Pankreaskarzinom mit Metastasen - wer hat Erfahrung? Hilfe!!

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

Hier haben Sie als Betroffene(r) und/oder ratsuchende(r) Besucher(in) dieser Plattform die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen oder Hilfestellung zu geben.
schikki04
Beiträge: 34
Registriert: 22. März 2014, 02:53

Re: Pankreaskarzinom mit Metastasen - wer hat Erfahrung? Hil

Beitrag von schikki04 »

Hallo Alexander,

das freut mich total, dass es dir wieder besser geht. ich bin heute ein bisschen k.o. von der hyperthermiebehandlung. ich muss dabei eine stunde auf dem ruecken liegen, was meine schmerzen ziemlich verstaerkt. so war ich heute ziemlich groggie. aber deine nachricht hat mich total aufgebaut. richtig lachen musste ich wegen dem berliner kindl. habe mir grad vor ein paar tagen ein 6pack berliner kindl - waldmeister bestellt. ist ziemlich teuer sich sowas per ebay kommen zu lassen, aber es schmeckt halt so geil und bei uns gibt es das nicht. irgendwo auf dem dachboden, oder so, hab ich auch noch eine original, ungeoeffnete berliner kindl - pils dose aus den 80ern, die ich damals aus berlin mitgebracht habe und die mich auch immer an diese zeit erinnert :-). im juli bin ich wieder in potsdam (begleite meine freundin zu einer beruflichen schulung) und werde dann eins auf dich mittrinken. worauf ich jetzt auch schon geil bin, habe dort eine eisdiele gefunden in der es richtig gutes softeis gibt!

und wenn du die chemo hinter dir hast wird es dir auch wieder besser gehn. mach schonmal plaene worauf du dann lust hast.
das du jeder konfrontation zu dem thema krebs aus dem weg gehst stimmt ja nicht. du schreibst doch hier regelmaessig, und das aus eigeninitiative!

das ist ja auch sehr cool, dass du jemanden kennst, der eine verbindung zum 3e-zentrum hat. ich weiss im moment nicht genau was ich hier zu deinem thema schon ueber das zentrum geschrieben habe. aber die heilpraktikerin dort hat mir schon sehr viel dabei geholfen mit der krankheit so umzugehen wiebes mir guttut. im prinzip kann das jeder, man braucht halt die richtige hilfe dazu. ich waer auch gern ein paar wochen zur behandlung ins 3e gegangen, aber die kassen zahlen das leider nicht. mir gefaellt das konzept dort sehr gut, welches sie, meiner ansicht, sehr konsequent durchfuehren, die arbeit mit den selbstheilungskraeften, der ernaehrung und vor allem wie sie mit der krankheit krebs, an sich, umgehen.
inzwischen bin ich aber nun schon zum zweiten mal in dieser hyperthermieklinik und fuehle mich hier auch sehr wohl. die arbeitet auch mit den selbstheilungskraeften, in vielen ansaetzen aehnlich wie im 3e und zusaetzlich eben noch mit der hyperthermie. nach meinem ersten aufenthalt hier habe ich meine ernaehrung entsprechend ihrer empfehlungen umgestellt, was mir sehr guttut. hier wird rohkost, schonkost, vegetarische und vegane ernaehrung und viele vortraege und infos zu diesem thema angeboten. am besten hier ist natuerlich, das meine krankenkasse, eine bkk, das ganze bezahlt. leider ist das nicht bei allen kassen der fall. allerdings zahle ich selber noch einen einbettzimmeraufschlag von 25,- öre am tag, sonst koennte es sein, das ich das zimmer mit jemandem teilen muss.
wenn du dich beeilst kannst du mich hier noch treffen. der leiter der verwaltung gibt sich sehr viel muehe. wenn er die einweisung vom hausarzt hat regelt er alles weitere mit der kasse und es kann passieren, dass du in 2, 3 wochen schon hier bist. ich habe von der kasse 4 wochen bewilligt bekommen und wir werden noch eine fuenfte beantragen um das maximale fuer meine genesung zu erreichen. nach 3 wochen werd ich den aufenthalt hier aber fuer 2-4 wochen unterbrechen um meinem koerper eine kleine pause zu geben und so das ganze effektiver gestalten.
ein aufenthalt hier ist zumindest mal entspannend fuer geist und koerper und hilft auf jeden fall mal um ein bisschen zu sich zu kommen und auch um den koerper wieder auf vordermann zu bringen. es ist vom konzept her auch als zusaetzliche behandlung gedacht um den koerper nach oder waehrend einer chemo ergaenzend zu unterstuetzen. wenn du deinen onkologen nach einer chemopause fragst, weil es dir guttun wuerde, wird er dir bestimmt auch zustimmen. allerdings eher mit dem hintergrund eines urlaubs, denn einer anderen, alternativen behandlung. so ist das nunmal in der palliativmedizin. rede bloss nicht von alternativen behandlungsformen. wenn du allerdings nach chemourlaub fragst, weil es dir sooooo guttun wuerde, wird sich dein schulmediziner auf die schulter klopfen weil er so grosszuegig ist und dir noch ein "angenehmes dahinsterben" ermoeglicht.

