Wahnsinnige Angst vor Krebs, bitte um Hilfe von Usern die Erfahrung mit BSD haben

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

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Mimi1979
Beiträge: 7
Registriert: 21. November 2025, 17:55

Re: Wahnsinnige Angst vor Krebs, bitte um Hilfe von Usern die Erfahrung mit BSD haben

Beitrag von Mimi1979 »

Anastasia hat geschrieben: 22. November 2025, 14:19
Mimi1979 hat geschrieben: 21. November 2025, 19:04 Dankeschön liebe Anastasia.
Ja du hast Recht, es ist aber trotzdem schwierig.
Hast du ähnliche Beschwerden? Wie arrangierst du dich damit keine wirkliche Diagnose zu haben?
Wie geht es dir jetzt? Ist es wenigstens etwas besser?

Viele liebe Grüße Mimi
Ich hatte vor paar Jahren starke Oberbauchschmerzen, Übelkeit, tägliches erbrechen über Monate hinweg (weil ich leider auch empfindlich auf Schmerzen reagiere) etc. .Mit der Einnahme von Enzymen wurde es besser. Es gibt mal bessere und mal schlechtere Phasen, ich versuche mich einfach daran zu erinnern, dass es auch wieder besser wird. Habe leider auch Ängste entwickelt, seit der Kindheit schlage ich mich mit Gedanken rum wie "was wenn ich irgendwo hinfahre und es mir da schlecht geht" usw., weshalb ich eine Verhaltenstherapie mache. Ich gestalte mir das Leben einfach um: Notfallmedikamente, Notfallkontakt, Notfallbeutel fürs Erbrechen, Taschentücher etc. Da ich jetzt 1 Jahr lang neue Beschwerden hatte und die Ärzte auch garnicht suchen wollten (es hieß es sei psychosomatisch), habe ich auf eigene Faust weiter gesucht. Das war definitiv keine leichte Phase und hat mich auch psychisch ziemlich mitgenommen, dass ich nicht ernst genommen wurde und als magersüchtig abgestempelt wurde. Auch die Untersuchungen selbst haben neben den Beschwerden viel Kraft gekostet. Ich weiß wie sich meine Symptome bei Angstzuständen anfühlen und dass diesmal etwas anders war - bei meinem letzten Versuchsanlauf in Bochum kam ich dann endlich weiter. Auch wenn die Ärzte sich trotzdem nicht einig sind, woher meine Beschwerden kommen und ob sie wirklich durch die Diagnose begründbar wären.

Ich habe es geschafft durch eine Ernährungsumstellung (wegen SIBO) meine Symptome teilweise zu lindern. Ich versuche jetzt wieder ein normaleres Leben zu führen, habe meinen Master in Teilzeit angefangen und gehe Teilzeit arbeiten. Höre aber auch viel auf meinen Körper - wenns mir mal nicht so super geht lerne ich von zuhause oder mache Homeoffice. So kann ich meist trotzdem produktiv bleiben. Ganz ohne schlechtes Gewissen.
Letzte Woche sollte ich noch einen Porphyrietest machen, der negativ ausfiel. Ich habe leider gemerkt, dass ich enttäuscht darüber war, dass ichs nicht habe. Einfach weil es so schön wäre Klarheit zu haben. Dabei sollte man natürlich froh sein es nicht zu haben & als ich mich bei dem Gedanken ertappt habe, habe ich versucht umzudenken. Mittlerweile bin ich froh darüber, dass ichs nicht habe, denn sonst würde es bedeuten dass meine Geschwister ebenfalls erkranken könnten.

Es ist wirklich ein hin und her, zwischen Gefühlen und Symptomen. Gerade in schweren Phasen hilft mir ganz viel reden mit Freunden und Familie, ich habe danach immer das Gefühl ich könnte wieder aufatmen. Nichtsdestotrotz stehen bei dir noch einige Untersuchungen/Ergebnisse aus - wir bleiben einfach mal gemeinsam offen für das was kommen mag und zerbrechen uns erst den Kopf, sobald wir mehr wissen! Mehr können wir gerade sowieso nicht tun 😇🍀

Liebe Anastasia,

Danke für deine Antwort. Das ist einerseits natürlich doof und irgendwie unbefriedigend keine wirkliche Diagnose zu haben, die andere Seite ist aber dass ja zumindest schlimmeres ausgeschlossen ist.
Das würde mir auch erst mal reichen und dann muss man halt weiter auf Diagnosefindung gehen
Was musst du denn noch machen lassen?
Ich habe das Gefühl eben nicht mit anderen reden zu können weil " stell dich nicht an, da wird schon nix sein" also lässt man es direkt.Mein Mann sagt " ich will davon nix hören, erst wenn eine Diagnose steht und solange denke ich nicht negativ"
Ich tue es halt, ich habe schon einige Menschen gehen sehen/ begleitet und kann da nicht so positiv Ran gehen.
Aber du hast das eigentlich gut zusammen gefasst und eine gute Einstellung, wünsche mir da auch noch hin zu kommen.
Ich hoffe irgendwie auch auf sowas wie sibo - natürlich nicht schön aber halt besser als und ggf. Behandelbar.Ich glaube es ist einfach leichter wenn man die Ursache hat. Ich hatte tatsächlich letztes Jahr 2 mal Antibiotika, wer weiß. Dazu atovastatin, ich habe gelesen auch das kann Probleme machen.
Was hast du denn an der Ernährung umgestellt?

