ich habe Verständnis wenn ein Arzt, der in zwei Jahren mal einen Pankreatektomierten sieht den notwendigen Wissensstand nicht hat. Er hat nun drei Möglichkeiten. Er macht sich schlau und behandelt weiter. Das passt aber in seinen Zeitplan nicht rein. Er delegiert an einen Kollegen, der sich damit auskennt, das wäre optimal oder er macht einfach weiter. Das Letztere ist natürlich unverantwortlich. Es gibt auch noch die Möglichkeit an den AdP zu verweisen,. das ist mir auch schon passiert. Eine niedergelassene Gastro-Praxis kam nicht weite und verwies an den AdP, hier an mich. Fragestellung: Fällt Ihnen noch was ein!
Und noch was ist mir aufgefallen. Die Aussage klingt etwas seltsam, finde aber keine anderen Worte. Je ranghöher der Arzt agiert, desto aufgeschlossener ist er gegenüber dem AdP. So reißen sich Chefärzte, die Pankreas behandeln oft um eine Beteiligung des AdP. Als Gegenbeispiel kenne ich eine Ärztin in einer Kurklinik, die sogar das bloße Ansprechen von Enzymen bei einem nach Whippel Operierten schon als Einmischung empfand und uns untersagte etwas "medizinische" zu äußern. (obwohl dieses nur in meiner Gegenwart von einer Ernährungsberaterin angesprochen wurde) Mein Kommentar war der, dass das ohne Enzyme in wenigen Fällen auch schon möglich war, er solle mal mit dem Arzt darüber sprechen ob er doch Kreon nehmen solle. Das wollten die Ernährungsberatung auch schon machen. Das hat riesige Wogen geschlagen an deren Ende ich dann der Dumme war.
Heute Abend hatten wir die Gründungsveranstaltung der Gruppe Hildesheim. Die beiden Chefärzte (Chirurg und Gastroenterologe) haben sich wirklich über die Gründung gefreut und sind auch dabei geblieben. Selbst ergänzen oder ein bisschen korrigieren bei den Ausführungen der Ärzte von uns war möglich ohne dass da jemand sich auf den Schlips getreten fühlte.. Am Ort ist noch ein anderes Krankenhaus, deren Chefärzte uns ebenfalls in einem Brief ihre Mitarbeit angeboten hatten. Auch sie waren begeistert. Ich schreib das nicht weil wir so toll sind, sondern weil dort die Betroffenenkompetenz erkannt und genutzt wird. Das ist in fast allen Häusern, in denen an der Pankreas operiert exakt genauso.
Und schon sind wir heute auf das 3/4 Wissen angelangt.
Dabei war ein sieben jährigen Junge mit einer abgelaufenen, aber noch nicht ausgeheilten Pankreatitis. Frage, woher kommt das??!! Zack, da waren wir nicht mehr bei 3/4. So schnell fließt der Ruhm dahin