Exokrine Pankreasinsuffizienz

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Tobix
Beiträge: 41
Registriert: 26. Dezember 2017, 12:35

Exokrine Pankreasinsuffizienz

Beitrag von Tobix »

Hallo Forum, jetzt will ich mich auch mal wieder melden. Wie in meinem ersten Beitrag schon berichtet, bin ich am 02.01.18 zu meinem Gastroenterologen gegangen und habe ihn mit den immer mal wieder erhöhten Lipasewerten und dem aktuellen Elastasewert von 74 konfrontiert. Festgestellt wurde das beim Hausarzt. Daraufhin hat er eine Sonografie durchgeführt und eine Überweisung zum MRT ausgestellt, weil er etwas auf der Leber sah, was er nicht so einfach definieren konnte. Könnt euch sicher vorstellen, dass ich Todesängste hatte, denn ich hab nun gleich an Krebs gedacht vor dem Hintergrund entsprechender Literatur, die besagt, dass Pankreaskarzinome oft zu spät und erst dann festgestellt werden, wenn sie bereits gestreut haben. Zum Glück bekam ich schnell einen MRT Termin am 05.01.18 mit folgendem Befund: "Normale Leber mit regelrechter Binnenstruktur" (da hat sich zum Glück kein Kontrastmittel pathologisch angereichert), "normale Milz. Das Pankreasorgan zeigt sich parenchymkräftig mit lobulierter, glatt berandeter Außenkontur. Keine Raumforderung oder Entzündungsaspekt im MRT." Also unauffälliges MRT. Meine Frage ist nun, kann ein MRT Abdomen eine Chronische Pankreatitis damit ausschließen, wenn explizit "kein Entzündungsaspekt" beschrieben steht? Verkalkungen etc. sprächen ja für eine chronische Entzündung. Die gibt es ja offenbar nicht. Alkohol ist bei mir auch kein Thema. Mein Arzt will nun weiterführende Diagnostik betreiben, ERCP bzw. MRCP. In der neuesten Stuhlprobe liegt mein Elastasewert übrigens nur noch bei 47. Das beunruhigt mich schon erheblich. Eine Autoimmunsache hat er über einen Marker im Blut auch schon ausgeschlossen und Schildrüse auch, wie er sagt. Ich frage mich, wo das alles herkommen soll. An massiven Blähungen leide ich ja schon seit Jahren. Zur Zeit nehme ich Kreon 40.000 zu den Mahlzeiten, 1-2 Kapseln je nach größe der Mahlzeit. Ansonsten trinke ich viel Grünen Tee mit Ingwer, das soll angeblich gut sein. Meint ihr, man kann so eine Insuffizienz mit Ernährungsumstellung, Silymarien AL (Mariendiestelextrakt) und Harongarinde (regt die Funktionsfährigkeit der BSD an) wieder in den Griff bekommen, wenn der Schwäche keine chronische Entzündung zugrunde liegt? Aber erst noch mal die MRCP Untersuchung abwarten, was dabei rum kommt. Einen Termin habe ich noch nicht. Liebe Grüße
veritas
Beiträge: 448
Registriert: 29. Juli 2016, 10:58

Re: Exokrine Pankreasinsuffizienz

Beitrag von veritas »

Also einen super Tipp habe ich nicht - aber eine Frage kann ich dir beantworten.

Im Ultraschall kann man sehen, wenn du schon seit längerer Zeit eine chronische Pankreatitis gehabt hättest und das die Ursache für die Insuffizienz ist. Denn wenn diese das Resultat einer chronischen Pankreatitis wäre, dann hätten die Entzündungen schon so gewütet, dass es definitiv am Ultraschall zu sehen wäre.
Bei grünem Tee wär ich halt vorsichtig, weil da sehr viel Teein drin ist, was für manche Verdauungsorgane sehr ungünstig ist. Aber wenn du dich gut fühlst und das Gefühl hast, dass du den Tee verträgst, sollte das wohl kein Problem sein.
Tobix
Beiträge: 41
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Re: Exokrine Pankreasinsuffizienz

Beitrag von Tobix »