LG Mimi
Anastasia
Beiträge: 27
Registriert: 16. Oktober 2025, 20:55

Re: Wahnsinnige Angst vor Krebs, bitte um Hilfe von Usern die Erfahrung mit BSD haben

Beitrag von Anastasia »

Hallo Brigitte,

wie war dein Termin?? Erzähl mal, ich bin neugierig.😇
Ich habe tatsächlich jetzt erstmal aufgehört zu suchen, die Umstellungen haben meine Symptome gelindert, auch wenn es nicht immer leicht ist mit ihnen zu leben. Ich versuche es zu akzeptieren, kommuniziere meine Problemchen mit meinem Umfeld (auch bei der Arbeit und Uni) und versuche nur so viel zu geben und zu machen, wie ich gerade kann. Trotzdem springe ich immer mal über meinen Schatten und "zwinge mich" Sachen zu machen, damit ich mich eben nicht verliere. Das geht leider auch wechselseitig mit auf die Psyche. Ich wüsste auch nicht was ich noch testen soll, überlege in Zukunft mal zum Heilpraktiker zu gehen wenn ich das Geld dafür habe. Am liebsten wäre mir ja noch selbst eine Ausbildung zu machen, damit ich mir selbst ohne viel Chemie und Arztstress helfen kann. Aber das ist natürlich nur ein Wunsch erstmal 🙂

Es tut mir leid zu hören, dass dein Partner dafür nicht all zu viel Verständnis zeigt. Vielleicht wird sich das mit der Zeit ändern, wenn er sieht dass du was tust und dich versucht etwas mehr zu verstehen. Da musst du auch offen in der Kommunikation bleiben, ich hatte anfangs die selben Probleme. Ist schwierig für außenstehende zu verstehen wie man sich fühlt und was man innerlich durchmacht. Vielleicht findet sich ja auch eher eine Freundin, mit der du reden kannst, statt mit deinem Partner?

Falls du eine SIBO freundliche Ernährung machen möchtest, sollte man dies eigentlich nur unter Ärztlicher / Ernährungsberater-Begleitung machen. Man verzichtet auf alles fermentierbare. Für mich heißt das: kein Glukose, Fruktose, generell Zucker jeglicher Art (Reissirup geht in kleinen Mengen), kein Gluten, keine Hefe, keine Laktose, keine fermentierbaren/ballaststoffreichen Gemüsearten, kein Knoblauch und keine Zwiebel. Das bedeutet man kocht alles nur noch selbst & frisch, was natürlich aufwendig, teuer und belastend sein kann. In sogut wie jedem Fertigprodukt (selbst Gemüsebrühe) aus dem Laden ist Hefe, Zwiebel, Zucker oder Knoblauch drin. Das ist wirklich schlimm und war mir damals nicht mal so bewusst. Ansonsten könntest du mit einer "Low-Fodmap-Diät" zuhause für wenige Wochen starten und schauen, wie es dir damit ergeht. Das wäre nämlich weniger drastisch und vielleicht spürst du dann schon Veränderungen. Genug Rezepte gibts dazu immerhin auch im Netz.

Ich hoffe ich habe kein Thema vergessen - LG!
Mimi1979
Beiträge: 7
Registriert: 21. November 2025, 17:55

Re: Wahnsinnige Angst vor Krebs, bitte um Hilfe von Usern die Erfahrung mit BSD haben

Beitrag von Mimi1979 »

Anastasia hat geschrieben: 24. November 2025, 18:52 Hallo Brigitte,

wie war dein Termin?? Erzähl mal, ich bin neugierig.😇
Ich habe tatsächlich jetzt erstmal aufgehört zu suchen, die Umstellungen haben meine Symptome gelindert, auch wenn es nicht immer leicht ist mit ihnen zu leben. Ich versuche es zu akzeptieren, kommuniziere meine Problemchen mit meinem Umfeld (auch bei der Arbeit und Uni) und versuche nur so viel zu geben und zu machen, wie ich gerade kann. Trotzdem springe ich immer mal über meinen Schatten und "zwinge mich" Sachen zu machen, damit ich mich eben nicht verliere. Das geht leider auch wechselseitig mit auf die Psyche. Ich wüsste auch nicht was ich noch testen soll, überlege in Zukunft mal zum Heilpraktiker zu gehen wenn ich das Geld dafür habe. Am liebsten wäre mir ja noch selbst eine Ausbildung zu machen, damit ich mir selbst ohne viel Chemie und Arztstress helfen kann. Aber das ist natürlich nur ein Wunsch erstmal 🙂

