Angst - bitte um Hilfe
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zorro
- Beiträge: 136
- Registriert: 2. April 2020, 17:09
Angst - bitte um Hilfe
Hallo Ihr Lieben,
es ist mein erster Beitrag, da ich einmal Eure Hilfe bzw. Meinung und Einschätzung brauche.
Mein Leidensweg fing vor 7 Wochen an, mich hatte eine Angina erwischt. Das erste Antibiotikum hat es nicht geschafft alles abzutöten und die Mandeln waren immer noch vereitert. Darauf gab es ein zweites, dieses Mal für 3 Tage und danach noch einmal eins für 7 Tage, da noch eine Rötung und Schwellung der Mandeln vorlag.
Doch seit diesem Tag bekomme ich das Fieber nicht weg. Am Tag schwankt es zwischen 37 und ca 38,3 Grad. Hinzukommen gelegentliche Schweißausbrüche bei Bewegung. Hier fühlt es an, dass das Fieber kurzfristig dann auf knapp über 38 Grad steigt.
Seit ca. 2 Wochen habe ich jetzt ein permanentes Arbeiten im Bauch (Gurgeln und Magen- und Darmgeräusche und Blähungen). Der Stuhlgang ist eigentlich normal, jedoch esse ich zur Zeit recht wenig, da die Sorge sehr groß ist. Auf jeden Fall merke ich "Verspannungen" und leichte Schmerzen im Rücken (mittlerer bis oberer Bereich), die kommen und gehen - meist im Sitzen und beim Gehen. Deswegen wurde auch eine Röntgenaufnahme der Lunge gemacht - ohne Befund. Im Oberbauchbereich sind es nicht richtige Schmerzen, eher so ein leichtes Ziehen und ich fühle mich einfach nur aufgebläht. Drücke ich auf den Bauch, so ist es unangenehm aber keine Schmerzen bei denen man schreien würde.
Eine große Blutuntersuchung wurde auch schon gemacht. Eigentlich alles im Normbereich - lediglich Neutrophile leicht erhöht (74,2), Lymphozyten leicht niedrig (16,7), Bilirubin 0,74 (vor 4 Wochen noch bei 0,37), SGPT leicht erhöht (54) - vor 4 Wochen bei 35. Aufgrund dessen, dass ich in den letzten 14 Tagen kaum etwas gegessen habe - wenn dann ein Brot sind die Triglyceride von 207 auf 57 runter. Ich weiß nicht ob es eine große Rolle spielt - der NT-proBNP ist mit 77 auch leicht erhöht. CRP war 1 und Blutsenkung war 10. Als Tumormarker sind CEA mit 1,7, CA 19-9 mit 2,1, CA 15-3 mit 11,2, AFP mit 2,1 bestimmt worden. Bei den Vitaminen schlägt nur der 25-OH-Vitmain D3 aus der Norm mit nur 21 (Referenz 75). Die Glukose mit 114 ist auch ein wenig zu hoch (Referenz 100), jedoch liegt dies auch am Gewicht (180cm und 109 kg) und zum anderen ist Diabetis familiär ein Thema. Diese Schwelle hatte ich in dieser Art auch schon vor 2 oder 3 Jahren.
Was mir gerade einfach Angst macht, ist die Kombination: Fieber bzw. erhöhte Temperatur seit der langen Zeit (vielleicht auch schon vor der Angina - aber da habe ich nie gemessen) und dann die Kombi mit den Beschwerden Magen/Darm und Rücken. Wie seht Ihr das? Wie seht ihr die guten Werte der Tumormarker? Dies war gemacht worden um vielleicht einen Anhaltspunkt zu finden woher die Beschwerden kommen können. Bitte antwortet schnell!!! Liebe Grüße!
es ist mein erster Beitrag, da ich einmal Eure Hilfe bzw. Meinung und Einschätzung brauche.
Mein Leidensweg fing vor 7 Wochen an, mich hatte eine Angina erwischt. Das erste Antibiotikum hat es nicht geschafft alles abzutöten und die Mandeln waren immer noch vereitert. Darauf gab es ein zweites, dieses Mal für 3 Tage und danach noch einmal eins für 7 Tage, da noch eine Rötung und Schwellung der Mandeln vorlag.
Doch seit diesem Tag bekomme ich das Fieber nicht weg. Am Tag schwankt es zwischen 37 und ca 38,3 Grad. Hinzukommen gelegentliche Schweißausbrüche bei Bewegung. Hier fühlt es an, dass das Fieber kurzfristig dann auf knapp über 38 Grad steigt.