nun gut. bevor ich jetzt auf die nacht noch zu sarkastisch werde mache ich jetzt mal so langsam schluss. inzwischen isses schon halbzwei geworden und ich glaube ich hoere schon mein bettchen rufen.

ich wuensch dir und allen anderen weiterhin alles gute. macht plaene!

viele gruesse in meine schwaebische heimat (verflixt, bist ja badenser!)
guads naechdle,
Schikki
SaSem

Re: Pankreaskarzinom mit Metastasen - wer hat Erfahrung? Hil

Beitrag von SaSem »

schikki04 hat geschrieben:Hallo Alex,

ich bin 47j, aus dem stuttgarter raum und hab am 01.08.2012 mit diagnose pankreaskarzinom in heidelberg meine whipple bekommen. seit dem herbst 2013 habe ich wieder einen nachgewachsenen tumor an der ursprungsstelle und metastasen in der leber. ich habe die diagnose sehr schnell akzeptiert weil das fuer mich die voraussetzung ist um damit umgehen zu koennen. ich habe auch keine angst vor dem tod, vor dem sterben aber schon. allerdings ist das bei jedem anders und was fuer mich gut ist, muss nicht fuer jeden anderen richtig sein. die diagnose war fuer mich auch ein hammer aber sie hat mir auch viele moeglichkeiten geboten aus meinem alltagsstress herauszukommen, was ich sonst nicht geschafft haette. haette ich die wahl gehabt, haette ich diese krankheit jetzt natuerlich nicht und ich arbeite auch jeden tag sehr stark daran sie wieder los zu werden. u. a. habe ich mit meinem krebs einen schriftlichen vertag abgeschlossen, der bei mir an der wand haengt, dass ich mich verpflichte ein gesundes und glueckliches leben zu fuehren und der krebs, dass er mir vertraut, dass ich mein leben wieder selber in die hand nehme und er sich dafuer aus mir zurueckzieht.
trotzdem aergere ich mich nicht diese krankheit bekommen zu haben. denn ich weiss ja gar nicht was dann in meinem leben passiert waere. vielleicht haette ich ja einen toedlichen autounfall gehabt oder etwas anderes viel schlimmeres als krebs. der tumor drueckt bei mir auf irgendwelche nerven und loesst starke schmerzen aus gegen die ich morphium nehme. ich bin dadurch stark eingeschraenkt, aber ansonsten geht es mir total gut. ich mache zu hause sehr viel und auch im garten. ordne mein leben in verschiedenen bereichen neu, geniesse es und mir ist die zeit einfach viel zu schade fuer frust. meine freundin meinte vor ein paar monaten auch, dass sie mich (in 25 Jahren) noch nie so entspannt erlebt hat wie in den 1 1/2 jahren seit der op.
natuerlich ist es wichtig jemanden zu haben, der einem mut macht. aber meiner ansicht bist du derjenige der dir durch dein handeln am meisten mut machen kann.
naechste woche fahre ich zu meinem zweiten aufenthalt in einer klinik fuer hyperthermie. ich bin von dieser klinik sehr begeistert und habe ueber deren behandlungsprogramm einiges im forumsbeitrag "adjuvante chemotherapie mit gemcitabine...." geschrieben.

wuensche dir und allen anderen alles gute, ein langes leben und eine schoene woche.

guads naechdle,
Schikki
Hallo Schikki,

tapfer!!!!! Meine Lebenserwartung war bei 40 J., bin jetzt auch schon 7 Jahren drüber. Die Erfahrung sein Leid anzunehmen habe ich auch gemacht. Nur wenn OP´s oder Untersuchungen anstehen, möchte ich gar nicht´s mehr annehmen ;).
*Maike*
Beiträge: 8
Registriert: 22. Februar 2014, 20:58

Re: Pankreaskarzinom mit Metastasen - wer hat Erfahrung? Hil

Beitrag von *Maike* »

hallo Schikki,
hattest Du im Anschluss an die OP 2012 auch eine Chemo-Therapie?
VG
Maike
schikki04
Beiträge: 34
Registriert: 22. März 2014, 02:53

Re: Pankreaskarzinom mit Metastasen - wer hat Erfahrung? Hil

Beitrag von schikki04 »


hallo Maike,

ja, ich hatte nach der op, wie deine mutter, auch 12 zyklen chemo und zwar gemcitabine. habe darueber schon mehr oder weniger ausfuehrlich zu verschiedenen themen in diesem forum beitraege geschrieben. drum waere es im moment zu aufwendig alles nochmal zu tippen, zumal ich im moment in einer klinik bin und nur am handy schreiben kann. schau dir doch mal meine beitraege an, pick dir raus was davon fuer dich interessant ist und melde dich einfach nochmal wenn du noch fragen hast. ich antworte gern.

wuensche dir, deiner mutter + allen anderen hier im forum ein schoenes we.
guads naechdle,
Schikki
Antworten