Hallo,
zuerst möchte ich allen Erkrankten und Angehörigen ganz viel Mut zusprechen.
Ich bin wahrscheinlich zu aufgeregt, um die richtigen Worte zu finden und mein Problem zu erklären. Ich hoffe trotzdem auf Eure Hilfe.
Vorab möchte ich gleich sagen, dass ich nicht von diesem Krebs betroffen bin.
Nun in meinen Augen eine makabere Geschichte: Vorgestern hatten wir die Familie meines Mannes eingeladen.
Der Kontakt in dieser Familie beschränkt sich eigentlich nur auf Telefonate zum Geburtstag und sehr seltene Besuche, mitunter jahrelang keine.
Demzufolge kann ich als Frau erst recht keine Beziehung zu den Leuten haben. Zu fortgeschrittener Stunde –es war nur noch eine Schwester mit Mann da –
offenbarte sie mir mit wenigen Worten, sie wäre schwer krank, sie hätte Pankreaskebs und hätte noch 10 Jahre zu leben.
Sie wünsche jedoch, ich solle niemandem davon erzählen, ich wäre die erste und einzige, die jetzt davon erfahren hat.
Ich habe in den 8 Jahren Ehe diese Schwester vielleicht 5 Mal für einige Stunden gesehen, gesprochen, also nichts tiefgreifendes. Wieso sie mich damit belastet, ist mir nicht klar, zumal sie Stillschweigen erbeten hat.
So, und nun werdet Ihr meine Aufregung gleich verstehen: der Vater von meinem Mann und seiner Schwester ist vor 3 Jahren bei einer OP gestorben,
die Diagnose war vielleicht 4 bis 6 Monate bekannt. Später erfuhren wir, dass auch die Mutter von dem Vater an
Pankreaskrebs gestorben wäre
Die Schwester hat von keiner OP und von keiner Therapie gesprochen, aber man sagte Ihr, sie hätte noch 10 Jahre. Ich habe mich dann ca. eine halbe Stunde mit meiner Last gequält und
sie dann beiseite genommen, dabei erfuhr ich, sie hätte es gerade ihrem Mann und ihrem Bruder erzählt.
Kurz darauf stellte sich herraus, ihrem bruder gegenüber hätte sie nur von Verdacht auf PK gesprochen um ihn zu schonen.
Hä? Obwohl sie nur noch 10 Jahre hat? Und eine gesichterte Diagnose mit Tumormakern? Sie weiß seit 2 Monaten darüber bescheid,
man hätte das im Zusammenhang mit einer OP an der Gebärmutter vor ca. 1 und halbers Jahr festgestellt.
Ich blicke nicht durch. Will aber auch ihre Äußerung nicht abtun, schließlich greift man so was nicht aus der Luft, vor allem nicht bei der Familienbelastung.
Aber ist das alles nicht merkwürdig
Bitte sagt Eure Meinung
Geli62
merkwürdige Offenbarung?
- Reinhard
- Beiträge: 656
- Registriert: 1. Mai 2008, 09:32
- Wohnort: Bückeburg
Re: merkwürdige Offenbarung?
Hallo,
die Aussage, ein Arzt hätte beim Vorliegen eines Pankreas CA von zehn Jahren Überlebenszeit gesprochen, halte ich für nicht möglich. Nicht, dass es keine Betroffenen gibt, die zehn Jahre überlebt haben, festlegen als Arzt wird man sich bei der Diagnose für einen solchen Zeitraum in die Zukunft nicht. Entweder ist es unseriös seitens des Arztes, oder es wird mit Entsetzen Scherz getrieben.
Nicht auszuschließen ist jedoch ein "familiäres" Pankreaskarzinom, sprich eine genetische Veranlagung,wenn schon mehrere Angehörige daran erkrankten. Dein Mann sollte (nicht überkritisch) auf eventuelle Anzeichen achten. Was er dabei zu beachten hat, sollte mit einem erfahrenen Arzt besprochen werden. Einen "Vorsorgetest" bei Risikopatienten gibt es noch nicht, es wird aber fieberhaft daran gearbeitet.
Ich hoffe, ich konnte helfen.
die Aussage, ein Arzt hätte beim Vorliegen eines Pankreas CA von zehn Jahren Überlebenszeit gesprochen, halte ich für nicht möglich. Nicht, dass es keine Betroffenen gibt, die zehn Jahre überlebt haben, festlegen als Arzt wird man sich bei der Diagnose für einen solchen Zeitraum in die Zukunft nicht. Entweder ist es unseriös seitens des Arztes, oder es wird mit Entsetzen Scherz getrieben.