Hallo Veritas! Danke für deinen Beitrag! Also im Ultraschall konnte man meine BSD wegen Luftüberlagerungen nie sehen. Nur die Leber, Galle, Nieren usw. und das MRT spricht von einer unauffälligen Darstellung der BSD. Ich bin halt unsicher ob damit das Thema chronische BSD Entzündung vom Tisch ist oder möglicherweise doch nicht. Weil dass die BSD einfach so anlasslos und grundlos den Dienst quittiert (Elastase 47) halte ich schon für merkwürdig. Mein Arzt meinte, wäre eher unüblich. Allerdings meinte er auch, dass BSD Geschichten manchmal recht kryptisch sind... ein Buch mit 7 Siegeln sozusagen... Meine Hoffnung ist, dass ich sie mit pflanzlichen Mitteln vielleicht doch nochmal auf Trab bringen kann, wenn keine Entzündung der Grund ist. Die Elastase 47 und die erhöhten Lipasewerte sind halt leider eine Tatsache. Berichte zur Mariendiestel und Horungsrinde finde ich sehr interessant. Liebe Grüße.
thphilipp
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Re: Exokrine Pankreasinsuffizienz

Beitrag von thphilipp »

Guten Morgen,

ich kann dazu folgendes mitteilen:

Eine chronische Pankreatitis kann in einer normalen MRT auch völlig unsichtbar, bzw. unerkannt bleiben. Bei mir wurde 2012 eine chronische Pankreatitis mit Endosono festgestellt. Ich selber habe seit 2012 5 MRT/MRCP gemacht, nie ist dort etwas gesehen worden, nur immer in der Endosonographie, dort sieht ein erfahrener Arzt sofort Auffälligkeiten des Pankreas (Fibrose, lobuliert, etc, etc.).

Eine MRCP ist auch sehr gut um die Gänge besser beurteilen zu können. Ich habe übrigens seit 2012 nur leicht abnehmende Elastasewerte´, Keine Blutwerte sind auffällig. Keine Verkalkungen seit 2012 in der Pankreas.

Trotz alle dem ist sie da, die chronische Pankreatitis und schreitet fort, wenn auch zum Glück bisher langsam!
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Liebe Grüße Thorsten
veritas
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Re: Exokrine Pankreasinsuffizienz

Beitrag von veritas »

Wenn du wirklich glaubst, dass du etwas an der Bauchspeicheldrüse hast, würde ich mir das mit dem Tee nochmal überlegen. Teein/Koffein ist nicht viel besser als Alkohol - grad noch wenn du schreibst, dass du so viel davon trinkst.
Tobix
Beiträge: 41
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Re: Exokrine Pankreasinsuffizienz

Beitrag von Tobix »

Ok Danke für die Antworten! Dann werde ich das MRCP machen und schauen was dabei raus kommt.
Tobix
Beiträge: 41
Registriert: 26. Dezember 2017, 12:35

Re: Exokrine Pankreasinsuffizienz

Beitrag von Tobix »

thphilipp hat geschrieben: 21. Januar 2018, 11:28 Eine chronische Pankreatitis kann in einer normalen MRT auch völlig unsichtbar, bzw. unerkannt bleiben. Bei mir wurde 2012 eine chronische Pankreatitis mit Endosono festgestellt. Ich selber habe seit 2012 5 MRT/MRCP gemacht, nie ist dort etwas gesehen worden, nur immer in der Endosonographie, dort sieht ein erfahrener Arzt sofort Auffälligkeiten des Pankreas (Fibrose, lobuliert, etc, etc.).
@thphilipp: Woran hat man im Rahmen der Endosono denn deine chronische BSD Entzündung fest gemacht? Wenn du sagst, es liegen zum Beispiel keine Verkalkungen vor? Das ist meines Wissens nach ja immer ein Indikator für eine chronische Sache. Welche Merkmale trafen bei dir zu, dass die Ärzte sagen: Ok, es handelt sich um eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung?
thphilipp
Beiträge: 1615
Registriert: 2. November 2010, 07:17

Re: Exokrine Pankreasinsuffizienz

Beitrag von thphilipp »

Hallo,

mein Pankreas stellt sich stark lobuliert und fibrosiert dar. Es sind auch sogenannte Fibroseechos vorhanden. Diagnose somit 2012: beginnende fibrosierene chronische Pankreatitis!
_______________________________________
Liebe Grüße Thorsten
Tobix
Beiträge: 41
Registriert: 26. Dezember 2017, 12:35

