exokrine Pankreasinsuffizenz auch endokrine ?

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

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KleinerSchrank
Beiträge: 338
Registriert: 16. August 2020, 19:42

exokrine Pankreasinsuffizenz auch endokrine ?

Beitrag von KleinerSchrank »

Hallo,
bei mir wurde eine exkorine Pankreasinsuffizienz festgestellt aufgrund von niedrigen Elastasewerten im Stuhl. MRCP ohne Befund bisher.

Führt diese auch zwangsläufig zu einer endokrinen Insuffizienz ? Wenn ja in welchem Zeitraum?

Liebe Grüße
Andi
Beiträge: 1060
Registriert: 15. Februar 2011, 20:42

Re: exokrine Pankreasinsuffizenz auch endokrine ?

Beitrag von Andi »

:hallo: Schrank,
es führt nicht in jedem Falle zur endokrinen Pankreasinsuffiziens, meine exokrine Funktion ist schon 25 Jahre im Keller, durch Ernährungsumstellung und Bewegung konnte ich einen endokrinen Funktionsverlust bis jetzt entgegenwirken.
Bei einer chronische Pankreatitis schreitet es logischerweise schneller voran.
Einen Zeitraum kann man meiner Meinung schwer voraussagen.

Schönen Sonntag

Lg Andi
KleinerSchrank
Beiträge: 338
Registriert: 16. August 2020, 19:42

Re: exokrine Pankreasinsuffizenz auch endokrine ?

Beitrag von KleinerSchrank »

Hi Andy,
ich frage weil mir seit 30 Tagen mich nicht mehr so gut fühle.

Seit 30 Tagen habe ich die Diagnose EPI. In diesen 30 Tagen habe ich auch sehr viel abgenommen 3,5 KG abgenommen von 60,5 auf 57KG bei 180cm. War eh schon untergewichtig.

Nicht weil ich Durchfall habe sondern weil es schwierig war für mich mit 22 Jahren die Diagnose EPI anzunehmen. Ich habe weniger gegessen und war zurückgezogen.Ich bin auch nachts öfter verschwitzt aufgewacht in der Nacht. Das hat sich alles gebessert. Ich esse jetzt auch wieder mehr.

Jetzt zitierte ich oft und friere und habe Muskelzucken am ganzen Körper und mir ist öfter kalt. Ich frage mich, ob das Diabetes ist oder von dem Gewichtsverlust kommt.

Bei der Diagnose Stellung wurde ein Blutbild auch gemacht aber nur der Nüchternzucker gemessen der war in Ordnung. Schilddürse wurde auch gemacht.

Auf die Frage, ob sich durch die EPI ein Diabetes einstellt meinte der Arzt in Zukunft vielleicht aber nicht jetzt.

Weiß nicht, ob ich jetzt nochmal zum Arzt soll oder einfach abwarten und zunehmen und schauen ob es mir dadurch besser geht.
Andi
Beiträge: 1060
Registriert: 15. Februar 2011, 20:42

Re: exokrine Pankreasinsuffizenz auch endokrine ?

Beitrag von Andi »

:hallo: kleiner Schrank,
eine Gewichtsabnahme ist immer besorgniserregend, interessant wäre die Ursache deiner Pankreasinsuffiziens, hat man das mal vernünftig untersucht?, mittels eines Elastasetest?
Kennst du deinen Langzeitzuckerwert Hba1c?
Bei mir ging die Erkrankung mit 24 Jahren los, habe in 3 Monaten 16 kg abgenommen, wurde nicht richtig untersucht, die Beschwerden auf die Psyche geschoben, mir ging es sehr schlecht mit Schmerzen usw. , nach 5 Jahren wurde überraschenderweise mit ERCP ein Stein im Gallengang entdeckt und entfernt, erst dann war der Druck im Bauch nicht mehr so stark und ich konnte außer Haferbrei auch mal wieder ein Brötchen essen. Leider ist meine Drüse chronisch entzündet.
Viele Ärzte nehmen so eine Pankreasinsuffiziens nicht ernst, aber es ist wichtig die Ursache zu finden, deswegen dran bleiben.
Nimmst du Enzyme ein zum Essen?

