Psychosomatische Klinik zur Unterstützung, ja oder nein❓

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Tomas von Hindenburg

Psychosomatische Klinik zur Unterstützung, ja oder nein❓

Beitrag von Tomas von Hindenburg »

Guten Morgen zusammen,

Ich leide seit ca. 5 Jahren bewusst unter chronischer Pankreatitis. Seit ca 2 Jahren habe ich zur exokrinen Pankreasinsuffizienz auch stärkste Schmerzen dazu bekommen, weswegen ich jetzt endlich auch in schmerztherapeutischer Behandlung bin. Ich bekomme zwar endlich Medikamente gegen die Schmerzen, die auch sehr gut wirken und das Leben wieder ansatzweise lebenswert machen. Allerdings ist mein Schmerzmediziener der Meinung, dass es sich um Phantomschmerzen handeln würde, da alle bildgebenden Verfahren keinen Hinweis auf chronische Pankreatitis zeigen. Allerdings habe ich von einer Klinik als Diagnose; symptomatische chronische Pankreatitis im Frühstadium bekommen.
Leider (es hört sich vielleicht blöd an dass ich leider schreibe), konnte diese Diagnose durch das Pankreaszentrum Bochum nicht aufrecht erhalten werden.
Im Entlassungsbericht des Bochumer Krankenhauses, steht allerdings:
Grundsätzlich kann eine residuelle Schmerzsymptomatik bei stattgehabten akuten Pankreatitiden ohne morphologische Residuen diskutiert werden. Entsprechend sollte eine ambulante Verlaufskontrolle mittels CT Abdomen und MRCP in 12 Monaten erfolgen. Weiterhin sollten die Tumormarker CEA und CA 19-9 im gleichen Zeitintervall kontrolliert werden.

Das Ding ist weiterhin, dass mein Schmerzmediziner eine stationäre psychosomatische Anbindung von mir verlangt um mich weiterzubehandeln. Seiner Meinung nach, gehört diese Therapie zur Schmerztherapie einfach dazu. Diese würde in einer psychosomatischen Kurklinik am Chiemsee erfolgen. Diese stationäre Behandlung wurde bereits bewilligt, so dass ich nur noch auf einen Platz warte. Zur Klinik muss ich sagen, dass es sich um eine private Luxusklinik mit eigenem Steg zum Chiemsee und eigenem Schwimmbad handelt. Also eine sehr gute Klinik mit absolutem Hotelcharakter.

Soviel schön und gut, ich habe allerdings große Ängste, dass ich dort nicht adäquat behandelt werden kann und das meine Lage, insbesondere im Notfall falsch eingeschätzt wird.
Allerdings habe ich auch stärkste Ängst vor dieser Erkrankung, die mittlerweile ihren Höhepunkt erreicht haben und ich mir eingestehe, dringend psychische Hilfe zu benötigen.

Wie würdet Ihr in meiner Situation reagieren? In die Klinik gehen oder eher nicht ❓

Ich bedanke mich vorab für Ihre Antworten!

Viele Grüße
Tomas von Hindenburg
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Alkazzar
Beiträge: 160
Registriert: 5. Oktober 2017, 16:24

Re: Psychosomatische Klinik zur Unterstützung, ja oder nein❓

Beitrag von Alkazzar »

Tomas von Hindenburg hat geschrieben: 18. Dezember 2018, 11:12

Das Ding ist weiterhin, dass mein Schmerzmediziner eine stationäre psychosomatische Anbindung von mir verlangt um mich weiterzubehandeln. Seiner Meinung nach, gehört diese Therapie zur Schmerztherapie einfach dazu. Diese würde in einer psychosomatischen Kurklinik am Chiemsee erfolgen. Diese stationäre Behandlung wurde bereits bewilligt, so dass ich nur noch auf einen Platz warte. Zur Klinik muss ich sagen, dass es sich um eine private Luxusklinik mit eigenem Steg zum Chiemsee und eigenem Schwimmbad handelt. Also eine sehr gute Klinik mit absolutem Hotelcharakter.
klingt doch super.. Urlaub auf kosten der Krankenkasse.. da würde ich nicht lange überlegen und sofort Koffer packen..
Tomas von Hindenburg hat geschrieben: 18. Dezember 2018, 11:12 Soviel schön und gut, ich habe allerdings große Ängste, dass ich dort nicht adäquat behandelt werden kann und das meine Lage, insbesondere im Notfall falsch eingeschätzt wird.
Was für ein Notfall? ein Schmerzschub? du schreibst doch das du Schmerzmittel-technisch gut eingestellt bist.

