bin grad frisch ins Forum gekommen und über Martens Fragen gestolpert, musste aufhorchen, da sich diese Krankheitsgeschichte beinahe wie kopiert mit meiner gleicht. Auch zu anderen Fragen finde ich Ähnlichkeiten
mein Befundverlauf:
berufliches stressiges 2010, danach laaange Zeit Durchfälle, Blähungen, Stuhlunregelmäßigkeiten usw. durch Zufall starke Laktoseintoleranz entdeckt, weils ned komplett besser wurde durch Zufall Elastase - Wert entdeckt (ja, auch in der heutigen Zeit kann man zu 4 Internisten gehen, ohne dass auch nur einmal die Elastase gemessen wird!!)
nun, meine Elastase schwankt ohne spezifische Diäten zwischen ca. 22 und 110 unregelmäßig, diese kontrolliere ich so im 1-2 Monatsrhythmus
Pankreas ist ziemlich durchuntersucht, Endosono nur leichte Entzündungsfiltrate, MRT noch ausständig, sämtliche Darmspiegelungen (auch auf Zottenatropie) und Pankreasstimulationstests im CT unauffällig, Schmerzen nur manchmal Schmerzen im Oberbauch (habe aber auch Trichterbrust...), reine Zöliakie ausgeschlossen, bzw. Antikörper im "Graubereich", Mukoviszidose ausgeschlossen (Gentest negativ, Schweißtest wiederum im "Graubereich"), Fett und Eiweiß im Stuhl immer nachweisbar, im Darm leichte "Entzündungsspuren" bei einer tiefen Dünndarm-Doppelballonendoskopie nachgewiesen, die aber nicht über Blutuntersuchen (Entzündungsparameter) dargestellt werden können, zudem starke Pollenallergie, sämtliche Atemtests (Fruktose, Sobit, Gluccose) negativ
Jetzt dümpel ich quasi mit der Diagnose chron. Pankreasinsuffizienz mit noch unklarer Ursache rum und nehme brav mein Kreon, durch das es tatsächlich viel besser geht (ich kann auch mein Gewicht damit "steuern"
Um auf den Punkt zu kommen, der Dir evtl. helfen kann, mein Arzt (Oberarzt LKH Salzburg Gastroenterologie) hat mir vor ca. 1,5 - 2 Jahren von Studien erzählt, dass es Menschen gibt, die durch bestimmte Getreidebestandteile (muss nicht unbedingt Gluten sein) eine leichte Darmentzündung entwickeln. Durch diese unspezifische Darmentzündung kann in der Darmschleimhaut der quasi "Enzym benötigt Befehl" ans Pankreas gestört sein und die Enzyme, obwohl die BSD noch arbeiten könnte, werden dann nicht ordentlich freigesetzt.
Ich habe dies dann ausprobiert, und nach kompletter Zöliakiediagnostik mich ca. 2-3 Monate absolut "Glutenfrei" ernährt, mit allem drum und dran.
Ergebnis:
mit absolut glutenfreier Ernährung konnte ich meinen Elastasewert nach ca. 1-2 Monaten auf über 250 steigern (wie gesagt, keine Zöliakie, anscheinend nur Sensitivität), auch die Verdauung entwickelte sich nach anfänglichen "Entzugserscheinungen in Form von Kopfweh" extrem positiv (auch die sportliche Leistungs- und Denkfähigkeit) natürlich siegt dann die Mühsamkeit, aber im laufe der Zeit habe ich auf "glutenarm" umgestellt, heißt keine semmeln und brot oder sehr wenig, wenn nicht anders möglich, mehr alternatives Getreide usw, aber halt nicht in der Konsequenz eines Zöliakiekranken, und meine Elastase bewegt sich nun schwankend zwischen 150 - 180 Ich komme nun mit weniger Enzymen aus und mein Gewicht hat keine Schwankungen mehr, auch keine Durchfälle mehr....
je Glutenärmer ich mich erhähre, desto besser arbeitet mein Pankreas (ich habe dies tats. durch 3-4 glutenfreie Zeiträume mit regelmäßiger Elastasebeobachtung überprüft
Ein weiterer beobachteter Punkt ist:
Mir ist aufgefallen, dass ich, wenn ich Antibiotika aufgrund irgendwelcher Ohrenentzündungen bekam, danach immer einen perfekten Stuhlgang habe (lustig oder), ich denke mal, dass durch die Restfette und Nahrungsrückstände sich die Bakterienflora darauf einstellt und entsprechen vermehrt (auch bei perfekter Kreondosierung ist die Verdauung nie perfekt), anscheinend bringt hier bei mir ein Antibiotikum eine gewisse Dezimierung und somit Blähungslinderung.....
Falls irgendjemand ähnliches hat, würde ich mich über Rückmeldung freuen, auch, weil man im Internet über diesen Zusammenhang fast nichts findet und sich austauschen könnte.....
Schöne Grüße aus den Alpen
Flori