Seit ca. 2 Wochen habe ich jetzt ein permanentes Arbeiten im Bauch (Gurgeln und Magen- und Darmgeräusche und Blähungen). Der Stuhlgang ist eigentlich normal, jedoch esse ich zur Zeit recht wenig, da die Sorge sehr groß ist. Auf jeden Fall merke ich "Verspannungen" und leichte Schmerzen im Rücken (mittlerer bis oberer Bereich), die kommen und gehen - meist im Sitzen und beim Gehen. Deswegen wurde auch eine Röntgenaufnahme der Lunge gemacht - ohne Befund. Im Oberbauchbereich sind es nicht richtige Schmerzen, eher so ein leichtes Ziehen und ich fühle mich einfach nur aufgebläht. Drücke ich auf den Bauch, so ist es unangenehm aber keine Schmerzen bei denen man schreien würde.
Eine große Blutuntersuchung wurde auch schon gemacht. Eigentlich alles im Normbereich - lediglich Neutrophile leicht erhöht (74,2), Lymphozyten leicht niedrig (16,7), Bilirubin 0,74 (vor 4 Wochen noch bei 0,37), SGPT leicht erhöht (54) - vor 4 Wochen bei 35. Aufgrund dessen, dass ich in den letzten 14 Tagen kaum etwas gegessen habe - wenn dann ein Brot sind die Triglyceride von 207 auf 57 runter. Ich weiß nicht ob es eine große Rolle spielt - der NT-proBNP ist mit 77 auch leicht erhöht. CRP war 1 und Blutsenkung war 10. Als Tumormarker sind CEA mit 1,7, CA 19-9 mit 2,1, CA 15-3 mit 11,2, AFP mit 2,1 bestimmt worden. Bei den Vitaminen schlägt nur der 25-OH-Vitmain D3 aus der Norm mit nur 21 (Referenz 75). Die Glukose mit 114 ist auch ein wenig zu hoch (Referenz 100), jedoch liegt dies auch am Gewicht (180cm und 109 kg) und zum anderen ist Diabetis familiär ein Thema. Diese Schwelle hatte ich in dieser Art auch schon vor 2 oder 3 Jahren.
Was mir gerade einfach Angst macht, ist die Kombination: Fieber bzw. erhöhte Temperatur seit der langen Zeit (vielleicht auch schon vor der Angina - aber da habe ich nie gemessen) und dann die Kombi mit den Beschwerden Magen/Darm und Rücken. Wie seht Ihr das? Wie seht ihr die guten Werte der Tumormarker? Dies war gemacht worden um vielleicht einen Anhaltspunkt zu finden woher die Beschwerden kommen können. Bitte antwortet schnell!!! Liebe Grüße!
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zorro
- Beiträge: 136
- Registriert: 2. April 2020, 17:09
Re: Angst - bitte um Hilfe
Kurzer Nachtrag noch: Wenn ich im Liegen auf den Bauch drücke tut es mal weh, mal aber auch nicht. Die Schmerzen im Rücken sind im Sitzen eigentlich am stärksten. Aber wie gesagt, jetzt keine Schmerzen wie bei einem Hexenschuss so dass man sich nicht mehr bewegen kann - aber sie sind da und man wünscht sich eigentlich eine starke Massage. Sie gehen vom seitlichen Brustkorb gefühlt aus - wenn ich es richtig interpretiere was man sonst so liest im Internet - praktisch gürtelförmig!
Auch die Schmerzen im Bauch sind eher diffus - es sind keine Schmerzen bei denen man an die Decke geht. Eine Ultraschalluntersuchung von außen ist gemacht worden beim Hausarzt, hier wurde nichts festgestellt.
Hinzu kommt noch, dass ich seit gut 2 Wochen eigentlich gar nicht mehr schlafe, da einfach Angst vorhanden ist.
Noch eine Frage: Wie habt Ihr von Eurer Erkrankung gemerkt? Was waren Eure Symptome? Welche Untersuchungen gab es?
Auch die Schmerzen im Bauch sind eher diffus - es sind keine Schmerzen bei denen man an die Decke geht. Eine Ultraschalluntersuchung von außen ist gemacht worden beim Hausarzt, hier wurde nichts festgestellt.
Hinzu kommt noch, dass ich seit gut 2 Wochen eigentlich gar nicht mehr schlafe, da einfach Angst vorhanden ist.
Noch eine Frage: Wie habt Ihr von Eurer Erkrankung gemerkt? Was waren Eure Symptome? Welche Untersuchungen gab es?
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wasistes
Re: Angst - bitte um Hilfe
Hallo
Wie alt bist du?
Hinter den Beschweren könnte ne Menge stecken, ein Virusinfekt mit Beteiligung der Leber oder Darm, etwas mit der Galle oder Gallengängen, ein Gallenstein und Infektion oder eine Dünndarmfehlbesiedlung.
