Ich leide seit ca. 5 Jahren bewusst unter chronischer Pankreatitis. Seit ca 2 Jahren habe ich zur exokrinen Pankreasinsuffizienz auch stärkste Schmerzen dazu bekommen, weswegen ich jetzt endlich auch in schmerztherapeutischer Behandlung bin. Ich bekomme zwar endlich Medikamente gegen die Schmerzen, die auch sehr gut wirken und das Leben wieder ansatzweise lebenswert machen. Allerdings ist mein Schmerzmediziener der Meinung, dass es sich um Phantomschmerzen handeln würde, da alle bildgebenden Verfahren keinen Hinweis auf chronische Pankreatitis zeigen. Allerdings habe ich von einer Klinik als Diagnose; symptomatische chronische Pankreatitis im Frühstadium bekommen.
Leider (es hört sich vielleicht blöd an dass ich leider schreibe), konnte diese Diagnose durch das Pankreaszentrum Bochum nicht aufrecht erhalten werden.
Im Entlassungsbericht des Bochumer Krankenhauses, steht allerdings:
Grundsätzlich kann eine residuelle Schmerzsymptomatik bei stattgehabten akuten Pankreatitiden ohne morphologische Residuen diskutiert werden. Entsprechend sollte eine ambulante Verlaufskontrolle mittels CT Abdomen und MRCP in 12 Monaten erfolgen. Weiterhin sollten die Tumormarker CEA und CA 19-9 im gleichen Zeitintervall kontrolliert werden.
Das Ding ist weiterhin, dass mein Schmerzmediziner eine stationäre psychosomatische Anbindung von mir verlangt um mich weiterzubehandeln. Seiner Meinung nach, gehört diese Therapie zur Schmerztherapie einfach dazu. Diese würde in einer psychosomatischen Kurklinik am Chiemsee erfolgen. Diese stationäre Behandlung wurde bereits bewilligt, so dass ich nur noch auf einen Platz warte. Zur Klinik muss ich sagen, dass es sich um eine private Luxusklinik mit eigenem Steg zum Chiemsee und eigenem Schwimmbad handelt. Also eine sehr gute Klinik mit absolutem Hotelcharakter.
Soviel schön und gut, ich habe allerdings große Ängste, dass ich dort nicht adäquat behandelt werden kann und das meine Lage, insbesondere im Notfall falsch eingeschätzt wird.
Allerdings habe ich auch stärkste Ängst vor dieser Erkrankung, die mittlerweile ihren Höhepunkt erreicht haben und ich mir eingestehe, dringend psychische Hilfe zu benötigen.
Wie würdet Ihr in meiner Situation reagieren? In die Klinik gehen oder eher nicht
Ich bedanke mich vorab für Ihre Antworten!
Viele Grüße
Tomas von Hindenburg