Hallo,
ich bin vorerst zurück und nicht zufrieden mit dem Städtischen Klinikum - und ich habe nach wie vor keine Diagnose.
- Der Stationsarzt war ein Assistenzarzt, bis auf den letzten Tag zur sog. Chefarzt-Visite habe ich keinen weiteren Arzt auf der Station gesehen (Oberärzte und Chefarzt arbeiten "unten" in der Funktionsdiagnostik)
- es wurde nur auf meinen Wunsch hin am vorletzten Tag die Elastase im Stuhl bestimmt (AA meinte, das hätte man "früher" so gemacht, heute gäbe man probeweise Enzyme und der Chefarzt sagte, wenn der Stuhl ungeformt ist, ist das nicht aussagekräftig - er ist ja aber nicht dauerhaft ungeformt)
- es wurde mir angeboten, auch ohne diesbezügliche Untersuchung eine Enzymsubstitution "auszuprobieren" (sowohl vom AA als auch vom Chefarzt)
- es wurde weder MRCP noch ERCP gemacht, nichtmal vorgeschlagen, auf meine Frage hin wurde gesagt, das sei nicht notwendig, die Symptome seien untypisch (macht man das nur bei Ikterus? Wäre mir neu...?)
- der Ass.-A./Stationsarzt hat Blut abgenommen am ersten Tag, nachdem er meine Symptome genau aufgenommen hatte und ich auch explizit von einer evtl. BSD-Problematik zum Abklären gesprochen hatte - er hat Amylase und Lipase gar nicht mitgestestet und dabei auch noch plump geschwindelt, das wurde dann erst 4 Tage später nachgetestet
- eine Mitpatientin hat seit 12 Jahren eine chronische Pankreatitis - in letzter Zeit hat sie vermehrt starke Darmbeschwerden. Eine Stuhluntersuchung wurde nicht durchgeführt (sie hat, soweit ich weiß, den Chefarzt auch nur 1x kurz nach der Koloskopie gesehen und gesprochen) - sie wurde vom Assistenzarzt mit Mutaflor nach Hause geschickt, sie solle ausprobieren, ob es damit besser wird, vielleicht fehlt es an entsprechenden Bakterien
So, nun ist angeblich internistisch alles abgeklärt und ich solle ein MRT der Wirbelsäule machen lassen (Wenn´s an der WS liegen würde, hätt ich doch aber nicht nach teilweise ganz kleinen Mengen Nahrung schon Schmerzen). Die Schmerzen könnten nicht geklärt werden. Ich wurde in "stabilem Allgemeinzustand" entlassen und das mit der Behandlungsempfehlung 3 x 30 Tropfen Novalgin.
Ich hab nach wie vor Schmerzen, täglich, die zermürben und ich weiß immer noch nichts. Zwar ist eine leichte Gastritis in der Gastroskopie entdeckt worden und eine Laktoseintoleranz, aber die machen laut der Ärzte nicht diese Symptome.
Nächste Woche muss ich noch mal auf eine andere Station zur Bauchspiegelung, das CT war etwas unklar, was meine Eierstöcke betrifft, ich hatte eine Gebärmutterentfernung und es könnte sein, dass sie "hochgerutscht" sind, laienhaft ausgedrückt. Oder das, was dort unklar ist, könnten auch vergrößerte Lymphknoten sein. Ich kann das ja mal abtippen - wenn da denn nun z.B. eine bösartige Zubildung wäre, könnte die natürlich auch metastasiert haben, aber das muss nun nicht wirklich was miteinander zu tun haben, gutartige Zysten z.B. sind häufiger als bösartige Tumore. Man geht eben am ehesten einfach von einer "Verlagerung" aus.
Komisch ist auch, dass Sono und CT unauffällig sind bis auf eine Leberverfettung (das weiß ich), im Abschlussbericht steht dann etwas von "evtl. Pankreaslipomatose" (die man doch hätte sehen müssen).
Viel Text, sorry...
Ich hab glücklicherweise meine Befunde mitbekommen incl. CT-CD. Hervorzuheben ist da dann der Ass.-A., nach einer "fachlich angehauchten Diskussion"

hat er mir auf die Frage nach AP und Gamma-GT das Blatt mit meinen Blutwerten gegeben. Da sind übrigens die Leukos erhöht (waren sie auch im Januar, als ich wegen der Schmerzen in der NA war), der CRP ist analog der mal wieder zunehmenden Schmerzen zwar noch im Normalbereich, aber zum ersten Wert deutlich gestiegen und HB und Bilirubin waren/sind auch leicht erhöht.
Ich meld mich morgen noch mal, bin erstmal fertig...
LG, Romea