Nicht auszuschließen ist jedoch ein "familiäres" Pankreaskarzinom, sprich eine genetische Veranlagung,wenn schon mehrere Angehörige daran erkrankten. Dein Mann sollte (nicht überkritisch) auf eventuelle Anzeichen achten. Was er dabei zu beachten hat, sollte mit einem erfahrenen Arzt besprochen werden. Einen "Vorsorgetest" bei Risikopatienten gibt es noch nicht, es wird aber fieberhaft daran gearbeitet.
Ich hoffe, ich konnte helfen.
Lieben Gruß
Reinhard
Reinhard
-
geli62
- Beiträge: 3
- Registriert: 18. Mai 2010, 11:27
Re: merkwürdige Offenbarung?
Hallo,
danke für Deine Antwort.
Heute hat mein Mann seine Schwester gefragt, wann er vorbei kommen könnte, und Unterlagen bzw. Befund abzuholen, er bringt seine auch mit. So hatten sie es auch bei der Feier abgesprochen.
Sie hat ihm geantwortet, sie hat keine Befunde, sie will sie auch nicht haben, die würden beim Arzt liegen und dort bleiben sie auch, die gibt sie nicht raus. Und das war´s.
Ich will immer noch nicht glauben, dass alles Spinnerei war, das geht doch nicht.
Vorallem ist mir nicht klar, wenn sie dieses PC hat und es seit 2 monaten weiß, und ihen Mann ja erst Am Woende informiert hat, der nichts gewusst haben soll, kann sie ja noch nicht mal eine Therapie gemacht haben.
es tut mir leid, wenn ich meine Sorgen hier schreibe, die im Gegensatz zu Euren pillepalle sind,
es geht mir ja nur um die familäre belastung und vorallem um meinen Mann, dem halt die Offenbarung zu schaffen macht.
Liebe Grüße Geli
danke für Deine Antwort.
Heute hat mein Mann seine Schwester gefragt, wann er vorbei kommen könnte, und Unterlagen bzw. Befund abzuholen, er bringt seine auch mit. So hatten sie es auch bei der Feier abgesprochen.
Sie hat ihm geantwortet, sie hat keine Befunde, sie will sie auch nicht haben, die würden beim Arzt liegen und dort bleiben sie auch, die gibt sie nicht raus. Und das war´s.
Ich will immer noch nicht glauben, dass alles Spinnerei war, das geht doch nicht.
Vorallem ist mir nicht klar, wenn sie dieses PC hat und es seit 2 monaten weiß, und ihen Mann ja erst Am Woende informiert hat, der nichts gewusst haben soll, kann sie ja noch nicht mal eine Therapie gemacht haben.
es tut mir leid, wenn ich meine Sorgen hier schreibe, die im Gegensatz zu Euren pillepalle sind,
es geht mir ja nur um die familäre belastung und vorallem um meinen Mann, dem halt die Offenbarung zu schaffen macht.
Liebe Grüße Geli
- Reinhard
- Beiträge: 656
- Registriert: 1. Mai 2008, 09:32
- Wohnort: Bückeburg
Re: merkwürdige Offenbarung?
Guten Abend,
so hast Du jetzt noch mehr Anhaltspunkte um die Angelegenheit beurteilen zu können.
Nochmals, ich jedenfalls bin der festen Überzeugung, dass der Arzt das so nicht gesagt hat. Ob die Betroffene da etwas missverstanden hat oder vorsätzlich falsche Angaben macht weiß ich nicht. Das ist Eure Sache und so tief will ich mich da auch nicht einlassen.
Es gibt jedoch Erkrankungen der Pankreas (z.B. Zysten) die irgendwann entarten können.Aber in dem zeitlichen Rahmen? Ich glaube es nicht. Das nur zur Info.
Wichtig erscheinen mir die weiteren Fälle in der Familie Deines Mannes. Die Gründe habe ich Dir ja schon im vorangegangenen Beitrag erklärt. Somit ist Deine Anfrage doch noch einen tieferen Sinn.
In der Hoffnung, dass Deine Familie von dieser Krankheit verschont bleibt verbleibe ich.
so hast Du jetzt noch mehr Anhaltspunkte um die Angelegenheit beurteilen zu können.
Nochmals, ich jedenfalls bin der festen Überzeugung, dass der Arzt das so nicht gesagt hat. Ob die Betroffene da etwas missverstanden hat oder vorsätzlich falsche Angaben macht weiß ich nicht. Das ist Eure Sache und so tief will ich mich da auch nicht einlassen.
Es gibt jedoch Erkrankungen der Pankreas (z.B. Zysten) die irgendwann entarten können.Aber in dem zeitlichen Rahmen? Ich glaube es nicht. Das nur zur Info.
Wichtig erscheinen mir die weiteren Fälle in der Familie Deines Mannes. Die Gründe habe ich Dir ja schon im vorangegangenen Beitrag erklärt. Somit ist Deine Anfrage doch noch einen tieferen Sinn.
