Tja wie fange ich an . . .

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

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Munky
Beiträge: 2
Registriert: 24. März 2011, 20:55
Wohnort: 96317 Kronach

Tja wie fange ich an . . .

Beitrag von Munky »

. . . am besten erst mal mit einem herzlichen Hallo ;)

Es begann vor ca. 3 Wochen um genau zu sein am 5.März. Ich saß Abends am PC (ist mein Job), und mich plagten nach geraumer Zeit meine von mir seit Jahren vermutlichen Rückenschmerzen. Ich begab mich aufs Bett um meine üblichen Übungen zu machen, dmit sich das ganze wieder beruhigt. Dem war diesmal nicht so ! Es begann aufeinmal an zu schmerzen, wie ich es nahezu fast nicht beschreiben kann. Ein stechen, ziehen vom Unterleib Richtung Zwergfell als würde einem jemand den ganzen Inhalt des Bauchraumes auf 1 cm komprimieren, ausgewitet in den Rücken und begleitet von Atemproblemen bis hin zu Übelkeit und kalten Schweißausbrüchen. Hatt dies schon einmal vor ca. einem halben Jahr erlebt, aber legte sich nach ca. 15 mins wieder.

Also sorry aber mittlererweile schon alleine der Gedanke oder ein Anzeichen das ES wieder losgeht, versetzt einen schon in leiuchte Angst/Panik (war vorhin z.B kurz mal der Fall). OK ! Zurück zum Geschehen ;). NAchdem ich es nicht mehr aushielt, schluckte ich eine IBU 800 und beschloss Montags zum Arzt zu gehen. Ca. 1 Std. später nahm ich noch eine 2te Tablette und hoffte nur noch auf den Morgen um zu irgendeinem Notdienst zu kommen. Arzt bei uns im Dorf wo an diesem Tag Notdienst hatte, machte ein EKG, und zum Glück hatte er kleiner Zweifel, die er sicherheitshalber im KH nochmals abklären lassen wollte. Dann wurde ich ins KH gebracht in die Noraufnahme. Dort nahm man mir Blut und es begannen die von mir vermutlichen Standart Checks. Soweit so gut, sagt mir die Ärztin, das ich so wie es aussehe wieder nach Hause könne, und sie woll nur noch die Blutwerte abwarten. Als diese kamen, musste Sie ihre Aussage revidieren, und mente das man mich jetzt erst mal hier behalten werde. Diagnose: Bauchspeicheldrüsenentzündung.

Lipase 2964+ bei Einlieferung

Dann kamen solche Fragen wie, "Sie wissen schon woher das kommt".
Ich ganz verduzt NEIN.
Ja und man "erklärte" mir das dies vom Alkohol komme. Was und wieviel ich denn getrunken habe.
Das waren am Fr 3 Bier und gestern 3 Bier.
Schaute nicht so aus als ob Sie mir glaubten, wo man ja aber eigentlich doch an den Blutwerten erkennen sollte meiner Meinung nach.
EGAL WAR UND IST NICHT MEHR GEWESEN. Würd ich mich ja selbst belügen.

Dann wurde ich stationär aufgenommen, und erst mal intravenös mit Nahrung versorgt. Durfte eigentlich nur kleine Mengen an Wasser zu mir nehmen. Nach 3 Tagen meinte die Ärztin erstaun, das sich meine Werte erstaunlich schnell bessern, und ich doch mal versuchen kann zu "essen". Hierauf bekam ich 2 Tage Pudding und 2 Tage Griesbrei. Nach diesen 4 Tagen hatte ich dann wieder ganz normal ( in kleinen Mengen ) Brot zu mir genommen und leichte Vollkost stand auf den Tagesplan.

In den folgenden Tagen wurden folgende Untersuchungen mit folgenden Diagnosen durchgeführt:

Sonographie Apdomen:

Leber vergrößert, glatte Oberfläche, noch spitzer Randwinkel.Fettleber. Gallenblase ohne Kongremente. Wand unauffällig. Um die Gallenblase kleinste hypodense Areal - wohl als fokale Minderverfettung zu werten. DHC nicht angestaut, keine intra - oder extrahepatische Cholestase. Niere rechts unauffällig. Pankreas: Ödematös erweitert im Corpusbereich. Aorta ohne aneurysmatische Aufweitung. Milz vergrößert mit 21,1 * 5,4 cm. Niere links unauffällig. Harnblase gering gefüllt. Keine freie Flüssigkeit.