Tomas von Hindenburg hat geschrieben: 18. Dezember 2018, 11:12
Allerdings habe ich auch stärkste Ängst vor dieser Erkrankung, die mittlerweile ihren Höhepunkt erreicht haben und ich mir eingestehe, dringend psychische Hilfe zu benötigen.
Wie kommst du darauf das deine Krankheit den Höhepunkt erreicht hat, wenn nicht mal Bildgebend was zu sehen ist, ich denke du stehst eher am Anfang solltest du wirklich eine chronische Pankreatitis haben.

So ganz Allgemein hab ich mir ein paar deiner letzten Beiträge hier durchgelesen und würde behaupten das du Kopftechnisch schon sehr sehr tief in der Spirale steckst und daher Psychologische-unterstützung mit Sicherheit benötigst.
veritas
Beiträge: 448
Registriert: 29. Juli 2016, 10:58

Re: Psychosomatische Klinik zur Unterstützung, ja oder nein❓

Beitrag von veritas »

Ich finde auch dass es großartig klingt - würde ich selber sofort machen, wenn es mir angeboten werden würde (und ich natürlich nicht grad ein Baby hätt)
Tomas von Hindenburg

Re: Psychosomatische Klinik zur Unterstützung, ja oder nein❓

Beitrag von Tomas von Hindenburg »

Guten Tag,

vielen vielen herzlichen Dank für Eure Antworten❗️

Ja das klingt super, ich weiß. Aber die Angst schwingt immer mit. So weit von zu Hause entfernt...
@ Alkazzar
Tomas von Hindenburg hat geschrieben: ↑18. Dezember 2018, 11:12
Soviel schön und gut, ich habe allerdings große Ängste, dass ich dort nicht adäquat behandelt werden kann und das meine Lage, insbesondere im Notfall falsch eingeschätzt wird.
Was für ein Notfall? ein Schmerzschub? du schreibst doch das du Schmerzmittel-technisch gut eingestellt bist.
Ja ich bin auch schmerztechnisch gut eingestellt. Ich habe allerdings, ja, immer noch Schmerzschübe die mal durchkommen. Und, es muss ja nicht bei einem Schmerzschub bleiben. Kann denn da nicht noch viel mehr entstehen??
Tomas von Hindenburg hat geschrieben: ↑18. Dezember 2018, 11:12

Allerdings habe ich auch stärkste Ängst vor dieser Erkrankung, die mittlerweile ihren Höhepunkt erreicht haben und ich mir eingestehe, dringend psychische Hilfe zu benötigen.
Wie kommst du darauf das deine Krankheit den Höhepunkt erreicht hat, wenn nicht mal Bildgebend was zu sehen ist, ich denke du stehst eher am Anfang solltest du wirklich eine chronische Pankreatitis haben.

So ganz Allgemein hab ich mir ein paar deiner letzten Beiträge hier durchgelesen und würde behaupten das du Kopftechnisch schon sehr sehr tief in der Spirale steckst und daher Psychologische-unterstützung mit Sicherheit benötigst.
Mit Höhepunkt erreicht, meine ich meine Ängste und Depressionen mittlerweile, nicht die chronische Pankreatitis. Damit habe ich ja schon lange zu kämpfen. Aber diese Ängste die mittlerweile dazu gekommen sind, sind unerträglich. Ich traue mich schon nicht mal mehr aus dem Haus, vor Angst einen Schub zu bekommen. Sie haben schon recht. Ich brauche dringend Unterstützung.

@ Veritas, danke Ihnen für Ihre Sichtweise der Situation. Sie haben wohl beide recht. Danke❗️

Tomas
Boxerfreund
Beiträge: 30
Registriert: 3. März 2017, 07:42

Re: Psychosomatische Klinik zur Unterstützung, ja oder nein❓

Beitrag von Boxerfreund »

Hallo,
ich habe mich letztes Jahr auch in stationäre psychiatrische Behandlung begeben. Und es war gut so. Ich kann gut verstehen das man davor Angst hat. Aber: man begibt sich ja freiwillig in die Behandlung und kann diese deshalb auch jederzeit wieder abbrechen (es sei denn es besteht die Gefahr der Eigengefährdung) des weiteren sind auch in so einer Klinik ständig Ärzte ( meistens Neurologen) anwesend. Auch Blutwerte können und werden dort genommen. Bei meiner Vorgeschichte ist z. B. auch immer Lipase mit bestimmt worden. Sollte es also tatsächlich zu einem Schub kommen, könnte das schnell festgestellt werden. Und dann spräche auch nichts gegen eine Verlegung in ein Krankenhaus. Also nur Mut!
Gruß Anke
Tomas von Hindenburg