In der Hoffnung, dass Deine Familie von dieser Krankheit verschont bleibt verbleibe ich.
Lieben Gruß
Reinhard
Reinhard
- Ingo
- Beiträge: 105
- Registriert: 16. Juli 2008, 11:14
- Wohnort: Wermelskirchen
Re: merkwürdige Offenbarung?
Hallo Geli,
offenbar hat die Schwester mächtig einen an der Klatsche und treibt übelste Scherze mit euch. Sie sollte schleunigst einen fähigen Psychotherapeuten in's Boot holen !!! Die Prognose bei Pankreaskrebs ist sehr frustrierend und ein Arzt, der 10 Jahre voraussagt hat ebenfalls nicht alle glatt. Die durchschnittliche Überlebenszeit bei Betrachtung aller Fälle und Stadien ist sieben Monate !!! Aber es gibt auch Ausnahmen, die - so wie ich - mehrere Jahre überleben und vielleicht sogar ein normales Lebensalter erreichen.
Gruß
Ingo
offenbar hat die Schwester mächtig einen an der Klatsche und treibt übelste Scherze mit euch. Sie sollte schleunigst einen fähigen Psychotherapeuten in's Boot holen !!! Die Prognose bei Pankreaskrebs ist sehr frustrierend und ein Arzt, der 10 Jahre voraussagt hat ebenfalls nicht alle glatt. Die durchschnittliche Überlebenszeit bei Betrachtung aller Fälle und Stadien ist sieben Monate !!! Aber es gibt auch Ausnahmen, die - so wie ich - mehrere Jahre überleben und vielleicht sogar ein normales Lebensalter erreichen.
Gruß
Ingo
Lieber 'ne Canneloni als 'ne Wanne-Eickel !!!
-
geli62
- Beiträge: 3
- Registriert: 18. Mai 2010, 11:27
Re: merkwürdige Offenbarung?
Hallo alle zusammen,
ich will Euch erzählen, was da nun los war.
Also, eigentlich fehlen die Worte. Mit der Zeit hatte sich ihre Diagnose in der Familie herumgesprochen, über eine Tochter von Ihr haben wir dann telefonisch erfahren, dass da nichts wäre.
Bei einem Gespräch mit meiner Schwägerin gab sie nur an, ob wir denn wüssten, wie betrunken sie gewesen wäre. Sie hat nicht mehr gewusst was sie sagt.
Allerdings würde trotzdem der Verdacht bestehen, sie will vorerst keine weiteren Untersuchungen, sie gibt sich ein halbes Jahr Zeit, dann geht sie vielleicht nochmal zum Doc.
Keine Entschuldigung, nichts!! Und meiner meinung nach war sie nicht sturz stramm, vielleicht angetütelt, aber längst nicht genug, um so ein grausiges Theater zu veranstalten.
OK, positiv ist ja, dass sie nicht diesen scheiß hat, aber irgendwie hat sie einen gewaltigen Schaden.
Schade, ich bin mit ihr durch.
Euch wünsche ich viel Kraft.
Liebe Grüße
geli
ich will Euch erzählen, was da nun los war.
Also, eigentlich fehlen die Worte. Mit der Zeit hatte sich ihre Diagnose in der Familie herumgesprochen, über eine Tochter von Ihr haben wir dann telefonisch erfahren, dass da nichts wäre.
Bei einem Gespräch mit meiner Schwägerin gab sie nur an, ob wir denn wüssten, wie betrunken sie gewesen wäre. Sie hat nicht mehr gewusst was sie sagt.
Allerdings würde trotzdem der Verdacht bestehen, sie will vorerst keine weiteren Untersuchungen, sie gibt sich ein halbes Jahr Zeit, dann geht sie vielleicht nochmal zum Doc.
Keine Entschuldigung, nichts!! Und meiner meinung nach war sie nicht sturz stramm, vielleicht angetütelt, aber längst nicht genug, um so ein grausiges Theater zu veranstalten.
OK, positiv ist ja, dass sie nicht diesen scheiß hat, aber irgendwie hat sie einen gewaltigen Schaden.
Schade, ich bin mit ihr durch.
Euch wünsche ich viel Kraft.
Liebe Grüße
geli
-
Micha
- Beiträge: 17
- Registriert: 18. August 2010, 22:16
Re: merkwürdige Offenbarung?
Sie scheint wirklich gewaltig einen Schatten zu haben. Nichtmal im betrunkenen Zustand kann man sich solch etwas aus den "Fingern saugen". Ihr als familie macht euch Gedanken und vor allem js auch Sorgen bei Familienvorgeschichte und die lügt sowas daher....
sprachlos
sprachlos