Es tut mir leid zu hören, dass dein Partner dafür nicht all zu viel Verständnis zeigt. Vielleicht wird sich das mit der Zeit ändern, wenn er sieht dass du was tust und dich versucht etwas mehr zu verstehen. Da musst du auch offen in der Kommunikation bleiben, ich hatte anfangs die selben Probleme. Ist schwierig für außenstehende zu verstehen wie man sich fühlt und was man innerlich durchmacht. Vielleicht findet sich ja auch eher eine Freundin, mit der du reden kannst, statt mit deinem Partner?

Falls du eine SIBO freundliche Ernährung machen möchtest, sollte man dies eigentlich nur unter Ärztlicher / Ernährungsberater-Begleitung machen. Man verzichtet auf alles fermentierbare. Für mich heißt das: kein Glukose, Fruktose, generell Zucker jeglicher Art (Reissirup geht in kleinen Mengen), kein Gluten, keine Hefe, keine Laktose, keine fermentierbaren/ballaststoffreichen Gemüsearten, kein Knoblauch und keine Zwiebel. Das bedeutet man kocht alles nur noch selbst & frisch, was natürlich aufwendig, teuer und belastend sein kann. In sogut wie jedem Fertigprodukt (selbst Gemüsebrühe) aus dem Laden ist Hefe, Zwiebel, Zucker oder Knoblauch drin. Das ist wirklich schlimm und war mir damals nicht mal so bewusst. Ansonsten könntest du mit einer "Low-Fodmap-Diät" zuhause für wenige Wochen starten und schauen, wie es dir damit ergeht. Das wäre nämlich weniger drastisch und vielleicht spürst du dann schon Veränderungen. Genug Rezepte gibts dazu immerhin auch im Netz.

Ich hoffe ich habe kein Thema vergessen - LG!
Hallöchen,
Also bei der Untersuchung kam nicht viel rum, steht was von Normkalibrig. Gallenblase kleinere echoreiche Läsonen und einen Gallenblasenpolypen.
Dann steht da was von Ductus wirsungianus schmalkalibrig und Parenchym ohne fokale Läsionen.
Erythematöse Antrum Gastritis haben die noch gefunden.
Ich weiß nicht ob das an der Gallenblase auch Probleme machen kann, der Arzt meinte ich soll die Darmspiegelung machen, den Atemtest und ein MRT wohl sollte da nix raus kommen zur Sicherheit.
Hat mir aber auch nicht gesagt welches MRT, ich Frage dann denke ich im Dezember nach wenn ich zu der Spiegelung gehen. Zölialkie soll auch noch untersucht werden.
Akut hab ich Unterbauchschmerzen, ich habe aber gestern nach der Spiegelung eigentlich nur Gemüse gegessen, glaube das war zuviel des guten. Bauchschmerzen, Durchfall. Hab mir jetzt mal buscupan geholt.Daa stechen im Oberbauch meint er kann auch durch die Gastritis kommen.
We will see, zumindest bin ich beruhigt dass man nicht direkt irgendwas negatives gesehen hat, wobei ich natürlich schon gerne eine Diagnose/ Behandlung hätte aber da muss ich wohl noch ein bisschen Geduld haben.
Anastasia
Beiträge: 27
Registriert: 16. Oktober 2025, 20:55

Re: Wahnsinnige Angst vor Krebs, bitte um Hilfe von Usern die Erfahrung mit BSD haben

Beitrag von Anastasia »

Sehr interessant aufjedenfall, aber auch gut dass da erstmal jetzt nichts gravierend schlimmes gefunden wurde. Bei mir kam auch per Zufallsbefund eine Gastritis Typ C raus und ein Gallenblasenpolyp (noch kein genug um sich keine Sorgen zu machen). Wurde dir wenigstens PPI für die Gastritis verschrieben? Oder meinte er du sollst erstmal aushalten?

Gemüse macht bei meinem SIBO teilweise auch Probleme. Gut funktioniert bei mir Zucchini, Paprika und Möhre im gegarten oder gebratenem Zustand. Vielleicht probierst du es eher damit. Rohes Gemüse ist generell schwerer verdaulich (gerade die Haut vom Gemüse), versuchs evtl eher mit Schonkost im Sinne von eher gegartem Gemüse 🙂 Reis sollte auch gehen, Kartoffeln in kleinen Mengen auch. Aber gut dass die Darmspiegelung auch noch so zeitnah folgt.

Wie gehts dir mental damit? Haben sich deine Ängste durch die Untersuchung etwas legen können?
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