Re: Exokrine Pankreasinsuffizienz

Beitrag von Tobix »

Lobuliert stellt sich meine auch dar, nennt sich wohl soviel wie gewellt, hat nach Aussage der Ärzte für sich genommen aber keinen Krankheitswert. Fibrosiert dann allerdings schon... hm. Aber das sah man im MRT bisher nicht.
angel29280
Beiträge: 740
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Re: Exokrine Pankreasinsuffizienz

Beitrag von angel29280 »

Wuhu Tobix,

ich würde dir raten erstmal, die anderen Untersuchungen abzuwarten und dann weiter zu sehen. Finde schon mal gut, das das bei dir so zügig gemacht wird. Irgendwo her muss ja deine Insuffizienz kommen. Übrigens, bei mir konnte auch im Ultraschall nie was gesehen werden wg. Darmgase bzw. Luftansammlung. Ich hatte zwar nie ein MRT oder MRCP, aber Endosono und letzteres finde ich sehr genau (kommt natürlich auch auf den durchführenden Arzt mit an).

Ich persönlich denke schon, das eine Pankreasinsuffizienz, die nicht auf eine chronische Pankreatitis oder auch nicht auf Autoimmunerkrankungen beruht, durchaus wieder geheilt werden kann über Ernährung und co. Entscheidend ist dann raus zufinden was die Ursache dafür ist. Gibt ja noch einiges anderes. Ist aber nur meine ganz persönliche Meinung aus ganzheitlicher Sicht.

Grüner Tee würde ich auch weg lassen ehrlich gesagt, ist wie Kaffee. Ingwer ist gut, wenn du es verträgst. Würde es allerdings wohl nicht zusammen mit Mariendistel nehmen. Da Mariendistel die Leber regenerieren kann und auch auf die Galle, Pankreas und allgemein auf die Verdauung wirkt, Ingwer aber selbiges tut, könnte es Wechselwirkungen geben. Hab selbst lange Mariendistel genommen, allerdings hochdosiert 1 Jahr ohne Probleme und dann irgendwann mit Ingwer und Kurkuma angefangen. Hatte mich gewundert, warum ich dann Übelkeit bekam und 2 Wochen dieses Problem hatte bis ich dann mal Mariendistel weg lies. Danach hatte ich keine Probleme mehr. Klar kann das in meinen Fall auch am Kurkuma liegen, aber nehm Kurkuma und Ingwer seit einiger Zeit jetzt schon ohne Mariendistel und hab keine Schwierigkeiten mehr. Dazu hab ich auch nur eine einzige Info im Netz gefunden, das es zu Wechselwirkungen kommen kann bei gleichzeitiger Einnahme bei o.g. Mitteln. Lange Rede...bleib erst mal lieber nur bei Ingwer wenn er dir gut tut. Würde es aber ohne Grüntee machen. Trink selbst Ingwertee mit Ingwerpulver. Nehme kochendes Wasser auf das Ingwerpulver mit 1 Schuss Limettensaft, lass es 10 Minuten ziehen und 1 TL Honig dazu. Mir hilft es auch nach einer Mahlzeit, wenn es nicht gut verträglich war und bei den momentanen Wetter sowieso Zu der Rinde kann ich dir leider nix sagen. Aber würde immer nur eine Heilpflanze austesten erstmal. Auch wenn es Pflanzen und Kräuter/Gewürze sind, sie können hochpotent wirken und genauso auch Nebenwirkungen haben.

Muss dazu noch sagen, dass ich selbst keine Pankreatitis o.ä. habe und auch keine Insuffizienz laut Schulmedizin. Hatte aber 2 Jahre lang starke Probleme mit Darm bzw. Verdauung und nur durch viel Einlesen, Recherchen und auch einiges angeeignet durch Fachlektüre etc. in veschiedenen Bereichen. Wenn ich dann nicht noch meine engagierte ganzheitlich arbeitende Zahnärztin gehabt hätte und eine Privatärztin...aber das ist eine andere Sache...möchte damit nur sagen, das ich kein direkt Betroffenen bin von o.g. und nur meine Erfahrungen weitergeben möchte.
Liebe Grüsse eure Angel
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