Frage zu Kreon

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Melli
Beiträge: 7
Registriert: 1. Juli 2013, 00:08

Frage zu Kreon

Beitrag von Melli »

Hallo,
lese immer wieder das hier fast alle Kreon einnehmen. Ich habe bisher Ozym und Pankreatin Mikro eingenommen ist das auch ok?
Oder gibt es wichtige Gründe, die für die Einnahme von Kreon sprechen (habe von einer Kreon-Studie gehört, diese aber leider nicht finden können).
Kann mir hierzu jemand hilfreiche Informationen geben? :denk:
Friedhlm Moehlenbrock
Beiträge: 148
Registriert: 2. Mai 2010, 19:59

Re: Frage zu Kreon

Beitrag von Friedhlm Moehlenbrock »

Hallo,
manchmal kann es zu problemen mit der Pellets-Grösse geben, aber solange es doch funktioniert, ist doch alles Prima.
Oder gibt es schwierigkeiten?

LG
Freddy
Friedhelm Möhlenbrock
1.stellv. Vorsitzender
Regionalgruppen 32 & 33
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Melli
Beiträge: 7
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Re: Frage zu Kreon

Beitrag von Melli »

Hallo Freddy,
danke für Deine Antwort. Ja, ich habe ziemliche Schwierigkeiten mit meiner Ernährung, bzw. funktioniert bei mir die Berechnung zur Anwendung der Enzyme nicht richtig. Man sollte ja pro 1g Fett 2000IE Enzyme berechnen, was bei mir aber mit meinen angegebenen Medis jedesmal nicht ausgereicht hatte. Deshalb hatte ich mal nachgefragt, ob es mit Kreon bessere Erfahrungen gibt? Ich möchte hier natürlich keine Medikamente schlecht machen, sondern wollte nur wissen, ob es spezifische Eigenschaften gibt. Ich leide an einer exokrinen Pankreasinsuffizienz, bzw. dies wurde bisher durch eine Stuhlrobe festgestellt. Ultraschall von Galle und Bauchspeicheldrüse wurde bei einer Internistin gemacht, mehr jedoch noch nicht. Vielleicht sollte ich noch auf eine MRT- Untersuchung bestehen, da der Pankreasschwanz im Ultraschall nicht einsehbar war.

L.G. Melli
Karl-Josef
Beiträge: 364
Registriert: 8. März 2008, 16:54
Wohnort: Düsseldorf

Re: Frage zu Kreon

Beitrag von Karl-Josef »

Hallo Melli,

ich habe anfangs auch einmal Ozym bekommen statt Kreon. Da ging es mir auch ganz schlecht.

Dann habe ich meinem Hausarzt eine Kapsel Kreon aufgemacht und 1 Kapsel Ozym.
Also die Kügelchen beim Ozym sind viel größer, also weniger Kügelchen in 1 Kapsel, d.h. es kann auch nicht soviel Fett damit gebunden werden, d.h. dann weiter mehr Übelkeit und Bauchschmerzen.
Danach habe ich dann nur noch KREON bekommen.

Gehe zu Deinem Arzt und zeige ihm das.

Liebe Grüße und alles Gute

Karl-Josef
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Friedhlm Moehlenbrock
Beiträge: 148
Registriert: 2. Mai 2010, 19:59

Re: Frage zu Kreon

Beitrag von Friedhlm Moehlenbrock »

Hallo Melli,
wenn ich das richtig Verstehe bist du nicht opriert. Dann kann es zu 2 Problemen kommen. 1. dass was Karl schon erwähnt hat, die rechnerische Oberfläche ist bei allen anderen Präparaten kleiner, weil die Pellets grösser sind. Und zum 2., wohl das wichtigste Problem:
Der Magenausgang, der Pförtner macht in den ersten 20-30 Minunten einfach nicht so weit auf das die Pellets hindurch passen, nur 1,2 - 1,4 mm, und die Pellets sind wesendlich grösser. Bei Kreon passiert das nicht, zudem ist die wirksame Oberfläche eben durch die kleineren Pellets grösser. So spielt es auch keine Rolle mehr von dem anderen Präparat zu nehem, was nicht durchgeht, geht nicht durch.
Es kann natürlich aber auch sein, das du einfach zu wenige nimmst. Die Angabe 2000i.E./1gFett ist nur ein Richtmass, der eine braucht weniger, der andere aber auch deutlich mehr!
Ich würde es mit Kreon einfach mal versuchen, falls sich der Apotheker wehrt, einige KV´s haben Rabattverträge die Kreon nicht berücksichtigen, da hilft aus dem beschriebenen Grund ein aut idem vom Arzt. Ein Säureblocker ist auch ganz wichtig, gehört der auch zu deinen Medis ?

