten. Solange ich keine Zeit oder Umgebung habe, um über das Thema nachzudenken, sind die Beschwerden zwar nicht permanent fort aber es geht mir viel besser :)

Und man sollte sich immer eine zweite Meinung einholen, wenn man skeptisch ist. Aber du wurdest, genauso wie ich, sehr gründlich geprüft und daher kann man zu 99,99% davon ausgehen, dass bei dir nichts an der BSD ist. ;)

Du musst auch für dich selber rausfinden, was du an Essen verträgst und was nicht. Ich führe jetzt seit einigen Tagen (mein Arzt hat mir das empfohlen) ein Ernährungstagebuch, wo ich alles sehr genau aufschreibe - jeden Happen, jeden Schluck. Somit kann man auch den ein oder anderen Übeltäter, den man sonst nicht so auf dem Schirm hätte, entlarven. Bei mir hat sich zum Beispiel schon einer gezeigt: diese Fertig-Eiscreme von Burger King. Sorgt für Bauchweh und Blähungen.

Mach dich nicht unnötig verrückt, sei froh dass du lebst und im großen und ganzen gesund bist! Es gibt defintiv schlimmeres :daumenh:

PS: Versuche es mal mit Chiasamen und Iberogasttropfen, das sollte dir helfen :)
Anonymus-003
Beiträge: 521
Registriert: 12. Oktober 2016, 15:51

Re: Stuhlkonistenz bei Einnahme von Kreon?

Beitrag von Anonymus-003 »

Ich danke Euch allen für Eure Beiträge!

Ja ich muss dann wohl wirklich anderweitig schauen und mich nicht so sehr auf die Drüse fixieren.

Danke Veritas, danke Angel und danke Nick! Ihr habt mir sehr weitergeholfen!

Gerade bei Dir Nick, scheint es so ähnlich zu sein wie bei mir. Vielleicht sollten wir uns mal telefonisch austauschen, wenn Du magst?

Habe jetzt auch meinen neu gemessenen Stuhlelastase Wert bekommen. Ist wieder in der Norm, bei 225.

Na ja, vielleicht geht das alles wohl wirklich in Richtung "Reizdarm/Reizmagen"?
Bene86
Beiträge: 376
Registriert: 5. Oktober 2016, 22:34

Re: Stuhlkonistenz bei Einnahme von Kreon?

Beitrag von Bene86 »

Tag auch

Auch ich habe seit ca. 1 Jahr diffuse Beschwerden (ok dünnbreiiger Stuhl bereits seit mind. 4-5 Jahren). Letzten Sommer nockte mich Übelkeit, praktisch nicht verdauter Stuhl, fast ganztägige Übelkeit, Gewichtsverlust, Schlafstörungen, eine gelb gefärbte Zunge und eher sanftes Stechen im Oberbauch (mittig und links), Gelenkschmerzen und wirklich panische Angst für 1 Monat total aus. Die Ärzte meinten nach den Untersuchungen: Reizdarm, Angsterkrankung und Psychosomatisch. Begonnen hat alles mit einer verhärteten Halsseite, von der ich vor Sorge beinahe die Decke hochgegangen bin, da ich zuvor nie körperliche Probleme (abgesehen von einem Fusspilz) hatte.

Nach ca. 2 Monaten waren die Symptome wieder weg, in der Zeit machte ich:
2 mal Stuhltest o.b.,
3 mal Sono o.b.,
1 mal MRT mit Kontrastmittel, o.b., Magenspieglung, o.b.,
Darmspieglung o.b.,
2 mal grosses Blutbild inkl. Pankreasamylase/Lipase o.b. (bis auf vor längere Zeit durchgemachter EBV-Virus), Urintest o.b. (ausser leicht erhöhter PH-Wert)

Das Einzige was gefunden wurde, war leichter Reflux und einen Bakterienmangel im einen Stuhltest sowie erhöhter Zucker im Stuhl und minimal leicht erhöhtes Fett, vorallem aber ein hoher Wassergehalt.

Danach wurde es besser und bis auf öfters mal breiiger Stuhl ging es mir so ok, an Müdigkeit leide ich auch schon ewig.

Im März dieses Jahres ging es dann wieder los, einfach sehr abgeschwächt und das bis heute. Die Zunge war und ist seit x Jahren stark belegt, es kümmerte mich einfach nie.

Meine Angst ist nicht mehr ganz so gross aber ist mein täglicher Begleiter, ich denke beinahe rund um die Uhr daran. Auch forsche ich zu fast jeder freien Sekunde (wenn Beschwerden vorhanden sind) nach Betroffenen mit ähnlichen Symptomen. Meine Laune ist komplett im Arsch, so gross ist meine Sorge und Überzeugung, dass es eben doch dieses Organ betrifft. Mein Internist, Hausarzt und ein Chirurg verneinen dies aber alles. Nur: Was soll ich glauben? Du siehst: Viele schlagen sich mit diesen Beschwerden rum. Viele Probleme der Verdauung lösen aber auch ähnliche Symptome aus.

Morgen darf ich zum Lactulosetest, mal schauen ob was rauskommt.

Danach weiss ich nicht weiter. Es so sein lassen? Auf eine Endosono drängen? Ich weiss es leider nicht...
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