Schwer aus der ferne eine Diagnose zu stellen.
Wie kommst du auf ein Bauhspeicheldrüsengeschehen?
Wie alt bist du?
Hinter den Beschweren könnte ne Menge stecken, ein Virusinfekt mit Beteiligung der Leber oder Darm, etwas mit der Galle oder Gallengängen, ein Gallenstein und Infektion oder eine Dünndarmfehlbesiedlung.
Schwer aus der ferne eine Diagnose zu stellen.
Wie kommst du auf ein Bauhspeicheldrüsengeschehen?
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zorro
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- Registriert: 2. April 2020, 17:09
Re: Angst - bitte um Hilfe
Bin 43 Jahre alt und männlich. Auch Bauchspeicheldrüse komme ich hauptsächlich, da ich ein Ziehen im Oberbauch habe und im mittleren Rückenbereich auch Schmerzen. Dies geht mehr oder weniger vom Rippenbogen weiter nach hinten. Was ich noch vergessen hatte, ist dass seit einiger Zeit meine Füße nachts immer brenne und prickeln (ist das der Juckreiz) und mich echt wahnsinnig machen. Auch schlafe ich seit ca 2 Wochen so gut wie gar nicht mehr. Maximal 2 Stunden die Nacht und liege dann wach und habe das Gefühl, dass der Körper auf Volldampf ist. Klar, von Appetit kann man auch nicht reden - seit über 2 Wochen esse ich so gut wie gar nichts mehr bzw. muss es mir reinzwängen - aber das liegt vielleicht auch an der Angst. Gleichzeitig kommt noch das Thema mit dem Fieber dazu.
Wie siehst Du denn die Sache mit den Tumormarkern CA 19-9 und CEA? Gibt es Hinweise bei wie vielen Menschen diese nicht anschlagen und man trotzdem Bauchspeicheldrüsenkrebs feststellt?
Wie siehst Du denn die Sache mit den Tumormarkern CA 19-9 und CEA? Gibt es Hinweise bei wie vielen Menschen diese nicht anschlagen und man trotzdem Bauchspeicheldrüsenkrebs feststellt?
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wasistes
Re: Angst - bitte um Hilfe
Also ich kann ja nicht in deinen Körper reinschauen, aber ich würde dir raten die Krebsangst als allererstes ganz weit nach hinten zu schieben.
Es gibt hier sehr viele ähnliche Erfahrungsberichte wie deine, aber hinter 99% steckt kein Krebs dahinter.
Lies dir ruhig auch meine Geschichte durch:
-Gewichtsverlust
-Extreme schmerzen
-Vergrößerte Lymphknoten
-Monatelang erhöhte Temperatur
-Nachtschweiß
-Erhöhte Leberwerte
-Exokrine Pankreasinsuffizienz
-Sichtbare Veränderungen an der Drüse
-Mangelerscheinungen, erniedrigte Blutwerte die auf eine Anämie hindeuteten
Also ganz viele Symptome die auch einen Bauchspeicheldrüsenkrebs hätten bedeuten können, dennoch war es aber kein Krebs.
Dagegen finde ich deine Beschwerden viel unspezifischer. Ich will damit nicht sagen, dass du nicht auch eine Erkrankung der Drüse haben könntest, aber Krebs eher nicht.
Denke dann wären Symptome wie:
-Gelbsucht
-Extremer Gewichtsverlust
-Neu aufgetretene, messbar an Hand der Blutwerte, Diabetes
Wenn diese Symptome auftreten, ist es meistens schon zu spät, d.h. eine Raumforderung von mindestens 2 cm drückt z.B. den Ductus Hepaticus ein was zur Gelbsucht führt. Meistens haben die Betroffenen aber kaum Beschwerden und wenn man den Krebs feststellt, weil erste Symptome auftreten ist er schon größer und metastisiert. Daher ist der BSDK ja so fatal und schlimm, eben weil er sehr lange keine oder wenig Beschwerden verursacht.
Du kannst natürlich eine umfassende Untersuchung anstreben, am Besten ist die Endosonographie und das MRCP geeignet um frühe Veränderungen an der Drüse festzustellen. Damit kannst du sehr sicher einen Krebs oder eine Krebsvorstufe feststellen.
Eine beginnende chr. Pankreatitis ist deutlich schwerer festzustellen, hier ist die Endosonographie am besten um frühe Veränderungen des Gewebes festzustellen.
Ich hoffe daher meine Worte beruhigen dich etwas.
Bist du schon in Gastroenterologischer/Internistischer Behandlung wegen deiner Beschwerden?