Lg Andi
KleinerSchrank
Beiträge: 338
Registriert: 16. August 2020, 19:42

Re: exokrine Pankreasinsuffizenz auch endokrine ?

Beitrag von KleinerSchrank »

Hi,
Die Elastase war vor 3 Jahren noch bei +500.

Jetzt ist sie bei 100-200.

Ich war im August 2019 vermehrt feiern und habe viel geraucht und mehr getrunken. Da ging es mir gut ab und an Drücken unter dem linken Rippenbogen. Dann im September kein Alkhol und rauchen mehr. Nur noch Uni Stress. Dann ab Anfang September 2019 bekam ich Übelkeit, Aufstoßen und leichten Druck unter dem linken Rippenbogen, welcher stärker wurde über die nächsten Tage war aber eher ein Zwicken war. Auf kein Fall ein starker Schmerz.

Dann nahm ich Pantoprazol und die Beschwerden wurden besser. Ende September 2019 setze ich das Pantoprazol ab und die Beschwerden wurden wieder stärker. Also wieder PPI und es ging wieder besser. Habe dann bis Weihnachten PPI genommen. Dadurch ging es mir deutlich besser. Trotzdem Gewichtsverlust von 60kg auf 57kg.

Kann sein, dass ich eine Bauchspeicheldrüsenentzündung hatte und diese verschleppt habe.

Dann ab Weihnachten habe ich wieder zugeommen (Januar - Juli) und wog 60,5 KG. Im Juli 2020 bekam ich Druck im Unterbauch und sehr stinkende Blähungen.

August wurde die Elastase bestimmt und war 153,192,196,137,170,266,124,126,175. Daraufhin Ultraschall und MRCP ohne Befund. Blutbild wurde nur Nüchternzucker bestimmt nicht der Langzeitzucker.

Seit ich beim Arzt (10.08.2020 - 60,5KG) war nahm ich 3,5KG auf 57KG (27.09.2020) ab. Ich hatte danach nur noch Sorgen und wollte gar nichts mehr Essen aus Angst.

Nehme jetzt Kreon udnd er Stuhl ist fester und brauner, aber schwimmt imemr noch. Hatte davor aber auch keinen Durchfall. Ich glaube, dass der Gewichtsverlust eher Psyischer Ursache ist.

Langzeitzucker hat der Arzt nicht gemacht, da er meinte Pankreasinsuffizienz ist nicht gleich Diabetes. Das ich mich so zittrig fühle ist erst seit 10 Tagen so.

Die Ursache für die Pankreasinsuffizienz weiß keiner war auch in der Pankreassprechstunde.
Andi
Beiträge: 1060
Registriert: 15. Februar 2011, 20:42

Re: exokrine Pankreasinsuffizenz auch endokrine ?

Beitrag von Andi »

Oke, naja, deine Lebensweise war nicht grade gut für die Drüse, aber gut, das du die Warnsignale erkannt und du reagiert hast, großes Lob👍, mit der Ernährung bezüglich Fett etwas vorsichtig sein, sportliche Betätigung ist gut, schön wäre wenn du etwas mehr an Gewicht zulegen könntest,
Was sagen die Fachleute aus der Pankreassprechstunde?
Der Hba1c stand wohl nicht zur Diskussion?
KleinerSchrank
Beiträge: 338
Registriert: 16. August 2020, 19:42

Re: exokrine Pankreasinsuffizenz auch endokrine ?

Beitrag von KleinerSchrank »

Hi Andy,
die aus der Pankreassprechnstunden waren ganz entspannt und meinten. Sie können nicht sagen, ob ich damals eine leichte Pankreatitis hatte. Aber eigentlich bekommt man da richtig starke Schmerzen und es ist selten, dass Menschen nach einmaliger Pankreatitis eine chronische Entzündung haben.

