Fragen zu "schwacher" BSD

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

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processing
Beiträge: 1
Registriert: 2. März 2013, 07:04

Fragen zu "schwacher" BSD

Beitrag von processing »

Guten Morgen liebe Forenmitglieder,


seit einigen Wochen stoße ich nun schon immer wieder auf dieses Forum und bin begeistert, wie viele nette, positive Worte hier gefunden werden und wie super sich gegenseitig geholfen wird! Dafür erstmal meinen Respekt!

Nun habe ich mich dazu entschlossen, meine Fragen doch mal hier zu stellen....

Folgende kurze Erläuterung meiner Geschichte:

Seit Dezember 2012 ständige Übelkeit, Durchfälle.
Januar 2013 dann zum Gastroenterologen, Stuhluntersuchungen - bei der Auswertung meiner er, dass meine BSD nicht richtig arbeitet. Verdacht auf Pankr.insuffizienz.
Dann war ich im MRCP (das war wirklich keine schöne Erfahrung, darauf hätte ich gerne verzichtet ;)), hier kam raus, dass keine Entzündung zu sehen ist und das Bild der BSD gleichmäßig ist. Nur die Kanäle sind wohl winzig klein.

Also nochmal zum Gastroenterologen - er bezeichnete meine BSD als "müdes, schwaches" Organ. Ich sollte weiterhin Kreon nehmen (habe die 25000er) und in 2-3 Monaten nochmal Stuhlproben abgeben.


Nun haben sich bei mir aber einige Fragen gebildet. Einige werde ich nochmal irgendwann direkt an den Gastroenterologen stellen, aber mir erscheint es als sinnvoll, andere Menschen, die sich schon so lange mit diesem Themengebiet beschäftigen, auch mal zu fragen =) Vielleicht kann mir ja jemand helfen :zw:


Ich habe sowohl den Gastroenterologen als auch die Ärztin beim MRCP gefragt, was eine "müde" BSD verursachen kann. Die Dame beim MRCP hatte keine Ahnung und der Gastro sagte, es könne schon "irgendwie vom Stress kommen". Ah ja. Wisst ihr zufällig, wie sowas ausgelöst werden kann? Käme Stress in Frage? Oder eher genetische Veranlagung? Falsche Ernährung? (Ich sollte dazu sagen: Ich rauche nicht, trinke seltenst Alkohol, achte stark auf meine Ernährung (war schon vorher immer unter 60gr Fett am Tag, mag einfach keine fettreichen Speisen), trinke keinen Kaffee, keine Limonaden etc.).
Mein einziges "Problem" ist, dass ich im Endspurt meines Masterstudiums stehe, eine zeitlang viele kräftezehrende Sachen parallel liefen, dazu der dunkle Winter...

Ist es sinnvoll, nochmal zu einem Pankreaszentrum zu gehen?

Und zu den Kreon... ich habe das Gefühl, dass sie schon wirken. Aber irgendwie habe ich ständig Bauchdrücken, vermehrt Blähungen, so eine unterschwellige Übelkeit und der Stuhlgang ist zwar anfangs fest, aber ich muss zur Zeit ca. 3-4x morgens gehen und nach einer Zeit wird er wieder breiig. Braucht es eine Weile, bis es "normal" wirkt? Oder bleibt das jetzt immer so, dass ich dieses Bauchdrücken habe?

Ich nehme gegen die ständige Übelkeit Iberogast (pflanzl. Tropfen) und gegen den ganz fiesen Durchfall indische Flohsamenschalen. Außerdem nehme ich Vitamine (A, D, E, K). Ich trinke eigentlich nur stilles Wasser, esse viel Obst (ca. 3 Portionen am Tag), zur Zeit wenig Gemüse, weil ich es wohl nicht so gut vertrage gerade, wenig Fleisch, ab und zu mal Brot und Haferflocken oder Kartoffeln. Ich bin 23 Jahre alt und weiblich, wiege 80 kg bei 1,71 m (5 kg abgenommen in 2 Monaten), mache viel Sport und mittlerweile auch Entspannungsübungen gegen den Stress.