Hast du außerdem mal in Eigenregie versucht:
-Probiotika über einige Monate einzunehmen wie Perentherol?
-Antiobiotika könnte auf jedenfall eine Rolle gespielt haben, denn damit werden häufig auch die "gute" Darmflora zerstört, dann kann es unter Umständen sehr lange dauern oder mühsam sein wieder Gleichgewicht zu schaffen. Damit haben deine Beschwerden ja angefangen!
-Ernährungstagebuch und strikte Eliminationsdiät (versuch nach und nach mal auszuchecken ob du auf bestimmte Lebensmittel stärker reagierst)
-Dehnungsübungen, Entspannung, Muskuläre Entspannung, Wärme etc.
-Supplements probieren auch hierzu gibt es einen großen Sammelthread:
viewtopic.php?f=14&t=4216&start=110
Viele dieser Supplements oder Tipps helfen vielen hier im Forum die sich mit unklaren Beschwerdebild hier melden.
Lies dir auch mal ruhig Beschwerdebeschreibungen für SIBO/Dünndarmfehlbesiedlungen durch, den ich denke deine Beschwerden könnten sich auch dadurch erklären, oder eine Fehlbesiedlung/Reizung des Oberen Dickdarmes (der auch unter den Rippenbögen verläuft). Meteorismus auf Grund von Gärung der Fehlbesiedlung kann zu schmerzen führen die im oberen Rücken und an den Rippenbogen bzw unter dem Brustbein zu spüren sind.
Lies dir auch mal den Thread hier durch, was alles dahinter stecken könnte:
viewtopic.php?f=14&t=5428
Wie du siehst kann hinter deinen Beschreibungen eine Menge stecken.
Kopf hoch und gute Besserung
Es gibt hier sehr viele ähnliche Erfahrungsberichte wie deine, aber hinter 99% steckt kein Krebs dahinter.
Lies dir ruhig auch meine Geschichte durch:
-Gewichtsverlust
-Extreme schmerzen
-Vergrößerte Lymphknoten
-Monatelang erhöhte Temperatur
-Nachtschweiß
-Erhöhte Leberwerte
-Exokrine Pankreasinsuffizienz
-Sichtbare Veränderungen an der Drüse
-Mangelerscheinungen, erniedrigte Blutwerte die auf eine Anämie hindeuteten
Also ganz viele Symptome die auch einen Bauchspeicheldrüsenkrebs hätten bedeuten können, dennoch war es aber kein Krebs.
Dagegen finde ich deine Beschwerden viel unspezifischer. Ich will damit nicht sagen, dass du nicht auch eine Erkrankung der Drüse haben könntest, aber Krebs eher nicht.
Denke dann wären Symptome wie:
-Gelbsucht
-Extremer Gewichtsverlust
-Neu aufgetretene, messbar an Hand der Blutwerte, Diabetes
Wenn diese Symptome auftreten, ist es meistens schon zu spät, d.h. eine Raumforderung von mindestens 2 cm drückt z.B. den Ductus Hepaticus ein was zur Gelbsucht führt. Meistens haben die Betroffenen aber kaum Beschwerden und wenn man den Krebs feststellt, weil erste Symptome auftreten ist er schon größer und metastisiert. Daher ist der BSDK ja so fatal und schlimm, eben weil er sehr lange keine oder wenig Beschwerden verursacht.
Du kannst natürlich eine umfassende Untersuchung anstreben, am Besten ist die Endosonographie und das MRCP geeignet um frühe Veränderungen an der Drüse festzustellen. Damit kannst du sehr sicher einen Krebs oder eine Krebsvorstufe feststellen.
Eine beginnende chr. Pankreatitis ist deutlich schwerer festzustellen, hier ist die Endosonographie am besten um frühe Veränderungen des Gewebes festzustellen.
Ich hoffe daher meine Worte beruhigen dich etwas.
Bist du schon in Gastroenterologischer/Internistischer Behandlung wegen deiner Beschwerden?
Hast du außerdem mal in Eigenregie versucht:
-Probiotika über einige Monate einzunehmen wie Perentherol?
-Antiobiotika könnte auf jedenfall eine Rolle gespielt haben, denn damit werden häufig auch die "gute" Darmflora zerstört, dann kann es unter Umständen sehr lange dauern oder mühsam sein wieder Gleichgewicht zu schaffen. Damit haben deine Beschwerden ja angefangen!
-Ernährungstagebuch und strikte Eliminationsdiät (versuch nach und nach mal auszuchecken ob du auf bestimmte Lebensmittel stärker reagierst)
-Dehnungsübungen, Entspannung, Muskuläre Entspannung, Wärme etc.