Re: Psychosomatische Klinik zur Unterstützung, ja oder nein❓

Beitrag von Tomas von Hindenburg »

Guten Tag,

Danke Ihnen Anke für Ihren Beitrag, insbesondere auch für Ihre Einschätzung der Situation und daß der Klinikaufenthalt Ihnen gut getan hat, Sie positive Erfahrungen sammeln konnten. Ich werde das einfach mal übernehmen und mich ebenfalls in diese stationäre Einrichtung begeben, in der Hoffnung dass man mir zumindest auf psychischer Ebene begleitend helfen kann. Angst habe ich davor, dass meine Symptomatik heruntergespielt wird und man mir meine Pankreaserkrankung nicht glaubt, die leider wohl sehr schwer nachweisbar ist. Was bleibt, sind die starken Symptome und irregulären Stuhlgänge von bis zu teilweise drei Stunden.
Vielen Dank.

Herzlichste Grüße
Tomas von Hindenburg
Beth
Beiträge: 93
Registriert: 2. Februar 2013, 18:59

Re: Psychosomatische Klinik zur Unterstützung, ja oder nein❓

Beitrag von Beth »

Ich wäre bei solchen Sachen vorsichtig. So hört sich das gut an Urlaub auf KK Kosten. Hatte selber mal den Fall das ich konsiliarisch in die Psychoskomatik musste. Wurde dort dann ca. 1,5 Std. von zwei Psychologen in die Mangel genommen. Das war furchtbar die wollten mich unbedingt überreden für 6 Wochen und länger in eine Klinik zugehen.Die Psychologen schieben zumindest meiner Erfahrung nach vieles auch an somatischen Problemen in die Psychoschiene. Mit teilweise abstrusen Theorien.
Hoffe für sie das ihnen der Aufenthalt in der Klinik gut tut und sie dort gute Erfahrungen machen können.
Tomas von Hindenburg

Re: Psychosomatische Klinik zur Unterstützung, ja oder nein❓

Beitrag von Tomas von Hindenburg »

Hallo, guten Tag!

Genau das ist es wovor ich starke Ängste habe❗️

Das andere ist, dass ich mittlerweile wirklich dringend professionelle begleitende psychische Hilfe benötige, denn ich muss mir eingestehen von selbst aus diesem ängstlichen Teufelskreis nicht mehr herauszufinden. In erster Linie geht es mir aber darum, dass man mir glauben schenken mag, was die Pankreaserkrankung anbelangt und man mir hilft mit dieser Erkrankung umzugehen und sie mir nicht versucht stattdessen auszureden. Sicherlich ist im Abschluss der Behandlung auch wichtig was im Entlassungsbrief steht. Denn wenn einmal aus professioneller Sicht die Erkrankung als psychosomatischer Natur definiert wird, so wird es in der Zukunft schwer werden, was ja jetzt schon der Fall ist, die Ärzteschaft vom Gegenteil zu überzeugen.

Viele Grüße
Tomas von Hindenburg
wasistes

Re: Psychosomatische Klinik zur Unterstützung, ja oder nein❓

Beitrag von wasistes »

Ich sehe das auch skeptisch, Anfang Juni hat man hier in Hamburg mir die Diagnose einer wahnhaften Störung gegeben, meine Familie wollte mich zu dem Zeitpunkt fast laut anraten der behandelnden Ärzte in eine Psychatrie stecken. Zum Glück hab ich dann aber mich dagegen entschieden und bin nach München gefahren. Das andere wäre zu dem Zeitpunkt nur dumm gewesen. Übrigens haben alle Vorbefunde, die behandelnden Ärzte zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht interessiert. Erst als eine klare Handlungsempfehlung bekommen habe, änderte sich die Lage. Wichtig war es auch bei mir den Hausarzt zu wechseln!

Gleichzeitig habe ich von einer psychosomatischen Stationären Aufnahme für drei Wochen stark profitiert: Das hat mir geholfen meine Ängste etwas zu beseitigen. Zum Glück war meine behandelnde Ärztin auch sehr nett und hat ständig Blutwerte checken lassen, sowie Kontakt zu München aufgenommen.
Tomas von Hindenburg

Re: Psychosomatische Klinik zur Unterstützung, ja oder nein❓

Beitrag von Tomas von Hindenburg »

Hallo wasistes,
was soll ich dazu nur schreiben❓
:denk:
Irgendwie komme ich hier nicht wirklich weiter, werde zunehmend unsicherer. Fahren oder nicht fahren? Ich weiß, die Entscheidung kann mir niemand abnehmen🙄
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