Anastasia hat geschrieben: ↑22. November 2025, 14:19Ich hatte vor paar Jahren starke Oberbauchschmerzen, Übelkeit, tägliches erbrechen über Monate hinweg (weil ich leider auch empfindlich auf Schmerzen reagiere) etc. .Mit der Einnahme von Enzymen wurde es besser. Es gibt mal bessere und mal schlechtere Phasen, ich versuche mich einfach daran zu erinnern, dass es auch wieder besser wird. Habe leider auch Ängste entwickelt, seit der Kindheit schlage ich mich mit Gedanken rum wie "was wenn ich irgendwo hinfahre und es mir da schlecht geht" usw., weshalb ich eine Verhaltenstherapie mache. Ich gestalte mir das Leben einfach um: Notfallmedikamente, Notfallkontakt, Notfallbeutel fürs Erbrechen, Taschentücher etc. Da ich jetzt 1 Jahr lang neue Beschwerden hatte und die Ärzte auch garnicht suchen wollten (es hieß es sei psychosomatisch), habe ich auf eigene Faust weiter gesucht. Das war definitiv keine leichte Phase und hat mich auch psychisch ziemlich mitgenommen, dass ich nicht ernst genommen wurde und als magersüchtig abgestempelt wurde. Auch die Untersuchungen selbst haben neben den Beschwerden viel Kraft gekostet. Ich weiß wie sich meine Symptome bei Angstzuständen anfühlen und dass diesmal etwas anders war - bei meinem letzten Versuchsanlauf in Bochum kam ich dann endlich weiter. Auch wenn die Ärzte sich trotzdem nicht einig sind, woher meine Beschwerden kommen und ob sie wirklich durch die Diagnose begründbar wären.Mimi1979 hat geschrieben: ↑21. November 2025, 19:04 Dankeschön liebe Anastasia.
Ja du hast Recht, es ist aber trotzdem schwierig.
Hast du ähnliche Beschwerden? Wie arrangierst du dich damit keine wirkliche Diagnose zu haben?
Wie geht es dir jetzt? Ist es wenigstens etwas besser?
Viele liebe Grüße Mimi
Ich habe es geschafft durch eine Ernährungsumstellung (wegen SIBO) meine Symptome teilweise zu lindern. Ich versuche jetzt wieder ein normaleres Leben zu führen, habe meinen Master in Teilzeit angefangen und gehe Teilzeit arbeiten. Höre aber auch viel auf meinen Körper - wenns mir mal nicht so super geht lerne ich von zuhause oder mache Homeoffice. So kann ich meist trotzdem produktiv bleiben. Ganz ohne schlechtes Gewissen.
Letzte Woche sollte ich noch einen Porphyrietest machen, der negativ ausfiel. Ich habe leider gemerkt, dass ich enttäuscht darüber war, dass ichs nicht habe. Einfach weil es so schön wäre Klarheit zu haben. Dabei sollte man natürlich froh sein es nicht zu haben & als ich mich bei dem Gedanken ertappt habe, habe ich versucht umzudenken. Mittlerweile bin ich froh darüber, dass ichs nicht habe, denn sonst würde es bedeuten dass meine Geschwister ebenfalls erkranken könnten.
Es ist wirklich ein hin und her, zwischen Gefühlen und Symptomen. Gerade in schweren Phasen hilft mir ganz viel reden mit Freunden und Familie, ich habe danach immer das Gefühl ich könnte wieder aufatmen. Nichtsdestotrotz stehen bei dir noch einige Untersuchungen/Ergebnisse aus - wir bleiben einfach mal gemeinsam offen für das was kommen mag und zerbrechen uns erst den Kopf, sobald wir mehr wissen! Mehr können wir gerade sowieso nicht tun 😇🍀
Liebe Anastasia,
Danke für deine Antwort. Das ist einerseits natürlich doof und irgendwie unbefriedigend keine wirkliche Diagnose zu haben, die andere Seite ist aber dass ja zumindest schlimmeres ausgeschlossen ist.
Das würde mir auch erst mal reichen und dann muss man halt weiter auf Diagnosefindung gehen
Was musst du denn noch machen lassen?
Ich habe das Gefühl eben nicht mit anderen reden zu können weil " stell dich nicht an, da wird schon nix sein" also lässt man es direkt.Mein Mann sagt " ich will davon nix hören, erst wenn eine Diagnose steht und solange denke ich nicht negativ"
Ich tue es halt, ich habe schon einige Menschen gehen sehen/ begleitet und kann da nicht so positiv Ran gehen.
Aber du hast das eigentlich gut zusammen gefasst und eine gute Einstellung, wünsche mir da auch noch hin zu kommen.
Ich hoffe irgendwie auch auf sowas wie sibo - natürlich nicht schön aber halt besser als und ggf. Behandelbar.Ich glaube es ist einfach leichter wenn man die Ursache hat. Ich hatte tatsächlich letztes Jahr 2 mal Antibiotika, wer weiß. Dazu atovastatin, ich habe gelesen auch das kann Probleme machen.
Was hast du denn an der Ernährung umgestellt?
LG Mimi