-Supplements probieren auch hierzu gibt es einen großen Sammelthread:
viewtopic.php?f=14&t=4216&start=110
Viele dieser Supplements oder Tipps helfen vielen hier im Forum die sich mit unklaren Beschwerdebild hier melden.
Lies dir auch mal ruhig Beschwerdebeschreibungen für SIBO/Dünndarmfehlbesiedlungen durch, den ich denke deine Beschwerden könnten sich auch dadurch erklären, oder eine Fehlbesiedlung/Reizung des Oberen Dickdarmes (der auch unter den Rippenbögen verläuft). Meteorismus auf Grund von Gärung der Fehlbesiedlung kann zu schmerzen führen die im oberen Rücken und an den Rippenbogen bzw unter dem Brustbein zu spüren sind.
Lies dir auch mal den Thread hier durch, was alles dahinter stecken könnte:
viewtopic.php?f=14&t=5428
Wie du siehst kann hinter deinen Beschreibungen eine Menge stecken.
Kopf hoch und gute Besserung
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zorro
- Beiträge: 136
- Registriert: 2. April 2020, 17:09
Re: Angst - bitte um Hilfe
Danke wasistes für Deine wahnsinnig lange Antwort! Vielen lieben Dank!!
Vielleicht ganz kurz - klar, ich habe in den letzten Wochen bestimmt 10 kg abgenommen - aber ganz ehrlich, ich habe auch kaum was gegessen. Nachtschweiss hatte ich bis vor ca. 3 Wochen, danach wurde es leider nicht besser, denn seitdem schlafe ich fast gar nicht mehr. mehr als 2 Stunden die Nacht sind nicht drin und auch dabei wache ich alle 30 Minuten auf. Die Gedanken kreisen nur noch um das eine Thema, denn wieso ist das Fieber noch da? Klar, man googelt dann und stößt auf das Fieber unbekannter Ursache und dann versucht man selber in sich reinzuhören. Man entdeckt Sachen, die man vorher nicht entdeckt hat.
Vergrößerte Lymphknoten am Hals sind noch da - hier wurde ein MRT durchgeführt (nach der Angina), da ein HNO Lymdrüsenkrebs usw. ausschließen wollte.
Leberwerte sind noch im Normbereich - jedoch sind sie in den letzten 4 Wochen doch stark angestiegen.
Kann man bei einer Ultraschalluntersuchung beim Hausarzt denn schon etwas feststellen? Hier wurde sich mein Bauchbereich angesehen und die einzige Auffälligkeit war eine "leichte Fettleber". Kann man an der Bauchspeicheldrüse hier schon etwas feststellen? Oder auch an den anderen Organen?
Wie siehst Du denn die Tumormarker? Weißt Du bei wievielen diese positiv sind wenn Bauchspeicheldrüsenkrebs vorliegt? Auf jeden Fall zeigen sie ja was an und deshalb falle ich wohl nicht in die Gruppe, bei denen der Tumormarker generell nicht anschlägt.
Und danke noch einmal für die ausführliche Antwort von eben!
Vielleicht ganz kurz - klar, ich habe in den letzten Wochen bestimmt 10 kg abgenommen - aber ganz ehrlich, ich habe auch kaum was gegessen. Nachtschweiss hatte ich bis vor ca. 3 Wochen, danach wurde es leider nicht besser, denn seitdem schlafe ich fast gar nicht mehr. mehr als 2 Stunden die Nacht sind nicht drin und auch dabei wache ich alle 30 Minuten auf. Die Gedanken kreisen nur noch um das eine Thema, denn wieso ist das Fieber noch da? Klar, man googelt dann und stößt auf das Fieber unbekannter Ursache und dann versucht man selber in sich reinzuhören. Man entdeckt Sachen, die man vorher nicht entdeckt hat.
Vergrößerte Lymphknoten am Hals sind noch da - hier wurde ein MRT durchgeführt (nach der Angina), da ein HNO Lymdrüsenkrebs usw. ausschließen wollte.
Leberwerte sind noch im Normbereich - jedoch sind sie in den letzten 4 Wochen doch stark angestiegen.
Kann man bei einer Ultraschalluntersuchung beim Hausarzt denn schon etwas feststellen? Hier wurde sich mein Bauchbereich angesehen und die einzige Auffälligkeit war eine "leichte Fettleber". Kann man an der Bauchspeicheldrüse hier schon etwas feststellen? Oder auch an den anderen Organen?
Wie siehst Du denn die Tumormarker? Weißt Du bei wievielen diese positiv sind wenn Bauchspeicheldrüsenkrebs vorliegt? Auf jeden Fall zeigen sie ja was an und deshalb falle ich wohl nicht in die Gruppe, bei denen der Tumormarker generell nicht anschlägt.