VG
Freddy
Friedhelm Möhlenbrock
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Melli
Beiträge: 7
Registriert: 1. Juli 2013, 00:08

Re: Frage zu Kreon

Beitrag von Melli »

Hallo Karl-Josef und Freddy,
danke für Eure hilfreichen Infos. Nein, ich bin nicht operiert. Nach einem längerem Leidensweg von ca. 2 1/2 Jahren begleitet von zahlreichen Untersuchungen und Fehldiagnosen z.B. - Ihre Diarrhoe kommt durch ihre Fructoseintolleranz, da müssen sie halt wenger Zucker essen! - Schmerzen wurden dabei schon außer acht gelassen, habe ich nun endlich Ende 06/2013 eine Diagnose erhalten, die eher stimmt.
Habe selbst bei einem ziemlich fettarmen Mittagessen die Dosis auf 60000 i.E.erhöht und trotzdem noch starke Probleme wie Schmerzen und die anderen Unpässlichkeiten gehabt :oops: . Dadurch habe ich mittlerweile nicht nur ein paar Kilos verloren sondern auch die Freude am Essen. Bezüglich des Säureblockers war mir euer Forum bereits hilfreich, da ich auch nach einiger Zeit nach Einnahme der Enzyme an Magenschmerzen litt und es hier Rat gab. Allerdings musste ich die Erfahrung machen, dass mir bei Omeprazol die Haare ausfielen (nicht alle :lol: ) und ich auf Pantoprazol umgestiegen bin. Nach 2-3 Wochen ging es dann wieder. Ansonsten werde ich eure Tips gleich morgen umsetzen und hoffe, dass es mir bald gesundheitlich besser geht.
Euch weiterhin alles Gute und nochmals besten Dank, L.G. Melli
Melli
Beiträge: 7
Registriert: 1. Juli 2013, 00:08

Re: Frage zu Kreon

Beitrag von Melli »

Hallo,
ich wollte nochmal ein kleines feetback geben zu der tagelangen Einnahme von dem anderen Medikament bzw. Enzympräparat. Die Schmerzen nach dem Essen haben deutlich nachgelassen bis garnicht mehr. Auch das Essen vertrage ich nun besser, allerdings hatte ich wohl mal ein paar Kapsels ab und an zu wenig eingenommen. Die Kapseln hatte ich mir erst einmal selber gekauft, da ich vor kurzem eine große Packung von einer anderen Sorte von meiner Hausärztin verschrieben bekommen hatte. Nunja, mal sehen wie ich das nun an die Frau bringe, dass ich ein anderes Medikament möchte, und zwar bevor meine anderen Kapseln aufgebraucht sind. :denk: Ich hoffe, sie hat Ihr Budget nicht zu sehr im Kopf wenn ich bei ihr aufschlage.
Heute hatte ich einenTermin bei einem anderem Internisten und der erschien mir und meinem Mann ziemlich kompetent bezügl. der BSD. Er fragte mich warum ich die Erkrankung hätte und ich antwortete, dass wüsste ich auch gern, da ich kein Alkoholproblem hatte bzw. habe. Dann teilte ich ihm mit, dass außer einer Stuhluntersuchung und einem Ultraschall nichts weiter untersucht wurde und auch nichts mehr untersucht werden müsse, laut der anderen Internistin sowie der Hausärztin. Er schaute sehr erstaunt und fragte einzelne Untersuchungen ab, ob die wirklich alle nicht gemacht wurden, was ich verneinte.
Jetzt soll auf jeden Fall nochmal Blut abgenommen werden und nach wichtigen Werten, wie IgG4, geschaut werden. Dann CT-Abdomen und Anfang Dezember Termin für Ultraschall und Endosonograpfie. Ich fühle mich dort in der internistischen Praxis jedenfalls besser aufgehoben, als in der Alten. Man hat das Gefühl, es wird sich gekümmert.
Aber man sieht mal wieder, wenn man nicht selber aktiv wird in seiner Erkrankung, passiert oftmals nichts.
Freundliche Grüße an alle,
Melli
Muggle
Beiträge: 224
Registriert: 24. November 2012, 17:58

Re: Frage zu Kreon

Beitrag von Muggle »

Hey das klingt ja gut. Ein dorgfaeltiger Diagnostiker ist immer ganz viel wert. ich hoffe dass damit geklaert werden kann wie es dazu gekommen ist und vielleicht kann dir besser geholfen werden wenn das Grundproblem bekannt ist
Friedhlm Moehlenbrock
Beiträge: 148
Registriert: 2. Mai 2010, 19:59

Re: Frage zu Kreon

Beitrag von Friedhlm Moehlenbrock »

Hy Melli,
wenn die anderen Enzyme nicht funktionieren, dann funktionieren sie eben nicht, wahrscheinlich aus den beschriebenen Gründen. Geh zum HA und lass dir die anderen verschreiben. Schon wieder dieses IgG4....., meld dich bitte mal was daraus geworden ist. Es scheint gar nicht so selten zu sein. Würde mich interessieren.

Lg
Freddy
Friedhelm Möhlenbrock
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