Endokrine Pankreasinsuffizienz

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mus_cuk
Beiträge: 2
Registriert: 7. Februar 2018, 14:58

Endokrine Pankreasinsuffizienz

Beitrag von mus_cuk »

Hallo an alle.

Ich bin grad etwas perplex,da ich heute zufällig gelesen habe, dass endokrine Pankreasinsuffizienzen in 50% der Fälle in 10 Jahren tödlich sind. Das hat mir kein Mensch gesagt. Aber erstmal zu meiner Geschichte.

2010 gingen wir in den Urlaub. Ich startete mit 67 Kilo. Sind viel gelaufen und haben sehr viel getrunken, es war sehr heiß. Nach 3 Wochen wog ich 59 Kilo. Nach dem Urlaub war ich begeistert und fing an mit Sport, und ging runter auf 51 Kilo, was etwas wenig war. Ich hielt mich dann immer zwischen 54-56 Kilo.
Ich habe Endometriose und während meiner Periode bekomme bzw bekam(jetzt nicht mehr, nehme die Pille dagegen) extreme Krampfanfälle im Darm und Magen, Fieber, Erbrechen, Durchfall. Ansonsten hätte Ichch aber nie Schmerzen außerhalb der Periode, was den Magen angeht.

2013 fing es dann an, dass ich meist nach dem Essen immer einen extrem aufgeblähten
Bauch hatte. Es wurde teilweise so schlimm, dass mir dann so übel war und ich so k.o., dass ich nur noch schlafen wollte. Stuhl war glänzend.
2014 schilderte ich das alles meinem Gastro, der daraufhin eine Magenspiegelung veranlasste, aber nichts herausfand. Bei der Stuhlprobe kam dann beim Elastasetest raus:

PELA1=138 ug/g-
PELA2= 113ug/g-
Diagnose einer leichten Pankreasinsuffizienz.

Im Bericht steht: Eine Pankreasinsuffizienz lann hier als Ursache der Beschwerden gesichert werden.

Seitdem nehme ich zu jeder Hauptmahlzeit 2 Kapseln Panzytrat 25.000 und zu jeder Zwischenmahlzeit eine Kapsel. Ich muss sagen, dass es mir seitdem deutlich besser geht.
Seit kurzem leide ich aber daran, dass mein Stuhlgang vom Durchmesser viel zu groß ist und ich deshalb meistens aufreiße und deshaöb Schmerzen habe. Eine Darmspiegelung letzte Woche war ohne Befund.
Die Pankreasinsuffizienz wurde nur durch den Stihötest festgestellt. Hätte man da nicht irgendwelche Ultraschalls, MRTs oder CTs machen müssen?
Kann eine Besserung durch das Panzytrat auch ohne eine Insuffizienz auftreten?
Könnten die Elastasewerte im Stuhl durch irgendwas verfälscht worden sein?
Kann man denn trotz der Einnahme vom Panzytrat die Funktionsfähigkeit meiner Pankreas nachweisen?
Ich habe jetzt gelesen, dass die Insuffizienz immer ein Symptom einer anderen Ursache ist. Ich hatte aber,meines Wissens, weder eine akute noch chronische Pankreatitis.

Ist denn die Aussage, dass die Insuffizienz in 50% der Fälle zum Tode nach 10 Jahre führt denn wirklich richtig? Wenn ja, warum? Wenn ma die Enzyme einnimmt und alles wie normal funktioniert? Gott, ich bin so durcheinander und wirklich so sauer auf meinen Gastro. Je mehr ich mich einlesen desto mehr Fragen schwirren in meinem Kopf ☹
Entschuldigt bitte die vielen Fragen...
mus_cuk
Beiträge: 2
Registriert: 7. Februar 2018, 14:58

Re: Endokrine Pankreasinsuffizienz

Beitrag von mus_cuk »

Ich meinte natürlich eine exokrine Pankreasinduffizienz. Sorry für die Verwirrung...bin über diese 10 Jahres Prognose einfach entsetzt
veritas
Beiträge: 448
Registriert: 29. Juli 2016, 10:58

Re: Endokrine Pankreasinsuffizienz

Beitrag von veritas »

Hey :) glaub nicht jeden Blödsinn, den du im Internet liest - viele Informationen sind da oft komplett aus dem Zusammenhang gerissen bzw. stammen von Hypochondern und Panikmachern, die damit ihre eigene Angst verstärken. Dazu kommen noch die vielen medizinischen Seiten, die von irgendwelchen Studenten (meistens keine Medizinstudenten) geschrieben werden und die für ein paar Euro pro Artikel irgendwelche Informationen, die sie nicht verstehen zusammenkleistern (ich kenn solche Leute persönlich, die das neben Geschichtsstudium und so gemacht haben).

Wenn deine Bauchspeicheldrüse nicht funktioniert wie sie sollte ist das natürlich blöd und unangenehm und man sollte sie gut untersuchen, um auszuschließen, dass die Insuffizienz von etwas Anderem ausgelöst wird. Manchmal findet man halt nix, weil das Verdauungssystem sehr komplex ist und es schwer ist kleinere Unregelmäßigkeiten zu finden - und ich glaube manchmal ist ein Organ halt einfach schwach, ohne dass da ein großer Hintergrund gegeben ist. Jeder Mensch hat ja so seine Schwachstellen und bei manchen ist das nunmal die Bauchspeicheldrüse.

Wenn bei dir noch weder Ultraschall noch MRT veranlasst worden ist, dann würde ich mich nach einem Arzt umschauen, der sich da mehr dahinterklemmt. Das klingt jetzt auf Anhieb so, als hättest du da nur mit deinem Hausarzt darüber gesprochen? Wenn ja, dann wäre es Zeit für einen Internisten - für Hausärzte ist das Thema Bauchspeicheldrüse zu selten, die haben nur sehr oberflächliches Wissen - ein Internist kann dir da viel besser weiterhelfen.

Ich hab übrigens seit 18 Jahren eine chronische Pankreatitis und auch eine Insuffizienz (wenn auch eine leichte, weil sich meine Drüse immer wieder anpasst) und lebe noch :D
seventy7
Beiträge: 102
Registriert: 13. Juni 2017, 23:37
Wohnort: Baden-Württemberg

Re: Endokrine Pankreasinsuffizienz

Beitrag von seventy7 »

mus_cuk hat geschrieben: 7. Februar 2018, 16:49 Ich meinte natürlich eine exokrine Pankreasinduffizienz. Sorry für die Verwirrung...bin über diese 10 Jahres Prognose einfach entsetzt

Hallo :hallo: ,


lass dich vom Internet nur ned verrückt machen!
Und auch nicht hier im Forum - hier sind leider auch zu viele Panikmacher unterwegs, die zu allem und jedem etwas wissen, bzw. es meinen...
Die Thematik und Disgnostik, was die BSD betrifft ist recht individuell und persönlich anders bei jedem. Meines Erachtens nach kann es hier keine Pauschal-Diagnostik geben.

veritas hat das Ganze gut umschrieben - Danke dafür :daumenh:

Ich habe mich deshalb so ziemlich hier zurückgezogen, da mir neben vielem nützlichen, auch einiges Hanebüchene begegnet ist - leider.

Ich gehe davon aus, dass Du in guter ärztlicher Betreuung bist?
Hast Du ein Pankreaszentrum in der Nähe - woher kommst Du?

Viele Grüße
Das Leben ist wie das Meer - wer nicht schwimmen kann geht unter....
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