Weiterhin meinten die zu mir, dass ich keine chronische Pankreatitis habe. Da ich ersten keine Schmerzen habe und zweites auf dem MRCP nichts zu sehen ist. Das wäre sogar noch genauer als eine Endosonographie. Daher wollten Sie auch diese nicht machen.

Sie meinten ich soll nicht fettarm essen sonst werde ich noch dünner. Sondern Kreon nehmen und mich so ernähren wie ich möchte. Aber auf kein Fall Alkohol oder Zigaretten.

In 3 Monaten soll nochmal die Elastase bestimmt werden und geschaut werden ob sich das Organ erholt hat. Kommt selten vor ist aber möglich. Es gäbe öfter Menschen, welche eine Insuffizienz haben ohne chronische Pankreatitis auch wenn die Lehrbücher sagen Insuffizienz = chronische Pankreatitis. Das wollte der Arzt aber nicht so stehen lassen, da es seiner Meinung nach einfach nicht stimmt.

Ich gehe jetzt morgen noch zum Heilpratiker und schaue was der sagt. Mich macht die Situation schon sehr unglücklich. Da ich so jung bin. Du warst ja auch sehr jung. Mir macht die Angst vor Diabetes auch Sorgen. Der Arzt meinte nur, dass das zwei völlig unterschiedliche Funktionen in der BSD sind. Daher sollte ich mir jetzt gar keine Gedanken über Diabetes machen. Ob ich später eine chronische Pankreatitis habe mit Schmerzen, dass weiß er nicht. Da er nicht in die Zukunft schauen kann. Momentan bin ich ein Patient wie viel anderer, welche eine Insuffizienz haben mit Blähungen. Aber ohne Schmerzen.

Ich habe Blähungen und öfter Druck im Unterbauch. Aber keine Schmerzen im Oberbauch. Nur im September 2019, diese wurden besser durch PPI.
Andi
Beiträge: 1060
Registriert: 15. Februar 2011, 20:42

Re: exokrine Pankreasinsuffizenz auch endokrine ?

Beitrag von Andi »

Hallo kleiner Schrank,
das ein MRCP genauer ist als eine Endosonographie ist mir neu, sicherlich hat jedes bildgebende Verfahren Vor- und Nachteile.
Eine Endosonographie ist deutlich teurer, das wollte man dir wahrscheinlich so nicht sagen.
Nun es gibt auch milde Verläufe einer chronischen Pankreatitis, das du nicht fettarm essen sollst wegen deines Gewichts ist Blödsinn, gerade fette Speisen sind schwer verdaulich und fordern von Galle und Pankreas volle Leistung, ein geschwächtes Organ, reizt man nicht noch.
Ich wäre da lieber etwas vorsichtig und würde mehr auf Kohlenhydrate und Eiweiße setzen.
Eine Ernährungsberatung wäre sinnvoll, schon wegen dem Gewicht, hat man das mal vorgeschlagen?
Bezüglich des Diabetes würde ich mir Jetzt nicht die großen Sorgen machen , aber den Hba1c Langzeitzucker regelmäßig kontrollieren.
Man steckt ja nie drin, wichtig, das du keinen Stein hast.
Wie sind Schilddrüsen Werte und Cholesterin?
KleinerSchrank
Beiträge: 338
Registriert: 16. August 2020, 19:42

Re: exokrine Pankreasinsuffizenz auch endokrine ?

Beitrag von KleinerSchrank »

@Andi,
meine Schildruesenwerte schwanken. Der TSH werte schwankt zwiachen 1,5 und 3,5 .

Mein Cholesterien ist immer ueber 200 (naemlich 240) obwohl ich nur 180cm und 58kg wiege. Also immer zu hoch.

Steine waren im Ultraschall und dem MRCP nicht zusehen.
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