EPI und Mebeverinhydrochlorid - Erfahrungen ?

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mcgil65
Beiträge: 76
Registriert: 27. November 2011, 16:47

EPI und Mebeverinhydrochlorid - Erfahrungen ?

Beitrag von mcgil65 »

Hallo liebe Forummitglieder !
Ich habe ja in diversen Posts in diesem Jahr von meinen argen Darmproblemen bei EPI (P.divisum) geschrieben. Die Symptome hatten sich dahingehend verändert, das ich unangemeldete Durchfallattacken, Schmerzen(Druck) im Unterbauch und Stuhlgangsprobleme über mich ergehen lassen musste, ohne das irgendein Arzt eine Meinung zum Sachverhalt hatte ! Nun denn, ich war erneut bei einem weiteren Gastrenterologen und seit Fazit war :

Das gesamte Nervensystem in diesem Bereich ist in Mitleidenschaft gezogen worden und daher die Durchfälle, Gasbildungen, Stuhlgangrhythmusprobleme etc..etc...

Sein Ansatz ist nun ein Reiz-Darm-Syndrom - Medikament namens MEBEVERIN mit besagtem Wirkstoff. Ich habe nun 1 1/2 Tage jeweils Morgens und Abends nach Arztvorgabe eine 135 mg Tablette genommen und der Effekt war :

Keine größeren Beschwerden mehr aber auch kein Stuhlgang ? ( es fühlt sich an wie eine drohende Verstopfung )

Wie sind die Erfahrungswerte bei Euch mit diesem Medikament und würdet Ihr meine Einschätzung teilen, das dieses Produkt des Guten zuviel sein könnte ?

LG
Markus
3664645
Beiträge: 567
Registriert: 8. Mai 2018, 12:06

Re: EPI und Mebeverinhydrochlorid - Erfahrungen ?

Beitrag von 3664645 »

Hallo,

es hört sich für mich leider so als ob der Arzt mal wieder zufrieden ist mit seiner Diagnose und dich als Patienten mit einem Medikament nach Hause schickt...

Bezüglich Reizdarm finde ich sollten halt auch dann noch mal weitergehende Werte erhoben werden wie darmspezifische Enztündungswerte, Mastzellendiagnose, irgendwelche schlüssigen Beweise, dass das Nervensystem organisch Schaden genommen hätte.

Was du bei einer EPI immer Bedenken musst, dass die unverdauten Bestandteile rausmüssen und das kann halt leider anfallsartig passieren, weil bei aller Vorsicht und Enzymunterstützung sich der Mist ansammelt, aber nicht sofort als Fremdkörper erkannt wird, weil Proteine, Fette Lebensbausteine sind. Das ist halt der Unterschied zu einer Lebensmittelunverträglichkeit oder -vergiftung, wo das System sofort reagieren muss.

Die tendenziell dysbiotische Neigung des Darm ist halt auch nicht gut für die Darmschleimhaut und das ist ja quasi der erste Fühler des Darms...

Ich kenn das Medikament nicht, aber halt als Nebenwirkung Verstopfung und das solltest du versuchen zu vermeiden.
Muetze
Beiträge: 161
Registriert: 4. März 2020, 11:28

Re: EPI und Mebeverinhydrochlorid - Erfahrungen ?

Beitrag von Muetze »

Hallo Markus,
Ich hab probatorisch auch mal 3 Wochen Mebeverin eingenommen. Mein Hausarzt meinte, dass es bei einigen seiner Patienten gut gegen Reizdarm hilft, weil es entspannend auf eine Sorte Muskulatur im Bauch wirkt. Ich hatte eigentlich gar eine Wirkung oder Nebenwirkung von der Einnahme.
Paladin25
Beiträge: 273
Registriert: 18. März 2023, 15:41

Re: EPI und Mebeverinhydrochlorid - Erfahrungen ?

Beitrag von Paladin25 »

Der Körper muss sich an viele Medikamente gewöhnen bis alles läuft.
So ist es jedenfalls bei mir immer gewesen, bei jedem Dauermedikament.
Auch weiß ich ja nicht wann dein letzter Durchfall war. Ist der Darm quasi leer, kann es durchaus 3-4 Tage dauern bis man wieder das Örtchen aufsuchen muss. Und dann muss sich das nach so langer Zeit wie bei dir vielleicht einpendeln.
Eine ein-oder zweimalige Verstopfung zu lösen ist zwar nicht Sinn der Sache aber als Übergang vielleicht besser als mit Durchfällen auf der Keramik zu wohnen.
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mcgil65
Beiträge: 76
Registriert: 27. November 2011, 16:47

Re: EPI und Mebeverinhydrochlorid - Erfahrungen ?

Beitrag von mcgil65 »

Hallo zusammen !
Vielen Dank für Eurer Feedback !
Mittlerweile hat sich die Situation wirklich eingependelt und ich habe neben dem Wegfall der Darmbeschwerden tatsächlich wieder Stuhlgang wie er im Normalfall sein sollte.
Dies zeigt was ihr auch berichtet habt, das es anscheinend erst einmal eine Eingewöhnung braucht, bevor der Effekt eintreten kann.
Die Therapie sieht vor, das ich das Medikament 3 Wochen testen soll, um dann zu entscheiden, ob es mir eine Hilfe ist oder nicht. Auch werde ich das natürlich mit
meiner Internistin besprechen...auch im Hinblick auf eine Dauermedikation oder ob es nicht sinnvoll ist es zwischenzeitlich abzusetzen ?
Es ist ja in meinem ureigenen Interesse so wenig wie möglich an Medikamenten nehmen zu müssen....

Schönes WE
Markus
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