Chemo nach OP ? Langzeiterfahrungen ?

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

Hier haben Sie als Betroffene(r) und/oder ratsuchende(r) Besucher(in) dieser Plattform die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen oder Hilfestellung zu geben.
Antworten
Pilger70
Beiträge: 1
Registriert: 2. Februar 2020, 11:11

Chemo nach OP ? Langzeiterfahrungen ?

Beitrag von Pilger70 »

Hallo liebe Forengemeinde,
Ich bin hier seit Stunden auf der Suche nach Antworten auf meine Fragen - wo ich mir sicher bin, sie nur falsch formuliert zu haben .... ;-)

Allem vorweg:
Es war ein sehr diffuser Weg über verschiedene Ärzte und Notaufnahmen, endlich eine überzeugende und belastbare Diagnose für meine vorliegenden Beschwerden zu erhalten.
Resümierend hierzu kann ich von meiner Seite aus nur dazu sagen:
Beschäftigt euch vorher auf jeden Fall zuerst selbst mit dem ( möglichen ) Thema und geht dann zeitnah in ein wirkliches Kompetenzzentrum mit einer vernünftigen Diagnostik. Und scheissegal ob irgendjemand denkt, ihr seid ein Hypochonder - es ist euer Leben !!
Die ganze rumdokterei über Hausärzte mit Überweisungen und langen Wartezeiten für CT’s etc. kostet nur unnötig Lebenszeit, die hier aber wichtig ist.
Meine Irrfahrt dauerte -zum Glück- nur 4 Monate.

Ich hatte also jetzt vor zwei Wochen meine Pankreaslinksresektion, die mittels der „Da Vinchi“ Methode erfolgreich durchgeführt wurde.
Pankreasschwanz, Milz und Fettgewebe wurden entfernt.
Laut OP Bericht und histologischem Befund konnte jedenfalls alles bösartige erfolgreich entfernt werden. Es waren lediglich 4 von 20 Lymphknoten „befallen“. Metastasen konnten körperweit per CT auch (noch) nicht lokalisiert werden.
Da die Bauchspeicheldrüse am OP Schnitt oftmals nicht so schnell wieder dicht wird und weiterhin das ständig produzierte Verdauungsenzym austritt, wurde einige Tage nach der OP per Endosonographie eine transgastrale Drainage (ein kleiner Schlauch vom OP Schnitt in den Magen..) eingelegt, die die außen liegenden Drainagen ersetzen sollte.
Also erst mal: so weit so gut ;-)

Mir geht es auch so weit ganz gut.
Ich bin nach wie vor etwas wackelig auf den Beinen, der Appetit lässt noch etwas zu wünschen übrig (habe bei 185cm von 80 auf 75kg abgenommen) naja, und das Kopfkino gibt einfach keine Ruhe ;-(

Jetzt der für mich wesentliche Teil:
Die Ärzte sprechen in meinem Fall von möglicher Heilung. Ich war (lt.Aussage) einer der -statistisch gesehen- 15 bis 20% Erkrankten, die überhaupt operabel waren und nun empfehlen mir Ärzte und Onkologen aufgrund meines Alters (49) und der guten körperlichen Verfassung unbedingt, eine Platinchemo (Folfirinox) durchzuführen, was ich auch völlig in Ordnung finde.

Gibt es bei Euch positive wie negative Erfahrungen zur Chemo ??

Gibt es bei Euch positive wie negative Erfahrungen zur naturheilkundlichen Begleitung der Chemo (Brokkolisprossen, Curcuma, OPC, CBD etc.) ??

Gibt es euch bekannte empfohlene Diäten (zwei Tage vorher nix Essen) vor bzw. während der Chemo ??

Was ist mit Zucker, tierischen Fetten, „lebendigem Wasser“ und basischer Ernährung ??

Gibt es Menschen, die es ohne Chemo „geschafft“ haben ?
Wer ? ;-)
Wie ?

Warum finde ich im Netz so wenig Informationen von Geheilten bzw. “Langzeitüberlebenden“??

Ja, ich habe großen Schiss vor der Chemo, deren möglichen Nebenwirkungen und Spätfolgen.
Und ich habe mindestens genauso viel Angst vor einer Alternativen Behandlung.
Denn: Schlauer bin ich erst danach .....

PS:
Ich würde auch gern meine Erfahrungen mit der Krankheit, deren Verlauf und Heilung gerne der Öffentlichkeit mitteilen und somit anderen Betroffenen ihren Weg ein wenig erleichtern wollen ..
Habt ihr hierzu Tips für mich ??

Auf diesem Wege schon einmal
Vielen Dank 🙏
wasistes

Re: Chemo nach OP ? Langzeiterfahrungen ?

Beitrag von wasistes »

Hallo
In einem anderen Forum gibt es einen User Rudi dessen Frau seit nun mehr als fünf Jahren mit einem unresektablen Pankreaskarzinom lebt. Die beiden leben glaube ich in Hamburg. Möglicherweise in Kontakt mit Prof. Dr. Klapdor.
Wurde bei dir auf Grund des jungen Alters bereits eine hereditäre/genetische Ursache abgeklärt?
Dann gibts eventuell andere Behandlungsansätze als Chemo.
Weiterhin habe ich Studien gelesen, bei der eine low dosis Chemotherapie in Verbindung mit Insulin potentiation therapy (IPT) bessere Ergebnisse erzielen kann.
Weiterhin haben einige Langzeitüberlebende durch Hochdosis Vitamin C und Curcurmininfusionen, AHCC usw. berichtet aber !!!Vorsicht!!! das ist wissenschaftlicher Grenzbereich.

Wünsche dir auf deinem Weg alles erdenkliche gute.
Marius293
Beiträge: 40
Registriert: 5. Januar 2020, 11:44

Re: Chemo nach OP ? Langzeiterfahrungen ?

Beitrag von Marius293 »

Hallo Thomas, ich kann dir leider nicht weiterhelfen nur wenn die Ärzte die Chemotherapie empfehlen würde ich sie auf jeden Fall machen. Nur eine Frage, wie ist es bei dir genau zur Diagnose gekommen und welche Beschwerden hattest du gehabt? Dir alles gute und einen schönen Sonntag.
Kerstin2015
Beiträge: 333
Registriert: 23. August 2019, 08:43

Re: Chemo nach OP ? Langzeiterfahrungen ?

Beitrag von Kerstin2015 »

Die Geschichte von dem Rudi aus Hh findest du beim Forum für Angehörige und Freunde.Bei dem Thread : Bitte um realistische Einschätzung auf Hoffnungsvermögen. Ich würde jede Chance auf Heilung ergreifen, Chemo und alles was der Heilpraktiker so hat.Alles alles Gute ...und lg Kerstin
Antworten