CT-Abdomen (Kurzbefund) schon ein Unding das ich diese CT doch zur Ansprache bringen musste.

Gleich Vorweg ! DER HORROR für mich ! NACH MÖGLICHKEIT NIE MEHR EINEN EINLAUF :D
Geringe Fettenzündung und geringe Flüssigkeitsstraße bei Pankreatitis. Keine Nekrosenbildung. Keine Pseudozyste. (ausführl. Befund wird noch dem Hausarzt nachgereicht.)

Also mein Lebensstil vor dieser ganzen Aktion, war nich gerade vorbildlich. VIEL und FETTES Essen. Wenig Bewegung und Sport schon gar nicht. Wie schon erwähnt sitze ich fast den ganzen Tag am PC. Rauchen so ca 3 Schachteln am Tag (bzw. selbstgestopfte). Trinken fast ausschließlich Kaffee und ja wenn 2 Gläser Wasser am Tag waren, wars schon viel und teilweise gar nichts außer Kaffee.

Rauchen habe ich seit (heute 16 Tage) aufgegeben. Alkohol wurde mir gänzlich untersagt, wo ich mir aber nicht vorstellen kann, das es davon kam, und zumal ich nie Probleme hatte wenn ich Alkohol getrunken hatte. Schnaps etc. trinke ich schon gar nicht und hinsichtlich Bierchen hatte ich schon exzessivere Zeiten, als mal ein paar am Wochenende. Ok lass ich aber jetzt vorerst auch mal. Ernährung ja geht noch nicht alles. Ich hatte mir am WE Spaghetti mit Tomatensoße zubereitet. Die Tomatensoße mach ich immer selbst, und die Paprika war glaube ich nicht so das wahre.

Fakt ist fdas ich im Moment eigentlich gar nicht weis wo mir der Kopf steht. Ich weis nciht was ich essen kann und darf. Mir kommt es so vor, wei wenn sich das ganze schon wieder verschlechter hat, weil ich von Tag zu Tag doch wieder diese JETZT LEICHTE Stechen verteilt (mal hier mal da) im ganzen Oberkörper verspüre. Manchmal denke ich sogar es kommt vom atmen. Dann ist es mal ein stechen vom Hals Richtung Kiefer. Hauptsächlcih sticht es aber zwischen den Schultern und im mittleren Oberkörperbereich.

Je mehr ich mich informiere und je mehr ich lese desto verwirrter wird für mich die ganze Geschichte. Obwohl ich hinzufügen muss, das manche Bauchspeicheldrüßenbetroffenen, um meine Situation betteln würden. Ich weis einfach nicht wie ich jetzt weiter machen soll hinsichtlich Untersuchungen (da mir die Untersuchungen und Vorgehensweise in der Klink nicht so genau erschienen), dann was kann oder darf man essen. Mir geht es darum das ich in dem jetzigen "Stadium" vielleicht doch noch so einiges "wieder gut" machen könnte. Ach ich weis einfach nicht WIE UND WAS :(.

Wäre nett wenn Ihr mir hierzuvielleicht ein paar Tipps geben könntet.

Vielen Dank schon mal im voraus an alle und ecuhe allen einen schönen Abend / Tag
Munky
Norbert
Beiträge: 412
Registriert: 11. März 2008, 10:55
Wohnort: Raum Erlangen

Re: Tja wie fange ich an . . .

Beitrag von Norbert »

Hallo Munky,

erstmal ein herzlichen Willkommen im Forum.

Dass du jetzt erstmal geschockt bist, kann ich gut verstehen.

