Hallo,
nun, wegen der Verdauung musst Du Dir vielleicht ja gar keine Sorgen machen. Ich wollte eigentlich nur Verständnis wecken für die "typischen" Beschwerden einer exokrinen Insuffizienz. Du sagst, dass Du dieses Problem vermutlich nicht hast und ich wünsche Dir, dass das so bleibt.
Deine Phasen bzgl.
scharfem / fettigem Essen und Kaffee:
Könnte das
Sodbrennen / Refluxösophagitis sein?
Ich will nicht sagen, dass das was mit der Bauchspeicheldrüse zu tun hat, und auch nicht, dass es nichts damit zu tun hat. Was ich aber ab und zu lese:
Das Pankreassekret enthält zum einen Bikarbonat zur Neutralisierung der Salzsäure, die mit dem Speisebrei aus dem Magen kommt.
--> Wenn die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Bikarbonat produziert, hat man evtl. mit der Magensäure Probleme ==> Sodbrennen zu tun. So habe ich es auf verschiedenen Websites gelesen.
Ein Endokrinologe (Facharzt für Hormone / endokrine Drüsen) sagte mir mal:
Alle seine Patienten mit chronischer (evtl. auch akuter?) Pankreatitis bekämen von ihm Magensäurehemmer, sog. Protonenpumpeninhibitoren. Die bräuchten das. Von Bikarbonat habe er noch nie gehört.
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Zusammenfassung:
- Scharfe Speisen, Alkohol, Nikotin, fettreiche Speisen --> Können zu Sodbrennen führen
- Ebenso sollten sie ggfs. generell bei Bauchspeicheldrüsenproblemen gemieden werden (v.a. Alkohol und Nikotin), egal, ob man eine exokrine Insuffizienz hat oder nicht. Die Speisen sind, würde ich sagen, vielleicht etwas "ungünstig". Richtig verbieten muss man sie vielleicht nicht unbedingt, aber das soll jeder für sich entscheiden.
- Falls die Bauchspeicheldrüse bereits geschädigt ist (chron. Pankreatitis und / oder exokrine Insuffizienz), dann kann dies die Neigung zu Sodbrennen erheblich steigern: Siehe Stichwort Bikarbonat.
- Auf Sodbrennen reagiert man ärztlich meiner Erfahrung nach z.B. durch regelmäßige Magenspiegelungen, Aufklärung bzgl. Ernährung und Lebensweise - und oft durch die Gabe von Protonenpumpeninhibitoren (z.B. Omeprazol, Lansoprazol und andere).
- In Wasser eingerührte Flohsamenschalen vor den Mahlzeiten haben mir geholfen, meine Magensäureprobleme erheblich zu mindern. Ohne Protonenpumpeninhibitoren komme ich leider trotzdem nicht aus.
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Magensäure und Verdauungsprobleme
Meine ehem. Hausärztin (Internistin) hatte mir erklärt, dass zuviel Magensäure generell Verdauungsprobleme auslösen kann. Zum Beispiel: Ist die Magensäure morgens sehr schlimm, dann kann man schon beim Trinken von Wasser kurz danach Durchfall erleben.
Wie genau der Zusammenhang ist, und, ob die Hausärztin völlig recht hatte, weiß ich nicht. Aber meiner Erfahrung nach sind die Probleme bei zuviel Magensäure schon mannigfaltig.
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Noch ein Wort zur exokrinen Insuffizienz:
Die exokrine Insuffizienz ist oft ein
fortschreitender Prozess. Die typischen Verdauungsschwierigkeiten treten erst ab einer
Schädigung von satten ca. 90% des relevanten Bauchspeicheldrüsengewebes auf (* aus dem Gedächtnis, lasse mich gerne korrigieren). Das heißt: Die Bauchspeicheldrüse kann über viele Jahre hinweg immer weiter geschädigt werden (z.B. durch Alkohol oder Nikotin), aber die Symptome der exokrinen Insuffizienz treten eventuell erst sehr viel später auf.
Wenn man also ohne Symptome und Diagnose der exokrinen Insuffizienz trotzdem schon auf sich Acht gibt und v.a. Alkohol und Nikotin meidet - wer weiß, vielleicht kann man diese Probleme ein paar Jahre hinauszögern, falls sie trotzdem kommen sollten?
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Quelle für das Zitat oben:
http://www.netdoktor.de/anatomie/bauchspeicheldruese/