Vielleicht kommen diese Fragen einigen Leuten jetzt komisch vor, weil es ja "nur" eine Unterfunktion ist und ich nichts wirklich "Greifbares" habe. Trotzdem nervt mich die ständige Übelkeit. Ich würde so gerne mal wieder Hunger verspüren. So gerne mal wieder weggehen, ohne im Sinn zu haben "Wo ist nur die nächste Toilette?". Vielleicht kann das ja der ein oder andere nachvollziehen :oops:

Ich bedanke mich auf jeden Fall schon mal im Voraus für Antworten und Hilfe :prost:

Ganz liebe Grüße
Processing
Mia
Beiträge: 47
Registriert: 19. Februar 2013, 19:38

Re: Fragen zu "schwacher" BSD

Beitrag von Mia »

Hi,

also ich kann nachvollziehen, dass du dir unsicher bist, ob du dich nun an ein Pankreaszentrum wenden sollst. Also Pankreaserkrankungen egal welche - egal wie leicht oder schwer- sind immer ernst zu nehmen. Ich würde mich auf jeden Fall in einem solchen Zentrum vorstellen an deiner Stelle. Schau einfach hier in der Internetseite des AdP e.V. unter empfohlene Kliniken für deine Region. Hier ist der Link.

http://www.bauchspeicheldruese-pankreas ... /index.php

Es sind fast alle Ärzte, die sich nicht auf Pankreas spezialisiert haben überfordert. Ich wurde zuerst auch von einem (vermeintlich) sehr guten Arzt -Leiter und Chefarzt der internistischen Abteilung- eines Krankenhauses behandelt. Am Ende hieß es wir müssen in 6 Monaten gucken, ob es eine aktue Bauchspeicheldrüßenentzündung war die ausgeheilt ist oder ob es nun chronisch ist. Oder sich an einen Experten wenden (toll nachdem ich 5 Monate meine Zeit mit diesem Arzt verschwendet habe). Ja habe mich dann an eine empfohlene Klinik für meine PLZ gewandt und nun liege ich grade im Pius Hospital in Oldenburg, da es hier ein Pankreaskrebszentrum gibt. Man merkt gleich, dass die Ärzte hier viel mehr Erfahrung und Wissen haben. Man sagte mir auch, dass ich bisher nicht komplett untersucht wurde. Es fehlt das Ergebnis/ die Ursache warum ich überhaupt BSD-Probleme habe. Deshalb bin ich seit Donnerstag 28.02.2013 hier. Gestern Endosono mit Punktion der BSD. Meine Proben - BSD, Stuhl wegen Elastase, Blut wegen IGG und IGG4 (Zeichen für Autoimmunpankreatitis), usw. wurden zu den Experten nach Bochum geschickt. Am Montag folgt MRCP (in die Röhre), und dann werde ich erfahren wie es weiter geht. Und vor allem hoffe ich endlich zu wissen was los ist.

P.s. ich bin auch noch sehr jung für sowas - werde in 2,5 Monaten 27 Jahre. Kann also jeden treffen.


Ich las hier die Beiträge der anderen und dachte -die hat es ja viel schlimmer getroffen Krebs an der BSD usw. Nur solche Leute müssen sich an ein Pankreaszentrum wenden. QUATSCH!!! Verliere keine Zeit und gehe sofort zum Experten! Bevor es noch schlimm wird weil die kleinen Hausärzte und Gastroentrologen überfordert waren und du falsch behandelt wurdest. Viele Ärzte geben auch nicht zu, dass sie damit überfordert sind - und das immer zum Leid des Patienten.

Also warte nicht und geh sofort zum Experten! Halte mich auf den laufenden ;-)

Lg
MIA
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Dieter
Beiträge: 87
Registriert: 27. Juni 2012, 19:59
Wohnort: Braunschweig

Re: Fragen zu "schwacher" BSD

Beitrag von Dieter »

Hallo Processing

Erst einmal ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum! :hallo:
Ich habe deinen ersten Beitrag gelesen und würde mich auf jedenfall an ein Pankreaszentrum wenden.
Da ist nicht mit zuspaßen, weil du ja auch noch ziemlich jung bist.
Die meisten Ärzte, auch in den Fachkliniken haben nicht die Ahnung wie in einem Pankreaszentren.
Ich fahre deswegen meistens 300 Km.
Von den Hausärzten ganz zu schweigen, sonst müssen sie selber mit Mitpatienten Erfahrung gemacht haben.
Wir als Mitglieder, können hier auch nur unsere eigenen Erfahrungen, mit Ärzten und Kliniken niederschreiben, damit manch anderer daraus lernt.
Leider ist mein Krankheitsbild etwas anders.
Ich wünsche Euch allen ein beschwerdefreies Wochenende und genießt die ersten Sonnenstrahlen. :lol: :lol: :lol:

Gruss Dieter
Immer an das Positive denken, auch wenn es manchmal schwer fällt!
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