Was du tun kannst, ist deine Lebensführung ändern. Vor allem lass den Alkohol weg, das ist das Schädlichste für die Bauchspeicheldrüse. Auch wenn du dir nicht vorstellen kannst, dass es vom Alkohol kommt. Auch Bier kann dem Pankreas schaden, auch wenn du es bisher gut vertragen hast. Will jetzt nicht behaupten, dass es vom Alkohol kommt, aber 3 Bier am Tag können da schon zu viel sein. Irgendwann rächt sich der Körper.
Nach einer akuten Pankreatitis ist es wichtig, ganz auf Alkohol zu verzichten, mindestens für 1 Jahr, sonst kann das ganze zum Selbstläufer werden und du läufst Gefahr, dass es chronisch wird. Egal ob´s vom Alkohol kommt oder nicht.

Hattest du einen Einlauf vor dem CT? Das habe ich noch nicht gehört, dass das notwendig ist.

Deine Befunde sind jetzt nichts dramatisches. Gallensteine scheinst du ja nicht zu haben, die kämen auch noch als Ursache in Betracht.

Beim Essen müsstest du ausprobieren was du verträgst. Sei vor allem mit fettigen Sachen vorsichtig.

Alles Gute

Norbert
Munky
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Registriert: 24. März 2011, 20:55
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Re: Tja wie fange ich an . . .

Beitrag von Munky »

Hallo Norbert ! ! !

Also erst mal vielen Dank für deine Antwort ;)

Also wie schon gemeint, drinke ich wenn, dann nur was am WE. Aber ich werden deinen Ratschlag beherzigen, denn bevor ich die ganze Geschichte mal chronisch bekomme. Obwohl ich hier ja noch im dunklen tappe, denn wie schon geschrieben, hab ich diese vermeintlichen Rückenschmerzen ja schon seit vielen Jahren, und weis jetzt einfach nciht ob dies wirklich Rückenschmerzen sind, oder von der BSD kommen. Diese habe ich seit ca. 10 Jahren so einmal im Monat.

Den Einlauf hatte ich vor der CT ja ! Hätte ich nicht benötigt, aber der Arzt meinte, das wenn dann schon den Bauchraum und Darm etc. mit, un nur dann bekommt er gute Bilder.

Ich weis halt jetzt wirklich nicht wie ich weiter vorgehn soll, denn hab auf der Website des Universitätsklinikums Heidelberg gelesen:

Zitat: Die Behandlung von Bauchspeicheldrüsenerkrankungen setzt zunächst eine exakte Diagnostik voraus. Und da bin ich mir gar nich so sicher ob dies auch genau abgeklärt / untersucht wurde.

Vielen Dank nochmals für deine Anwort

Gruß
Munky
uwe
Beiträge: 301
Registriert: 11. März 2008, 10:50
Wohnort: Dorsten

Re: Tja wie fange ich an . . .

Beitrag von uwe »

Den Tip aus Heidelberg würde ich beachten und mich bei Zweifeln lieber noch einmal untersuchen lassen.
Habe in meiner Vergangenheit auf sogenannte Experten gehört....
und so akute Schübe nicht auskuriert weil nicht diagnostiziert.
Die Folge war eine chron. Pankreatitis mit zwei großen OPs ..........
Also las es bei Zweifel nochmal abklären!!!
Alles gute
uwe
MajaB
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Registriert: 12. August 2008, 19:04
Wohnort: NRW

Re: Tja wie fange ich an . . .

Beitrag von MajaB »

Lasse dich genau untersuchen, wenn du Zweifel hegst. Eine korrekte
Diagnose sollte von einem Pankreasexperten vorgenommen werden.

Deine Lebensweise (Essen & Trinken) haben einen grossen Einfluss auf
die Pankreas. Da halte dich an das was du darueber liest und von echten
Experten in diesem Gebiet dir sagen. Hier auf dieser
Webseite sind ausserdem gute Infos, um einen weiteren Weg fuer dich zu finden:
Experten, Ernaehrungsberatung und Selbsthilfegruppen.

Und wenn du schon Panik bei dem "Daran Denken" hast, dann ist "Es" doch
eigentlich einfach Dinge zu veraendern. Wir alle haben das gemacht.

Ich habe 2 Pankreas OPs hinter mir und die 3. kommt in diesem Jahr.
Meine Pankreas nehme ich sehr ernst.

Alles Gute

LG
Maja
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