Und danke noch einmal für die ausführliche Antwort von eben!
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wasistes
Re: Angst - bitte um Hilfe
Ich glaube der Tumormarker ist vor allem als prognostischer Marker gedacht zu testen, wie stark die Chemotherapie anschlägt aber nicht um Krebs festzustellen.
Die besten Untersuchungsmethoden dafür sind die Endosonographie oder MRT.
Ein Ultraschall kann auch viel feststellen, allerdings stark Untersucher-abhängig den es hat son ein wenig was von Kaffeesatzlesen.
Erfahrene Schaller haben eine gewisse Deckungsgleichheit, unerfahrene Schaller können alles mögliche hineininterpretieren.
Wenn du große Sorgen hast nimm Kontakt zu einem Pankreaszentrum, lass die Fekal-Elastase 3x vom Hausarzt überprüfen und DANN mach wenn diese anschlägt (unter 300 liegt) ein MRCP/MRT aus um festzustellen warum eine EPI vorliegt.
Ansonsten versuchen sich etwas zu beruhigen, es wird schon nichts malignes dahinter stecken, warum habe ich bereits erläutert.
Wenn du ausschließen kannst, das du innerhalb des nächsten Jahres nicht sterben wirst (und hoffentlich auch nicht in den nächsten fünf), kannst du auch viel beruhigter an die Sache gehen.
Kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Bitte versteif dich auch erstmal nicht nur auf die Drüse, denn damit kannst du schnell an Glaubwürdigkeit bei den Ärzten verlieren... Leider. Solange du nicht konkrete Beweise hast hilft es eher eine Ausschlussdiagnostik zu betreiben.
Und werd auch ruhig selber aktiv, mit den hier genannten Tipps kann nichts schief gehen.
Die besten Untersuchungsmethoden dafür sind die Endosonographie oder MRT.
Ein Ultraschall kann auch viel feststellen, allerdings stark Untersucher-abhängig den es hat son ein wenig was von Kaffeesatzlesen.
Erfahrene Schaller haben eine gewisse Deckungsgleichheit, unerfahrene Schaller können alles mögliche hineininterpretieren.
Wenn du große Sorgen hast nimm Kontakt zu einem Pankreaszentrum, lass die Fekal-Elastase 3x vom Hausarzt überprüfen und DANN mach wenn diese anschlägt (unter 300 liegt) ein MRCP/MRT aus um festzustellen warum eine EPI vorliegt.
Ansonsten versuchen sich etwas zu beruhigen, es wird schon nichts malignes dahinter stecken, warum habe ich bereits erläutert.
Wenn du ausschließen kannst, das du innerhalb des nächsten Jahres nicht sterben wirst (und hoffentlich auch nicht in den nächsten fünf), kannst du auch viel beruhigter an die Sache gehen.
Kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Bitte versteif dich auch erstmal nicht nur auf die Drüse, denn damit kannst du schnell an Glaubwürdigkeit bei den Ärzten verlieren... Leider. Solange du nicht konkrete Beweise hast hilft es eher eine Ausschlussdiagnostik zu betreiben.
Und werd auch ruhig selber aktiv, mit den hier genannten Tipps kann nichts schief gehen.

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zorro
- Beiträge: 136
- Registriert: 2. April 2020, 17:09
Re: Angst - bitte um Hilfe
Super, danke für die Tipps. Also hältst Du von den Tumormarkern gar nichts bei der Suche nach einer Diagnose? Ist es nicht so, dass CA19-9 und CEA auffällig wären (auf jeden Fall zu einem richtig großen Prozentsatz) wenn BSDK vorliegt? Oder ist es eher Quatsch diese Werte im Rahmen einer Blutuntersuchung auszuwerten wenn man noch keine Diagnose hat?
Die Ultraschalluntersuchungen waren beim Hausarzt. Wahrscheinlich gibt es dann ja erfahrenere Schaller - also ist die Aussage dort dann nicht so wahnsinnig aussagekräftig, oder was meinst Du?
In einem MRT Abdomen kann man dann es gut erkennen, oder? Weisst Du ob man hier noch etwas besonderes im Vorfeld anmerken muss?
Hattest Du denn auch das Problem, dass Du in der Zeit gar nicht schlafen konntest? Ich komme seit Wochen gar nicht mehr in den Schlaf - maximal 2 Stunden die Nacht!
Ach ja, noch eine Frage zum Stuhlgang. Was heißt eigentlich Fettstuhl und wie kann man die Farbe beschreiben? Mein Stuhlgang ist schon was heller, allerdings sinkt er zum Großteil auch ab. Man liest immer Lehmfarben oder grau bis weiss. Gleiches gilt für Urin - die Dunkelfärbung - würde die auch anhalten wenn man viel trinkt? Wäre dann der Urin auch weiterhin dunkelgelb wenn es Probleme seitens der Leber bzw der Galle geben würde?
