Lass Dich als Frau bitte nicht als Opfer abstempeln - oder schlimmer noch: Beleidigen und in die Ecke stellen.
Ein "gewichtiges Argument" sollte für Dich gelten, dass es manchmal auch durchaus Männer mit exokriner Pankreasinsuffizienz gibt, die trotz der Erkrankung Übergewicht haben können.
Nach meinem Verständnis sollte man sich erstmal nüchtern anschauen, was Übergewicht denn üblicherweise für Gründe hat. Nur, weil man an der Bauchspeicheldrüse erkrankt ist, ist man deswegen ja nicht ein außerirdisches Wesen, für das alle Regeln anders gelten:
- Genetik, wie bei gesunden Menschen eben auch
- Depressionen
- Nicht nur Depressionen, sondern auch insbesondere Antidepressiva, die man gegen diese Depressionen nimmt
- Die Tatsache, dass man Enzyme wie Panzytrat oder Kreon etc. nimmt - und dass diese Enzyme dem Körper auch zumindest soweit helfen, dass der Körper sich eben doch genügend aus der Nahrung herausholen kann, damit das Gewicht nicht endlos weiter absinkt
- Viele weitere Zusammenhänge stehen z.B. in der Wikipedia.
Ein kleiner Zusammenhang aus persönlicher Erfahrung:
Wenn es mir gerade schlecht geht, wenn ich z.B. auf die Ernährung nicht gut genug geachtet habe, wenn ich zu wenig Enzyme genommen habe, dann brauche ich mind. 2 Gürtel-Positionen mehr, weil ich schlichtweg dann so aufgebläht bin. Ich bin in dem Moment vielleicht nicht schwerer, aber sehe definitiv mind. 8-10kg schwerer aus. Und fühle mich 20kg schwerer.
Generell hoffe ich inständig, dass Du einen guten Weg findest, Dein Gewicht und
Dich selbst zu akzeptieren und Dich selbst wertzuschätzen: Das ist sehr wichtig. Lass Dir das nicht nehmen!
Nur, weil man Übergewicht hat, ist man kein schlechter Mensch, man ist oftmals nichtmal unbedingt "fress-süchtig", wie es vielen vorgeworfen wird. Menschen aufgrund der äußeren Merkmale zu beurteilen - und zu verurteilen - sollte eigentlich im Kindergarten abgewöhnt werden, aber das passiert leider zu oft nicht.
Soweit ich weiß ist Untergewicht regelmäßig gesundheitlich auch gefährlicher als mäßiges Übergewicht - das ist natürlich nur mein Laienverständnis. Ab wann ein Übergewicht "mäßig" oder "viel zu viel" ist, sollte man natürlich individuell abklären.
Leider habe auch ich die Erfahrung bei mehreren Ärzten, Krankenschwestern, Arzthelferinnen und sonstigem med. Personal machen müssen, die Du auch andeutest:
Man wird angesehen, man sieht, dass man einen BMI über 15 hat - dass man also kein extremes Untergewicht hat - und dann wird man auch von gestandenen Ärzten mit Facharzttitel des Inneren sofort abgestempelt und es heißt:
"Sie haben Normalgewicht oder Übergewicht, ALSO haben Sie keine exokrine Insuffizienz. So einfach ist das!"
--> Und dann kann es sein, dass man kein Rezept mehr bekommt für Enzympräparate. Manchen Ärzten ist dann wirklich egal, was CT-Aufnahmen, ERCP-Ergebnisse und z.B. der Elastase-Wert im Stuhl aussagen. Ich habe diese Erfahrung leider schon sehr oft machen müssen. Manche Ärzte glauben auch nicht daran, dass man Verdauungsschwierigkeiten hat, z.B. den Fettstuhl.
Ich habe lernen müssen, dass Diskutieren nichts nützt, nur eines nützt: So schnell wie möglich einen anderen Arzt suchen.