Die Ultraschalluntersuchungen waren beim Hausarzt. Wahrscheinlich gibt es dann ja erfahrenere Schaller - also ist die Aussage dort dann nicht so wahnsinnig aussagekräftig, oder was meinst Du?
In einem MRT Abdomen kann man dann es gut erkennen, oder? Weisst Du ob man hier noch etwas besonderes im Vorfeld anmerken muss?
Hattest Du denn auch das Problem, dass Du in der Zeit gar nicht schlafen konntest? Ich komme seit Wochen gar nicht mehr in den Schlaf - maximal 2 Stunden die Nacht!
Ach ja, noch eine Frage zum Stuhlgang. Was heißt eigentlich Fettstuhl und wie kann man die Farbe beschreiben? Mein Stuhlgang ist schon was heller, allerdings sinkt er zum Großteil auch ab. Man liest immer Lehmfarben oder grau bis weiss. Gleiches gilt für Urin - die Dunkelfärbung - würde die auch anhalten wenn man viel trinkt? Wäre dann der Urin auch weiterhin dunkelgelb wenn es Probleme seitens der Leber bzw der Galle geben würde?
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wasistes
Re: Angst - bitte um Hilfe
Also schlafen konnte ich auch nicht, aber das lag vorallem an der Angst die ich hatte.
ich könnte mich weit aus dem Fenster lehnen, wenn ich behaupte das du gerade auch Angst hast, was verständlich ist.
Auch so hatte ich Probleme einzuschlafen wegen der Schmerzen.
Nun zum Fettstuhl:
Fettstuhl lässt sich leicht diagnostisch nachweisen. Es bedeutet in der Regel das dein Stuhl sehr sehr schmierig ist, unangenehm stinkend, irgendwann dann auch sehr voluminös und häufig schwimmend. Ebenso bildet sich ein dichter Fettfilm auf dem Wasser, diesen kann man erkennen, etwa so ähnlich wie wenn du was fettiges in der Pfanne angebraten hast und dann mit Wasser abspülst.
Acholischer Stuhlgang ist was anderes, wenn du einen richtigen Gallengangsobstruktion hast (bzw. der Teil der durch dir Drüse führt), dann wird der Stuhl richtig weiß bis gräulich.
Der Urin wird dann richtig richtig dunkel.
Dunkelgelber Urin ist aber völlig normal, das heißt eher das du zu wenig getrunken hast.
Was du gerade tust kann ich verstehen, du beobachtest jedes Symptom deines Körpers, weil die Diagnose unklar ist. Aber glaub mir vieles war schon vorher da, nur das du darauf bestimmt weniger geachtet hast.
Dennoch halte ich es für sinnvoll das du versucht weitere Klarheit zu schaffen.
Ein MRT Abdomen ist nicht exakt das gleiche wie ein MRCP, den hier wird mit Kontrastmittelinjektion die Gänge der Bauchspeicheldrüse und Leber/Galle sichtbar gemacht.
Damit kannst du relativ gut erkennen ob ein Krebs vorliegt, den fast alle Tumore wachsen entlang der Hauptgänge, aber auch kleinere Nebengänge werden sichtbar.
Die Karzinome wachsen so oder so immer aus dem Gewebe der Gänge egal ob Haupt- oder Seitenast. Ebenso IPMNs.
Alles weitere ist so extrem exotisch und selten das ich das jetzt mal komplett ausschließen würde. Alle Hormonellen Tumore (NETs) verursachen außerdem eine Reihe ganz anderer Beschwerden.
Aber auch diese lassen sich mit den bereits genannten Untersuchungsmethoden sehr gut ausschließen und wie gesagt an sowas zu erkranken ist unwahrscheinlicher als zwei mal im Leben einen Flugzeugabsturz zu erleben.
ich könnte mich weit aus dem Fenster lehnen, wenn ich behaupte das du gerade auch Angst hast, was verständlich ist.
Auch so hatte ich Probleme einzuschlafen wegen der Schmerzen.
Nun zum Fettstuhl:
Fettstuhl lässt sich leicht diagnostisch nachweisen. Es bedeutet in der Regel das dein Stuhl sehr sehr schmierig ist, unangenehm stinkend, irgendwann dann auch sehr voluminös und häufig schwimmend. Ebenso bildet sich ein dichter Fettfilm auf dem Wasser, diesen kann man erkennen, etwa so ähnlich wie wenn du was fettiges in der Pfanne angebraten hast und dann mit Wasser abspülst.
Acholischer Stuhlgang ist was anderes, wenn du einen richtigen Gallengangsobstruktion hast (bzw. der Teil der durch dir Drüse führt), dann wird der Stuhl richtig weiß bis gräulich.
Der Urin wird dann richtig richtig dunkel.
Dunkelgelber Urin ist aber völlig normal, das heißt eher das du zu wenig getrunken hast.
Was du gerade tust kann ich verstehen, du beobachtest jedes Symptom deines Körpers, weil die Diagnose unklar ist. Aber glaub mir vieles war schon vorher da, nur das du darauf bestimmt weniger geachtet hast.
Dennoch halte ich es für sinnvoll das du versucht weitere Klarheit zu schaffen.
Ein MRT Abdomen ist nicht exakt das gleiche wie ein MRCP, den hier wird mit Kontrastmittelinjektion die Gänge der Bauchspeicheldrüse und Leber/Galle sichtbar gemacht.
Damit kannst du relativ gut erkennen ob ein Krebs vorliegt, den fast alle Tumore wachsen entlang der Hauptgänge, aber auch kleinere Nebengänge werden sichtbar.
Die Karzinome wachsen so oder so immer aus dem Gewebe der Gänge egal ob Haupt- oder Seitenast. Ebenso IPMNs.
Alles weitere ist so extrem exotisch und selten das ich das jetzt mal komplett ausschließen würde. Alle Hormonellen Tumore (NETs) verursachen außerdem eine Reihe ganz anderer Beschwerden.
Aber auch diese lassen sich mit den bereits genannten Untersuchungsmethoden sehr gut ausschließen und wie gesagt an sowas zu erkranken ist unwahrscheinlicher als zwei mal im Leben einen Flugzeugabsturz zu erleben.
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zorro
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- Registriert: 2. April 2020, 17:09
Re: Angst - bitte um Hilfe
Wasistes - vielen lieben Dank noch einmal für Deine schnellen und ausführlichen Tipps!!!! Ist denn nur wasistes hier online und schreibt?
Noch einmal kurz zum Thema: Okay, also wirklich ein dicker Fettfilm - muss man nicht 2 Mal hingucken um dies zu erkennen?
Schwimmt Fettstuhl nicht auch immer oben?
Wie lange ging denn bei Dir die Zeit, die Du wach gelegen hast? Wie lange konntest Du denn schlafen dann pro Nacht? Hast Du das noch hinbekommen mit der Arbeit? Oder warst Du krankgeschrieben? Ach ja, wie alt bist Du eigentlich? Wann hat es bei Dir angefangen?
Beim MRT Abdomen bekommt man aber auch Kontrastmittel gespritzt. Kann man da die Bauchspeicheldrüse nicht richtig erkennen? Ich habe jetzt dafür gesorgt, dass ich ein MRT kurzfristig gemacht bekomme und dann auch noch eine Magen- und Darmspiegelung.
Aber noch einmal zu den Tumormarkern: Weisst Du wie es sich hier bei der Diagnose verhält? Ich dachte eigentlich gerade der CA 19-9 und in Kombi mit CEA und AFP wäre auf jeden Fall eine wichtige Aussage. Klar, wenn diese erhöht sind muss es nicht heißen es ist Krebs an Organ x - aber wenn alle 3 gar nichts bzw. nur sehr geringe Werte anzeigen.....
Noch einmal kurz zum Thema: Okay, also wirklich ein dicker Fettfilm - muss man nicht 2 Mal hingucken um dies zu erkennen?
Wie lange ging denn bei Dir die Zeit, die Du wach gelegen hast? Wie lange konntest Du denn schlafen dann pro Nacht? Hast Du das noch hinbekommen mit der Arbeit? Oder warst Du krankgeschrieben? Ach ja, wie alt bist Du eigentlich? Wann hat es bei Dir angefangen?
Beim MRT Abdomen bekommt man aber auch Kontrastmittel gespritzt. Kann man da die Bauchspeicheldrüse nicht richtig erkennen? Ich habe jetzt dafür gesorgt, dass ich ein MRT kurzfristig gemacht bekomme und dann auch noch eine Magen- und Darmspiegelung.
Aber noch einmal zu den Tumormarkern: Weisst Du wie es sich hier bei der Diagnose verhält? Ich dachte eigentlich gerade der CA 19-9 und in Kombi mit CEA und AFP wäre auf jeden Fall eine wichtige Aussage. Klar, wenn diese erhöht sind muss es nicht heißen es ist Krebs an Organ x - aber wenn alle 3 gar nichts bzw. nur sehr geringe Werte anzeigen.....